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Mein Leben in Bangkok ( und wie es dazu kam ) 2

Erstellt von Hannah, 17.09.2001, 17:07 Uhr · 14 Antworten · 2.384 Aufrufe

  1. #1
    Hannah
    Avatar von Hannah

    Mein Leben in Bangkok ( und wie es dazu kam ) 2

    Also ich setzte wirklich alles daran, damit er hier in Europa bleiben kann.
    Trotz der vielen Probleme, die mein Freund und ich oefter hatten, wenn er bei mir zu Besuch war ( in manche Lokale durften wir nicht rein, ich wurde oft als Auslaender n...e beschimpft und ein paar mal sind wir auch mitten auf der Strasse angespuckt worden ) waere er gerne dageblieben.

    Vielleicht denkt ihr jetzt, was ist denn das fuer ein Typ, der an einem Ort bleiben will, wo man ihn sowieso nicht mag, doch ich glaube, das meine Freunde ( und auch Familie ) sehr viel dazu beigetragen haben, um vieles ein wenig leichter zu nehmen.

    Gemeinsam haben wir uns informiert, was zu tun ist, wegen diesem Aufenthaltsvisum.


    Doch das war ohne zu Heiraten anscheinend nicht moeglich und eine Heirat als Mittel zum Zweck ( NUR wegen eines AUFENTHALSTVISUMS ) nein, das wollte ich nicht ! Nicht SO !

    Einwanderungsfragen werden bei mir zu Hause von der Bundespolizeidirektion erledigt und an eine besonders
    (nette) Aussage einer Beamtin erinnere ich mich noch klar: Woertlich:
    „Was wollen´s den mit dem, wir ha´m ja eh scho genug von denen da, suchen´s ihnen doch an netten Burschen, aber einen von uns !“

    Mein Freund ist neben mir am Schalter gestanden und hat (Gott sei dank) nichts verstanden und ich habe mich in Grund und Boden geschaemt fuer diese „ Dame“.

    Erst zu Hause hat´s mir dann die Traenen rausgedrueckt und. zu diesem Zeitpunkt war klar, so kann es nicht mehr weitergehen. Entweder es passiert jetzt was oder es ist alles aus und vorbei.

    Habt ihr das schon erlebt, wenn der Freund ( die Freundin ) wieder mal nach Hause muss und man wieder mal alleine zurueckbleibt ? Ich nehme an es an ....


    Und ich ? Machte mir Gedanken ........
    Zu Hause alles aufgeben ? Nach Bangkok gehen ? Was sollte (konnte) ich da anfangen ?
    Und ich muesste mich auf meinen Freund 100prozentig verlassen koennen, konnte ich denn das ?

    Er hat mich vorher schon ein paar Mal gefragt, ob ich mit ihm nach Thailand gehe, doch fuer mich kam das ueberhaupt nie in Frage....
    ( wie stellt der sich das vor ??? )

    ..... ich hatte doch (fast) alles zu Hause !


    Irgendwie war alles nur noch Sch..... , doch den Mut hatte ich einfach nicht, um alles an den Nagel zu haengen.

    Mein Freund hatte noch ca. einen Monat bis zu seiner Rueckkehr nach Thailand und in dieser Zeit bin ich immer unertraeglicher geworden, richtig unzufrieden, ueberall was auszusetzen, ich hab´ mich einfach selber nicht mehr ertragen.
    Und meinen Freund konnte ich auch fast nicht mehr aushalten, da er dauernd „einfach nur“ gesagt hat „don´t worry, you come to Thailand with me“.


    Aus heutiger Sicht ein Wahnsinn, doch ich habe meinen Job gekuendigt und!! auch meine Wohnung!
    Ich wollte nicht mehr allein zurueckbleiben, ich wollte nach Thailand.......

    Es war wohl der Gipfel der Bloedheit, von einem Tag auf den anderen so zu handeln.

