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Mauerbau in Udon Thani

Erstellt von waanjai_2, 25.02.2009, 10:03 Uhr · 62 Antworten · 11.257 Aufrufe

  1. #31
    pef
    Avatar von pef

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    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Über die Höhe der Mauer kann man streiten, aber eine Mauer kommt auch für mich in Frage aus zwei Gründen:

    - keine fremden Viecher auf meinem Grundstück
    - kein Mundraub meiner angepflanzten Kräuter etc.

    Als effektiven Einbruchschutz sehe ich eine Mauer nicht, höchstens als gewisse Prävention.

  2.  
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  3. #32
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Zitat Zitat von pef",p="695578
    Über die Höhe der Mauer kann man streiten, aber eine Mauer kommt auch für mich in Frage aus zwei Gründen:
    - keine fremden Viecher auf meinem Grundstück
    - kein Mundraub meiner angepflanzten Kräuter etc.
    Als effektiven Einbruchschutz sehe ich eine Mauer nicht, höchstens als gewisse Prävention.
    Sehe ich auch so.
    Mauernhöhe i.S. der Höhe der Mauer nach abgeschlossener Erdaufschüttung im Innenraum der Umfassungsmauer ist mit Sicherheit eine reine Geschmacksache. Will man im Innenraum gar nackig herumlaufen, dann empfiehlt sich diese auf jeden Fall auf 1.80 zu bringen. Ist man kleinwüchsiger oder will man von allen Seiten ein einsehbares Grundstück haben, dann reicht viel weniger aus.

    Mauernhöhe i.S. der Höhe der Mauer, die errichtet, gebaut werden muß, bestimmt sich aus mindestens 2 weiteren Parametern:
    1. Wie hoch mußte aufgeschüttet werden, um die Grundstückshöhe mindestens auf Höhe der Staatsstraße zu bringen? Das ist so das allgemeine Orientierungs-Niveau der Thais. Und wer von den Häuslebauern will später wie der Deichgraf im Schimmelreiter um seine Pfütze herumlaufen?

    2. Sind alle Nachbargrundstücke um Dein Grundstück herum gleich gegenüber Deiner beabsichtigten Höhe des umfaßten Grundstücks abgesenkt? Reisland ist nicht gleich Reisland - Höhenmäßig.

    Zu 1:
    Wenn Du z.B. einen Meter aufschütten läßt - sieht man hier im Isaan sehr häufig - dann mußt Du bei gewünschter Mauernhöhe innen von x Metern mindestens eine x+1 Meter hohe Mauer (ganz ohne Berücksichtigung der Säulenfüsse) bauen. Grund: Mindestens 1 Meter wird Deine Mauer später einmal ins Erdreich "verschwinden", wenn auch Dein(e) Nachbar(n) aufschütten lassen.

    Solltest Du weniger als x+1 tief gehen, dann setzt Du die Mauer im wahrsten Sinne auf Sand. Schade ums Geld.

    Zu 2: Oftmals sind nicht alle Grundstücke um das eigene Grundstück gleich tief gelegen. In gewisser Hinsicht sollte man dies bei der Landsuche bzw. beim Landkauf schon beachten. Ich hatte bei mir halt eine Ecke, wo das Nachbarland halt wesentlich tiefer lag. Ich also fast 2 Meter aufschütten lassen mußte.

    Will man dann gar das Ideal-Ziel eines Mauerbaus erreichen: dass nämlich die Maueroberkante später - von innen gesehen - in gleicher Höhe liegt, dann ist man gar gezwungen, die Mauer unterschiedlich hoch zu bauen bzw. tief zu graben.

    Zugegeben: Die alten Chinesen haben dass bei ihrer Umfassungsmauer auch nicht getan. Die zu nivellieren, wäre wohl ein wenig teuer geworden.

    Aber wir sind ja auch nicht der Kaiser von China.

  4. #33
    Avatar von Leipziger

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    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Hallo waanjai_2

    Will man im Innenraum gar nackig herumlaufen, dann empfiehlt sich diese auf jeden Fall auf 1.80 zu bringen.
    Und ich dachte immer Mauerbau wäre eher eine ostdeutsche Tugend .....

    Ich habe hier z.B. eine Zypressenhecke um mein Grundstück ..... ist immer grün und nicht grau , die steht auch nie schief , kann auch nicht umfallen , die Höhe ist variabel und auch später noch veränderbar !

