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Meinungen über Drogen

Erstellt von Godefroi, 24.06.2006, 14:56 Uhr · 137 Antworten · 6.386 Aufrufe

  1. #121
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Meinungen über Drogen

    Zitat Zitat von Achim",p="361640
    Also wenn ich mal auf einen Trip gehen will lese ich immer ein bisschen in den neuesten Theorien und Erkenntnissen der Wissenschaft nach, dabei hab ich absolut das Gefühl Grenzen zu überschreiten und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Es ist schon hammermässig was die so zur Zeit herausfinden und an Theorien entwickeln...
    Aber das Gefühl, welches Du empfindest, wenn Du mit unbeschreiblicher Geschwindigkeit durch die Galaxis düst,
    hattest Du sicher noch nicht. ;-D

    Das einzige Problem bei solchen Erfahrungen ist für manche, sie machen sich nicht bewusst, daß es ausschliesslich in ihrem Kopf stattfindet und glauben an eine veränderte Realität ausserhalb ihrer Person.

    Evtl. Paranoia die daraus resultieren kann, entbehrt eigentlich jeder realen Grundlage, denn antun können einem die "Geister die man rief" (= vorübergehende chem. Prozesse im Gehirn) eigentlich nichts. Paranoia hoher Intensität kann allerdings dauerhafte Wirkung entfalten. Und dann wird's böse.

    Das Schlimmste an unserer Drogenpolitik ist die Verhinderung wirklicher Aufklärung.

  2.  
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  3. #122
    Avatar von mipooh

    Registriert seit
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    6.152

    Re: Meinungen über Drogen

    Achim,

    Du gehst davon aus, dass das Erleben unter Drogen eine Illusion sei. Da kann ich nicht zustimmen. Es gibt unter Drogen Illusionen, genau wie im Normalzustand, aber ich kann mich erinnern, sie sehr schnell als solche abgewiesen zu haben. Ob mir das wiederum im Normalzustand so gut gelungen wäre könnte ich nur spekulieren.

    Aber eines ist ja durchaus real. Die Gefühle, die entstehen, auch während jemand unter Drogen steht sind ja tatsächlich vorhanden. Insofern unterscheiden sie sich von denen einer Motorradfahrt nicht.

    Ich kann nicht für andere sprechen, besonders in diesen Dingen die sehr individuell verlaufen. Mir haben die Drogen eine Ausprägung meiner Sensibilität erlaubt. Erstens war und ist das nicht immer nur ein Vorteil für mich und zweitens kann ich nicht behaupten, dass ich mir ohne Drogen nicht einen anderen Weg dafür gesucht hätte. Es war einfach so. (Ist mehr als mein halbes Leben her, damals war es fast eher normal es zu tun als es nicht zu tun, zumindest in meinem weitesten Umfeld.)
    Ich habe auch sehr früh Alternativen wie Meditation kennengelernt und dadurch für mich die Spreu vom Weizen getrennt. Auf Illusionen war ich nie aus, zu erkennen, wo oder warum ich welche habe schon eher. Dass ich mit dem eingefahrenen Denken, was man mir aufzudrücken versuchte nicht zufrieden sein würde war dabei klar.

    Nachteil der Drogen war für mich auch damals schon, wenn jemand seine gesellschaftlich mitgegebenen Illusionen lediglich durch exotische andere Illusionen ersetzen wollte. Das funktioniert durchaus und darin sehe ich keinen Vorteil.
    Es war mir zwar in dieser Zeit sehr oft nicht bewusst, aber ich habe das eigentlich nur miterlebt, sowas war nie mein Ziel. Darum kann ich mich davon auch sehr gut distanzieren ohne die damit verbundenen Wirklichkeiten die ich erlebt habe zu leugnen.

    Was ich dabei gelernt habe war, dass Otto Normalverbraucher ganz schön verrückt sein können in dem was sie für wichtig oder heilig halten. In ihrer, damals von Bild und Co geschürten Angst, waren sie aber so etwas wie unsere natürlichen Feinde, immer bereit uns irgendwie zu schaden.
    Ohne jeden vernünftigen Grund, denn die meisten von uns taten nichts böses.

    Ich verstehe wenn Du erzählst, wodurch Du Deine tiefen Eindrücke erhältst und ich kann Dir sagen es geht mir nicht anders.

    Was an einem Rausch erstrebenswert sein kann, ich denke es ist die Einfachheit, mit der man aus seiner Haut, aus seinen Zwängen kommen kann, mit der man über seinen Schatten springen kann. Es ist aber absolut nicht garantiert, dass man dies dann auch tut. Deshalb verstehe ich, warum Menschen es so tun wollen und lehne es für mich ab es so zu tun, denn ich kann das auch anders. Die von mir unerwünschten Wirkungen, die mich nie sonderlich beeinträchtigt haben, lassen mich auch diesbezüglich keinerlei Empfehlung aussprechen. Ausser vielleicht der, es lieber auf einfacherem Wege zu versuchen.

