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Nakhon Phanom Erfahrungen?

Erstellt von Roni, 30.03.2010, 14:03 Uhr · 21 Antworten · 3.264 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Paedda

    Registriert seit
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    661

    Re: Nakhon Phanom Erfahrungen?

    Hallo Roni,
    zunächst einmal eine Gruß in die Schweiz! Hatte vor vielen Jahren eine Freundin aus Genf(kennengelernt in Bangkok/ihr Vater war ein Großteil seines Lebens dort Manager eines angesehenen Hotels) und bin auch etwas in Deinem Lande rumgefahren. War auch in einem sehr teuren Hospital in Genf, in dem später ihr Vater lag - und kam mir vor wie in einem alten Film aus den 60ern. Hoffe, die ärztliche Leistung war besser als die Ausstattung des Gebäudes...

    Ich kann das, was Du schreibst, ganz gut nachvollziehen. Der Austausch mit Dir bringt mir mehr als mit so manch Anderem.
    Wochenlang unter der brütenden Hitze eines Blechdachs zu leben muss wirklich nicht sein (obwohl es bei uns damals nicht so heiss war). Alleine der Versuch, so einfach wie die Familie leben zu wollen - und sei es für einige Tage, ist eine Ehre für die gesamte Familie und stärkt ihre Position im Dorfe nebenbei.
    Ich habe halt großes Glück mit meiner Familie gehabt. Wenn man zwei Jahre befreundet ist und noch immer nicht geheiratet hat, das Dorf anfängt, sich das Maul zu zerreissen und versucht, die Eltern negativ zu beeinflussen - und die Eltern nur ruhig sagen: die Beiden wissen schon, was sie tun, wir glauben an sie... - dann kann man schon von Glück reden. Keiner trinkt in der Familie, alle arbeiten und gehen gut miteinander um. Ich habe da fast preussische Tugenden kennengelernt. Und wenn ich mit meiner Frau oder ihren Schwestern einen Termin ausmache und mich um 10 Minuten verspäte, fragen sie sich, wo ich denn bleibe - verrückte Welt!

    Du sprichst in Deiner Mail zwei wichtige Punkte an: Langeweile und Einsamkeit. Das ist wohl das Grundproblem vieler Farangs in Thailand, die im Lande nicht arbeiten sondern leben. Das Bier schmeckt schon mittags, die Hitze macht träge, und der Tag ist so lang. Ich bin mal mittags in der Kreisstadt (Nong Khi) in einen der sehr seltenen Farangs hineingelaufen. Der, schon recht blau, lud mich ein, doch mal in seinem Dorf vorbeizuschauen. Dort seien über 50 Farangs, aber die seien jetzt schon alle besoffen...
    Ich war bis heute nicht dort. Da zieht mich aber auch kaum etwas hin.
    Thai spreche ich leidlich. Genug, um zu überleben: einkaufen, handeln, etwas small talk. Kann alles essen, auch sehr scharf (was mein Leben in LOS und auch hier für meine Thai Familie leichter macht).
    Unser Dorf ist nur 7 km von Nong Khi entfernt, jedoch bietet die Kreisstadt auch nicht viel Abwechslung. Das Landleben läuft schon recht ruhig ab, und der Tag ist wirklich früh zu Ende. Naja, aufstehen ab 5 Uhr morgens...? Ich stoße dann zw. 8 und 9 Uhr dazu. Wenn ich eines Tages nicht mehr arbeiten muss, kann ich mir unser Haus im Isaan gut als Basis vorstellen. Längere Monats-Tripps ans Meer, z.B. Cha Am/Hua Hin oder quer durchs Land und schon ist die Zeit rum.
    Meine Mittel gegen die Langeweile: mal arbeite ich etwas mit ( Reisernte, Gurken sammeln oder Chillies pflücken), hin zum Markt, mit dem Moped rumfahren, per Handy/Internet mit der Welt verbunden zu sein oder Tel.gespräche mit Freunden in Bangkok oder Deutschland - mit Thai Simcard super billig.

    Angepeilt: nach der Arbeitszeit immer ein halbes Jahr in LOS sein: beschäftigt mit sinnvoller Arbeit, entweder selbständig oder engagiert für ein Kinderhilfswerk oder ähnliches. Die Sommerzeit dann in D: Freunde treffen, reisen, ev. Spenden für Projekte in LOS sammeln. Kurz: ein leben in beiden Welten: ausgefüllt, selbstbestimmt.

    War übrigens vor 6 Monaten mit meiner Frau und der kleinen Tochter ihrer Schwester auch in Nakhom Phanom auf einer Tour quer durch den Isaan, hoch nach Nong Khai (mit der bishr besten Massage überhaupt in LOS), und rüber nach Chiang Mai, immer den Mekong entlang. Alles mit einem Toyota Pick-Up. Teilweise wirklich einsam, aber landschaftlich schöner als der platte Issan.

    So, genug geschrieben.
    Gruss Peter (Pädda1)

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Panda

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    Re: Nakhon Phanom Erfahrungen?

    Hoi Roni
    Habe meine Frau in Ubon auf dem Weg nach Laos kennengelernt. Ubonratchathani ist modern und wächst sehr schnell, es gibt dort alles was ein Falang braucht und hat auch einen Flughafen. Im Sommer gibt es dort das Candle Light Festival und sonst immer wieder mal Chilbi (Kirmes). Die Thais sind sehr nett mit den Falangs und noch nicht so auf Abzocke. Ubon ist auch ein Sprungbrett nach Laos,Vietnam und Kambodscha, man sieht immer wiedermal Touristen die ein paar Tage dort verweilen um einen Visa Run zu machen. Ansonsten gibt es dort noch nicht so viele Expats und wenn dann sind es eher Engländer oder Franzosen. In der Nähe gibt es viele schöne Tempel (wie überall) und natürlich auch einen Wasserfall grad an der Grenze zu Laos. Mir gefällt es dort weil man schnell nach BKK fliegen kann und es nicht zu hektisch ist, es hat viele gute Restaurants, auch am Fluss hat es Flosse auf den man gut schlemmen kann. Die Spitäler sind gewöhnungsbedürftig aber gut, ich selber habe mich dort auch schon behandeln lassen und würde normale Eingriffe nur noch dort machen, meine Behandlung hätte in der Schweiz 600 Sfr. gekostet und ich hätte dazu 3 Tage gebraucht, in Ubon war das Ganze in 1er Stunde erledigt und es hat sogar Spass gemacht da die Doktoren und Schwestern gut drauf waren (und hat nur 70.-Sfr gekostet). Langweilig wird es einem eigentlich nie, es hat Kinos auf Englisch, Diskotheken und viele Einkaufsmöglichkeiten. Es ist aber schon wichtig keine Langweile aufkommen zu lassen, am besten sich ein gutes Hobby zulegen oder nebenbei was arbeiten. In Ubon gibt es z.B ein K1 Schule eines Skandinaviers, wäre der ideale Ort um Fett abzubauen (wenn es nicht zu heiss ist) oder man hilft einem Hilfswerk so wie es Pädda1 macht. Ich wurde letztes Jahr von der Tourist Police angefragt ob ich bei dem Candle Light Festival helfen möchte, leider musste ich wieder in die Schweiz zurück. Ein Freund aus England betreibt eine Noodlesoup Küche und darf seiner Frau bei der Arbeit helfen, die Polizei sieht das dort nicht so eng. Ich selber werde dann meiner Frau helfen und mir eine schönen Garten zulegen, Event. noch ein paar Hühner und auf jeden Fall einen Quai (Wasserbüffel), mein Schwiegervater hat so einen und ich habe mich in den verliebt

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