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Mönchsein- Mein Leben im Wat- Fragen hierzu werden gerne beantwortet

Erstellt von lucky2103, 26.04.2011, 04:46 Uhr · 124 Antworten · 9.542 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von lucky2103

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    Das Problem ist, dass zu viele Thais zu ungebildet sind und sich nicht wirklich mit ihrer Religion beschäftigen. Stattdessen machen sie einfach nach, was die Eltern, Lehrer oder der Nachbar auch machen - ohne sich dabei was zu denken.
    Viele "Gläubige", die zu uns in den Tempel kamen, konnten nicht mal eine korrekte Verneigung. Die Rituale führen sie mechanisch aus, wie die Lemminge.

    Dabei hat Buddha folgendes festgelegt: Wenn Du irgend etwas von irgendwo her hörst (ein Gerücht also), dann glaube es nicht blind, sondern verifiziere es vorher. Die Wirklichkeit in TH könnte nicht gegenteiliger sein.

    Sie gehen ins Wat, geben Almosen und empfangen den Segen eines Mönches, aber wissen nicht, was dahintersteckt - mein Abt hat sich mehr als einmal über diesen Zustand beklagt.

    Hinzu kommt, dass die ganzen Suren in Pai sind, der normale Thai also kein einziges Wort versteht. Also ist hier schon Schluss mit dem Verständnis.

  2.  
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  3. #12
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von phimax Beitrag anzeigen
    Beten Buddhisten eigentlich?
    Als erstes waere das Wort "beten" zu definieren. Danach dann das Wort "Buddhist" und es sollte dann leicht sein, die Frage zu beantworten.

    In jedem Fall beten zumindest nicht ALLE Buddhisten, wenn beten bedeutet, sich an eine hoehere goettliche Macht zu wenden. Ich bete zum Beispiel nie. Ob es andere tuen weiss ich nicht.

  4. #13
    Avatar von lucky2103

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    beten würde ich mit "Atitan" (อธิษฐาน) übersetzen.
    Man kann also sagen, dass der gewöhnliche thail. Buddhist betet.

  5. #14
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    beten würde ich mit "Atitan" (อธิษฐาน) übersetzen.
    Steht dieser Ausdruck nicht im krassen Gegensatz zur eigentlichen buddhistischen Lehre nicht zu hoffen, nicht zu wuenschen sondern es zu nehmen wie es ist? Zu tolerieren. Wenn sich Hoffnungen und Wuensche nicht erfuellen, dann verursacht dieses Enttaeuschung. Entaeuschung ist aber Leid, von dem es sich zu loesen gilt.

    "Beten" wurde fuer mich im Buddhismus nur dann Sinn machen, wenn man es als "tiefes inneres Gespraech mit sich selbst" interpretieren wuerde, wobei dann aber der Ausdruck "meditieren" zutreffender waere, damit keine Missverstaendnisse aufkommen.

  6. #15
    Avatar von Plenz

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    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    Sie gehen ins Wat, geben Almosen und empfangen den Segen eines Mönches, aber wissen nicht, was dahintersteckt - mein Abt hat sich mehr als einmal über diesen Zustand beklagt.
    Hinzu kommt, dass die ganzen Suren in Pai sind, der normale Thai also kein einziges Wort versteht. Also ist hier schon Schluss mit dem Verständnis.
    Diesen Zustand zu ändern scheint mir aber völlig unmöglich zu sein. Dazu sind die Thais zu sehr in ihren Traditionen verstrickt, oder? Wenn da ein Mönch anfangen würde, die Suren auf thai zu sprechen, würden sie wahrscheinlich schreiend aus dem Wat rennen, weil es nicht so ist, wie es schon immer war und zu sein hat.

  7. #16
    Avatar von Plenz

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Steht dieser Ausdruck nicht im krassen Gegensatz zur eigentlichen buddhistischen Lehre nicht zu hoffen, nicht zu wuenschen sondern es zu nehmen wie es ist?
    Nicht nur das Beten. Allein schon die Buddhafigur, die Reichtum bringen soll, steht im krassen Gegensatz zum Kernziel des Buddhismus, alle Begierden abzulegen.

  8. #17
    Avatar von strike

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    Danke fuer die sehr sachliche und unaufgeregte Auseinandersetzung mit diesem Thema.
    Bislang ist es auch (noch) nicht zu wissenschaftlich.
    Eine wirkliche Exegese kann dann spaeter folgen.

