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Was passiert im Kopf nach der Auswanderung?

Erstellt von DisainaM, 08.08.2012, 08:36 Uhr · 194 Antworten · 12.987 Aufrufe

  1. #161
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    auch die Mia verändert sich,

    kenne nicht wenige Thais aus Deutschland, die für 2 Monate nach Thailand geflogen sind,
    und nach 3 Wochen bereits zurückkehrten.

    Während eine Thai in Deutschland ihr eigenes Ding machen kann,
    in jedes Geschäft zum shoppen reingehen kann,
    und kaufen kann, wonach es ihr gerade ist,

    erlebt sie in Thailand oft ein downgrade, zurück an ihren Platz in einer hirarchischen Gesellschaftsordnung,
    da kann man eben nicht in jedes Geschäft reingehen,
    und das kaufen, was man gerade sucht,
    da bestimmen die Worte - mai dai - die Tagesplanung,
    Schuster bleib bei deinen Leisten,
    heisst für eine zurückgekehrte Thai übersetzt,
    Du bist so stark, wie die Gruppe hinter dir,
    kauf bei deinen Leuten,
    bleib in deinem Verbund.

    Erinnere mich noch gut an die Blicke, die so manche Thai aus dem Isaan erneten musste,
    als sie im Skytrain mit ihrem deutschen Freund unterwegs war.
    Eine hirarchische Gesellschaft weisst jedem Einzelnen seinen Platz zu, wo er hingehört,
    wer die falschen Bühnen betritt, bekommt Stress.

    Mit dem downgrade kommen die zurückgekehrten Thais unterschiedlich klar,
    oft müssen sie ja noch dafür sorgen,
    dass ihr begleitender Farangmann bz Freund,
    das ganze nicht so mitbekommt, und von allem einen positiven Eindruck hat.

    Das tut sie, solange sie Kraft hat.
    Habe das im Skytrain auch schon mitbekommen. Umgekehrt gibt's auch. Z.B. wenn eine gebildete Thai zusammen mit Bargirls in einer deutschen Sprachschule in einer Gruppe sitzen muss, dann kommt sie sich auch blöd und downgradet vor. Nicht jede gebildete kann ohne A1 in Deutschland einreisen, also muss sie durch.

  2.  
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  3. #162
    Avatar von tira

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    Cool

    Zitat Zitat von Harry Forster Beitrag anzeigen
    ......Zum anderen wirst du nirgends zuhause sein. Egal wo du gerade lebst, wird deine Umgebung dich als "vorübergehend" wahrnehmen.
    moin,

    ...... ebend net, meine frau wird immer im los zu hause sein und meinereiner immer hier in d. klaro sind 2 haushalte schon aufwändiger, mit etwas spielraum durchaus machbar.

    nutze hier schon abhängig von der jahreszeit unterschiedliche fahrzeuge. wird hier nur noch im sommer eines genutzt, iss das schon x weniger.

    eigene kinder haben wir dann hier wie dort, somit bleibt die überwachung der haushalte in der familie.

    kenne/kannte selbst einige rentner, die bis 80+ den flug für ein überwintern im los in kauf nahmen. bin dahingehend doch noch recht zuversichtlich

  4. #163
    Avatar von tira

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    Cool

    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    ....Wer seinen Rasen mähen muss und etwas mehr Lebensaufgaben hat,.......
    moin,

    ...... war ich heute auch bei

    als hätte ich sonst keine lebensaufgaben

  5. #164
    Avatar von Taunusianer

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Das alles weiß man schon vorher. Bei mir wohnen ständig 3 Generationen (zeitweise, wenn wir in Europa weilen, auch die 4. als Vertretung) im Haus harmonisch zusammen. Das Haus hatten wir allerdings auch vorher entsprechend dimensioniert und bestimmte Bereiche stärker abgeschottet. Soviel Planung muß sein bei jeder international retirement migration.
    Ein Mehrgenerationenhaus ist natürlich eine feine Sache. Im beschriebenen Fall mit dem Selbstmord war es ja aber wohl auch genauso gewesen. Der Sohn ist seinem Vater nach Thailand gefolgt. Hat jetzt trotzdem weder der den einen vom Selbstmord abgehalten, noch den anderen vom Versuch.

    Aber ohnehin: Das Mehrgenerationenhaus lässt sich das aus diversen Gründen nicht immer realisieren. Und auch in Thailand gehen doch bedingt durch fortschreitende Individualisierung die Zeiten klar zu Ende, wo alles unter einem Dach wohnt.