    Als meine Eltern davon erfahren hatten, habe ich mich mit meinem Vater furchtbar verkracht, da er mich nur noch angeschrien hat, (jetzt wo´s sozusagen ernst wurde ) „die nehmen dir sowieso alles weg da unten in Bangkok“. und „spinnst du, in einem Monat koennen wir dich eh wahrscheinlich bei der Botschaft abholen“ .



    Jedenfalls waren mein Freund und ich zu dieser Zeit Stammgaeste am Thai Konsulat, um uns ueber einen Wohnsitzwechsel ins Ausland zu informieren, doch auch das hatte ich mir wieder einmal leichter vorgestellt als es in Wirklichkeit war.

    Denn ich wollte das non immigrant Visa und gleich mit ihm nach Thailand zurueck fliegen.

    Ja, er ist alleine zurueckgeflogen.

    Und ich war noch immer zu Hause ( nachdem die Kuendigungsfrist fuer meine Wohnung abgelaufen war, wohnte ich bei meiner Freundin )
    Und mein Vater sprach kein Wort mehr mit mir.

    Kein Job, keine eigene Wohnung, ich habe einfach nur gewartet und. mich voll darauf verlassen, dass mir mein Freund ein Einladungsschreiben einer Thai Firma besorgt.

    (Wie kann man nur)

    Jetzt sagt mir bitte nicht, ein Touristen Visum haette doch auch genuegt ! Nein, es haette nicht.
    Das war fuer mich auch gleichzeitig ein Beweis, wie ernst es mein Freund meint, wenn er sich wirklich fuer mich einsetzen wuerde.


    Und ? Na ja, hat er wohl auch, obwohl diese Einladung, die ich schliesslich erhalten habe mehr oder weniger ein „FAKE“ war. Denn „meinen“. Arbeitgeber. habe ich nie gesehen.

    Uebrigens war´s eine Land&House Company in BKK..
    Welche, das behalte ich wohl lieber fuer mich......

    Nun, dann bin ich zum Thai Konsulat und habe ein non immigrant B erhalten, einen Flug nach Bangkok gebucht und meinen Freund angerufen, wann ich ankommen werden wuerde.

    Ich hatte 105 kg Gepaeck, das ich per Luftfracht transportieren liess ( mein PC war auch darunter ).
    ( Habe auch jetzt noch meine Deutsche Tastatur und komme oft wegen dem englischen mit den ae und ä durcheinander – soviel nur kurz zu eines ForumTeilnehmers Beruhigung)

    So, bin in BKK gelandet, sehr aufgeregt und auch sehr muede.
    Mein Freund und seine Familie erwarteten mich am Flughafen und irgendwie konnte ich einfach nicht glauben, was ich da getan hatte. Erst jetzt wurde mir richtig klar, dass ich hier eigentlich vollkommen alleine stand.

    Aber da wusste ich (gott sei dank ) noch nicht, wie schwer es in BKK fuer mich noch werden wuerde.

    Die Familie begruesste mich wirklich herzlich ( vor allem „Khun Maeh“ ).
    Und ich habe geheult wie verrueckt als mein Freund meine Hand hielt.

    Mit dem familieneigenen Pickup sind wir nach Taling Chan gefahren, zu meiner ( unserer ) zukuenftigen Bleibe.
    Und nachdem ich meine „Geschenke“ verteilt hatte, wollte ich mich nur mehr hinlegen, doch die Thais hatten „PARTIIE“ im Sinn.
    Im Garten wurde gegrillt und getrunken und ich war eh´ schon fix und fertig vom Flug und von der Luftfeuchtigkeit ( die mich auch heute des oefteren noch fast umzubringen scheint )

    Mein Freund und seine Geschwister koennen sehr gut Englisch, seine Mutter so recht und schlecht, doch der Vater versteht leider kein Wort.

    Und gleich an diesem Abend ging´s los. Ich trat von einem Fettnaepfchen ins naechste.