    Ach und die "Baukosten" waren eigentlich nur Pillepalle ...... nackig herumlaufen kann ich trotzdem , zumindestens wenn ich es wollte ........... :-)

  5. #34
    Avatar von wasa

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    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Ich habe aehnlich gedacht mit einem "kuehlenden" Baumbestand um's Haus herum.
    Jetzt nach 10 Jahren fliegen mir die Kanun- und Mango-fruechte nur so auf's Dach trotz 4 m Abstand zum Haus,da diese Baeume eine weite grosse Auslage haben.
    Dazu sterben Aeste ab und fallen auch auf's Dach.
    Nachdem schon etliche Dachreparaturen faellig wurden,bin ich jetzt dabei die Baeume herunter zu schneiden,bzw. zu entfernen.
    Zusatzerfolg ist ein kuehlender Wind,der frueher durch die Baeume abgehalten wurde.
    Ebenso erscheint das Grundstueck viel groesser,als frueher mit vielen Baeumen.

    mfg

  6. #35
    Avatar von Armin

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    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Es ist schon lustig, wie viele Begründungen zu einem Mauerbau gefunden werden.
    Tatsache ist aber das eine Mauer eine eindeutige Grenzziehung ist. Ist von allen Thais akzeptiert, und ist gesetzlich bei Landstreitigkeiten nach dreijährigem bestehen endgültig.

    Schön ist immer wieder zu beobachten wie die Natur (Wurzeln) diese Mauern ignorieren.

  7. #36
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Zitat Zitat von Armin",p="695910
    Tatsache ist aber das eine Mauer eine eindeutige Grenzziehung ist. Ist von allen Thais akzeptiert, und ist gesetzlich bei Landstreitigkeiten nach dreijährigem bestehen endgültig.
    Vielen Dank für diese Info.
    Hilft mir nämlich, meine gemachten Erfahrungen zu deuten. Schreibe deshalb hier noch etwas zum Unterthema: Grenzverlauf, Grenzsteine.

    Noch am selben Tag, an dem meine Frau auf dem Provincial Land Office in Udon Thani das Land überschrieben bekam, kamen Offizielle, die das Grundstück noch einmal nachmessen sollten. Die Verkäuferin hatte dies - durch ein kleines Bakschisch - so schnell ermöglicht. Die hatten so ihre Unterlagen und Techniken und vermaßen halt schnell noch einmal die Lage, wo die Chanot-Steine zu finden sein müßten. Was sie auch alle taten. Leicht auch zu überprüfen, weil die halt Nummern tragen und diese Nummern auch in dem Papier-Chanot aufgeführt sind. Aber nicht nur das, sie vermaßen auch noch die Einhaltung der Soi-Breite durch meinen Nachbarn. Der hatte - so stellte sich nun heraus - seine jetzt nach allen Aufschüttungen ebenfalls 2 m hohe Umfassungsmauer, knapp 10 cm zu tief in die Nebenstraße bauen lassen. Kann ja passieren, dass er oder seine Bauarbeiter die Chanot-Steine als mittig und nicht als begrenzend interpretiert hatten. Auf jeden Fall denkt der nicht daran, wegen 10 cm seine Mauer zu versetzen. Fällt ja auch kaum ins Gewicht: So eine Soi hat halt 8 m breit zu sein. Jetzt ist die halt nur 7.90m.

    Diese Nachmessungen durch das Landamt waren hilfreich für das sichere Abstecken der Begrenzungen für die Firma, die unser Grundstück dann mit Mutterboden auffüllte.

    Als dann 2 Wochen später die ersten Löcher für die Säulenfüsse ausgeschachtet wurden, da kam dann ziemlich umgehend der Erbe des 13-Rai-Nachbargrundstücks von uns. Meine Frau hatte mir nur erzählt, dass jemand kommen würde, und sich den geplanten Verlauf der Mauer anschauen würde. Ich hatte sie gefragt warum - unsere Chanot-Steine wären doch gerade wieder bestätigt worden - aber sie sagte halt, dass sei unter Thais so üblich.

    Als dann der Grundstücks-Eigner in spe vor Ort war, war das alles keine große Sache. Er hatte sein Chanot mit, ich eine Kopie meines Chanots für ihn. Vergleich der Stein-Nummern o.k. Dann sah er, dass wir wohl beabsichtigten die Mauer komplett auf unserem Grundstück, wohl aber stoßend an seines zu bauen. Auch o.k.. Dann fragten unser Bauführer und meine Frau noch, ob wir auf seinem Grundstück einige LKW-Ladungen Erde - also nicht unbedingt Mutterboden - entlang der Mauer zur Vermeidung von Unterspülungen anfahren lassen könnten. Was auch o.k. war. Dies war dann also die Absegnung der "praktischen Grenzziehung". Mit gar gesetzlich anerkannter Bindungswirkung, wie ich nun weiß.

    Erst viel später sind mir dann in Udon ein paar Kapriolen hinsichtlich von Grenzmauern aufgefallen. Da gab es z.B. zwei Nachbargrundstücke mit kompletter Umfassungsmauer. Zwischen den Außenkanten konnte man ca. 15 cm Zwischenraum erkennen. Da waren sich zwei absolut nicht grün gewesen.