    Die Aussage, dass es in allen Gesellschaften Drogen gegeben hat ist sicher richtig. Nur stehen wir heute an einem anderen Punkt, zumindest gesellschaftlich. Drogen sind nicht gesellschaftsfähig oder die Gesellschaft in der wir leben ist nicht drogenfähig, wie man es auch betrachten mag. Für den Betroffenen heute bedeutet dies, dass er es unter ungünstigsten Bedingungen probiert. Einzig die Verblödungsdroge Alkohol ist nicht nur legal, sie wird sogar verherrlicht, obwohl sie ganz sicher das Gehirn schädigt. Vom Rausch her ist es sehr selten, dass man jemanden antrifft der "vergeistigt" (hab ich aber schon erlebt), im allgemeinen sieht man betrunkene Menschen die dummes Zeug reden und sich unsinnig verhalten.

  4. #123
    Avatar von phimax

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    14.274

    Re: Meinungen über Drogen

    Zitat Zitat von maphrao",p="361626
    ...die mehrheit der Konsumenten möchte einfach mal abschalten von den Problemen,
    die sie haben, eine Auszeit nehmen vom Stress.
    Ist (wahrscheinlich) unglücklich formuliert, denn:

    Drogen (jedweder Arten) zur Problembewältigung führt i.d.R. zu größeren Problemen,
    da Drogen die Ursachen ja nicht lösen bzw. neue (zusätzliche) Probleme schaffen.

    Drogen (bestimmter Arten) zur Steigerung von guten Gefühlen können diese Gefühle durchaus verstärken.

  5. #124
    Godefroi
    Avatar von Godefroi

    Re: Meinungen über Drogen

    Zitat Zitat von mipooh",p="361648
    ...Die Gefühle, die entstehen, auch während jemand unter Drogen steht sind ja tatsächlich vorhanden. Insofern unterscheiden sie sich von denen einer Motorradfahrt nicht...
    Ich glaube das ist es, was für mich den Unterschied macht.

    Durch Drogen erzeugte Gefühle sind zwar chemisch gesehen auf 'normalem' Wege gewonnenen Gefühlen vergleichbar, aber für mich persönlich (ich will diese Diskussion nicht auf die philosophische Ebene ausweiten, deswegen schränke ich die Gültigkeit der Aussage auf mich persönlich ein) haben sie nicht dieselbe Wertigkeit wie Gefühle die ich mir 'auf die harte Tour' erarbeite.

    Da kann mir einer noch so sehr erzählen das ganze Leben sei nur Illusion, für mich ist erste Verliebtheit, eine Motorradfahrt, eine Kraxeltour im Hochgebirge 'echter'. Ich empfinde das einfach so.

  6. #125
    Godefroi
    Avatar von Godefroi

    Re: Meinungen über Drogen

    Zitat Zitat von Paddy",p="361643
    Aber das Gefühl, welches Du empfindest, wenn Du mit unbeschreiblicher Geschwindigkeit durch die Galaxis düst, hattest Du sicher noch nicht. ;-D
    In meiner Phantasie schon :-)

  7. #126
    Avatar von mipooh

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    6.152

    Re: Meinungen über Drogen

    Da kann mir einer noch so sehr erzählen das ganze Leben sei nur Illusion, für mich ist erste Verliebtheit, eine Motorradfahrt, eine Kraxeltour im Hochgebirge ´echter´. Ich empfinde das einfach so.
    Verstehe was Du da sagst. Und ich ziehe auch Gefühle vor, deren Zusammenhänge auch bei langsameren Hirnwindungen erkennbar sind. Tatsächlich sind sie nicht echter, nur leichter nachvollziehbar, aber auch das ist durchaus ein Vorteil. Wir sind in der Regel keine Schnellmerker.
    Es leben aber nunmal Menschen in sozialen Zusammenhängen, denen dort ein ausgeglichenes Gefühlsleben weitgehend verwehrt bliebe, wenn sie sich die dazu nötigen Impulse nicht aus Idealen verschafften. (Hier fasse ich ganz einfach mal zusammen, weil das ausdifferenziert ziemlich unübersichtlich würde.) Das macht nicht die Gefühle unechter, nur weniger leicht im Alltag umsetzbar.
    Man sieht dies manchmal zB bei sehr religiösen Menschen, die im Alltag wirklich schlimme Mitmenschen sein können. Die schaffen auch den Transfer nicht. Ähnlich ergeht es ganz sicher vielen mit Drogen.