  6. #165
    Avatar von tira

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    Lightbulb

    Zitat Zitat von Taunusianer Beitrag anzeigen
    .....Das Mehrgenerationenhaus lässt sich das aus diversen Gründen nicht immer realisieren. Und auch in Thailand gehen doch bedingt durch fortschreitende Individualisierung die Zeiten klar zu Ende, wo alles unter einem Dach wohnt.
    moin,

    .... net ganz, auch aufgrund einer fehlenden mindestrente, bleibt den meisten zugewanderten bangkokianer in rentenalter nix anders übrig als auf die heimatliche scholle zurück zu kehren.
    der großfamilie sei dank, iss das im gegensatz zu d, für khon thai eine wahrscheinlich lebenslange option.

    schon die letzte rezession bedingte eine geringe rückwanderungsbewegung

  7. #166
    Antares
    Avatar von Antares
    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Das alles weiß man schon vorher. Bei mir wohnen ständig 3 Generationen (zeitweise, wenn wir in Europa weilen, auch die 4. als Vertretung) im Haus harmonisch zusammen. Das Haus hatten wir allerdings auch vorher entsprechend dimensioniert und bestimmte Bereiche stärker abgeschottet. Soviel Planung muß sein bei jeder international retirement migration.
    Warum hast Du die Hütte eigentlich nicht am Meer gebaut?

    M.

  8. #167
    Avatar von alhash

    Registriert seit
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    4.824
    Nach lesen der letzten Beiträge muss ich von einem anderen Stern sein

    Habe gerade wieder einem älteren Herrn den Auftrag gegeben, meinen 200 Qm2-Garten zu jäten (200 Baht).
    Der nächste Nachbar ist 2 Häuser weiter, das linke Haus steht wieder leer, rechts der Nachbar fährt immer wochenlang zu den Wochenmärkten.
    Gegenüber wohnt ein Amerikaner den ich vielleicht einmal in der Woche sehe.

    Wenn es langweilig ist, fahre ich in den Ort, danach bin ich nach einigen Begegnungen dermaßen gestresst, daß ich froh bin zuhause wieder meine Ruhe zu haben.
    Mehrgenerationenhaus? Bloß nicht, das Gekrähe den lieben langen Tag will ich gar nicht hören.

    Schlagt mich
    AlHash

  9. #168
    Avatar von Jarga

    Registriert seit
    21.08.2010
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    798

    andere Fragestellung...

    Wann verlässt man die Welt des Kindes und wann wird man(n) Erwachsen?

    Gewisse Beiträge geben ein sich schlüssiges Bild ab ob der eigenen Einstellung und denjenigen "befreiten" Expats, die sich den Gegebenheiten stellen.

    Die kindliche Vorstellungswelt ist die konditionierte, konstruierte, beschützte, heile Welt, dargestellt beginnend bei den Eltern, nachfolgend in der Schule vom Le(h)erkörper bis zum "Vater" Staat als Regulierungsorgan und Gesetzes & Vorschriftenerlasser.

    Alles wird vorgegeben und geregelt vom "Vater Staat", derselbst (seine Zöglinge) die "Ordnung" hoch hält."
    Mit der Stimm -abgabe an die politischen Parteienvertreter wird die Verantwortung übertragen. "Mutter" Merkel et all wirds schon richten.
    Ebenso werden die Gelddinge an Banken und Ab-Sicherungsinstitute, Kranken und Gesundheitskonstrukte abgegeben. Das alles sind künstliche Strukturen, die nichts mit Selbstverantwortung und Selbstbestimmung gemein haben.

    Etliche scheinbar 'erwachsenen' Menschen nehmen nicht mal wahr was ausserhalb ihrer Vorstellungswelt abläuft, es nicht mal sehen wollen in welchem sich selbst betrügenden Scheindasein sie gefangen sind.

    Ein bewusster Mensch hat erkannt das die Kinderwelt keine heile Welt ist, sondern eine pseudo, heile Welt vorgaukelt mit ihren begleitenden Massenmedien und Vorteilsnehmern.

    Ein austreten aus eben dieser, ist ein mit Schmerzen verbundener Prozess, der nicht nur im thailändischen Alltag mit Härte und einer brutalen Realität begegnet wird.
    Dies ist der erste Schritt in ein Aufwachen aus der illusorischen Traumwelt.

    Mit dem eintreten in die andere Welt ändert sich voerst nur der illusorische Charakter, der sich sowieso in jedem selbst findet.

    Genau daran scheitern viele nach den Anfangsjahren hier. Sie haben den Schritt nicht wirklich vollzogen, sondern halten nach wie vor an ihrem naiven, selektiven Wahrnehmung und konditionierten Vorstellungs -Bild fest.

    Die vermeintlich kontrollierten Vorgänge entgleiten ihnen, weil sie diese Kontrolle in ihrem vorherigen Lebensabschnitt ja auch gar nicht wirklich hatten. Sie wurden 'kontrolliert' geführt. Abgespeist mit Schmerzensgeld als Lohn oder Rente fröhnen diese weiter in ihrem geistigen Gefängnis.

