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Mönchsein- Mein Leben im Wat- Fragen hierzu werden gerne beantwortet

Erstellt von lucky2103, 26.04.2011, 04:46 Uhr · 124 Antworten · 9.527 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von lucky2103

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    Ich glaube, dass die von aussen sichtbare Gleichgültigkeit der Thais nur die Schale ist...im Inneren ist doch der Hass vorhanden, also hat @tramaico doch Recht.

  2.  
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  3. #92
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Liebe <> Hass

    Gleichgueltigkeit <> Interesse
    So einfach ist das nicht immer. Es kommt auf die jeweilige Stuation an und auf die jeweils Beteiligten.

    Der Größere wird den Kleineren wohl kaum hassen, aber durchaus links liegen lassen.
    Ein König bspw. wird einen Bettler kaum hassen, er könnte ihn aber durchaus links liegen lassen. Wenn sich ein Großer hingegen für die Belange von Bettlern interessiert und etwas für sie tut, hat das nicht unbedingt nur etwas mit Interesse im Sinne Deiner einfachen Formel zu tun.

    Oder nimm das Beispiel Mensch und Straßenhund. Ein Mensch der diese Viecher nicht liebt, wird sie wohl kaum hassen, aber durchaus links liegen lassen und nicht beachten - z. B. auch im Straßenverkehr.

  4. #93
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Es es geht doch um die Gegenteile von EXTREMEN. Liebe ist ein Extrem, Hass ist ein Extrem. Die am weitesten entfernten Antagonisten.

    Zuneigung, waere weniger extem als Liebe und hier ist dann Abneigung der Antagonist. Es gilt sich von EXTREMEN ferzuhalten und sich auf dem Mittelweg zu bewegen. Jemand mag die Strassenhunde nicht. Okay, kein Problem, solange es nicht zur Manie, zum Hass wird. Jemand mag die Strassenhunde, okay, solange es nicht zur Manie, zur Liebe wird.

    Es ist empfehlenswert sich gleichmuetig (nicht gleichgueltig) in Ausgeglichenheit, sprich Harmonie zu halten.

    Ich mag die thailaendische Waerme nicht, mir ist das euopaeische Wetter lieber. Absolute okay. Die verdammte tropische Hitze bringt mich noch um den Verstand. Ups.

    Es gibt sicherlich "Koenige", die Bettler hassen, weil sie der Ansicht sind, dass deren Anblick die Strasse verschmutzt (Extremist). Vielleicht gibt es aber auch "Koenige" die zerfliesen aus Liebe zu armen Bettler und laden alle Bettler in ihr Haus ein. (Extremist).

    Hast Du die Wahl zwischen "moegen und nicht moegen", "Zuneigung und Abneigung" oder "lieben und hassen", dann entscheide Dich IMMER fuer das weniger extreme. Es wird zu Deinem Vorteil sein.

    Pazifist ist ein Extremist (ich lehne jegliche Gewalt ab). Ein Krieger ist ein Extremist (wer sich mir in den Weg stellt, den haue ich um). Meiner Meinung ist es von Vorteil Komponenten von beidem in sich zu tragen. Um fuer jegliche Situation richtig ausgeruestet zu sein, Leid von sich abzuhalten.

    Es gibt fuer jeden immer nur einen einzigen Menschen, den man wirklich kontrollieren kann. Sich selbst und Teufel, das ist schon schwierig genug.

  5. #94
    Avatar von Micha

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    Liebe und Hass nennst Du extrem. OK. Auf jeden Fall sind es starke Gefühle die sich auf irgend wen oder was beziehen. Beide Gefühle bedeuten Leben.

    Gleichgültigkeit hingegen ... Nun, der Tod ist auch ein Zustand der absoluten Ausgeglichenheit.

    Dabei ist Gleichgültigkeit in manchen Situationen gewiss nicht unangebracht.

  6. #95
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Micha, wenn Du an der buddhistischen Lehre interessiert bist, musst Du Dich erst einmal von Deiner normalen Denke voellig loesen und an die Sache unbefangen herangehen. Warum? Nun ja, weil in der buddhistischen Lehre weder Liebe noch Hass Leben bedeuten, sondern potentielle Ausloeser fuer Leid sind.

    Dein Satz "nun, der Tod ist auch ein Zustand der absoluten Ausgeglichenheit" ist der erste gute Ansatz. Habe schon mal den Passus gelesen, dass fuer einen Buddhisten der Tod vertrauter ist als das Leben. Ein interessanter, fuer mich nachvollziehbarer Aspekt. Der Tod ist viel berechenbarer als das Leben, denn der Tod entbindet tatsaechlich 100%ig vom Leid. Den Toten, nicht die Hinterbliebenen. Somit ist die buddhistische Lehre auch nicht fuer die Toten, kein Totenkult, sonder ausschliesslich fuer die Lebenden. Kuemmere Dich um die Lebenden und lasse die Toten ruhen.

