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neue Grundsteuern für Nicht-Thailändische Hauskäufer/Hausbesitzer?

Erstellt von walt., 22.10.2013, 14:34 Uhr · 206 Antworten · 12.089 Aufrufe

  1. #141
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Der Usufruct Vertrag vor dem Notar ist für den Farang eine rechtmässig einklagbare Forderung. Während das Usufruct auf dem Landoffice möglicherweise keine so deutliche Rechtssicherheit bietet...
    ist es so ?
    So ist es. Auch in Thailand hat das Privatrecht Vorrang. Was freie Vertragspartner vereinbaren, kann - sofern nicht sittenwidrig - auch einklagbar sein und wird es auch sehr oft. Denn als Eigentümer jemanden anderen als Nutznießer seines Eigentums einzusetzen, passiert häufig. Sehr viele Bauern arbeiten als Paechter oder als usufruct-Nehmer. Und wenn man z.B. Teakholz anbauen will, dann ist auch klar, daß so ein usufruct oftmals über den Tod hinaus gehen muß.

    Was ist da hingegen die Bedeutung einer Eintragung eines dinglichen Rechts an ein fremdes Eigentum? Von der hier sogar behauptet wird, daß man keinen Rechtsanspruch darauf erheben koennte, weil die Behoerden einen Ermessenspielraum ausüben. Die Registrierung und Eintragung ins Chanot hat Warnfunktion für Dritte. Achtung hier liegt ein Grundstück vor, wofür besondere Nießbrauchsrechte an Dritte eingeräumt wurden.

    Die gleichen Rechte moegen im übrigen gelten, auch ohne konkrete Eintragung. Die Eintragung foerdert jedoch die Transparenz.
    Man schaue sich den hier eingestellten Text einer gemeinsamen Eintragungsbegehrens vor dem Land-Office an. Da steht nix von "unwiderruflich". Also ist es auch widerruflich. Die Motivation, die Eintragung nicht zu widerrufen, kommt aus dem der Registrierung vorgelagterten privatrechtlichen Vertrag. Die muß notfalls vor Gericht erwirkt werden. Ein Landoffice ist total überfordert, sich in Streitigkeiten zwischen Parteien über dingliche Rechte einzuschalten. Das verwaltet die Unterschriften zu dem minimalen Eintragungsbegehren der Parteien, als die noch einer Meinung waren. Das war es dann auch schon. Keinerlei Mediationsbefügnisse, keinerlei Loesungsmechanism.

    Hat man keinen zugrundeliegenden "Ehevertrag" nützen einem die schoensten oeffentlichen Bekenntnisse in der Kirche oder dem Standesamt nix.

    Wer ständig meint, alles was Profis im Bereich rechtsgeschäftlicher Abwicklung tun, sei Schwurbellei oder so ähnlich, disqualifiziert sich selbst. Begibt sich auf das Niveau von Verschwoerungstheoretikern und sonstigen Deppen. Plumpe Aversion war nie ein kluger Berater in ernsthaften Diskussionen über rechtsfoermig vorgeschriebene Verfahren. Wäre so als ob man alle Steuerberater als Halsabschneider bezeichnen würde. Irgendwie kindisch, nicht wert, solche Beiträge weiter zu beachten. Sollen sie doch auf ihre Bolz-Plätze zurück, diese Kinder.

  2.  
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  3. #142
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Du magst Recht haben, dass es auch ohne Notar geht... wohler fühle ich mich mit... weil ich dann im Ernstfall wenigstens 1 Papier habe, das für mich spricht....
    Das Problem ist nur, es gibt in Thailand keine Notare wie wir sie hier kennen. Auch wenn Waanjai dir weißmachen will, das seien öffentlich-rechtliche Beglaubigungen, so sind es doch nur privatrechtliche Verträge, die er eben bei einem Anwalt, der sich nebenbei notary nennt, abgeschlossen hat; es geht aber auch ohne.

    (Oder ist das Notar(un)wesen mittlerweile eingeführt in Thailand, Waanjai?)

  4. #143
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Seh ich anders: Deine Frau investierte sicher nicht ohne rechtsgültige Position in D (wenn sie überhaupt investierte).
    Warum sollte sie hier investieren? Sie hat ihr Haus mit in die Ehe gebracht, ich hab dann hier eines gekauft. Sie ist hier nicht abgesichert, würde aber nie auf die Idee kommen, dass ihr ständig die Gefahr droht aus dem Haus geworfen zu werden, warum sollte ich mir dann drüben umgekehrt die Sorgen machen?

  5. #144
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    (Oder ist das Notar(un)wesen mittlerweile eingeführt in Thailand, Waanjai?)
    Ja, inzwischen sub-legal durch autonomes Satzungsrecht der verkammerten Berufe. Nennt sich Rechtsgestaltung nach dem Subsidiaritäts-Grundsatz. Kennt man in vielen Gesellschaften. Iss aber was anderes als Subsistenz-Wirtschaft. Kennen die Thais aber auch.