    Noch eine letzte Bemerkung zu den Chanot-Steinen und wer sie wohl anfassen darf. Als die aus Holzstangen erstellten Markierungen für die späteren oberirdischen Grundstücksecken - gebildet durch die Säulen selbst - plaziert waren, waren bei der Ausschachtung des unterirdischen Quadrats für die Säulenfüße die Chanot-Steine natürlich im Wege und mußten vorübergehend aus der Erde entfernt werden. Nicht dass man es explizit verneinte oder so, aber die Wiederversenkung des Chanot-Steins blieb allein meine Angelegenheit. Weil jeder die nämlich dort liegen ließ und wohl keiner die Verantwortung für die Einhaltung der im Grundbuch verbrieften Lage übernehmen wollte. Vielleicht gibt es ja auch so etwas wie einen Strafbestand, der an der "Bewegung eines fremden Chanot-Steines ansetzt.

  8. #37
    Avatar von DisainaM

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    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Chanot Steine werden in Thailand oft ausgeliehen,
    wenn man einem Grundstückseigentümer erklärt,
    man verfüge über beste Beziehungen zum Land Department,
    und für 200.000 Baht Teegeld bekomme man es hin,
    dass das Grundstück in 3 Teile geteilt wird.

    Eines Tages kommt man mit dem Eigentümer zum Land, und prösentiert ihm, dass das Land Department nun die neuen Grenzsteine gesetzt hat, die neuen Chanots werden demnächst ausgestellt.

    Danach kommt nur noch ein verstörter Anruf beim Eigentümer, dass es beim Land Department eine Kontrolle gab, und alle Vorgänge überprüft werden, und ... nix kam mehr, fertig war der Teegeldbetrug.

    --------------------------------------------------------------

    Man baut eine Mauer, der Nachbar hat schon eine.
    Nun kann man den Mauerteil des Nachbarn, der an das eigene Grundstück grenzt, nicht neu oder in Farben des eigenen Gutdünken umstreichen, da es ja die Mauer des Nachbarn ist.
    Also muss man eine eigene Mauer gegensetzen,
    damit man die auch streichen kann.

  9. #38
    Avatar von Roah

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    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Hallo!
    Unser Mauerbau steht unmittelbar bevor - eine Frage hiezu - ich möchte keine allzuhohe Mauer errichten - in unseren Breiten ist als Sichtschutz die Pflanzung von Liguster bzw. Tujen verbreitet. Will damit sagen dass ich Hecke und Mauer kombinieren möchte.
    An die Kundigen - gibt es ähnliche Pflanzen - Hecken - in Thailand??? Welche sind empfehlenswert?

    Danke

    Gruß Roah

  10. #39
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Zitat Zitat von Roah",p="695953
    An die .... - gibt es ähnliche Pflanzen - Hecken - in Thailand??? Welche sind empfehlenswert?
    Wenn meine Frau in Deutschland ist, dann findet die die schönen hohen und sauber geschnittenen Hecken sehr schön. Mei mi thi Thailand. Ich habe so richtig nahtlos aneinader gewachsene Hecken auch noch nicht gesehen, in den letzten Jahren.
    Obwohl - für die Vorstellung, man solle aus Pflanzen Kunstfiguren durch Beschneiden etc. machen - gibt es auch in Thailand jede Menge Anhänger. Entlang der Highway und in privaten Vorgärten wirst Du alle möglichen Tierfiguren aus Heckenpflanzen sehen: Elefanten, Hirsche, Pfauen und und und.

    Nur nicht eine dichte Hecke, die in D in der Lage wäre, Einbrecher abzuhalten. Entlang einer Seite unserer Mauer haben wir eine Heckenpflanze, die heißt sinnigerweise: sai angrit. Vielleicht von Rama VI aus England mitgebracht, weil er halt auch die Heckenpflanzen schön fand. Wußte ja nicht, dass die Franzosen die schon in Versailles unter Ludwig XIV hatten.

    Die ist schnellwüchsig und kann und wird regelmäßig beschnitten. Wie auch heute wieder.

    Ich zeige ´mal zwei Bilder von diesen Pflanzen, die jetzt schon über 2 m hoch sind.





    Die sind am Boden nicht aufliegend, was die Hunde freut. Aber gegen fremde Hunde hättest Du ja noch die Mauer.


    Zitat Zitat von DisainaM",p="695943
    Also muss man eine eigene Mauer gegensetzen, damit man die auch streichen kann.
    Die Logik habe ich hier schon öfters vernommen. :-)

  11. #40
    Avatar von Roah

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    844

    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Zitat Zitat von waanjai_2",p="696006
    Zitat Zitat von Roah",p="695953
    An die .... - gibt es ähnliche Pflanzen - Hecken - in Thailand??? Welche sind empfehlenswert?

    Ich zeige ´mal zwei Bilder von diesen Pflanzen, die jetzt schon über 2 m hoch sind.

    [picture]

    [picture]

    Die sind am Boden nicht aufliegend, was die Hunde freut. Aber gegen fremde Hunde hättest Du ja noch die Mauer.


    Zitat Zitat von DisainaM",p="695943
    Also muss man eine eigene Mauer gegensetzen, damit man die auch streichen kann.

    Die Logik habe ich hier schon öfters vernommen. :-)
    Danke für die Antwort !!!!

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