    Okay, versuche Dir nun die unruettelbare Ausgeglichenheit des Toten vorzustellen und uebertrage diese auf den Lebenden. Identische Harmonie, nur in einer voellig anderen Bewusstseinsart. Ein Toter leidet nicht. Ein Toter liebt nicht. Ein Toter hasst nicht. Leben ist jedoch mit viel Leid und Freude durchsetzt, weil das eine ohne das andere nicht sein kann. Ein Toter ist im Regelfall viel freier als ein Lebender, da er es nicht mehr mit der unberechenbaren und manchmal unkontrollierbaren Gefuehlswelt zu tun hat. Ja, aber Leben ist gut und Tod ist schlecht? Warum? Es ist die Wuerze des Lebens, dass man bei Dir morgen Krebs im 3. Stadium diagnostiziert? Wie gehst Du als Gefuehlsmensch damit um. Gelassen oder erschreckt, furchtlos oder furchtsam? Wesentlicher Unterschied.

    Gleichgueltigkeit ist lediglich Gleichmuetigkeit unter Ausschaltung des Verstandes. Gleichgueltigkeit ist leer, nutzlos, gedankenlos. Gleichmuetigkeit ist dagegen die verstandkontrollierte Gleichgueltigkeit. Sie entspringt einem Sinn, waehrend Gleichgueltigkeit ein Kind der puren dummen Ignoranz ist.

  7. #96
    Avatar von Micha

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    Ohne Liebe kein Leben, Gleichgültigkeit tötet - sei sie nun kontrolliert oder nicht.

    Kein Lebewesen überlebt ohne Liebe. Sei es ein Weillensittich, ein Schwertwal, Hund oder Katze oder ein starker Eisbär - und auch kein Mensch.

    Leicht beobachten lässt sich das bei Lebewesen, die sich (warum auch immer) auf ein Bezugswesen fixiert haben.
    Tramaico, vielleicht hast Du ja unter Deinen Straßenhunden einen, der ganz- und nur auf Dich fixiert ist. Du könntest ihn ohne eine einzige aggressive Bewegung leicht töten, selbst wenn er der stärkste unter der Meute wäre. Angenommen Du würdest diesen Hund nach wie vor gut füttern und versorgen, dabei aber nicht mal mehr ansatzweise auf ihn eingehen - quasi behandeln wie einen toten Gegenstand, also nicht mehr mit ihm reden und auf keines seiner Zeichen mehr reagieren. Der Hund wäre bald tot. Vorausgesetzt, wie gesagt, er hätte außer Dir niemanden als Bezugsperson.

  8. #97
    Avatar von lucky2103

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    Noch etwas Interessantes: Es ist Mönchen nicht gestattet, sich länger als 3 Tage und 2 Nächte in einer militärischen Einrichtung (Kaserne, Barracke) aufzuhalten.

  9. #98
    Avatar von benni

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    dazu braucht man kein Mönch sein.

    Bez. Tod gibt's auch im Buddhismus eine Reihe von verschiedenen Möglichkeiten, die einem blühen können.

  10. #99
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Kein Lebewesen überlebt ohne Liebe. Sei es ein Weillensittich, ein Schwertwal, Hund oder Katze oder ein starker Eisbär - und auch kein Mensch.
    Darum ist ja Liebe wie auch Hass ein Extrem. Liebe und Hass versklavt und wie Du sagst, koennen diese Emotionen sogar lebensbedrohlich sein. Somit gilt es ja, dieses zu korrigieren. Manche Menschen schaffen dies, aber nur sehr sehr wenige. Die werden dann manchmal sogar faelschlicherweise wie Goetter angebetet. Abbilder findest Du in jedem buddhistischen Tempel.

  11. #100
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von benni Beitrag anzeigen
    dazu braucht man kein Mönch sein.

    Bez. Tod gibt's auch im Buddhismus eine Reihe von verschiedenen Möglichkeiten, die einem blühen können.
    Hm, fuer mich gibt es nur eine einzige Option. ICH lebe solange bis ICH tot bin und danach bin ICH fuer immer tod. Ist man sich etwa im Buddhismus noch nicht einmal einig, dass es keine Seele gibt? Das waere in der Tat erstaunlich. OHNE Seele gibt es nur eine einzige Moeglichkeit. Das urspruengliche Sein erloescht fuer immer und ewig. Re-inkarnation ob physisch oder psychisch ist unter diesen Umstaenden nicht moeglich, weil die Festplatte ja formatiert wurde. Status 0 wird erreicht. Wiedergeborener Buddha ist somit unbuddhistisch. Wiedergeburt, in welcher Form auch immer, ist somit unbuddhistisch. Wieder heisst ja, dass schon einmal etwas existent war und sich lediglich wiederholt. Der Buddhismus lehrt aber, dass alles vergaenglich ist. Vergangenes ist vergangen. Unkorrigierbar. Ausserhalb jeglicher Reichweite, genauso wie das Morgen. Auch Hokuspokus kann dieses nicht aendern.

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