  6. #145
    Avatar von Chak

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    Um es ein wenig deutlicher auszudrücken, also immer noch nicht. Wenn du dann aber dennoch hier von Notaren sprichst, dann gaukelst du beispielsweise Socrates eine Rechtssicherheit vor, die er durch einen Vertragsabschluss bei einem derartigen Notar nicht erreichen kann.

  7. #146
    Avatar von waanjai_2

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    Ein notary public - der rein standesrechtlich zu dieser Funktion berechtigt ist - war übrigens im Mittelalter in D genau so - Gilden und so - macht ein Video von der Unterzeichnung eines privatrechtlichen Vertrages. Das reicht der Anwaltskammer und den Gerichten als Beweis. Unabhängig von der Tatsache, ob es nun schon eine amtliche Gebührenordnung für Notare gibt.

    usufruct-Verträge über einen RA bedienen sich in aller Regel der Nachbarn als Zeugen. Die natürlich von interessierter Seite - also den thailändischen Erben - auf ihre Seite gezogen werden koennen. Dann muß der RA halt bedauernd passen. Das nenne ich Rechtsunsicherheit.

  8. #147
    Avatar von sanukk

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    In Thailand gibt es keine wirkliche Rechtssicherheit (vergleichbar mit deutschem Recht) für Ausländer. Entweder kennt man jemanden, der einen kennt oder kauft direkt bei dem, der Einfluss hat, um einen gewissen "Schutz" zu geniessen oder man hat "zu gehen", wenn es wirklich ernst wird.
    Die einen gehen so (freiwillig) , die anderen so (unfreiwillig).........

  9. #148
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    recht herzlichen Dank Waanjai.... JETZT glaube ich, dass ich Dich verstehe: in wenigen Worten ausgedrückt:

    Der Usufruct Vertrag vor dem Notar ist für den Farang eine rechtmässig einklagbare Forderung. Während das Usufruct auf dem Landoffice möglicherweise keine so deutliche Rechtssicherheit bietet...

    ist es so ?
    When the usufruct is registered with the land office it is in essence not a contract that can be terminated by your wife.
    Usufruct is a real right and as a real property right governed by the civil and commercial code book IV PROPERTY and not book III CONTRACTS. This means that once the right of usufruct is registered it is more or less guaranteed by law and to terminate the usufruct your wife would need 1 your consent or 2 a court order to have it removed from the title deed.

    Section 1469 (laws governing property between husband and wife) does apply and when you would divorce the usufruct could be simply terminated by a court as part of the division of assets. After your marriage in Thailand, under Thai matrimonial law, personal and jointly owned marital property between husband and wife is governed by the statutory system of sections 1465 to 1493 Civil and Commercial Code, therefore any agreements between husband and wife made during the marriage affecting their assets (in conflict with the statutory system) could be set aside by the spouses themselves or a court.

    Your wife is not able to cancel it when she likes, because usufruct is a registered real property right, but the usufruct can be terminated as the creation is in conflict with the statutory system of property of husband and wife.
    Buying real estate in Thailand as a foreigner married to a Thai often means signing away your rights to the land, therefore it is important to obtain legal advice BEFORE you buy land on the name of your Thai spouse. Land (or other immovable property) registered as a personal property of the Thai spouse (a non-marital property) is not automatically subject to an equitably division between husband and wife upon termination of marriage.
    Can my Thai wife cancel my usufruct? - Usufruct in Thailand - Root - Thailand Law Online

    Will My Usufruct Be Taken Away? - Real Estate, housing, house and land ownership - Thailand Forum

    According to my wife, the term USUFRUCT (In Thai= สิทธิเก็บกิน Sithṭhi kĕb kin), means that one can do everything with the property as far as commercial usage is concerned.


    BUT THIS SOULD NOT BE CONFUSED WITH "THE RIGHT TO LIVE ON THE PROPERTY UNTIL DEATH" !!!!!!!!!!!!!!! Not same !


    There seems to be a legal differenciation between สิทธิเก็บกิน Sithṭhi kĕb kin (Usufruct as we understand it) and "the right to live on property until death only". Absolutely not the same!

    And therefore, it would not be registered on the land-title as = สิทธิเก็บกิน Sithṭhi kĕb kin , but in an other thai-phrasing, referring to "the right to live on property until death only".

    Again: According to the letter of the thai-law: It's just not the same.

    .................................................. ................................
    That is basically correct; however, the right of superficies and/or habitation gives the holder the right to live on the land or in the house built on the land. Most posters only ask about a usufruct as they assume it includes the buildings, such as a house, which it does not.
    http://www.thaivisa.com/forum/topic/...time-usufruct/

  10. #149
    Avatar von lucky2103

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    Ich kenne mich nicht sehr gut mit dem th. Recht aus, aber สิทธิ์เก็บกิน indikatiert in der Tat nicht, dass man ein Wohnrecht mit erwirbt.

  11. #150
    Avatar von MadMac

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    Der Vertrag vor dem Landoffice ist genauso ein privatrechtlich geschlossener Vertrag zwischen 2 Parteien, wie ein mit einem Anwalt erstellter. Insofern gibt es keinerlei Unterschiede bei der (privat-)rechtlichen Wirksamkeit.

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