    So kann ich das Thema - das mich schon lange beschaeftigt - auch mit meiner Frau besprechen .....

  9. #18
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Plenz Beitrag anzeigen
    Nicht nur das Beten. Allein schon die Buddhafigur, die Reichtum bringen soll, steht im krassen Gegensatz zum Kernziel des Buddhismus, alle Begierden abzulegen.
    Hm, unsere Buddhafigur im Haus soll uns keinen materialistischen Reichtum bringen. Wie koennte sie das auch? Sie erinnert nur an einen mortalen Lehrmeister, der einmal einen Weg gewiesen hat. Dafuer gebuert ihm Respekt. Auch im Tod. Bewahren kann uns eine Statue vor nichts. Hoechstens daran erinnern immer den eigenen Verstand zu verwenden, da ja Buddhismus der Weg zur Selbsthilfe ist.

  10. #19
    Avatar von Nokgeo

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    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    Wie fromm sind die Thais ?
    Wenn Du sie selbst fragst, dann werden sie antworten, dass sie sehr fromm sind.

    Betrachtet man es aber näher, so stellt man fest, dass die Meisten eher Abergläubisch und bigottisch sind.

    Aus Angst vor schlechtem Karma, Krankheit oder sonstigem Unglück rennen viele ins Wat oder brennen Räucherstäbchen ab. Das hat mit der Lehre Buddhas fast nichts zu tun.

    Beim Studium der Lehre Buddhas im Wat ist mir in einem Lehrbuch aber folgender Satz begegnet: "Chua Gam Tae mai chua monkol" (เชื่อกรรมแต่ไม่เชื่อมงคล), was ungefähr "Glaube an gute Taten, aber glaube nicht an glücksverstärkende Dinge"....letzteres umfasst das ganze Sortiment von Amuletten, Statuen, Bildern, Geisteraustreibungen Feng Shui, etc.

    Wobei dieser Satz als Wahlmöglichkeit für den Gläubigen und nicht als Befehl zu verstehen ist.
    Ins verständliche Deutsch übersetzt heisst es etwa "Du kannst es Dir aussuchen, auch an die Glücksverstärker zu glauben, oder aber nur an die reine Lehre" - ich hab mich für die reine Lehre entschieden, das ganze Drumherum ist für mich nur Voodoo und Mummenschanz.
    Evtl.beschäftige ich mich später mit der Lehre. Bin selbst, zu sehr technisch fixiert, z.Zt. hab ich da auch nicht die Muße zu.

    Entschleunigen... brauch ich, wenn ich in TH. verweile..mich auch nicht. Dort bin ich recht entschleunigt..
    Hatte das,vor Jahren, an mir selbst erfahren können..nach einem Unfall, wo meine Bewegungsfähigkeit doch recht eingeschränkt war..

    Denke..das viele " ins Wat rennen " in der Hoffnung, das sich ihr Lebensweg danach positiver gestaltet..
    Das sie z.B. einen Lotteriegewinn einfahren. :-)

    # 14 :
    " Steht dieser Ausdruck nicht im krassen Gegensatz zur eigentlichen buddhistischen Lehre, nicht zu hoffen, nicht zu wuenschen sondern es zu nehmen wie es ist? Zu tolerieren.

    Wenn sich Hoffnungen und Wuensche nicht erfuellen, dann verursacht dieses Enttaeuschung. Entaeuschung ist aber Leid, von dem es sich zu loesen gilt
    . "

    So wie Tramaico das schrieb..hab ich das auch verstanden.

    Bedauerlich find ich, dass wenn dem Falang - Ehemann, was von Buddhismus seitens seiner Thaifrau..
    verclickert wird,was im Grunde..dann was ganz anderes ist..

    @ Lucky2103, schreib weiter wenn du magst. Interessiert mich. ( Danke )

  11. #20
    Avatar von Plenz

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Hm, unsere Buddhafigur im Haus soll uns keinen materialistischen Reichtum bringen.
    Das wollte ich auch nicht gesagt haben, die Figuren sind ja nicht alle gleich.

    Was die Frage aufwirft, wie die Buddhafiguren zu ihren individuellen "Fähigkeiten" kommen (oder auch nicht). Gibt es eine Prozedur oder Zeremonie oder so etwas?

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