    Von daher ist derjenige gesegnet, der ein liebevolles Elternhaus hatte, eine gelungene Pubertät mit Partnerwahl und beruflich ein angenehmes Umfeld, das seinen Bedürfnissen gerecht wird. Ist aber eher die Ausnahme würde ich sagen.
    Hinzu gehören würde auch, dass dieser Mensch eine angemessene Wertschätzung seiner Gegenpole lebt. Und auch dies verringert die Wahrscheinlichkeit. Aber das gibt es durchaus.

    Als ein Grundproblem sehe ich, dass Fühlen seltenst gelehrt wird. Gefühle werden häufig als "nur Gefühle" betrachtet, als etwas minderwertiges im Verhältnis zu Konzepten. Eine völlige Fehleinschätzung, da jeder Mensch im Zweifelsfall nach seinen Gefühlen handeln wird.
    Durch Drogen, vor allem Halluzinogene, kann Fühlen unerwartet aufblühen/aufbrechen. Im Idealfalle würde man es erkennen als das was es ist und lernen, die für das Leben notwendigen Gefühle produzieren zu können. In gewissem Grade passiert dies mehr oder weniger automatisch, aber eben leider nur in gewissem Grade. Selbes kann aber auch bei einer völlig mißglückten ersten Liebe oder bei einer mißglückten Motorradfahrt eintreten.

    Für den sicheren Weg halte ich Fühlen selbst zu kultivieren, egal ob man das nun Meditation nennen würde oder Entspannung oder Hobby oder sonstwie. Wichtiger finde ich zu wissen was man da eigentlich tut und warum. Und natürlich, dass es einen lebenspraktischen Bezug gibt und das ganze nicht zum Selbstläufer wird. Denn dann würde es sich vom Drogenmißbrauch nicht unterscheiden.

  8. #127
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Meinungen über Drogen

    Zitat Zitat von Achim",p="361885
    Zitat Zitat von Paddy",p="361643
    Aber das Gefühl, welches Du empfindest, wenn Du mit unbeschreiblicher Geschwindigkeit durch die Galaxis düst, hattest Du sicher noch nicht. ;-D
    In meiner Phantasie schon :-)
    Wenn Du es dann auch noch fertiggebracht hast, dabei die gleichen chem. Prozesse in Deinem Gehirn zu aktivieren, die den realen Gefühlen entsprechen, bist Du echt zu beneiden.

    Gefühle, mit und ohne Drogen, sind absolut identisch hinsichtlich des chemischen Prozesses, der dabei im Gehirn abläuft.

    Wobei allerdings Gefühle unterschiedliche Intensität haben können - in beiden Zuständen.

  9. #128
    Godefroi
    Avatar von Godefroi

    Re: Meinungen über Drogen

    Zitat Zitat von Paddy",p="361894
    Wenn Du es dann auch noch fertiggebracht hast, dabei die gleichen chem. Prozesse in Deinem Gehirn zu aktivieren, die den realen Gefühlen entsprechen...
    Also 'ne Gänsehaut krieg ich bei der Vorstellung schon :-)

  10. #129
    Avatar von Azrael

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    1.304

    Re: Meinungen über Drogen

    Zitat Zitat von wingman",p="361172
    Hallo,
    ich kann zu Drogen nur sagen, der Staat taete gut daran die Kinder und Jugendlichen besser gegen diesen Dreck zu schuetzen.
    Dazu wuenschte ich mir Strafen wie in Thailand oder Singapur, Malaysia.
    Ich haette nichts dagegen wenn Drogenhaendler oeffentlich aufgehaengt oder erschossen werden.
    Fuer mich gehoert dieser ganze Muell ausnahmslos strengstens verboten.
    Ich hätte nichts dagegen, wenn Leute die in ihrem Avatar die Volksdroge Nr. 1 verharmlosen und somit bewerben, öffentlich aufgehängt oder erschossen werden. ;-D

    Für mich gehört eine Droge an der jährlich ca. 40 - 50.000 Menschen sterben ausnahmslos verboten.

  11. #130
    Avatar von eletiomel

    Registriert seit
    04.08.2005
    Beiträge
    1.110

    Re: Meinungen über Drogen

    also ich trinke ab und zu ganz gerne ein kühles bier.
    nach dem dritten schmeckt es mir nicht mehr,aber die ersten beiden möchte ich nicht missen.

    Für mich gehört eine Droge an der jährlich ca. 40 - 50.000 Menschen sterben ausnahmslos verboten.
    müsste man autos auch verbieten?
    hausputz müsste auch verboten gehören,oder?
    bergsteigen?
    schwimmen?

    bei was sterben keine menschen?
    wen sie alt werden sterben sie auch,oder nicht?

    zwischendrin darf man aber noch etwas leben ohne das das wegen lebensgefahr verboten gehört,oder doch nicht?

    bessere aufklärung schon in der schule und drastisch höhere preise,ok.imho

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