    Ganz ungezwungen zuendete ich mir im Garten eine Zigarette an, da mein Freund und sein Vater auch rauchten.
    Ich dachte mir wirklich nichts dabei.
    Alle starrten mich auf einmal an und mein Freund sagte ganz patzig zu mir „throw your cigarette away“!

    Was denn los sei, fragte ich. Der Vater brummte ein paar Thai Worte und die Mutter schaute ganz verlegen.
    Phi Bplaa, die Schwester meines Freundes sagte mir sehr ernst, dass sich rauchen fuer eine Lady nicht gehoert.
    Bumm. Das war´s jetzt, dachte ich.
    Von Wegen ! Schnell war wieder alles vergessen ( oder nur so getan ).
    (Ach ja, habe zu Hause nie wieder eine Zigarette angeruehrt ! )




    So, ihr wisst ja gar nicht, wie anstrengend das Schreiben ist, und vor allem will ich noch eines loswerden.
    Ich habe (wollte) mir hier echt muehe gegeben, euch einmal meine Seite „Farang-Lady“ und „Thai-Mann“ zu zeigen und ich denke,
    nachdem ich so manche. Antworten lese –
    FAKE-FERNSEHSERIE-BUCH-ZUSAMMENKOPIERT .............. WOZU ?


    Ich bin nicht in euer Forum gekommen um hier was zu erfinden.


    Na ja, bin jetzt (erst)27 Jahre alt, wohne noch immer in BKK, habe ein „echtes Work Permit“ und einen guten Job,
    wohne mit! meinem Freund im Haus seiner Eltern und haette mich eben einfach nur gefreut, auch von euch mehr zu erfahren !


    Hannah























  2.  
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  3. #2
    Chainat-Bruno
    Avatar von Chainat-Bruno

    Re: Mein Leben in Bangkok ( und wie es dazu kam ) 2

    Hannah
    vielen dank für deine Storie. bitte schreibe weiter, auch wenn wieder ein paar .... motzen.
    mir gefällt die geschichte und finde es schön, dass eine seite gezeigt wird, die sonnst keiner kennt, die seite einer touristin gegenüber eines thaimannes.

    bruno

  4. #3
    Harakon
    Avatar von Harakon

    Re: Mein Leben in Bangkok ( und wie es dazu kam ) 2

    Ich wette, dass sich jetzt niemand mehr motzen traut

    Weiter!

  5. #4
    Airport
    Avatar von Airport

    Re: Mein Leben in Bangkok ( und wie es dazu kam ) 2

    Auch ich bin der Meinung, dass Du weiterschreiben solltest. Fake-Verdacht hin oder her, mir erscheint alles korrekt. Was mich persoenlich interessiert, wie der Unterschied ist, wenn man als Farang-Frau in Thailand mit dem ganz alltaeglichen Problemen umgeht. Und wie Du dich mit dem Macho-Verhalten der Thai-Maenner arrangierst. Wie reagiert dein Umfeld auf deine Person? Hast Du aehnliche Probleme mit den Behoerden, wie Thai-Frauen hier? Wirst Du akzeptiert, wie Du dir das vorgestellt hast? Wie gehst Du mit dem Heimweh um? Wenn es dir nichts ausmacht, dann gehe doch ein wenig ins Detail, vor allem bei den alltaeglichen Dingen....
    Ich gehe einfach davon aus, dass Du mit dieser Story dir einwenig Luft machen willst, dass du deinen Frust damit einwenig los werden willst, oder taeusche ich mich da?????


    [move:ffaa777183]FAAG JAI BAI ISAN. !!!![/move:ffaa777183]

    Letzte Änderung: Airport am 17.09.01, 18:22

  6. #5
    gon
    Avatar von gon

    Re: Mein Leben in Bangkok ( und wie es dazu kam ) 2

    Hallo Hannah ,
    könntest du dir vorstellen länger in Thailand zu leben oder für immer ,oder würdest du lieber wieder nach Deutschland ziehen mit deinem Freund natürlich?