    Die eigene Verantwortung und eigene Freiheit haben diese doch gar nie erfahren, wie sollten sie dies hier in diesem Dschungel nun umsetzen?
    Wir lesen es hier doch zur genüge wie nach Ausreden und ausflüchten, Schuldzuweisungen gerungen wird, nur nicht bei sich selbst.
    Sie sind nach wie vor gefangene ihrer kindlichen Vorstellungswelt.

    Wieviele derjenigen, die in Faranghochburgen ihr Dasein fristen sind hier angekommen, teilen diese nicht nur eine weitere Scheinwelt mit gleichgesinnten?

    Ohne ihre gewohnten Annehmlichkeiten, ergo als Konsumjunkie mit u.a. Farangessen, Unter -haltung via Verblödungskanälen, Videobibliotheken, Forensucht und sonstigen Abhängigkeiten werden diese bei einer richtigen Krise doch auch wieder weggespühlt, oder geben sich dem Alkohol hin bis zur Selbstaufgabe.
    Ebenso sehe ich die "Pendler" zwischen den kulturellen Gebieten Europa und Asien als nicht angekommen an. Wie auch. Ohne Mut zum eigenen Unternehmen bleiben sie da wo nie weggegangen.

    Wer macht sich den von denen ein realistisches Bild des aktuellen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen Umbruchs mit seinen absehbaren Folgen auf seine weitere persönliche Zukunftsplanung, geschweige denn, wie kann das Einkommen teilweise generiert werden?
    Dies vorallem betrifft insbesondere etliche aus der Pampa mit ihrer Schutzmauer rund um ihr Anwesen ohne eine sinnvolle Beschäftigung von Körper und Geist.
    Ihrem Frust lassen diese Traumtänzer selbstredend in den Foren ab, gegen Kritik immun und nicht fähig selbstreflektierend darauf zu reagieren, sondern mit pubertären Eifer zu geifern.

    Die alten gewohnten Strukturen werden Tag für Tag mehr eingerissen, hier wie dort. Auch in Thailand zeichnet sich dieser Wandel ab.

    Überlebenschancen hat derjenige und kann sich behaupten, wer sich schon in jüngeren Jahren abnabeln konnte.
    Ebenso wer sich in einer soliden familiären Partnerschaft befindet, wo es sich nach dem fast tägliche Wahnsinn in vielerlei Hinsicht, das eigene Gemeinschaftsgefüge in Selbstverwaltung als Vertrauenswüdiger erweist wie das künstlicher "Ersatz"-gebilde eines Freiheits-fressenden Monsters Staat.

    Wer dieses Los lassen vom kindlichen, illusorischen Matrixgebilde nicht verkraften kann, der wird unweigerlich in neuer Umgebung scheitern.

    In vielerlei Hinsicht sind uns darum die Thai's in der Überlebensstrategie um längen voraus, da nicht Wohlfahrtsverwöhnt, geschweige den zu vertrauensselig in Versprecher der Herrschenden. Zu Hoolywood reifen Szenarien sind etliche unsere meist weiblichen Gefährtinen doch jederzeit fähig um unsere Scheinwelt nach Aussen zu vertreten. Dies wird ihnen quasie mit der Muttermilch eingegeben.

    eine gute Einsicht wie ich meine die mal aufgeschnappt wurde, weil nachdenklich;
    Wer unfähig ist, sein eigenes, jahrzehntelang gewachsenes und eingefahrenes Wertesystem vollständig abzuschalten und die auf ihn einstürmenden Widersprüche vorurteils- und wertungsfrei anzunehmen, wird irgendwann scheitern. Allzuviele Ausländer sind dazu nicht in der Lage und neigen dazu, sich entweder hochnäsig von der fremden Kultur zu distanzieren, oder in permanente Meckerei zu verfallen. Beides führt zuverlässig zum Unglücklich sein.

  10. #169
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    @ Jarga

    Bloß interessenhalber gefragt: Wie wird man zu einem "befreiten Expat"? Ab wann erreicht man diese Stufe der Freiheit?

  11. #170
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von alhash Beitrag anzeigen
    Wenn es langweilig ist, fahre ich in den Ort, danach bin ich nach einigen Begegnungen dermaßen gestresst, daß ich froh bin zuhause wieder meine Ruhe zu haben.
    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Man lebt damit, aber man entscheidet aus dem Bauch heraus, lieber auf seinem Grundstück zu bleiben,
    als nun jetzt durch die Verkehrslawiene sich zu bewegen, um mal irgendwo hin zu schauen.
    deswegen,
    anders, als bei Touris, die in 3 Wochen viel erleben wollen,
    ist man beim Langzeitaufenthalt daran interessiert,
    möglichst wenig Probleme, möglichst wenig Stress zu haben,
    weil man irgendwie die dicke Haut aus Deutschland nicht mehr hat,
    und plötzlich in der ersten Reihe vor der Leinwand sitzt.

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