    Oder greife ich jetzt in deiner Geschichte etwas vor?
    . .

    Gruß Gon

  7. #6
    Avatar von

    Re: Mein Leben in Bangkok ( und wie es dazu kam ) 2

    Hallo Hannah,

    ich finde Deine Geschichte interessant und habe beide Teile gerne gelesen. Bitte erzähl weiter und lass´ Dich von Leuten, die Deine Offenheit für ein Fake halten nicht davon abbringen. Es würde mich freuen.

    Ich kann Dir leider nicht von eigenen Erfahrungen berichten, da ich noch keine Beziehung mit einer Thailänderin gehabt habe und daher nichts sagen kann zu Themen wie z.B. ´Einladung´ oder ´Kontakte zur Familie´.

    Was mich wirklich betroffen macht ist Deine Schilderung über die Reaktion der Leute auf der Straße, von anspucken, Lokalverbot und nicht zuletzt vom Verhalten der Beamt/innen.
    Ich weiss, dass wir hier in Deutschland ein grosses Problem mit Ausländerfeindlichkeit und Rassismus haben, bin aber immer wieder schockiert, wenn jemand erzählt, wie er/sie so etwas selbst erlebt hat.

    Mich würde interessieren, ob andere Leute hier auch solche Erfahrungen gemacht haben, wenn sie mit ihrer Freundin oder Frau in der Stadt oder im Ort unterwegs waren ?

    Viele Grüsse
    Manni



  8. #7
    Harakon
    Avatar von Harakon

    Re: Mein Leben in Bangkok ( und wie es dazu kam ) 2

    Habe nicht viel Erfahrung, aber bisher habe ich vor allem Verwirrung erlebt, manche wußten im ersten Moment einfach nicht, was sie zu dem Thema sagen sollten (Freunde und Verwandte), Fremde haben bisher allenfalls interessiert geguckt.

  9. #8
    Chainat-Bruno
    Avatar von Chainat-Bruno

    Re: Mein Leben in Bangkok ( und wie es dazu kam ) 2

    Hannah
    darf ich dich fragen, bist du zur zeit in europa oder in thailand.
    na ja, vermutlich in thailand, bei dem schmuddelwetter hier würdest du es doch nicht lange aushalten.
    bruno

    Forum bei Chainat.ch

  10. #9
    gon
    Avatar von gon

    Re: Mein Leben in Bangkok ( und wie es dazu kam ) 2

    Ich bin schon 8 Jahre mit meiner Freundin (THAI) und habe so etwas noch nie erlebt gut wir kommen aus Berlin
    aber auch in anderen Städten und auf dem Land noch nie Probleme was die Leute denken kann man nicht sagen.
    Vielmehr wurde ich im Ausland öfter. und in verschiedenen Ländern. angemacht. auch in Thailand ( Phuket ) allerdings von Vietnamesen unter dem Motto Amerika good. Germans not good people.

    . . . Gruß Gon

  11. #10
    Avatar von seven

    Registriert seit
    20.08.2001
    Beiträge
    1.676

    Re: Mein Leben in Bangkok ( und wie es dazu kam ) 2

    Die Reaktionen von Deutschen, die Du beschreiben hast, finde ich schon bedenklich. So etwas ist mir hier noch nie passiert, ich glaube auch nicht, dass sich das hier jemand auf der Straße trauen würde. Der Ausländeranteil in unserer Stadt ist einfach zu hoch dafür..
    Einzig in der Disco ist es mir mal passiert, dass mich jemand mit einem Blick auf meine Freundin gefragt hat, wieviel ich dafür gezahlt hätte. Er war stockbesoffen und sein Freund hat sich auch sofort dafür entschuldigt.

    Ansonsten finde ich Deine Entscheidung recht mutig. Ich hoffe das Glück verlässt Dich nicht!

    Viele Grüße, Sven

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