Seite 1 von 7 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 63

Mauerbau in Udon Thani

Erstellt von waanjai_2, 25.02.2009, 10:03 Uhr · 62 Antworten · 11.262 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von waanjai_2

    Registriert seit
    24.10.2006
    Beiträge
    26.303

    Mauerbau in Udon Thani

    Nachdem ich gestern meinen Bericht über den Bau des Hauses in Udon noch ein wenig ergänzt hatte (Ein Jahr nach dem Einzug)
    http://www.nittaya.de/viewtopic.php?t=30392&start_t=0
    kamen über die verschiedensten Wege auch Fragen zur Zeit vor dem Hausbau. Und da ich ein ganz dezidierter Anhänger der These bin, dass man möglichst bald in Thailand ein Baugrundstück kaufen sollte, wenn man
    a. sich seiner Frau sicher ist und
    b. irgendwann einmal in Thailand ein Haus bauen möchte, dann ist mehr Information über den Vorlauf: Landsuche, Landkauf, Landaufschüttung und evtl. auch schon Bau einer Umfassungsmauer vielleicht hilfreich und gefragt.

    Wie wir ein Grundstück gesucht und gefunden haben, habe ich in einem anderen thread bereits beschrieben:
    http://www.nittaya.de/viewtopic.php?...=asc&start_t=0

    Vorab: Die Kosten, die ich dem 1 Rai-Grundstück zugeordnet habe, beliefen sich von Januar 2007 bis Mai 2007 auf 711.400 Baht aufgeteilt in
    Kaufpreis Grundstück 540000
    1. Erdaufschüttung 100000
    Abwasser-Leitung & Leitungswasser 24250
    2. Erdaufschüttung 17000
    3. Erdaufschüttung 25000
    4. Erdaufschüttung 5150

    Wir hatten am 9.1.2007 mit der systematischen und schon in D weitgehend vorbereiteten Suche begonnen. Jeden Tag gut 11 Stunden. Am 15.1.2007 hatten wir das Grundstück gefunden.

    Das sah damals so aus:


    Oberhalb der gelben 15 im Datumsfeld sieht man einen Grenzstein. Davon eine gerade Linie zur Straße ziehen, die dort mit einem Winkel von 43° ankommt. Nach links sieht man ein freistehendes Farang-Haus (ebenfalls 1 Rai, aber anders geschnitten).

    An einer Grundstücksseite verlaufen die Stromkabel und Leitungswasser von Udon Thani. Es war also Bauland (thidin samlap baan), auch wenn es für die spätere Bebauung noch aufgeschüttet werden mußte.

    Das haben wir ab dem 19.1. auch tun lassen.



    Am besten man vereinbart bei so Projekten ein Pauschale. In unserem Fall waren es 100.000 Baht für alles. Planieren und Walzen. Da da sicherlich über 150 LKWs angefahren kamen ist es allemal besser, ein Pauschales zu vereinbaren als etwa nach Einzelpreisen. Die Firmen behandeln einen ja auch als Großkunden, wenn man gleich ein ganzes Rai aufschütten läßt und ist für sie auch ganz anders kalkulierbar - sofern die durchführende Firma ziemlich in der Nähe eine Abbaustelle von Mutterboden hat. Denn den wollten wir schon von Anfang an. Nicht irgendwelchen Lehmboden oder gar Erde mit Bauschutt drin. Darauf muß man halt achten und die Frau muß es klar artikulieren.



    Am 24.1. habe ich dann mal ein Übersichtsbild des aufgeschütteten und gewalzten Grundstücks gemacht. Mit ein wenig Bemühung sieht man, dass das Grundstück wie ein Trapez geschnitten ist. Die längere Parallelkante beträgt - oben im Bild - 22 m, die kürzere entlang der Staatsstraße beträgt nur 8 m. Eine der Seitenlängen ist eine exakt gerade Linie von 70 m Länge. Die andere Seitenlänge (entlang der Soi) hat einen Knick und ist deshalb 78 m lang.



    Auf dem folgenden Bild vielleicht gar noch besser zu sehen.



    Von der Seite des 13 Rai großen Nachbargrundstücks, welches in den letzten beiden Jahren nicht mehr zum Reisanbau genutzt wurde, kann man die Höhe der Aufschüttung mit Mutterboden ersehen.



    und



    Man sieht, dass die Erdaufschüttung an den Grundstücksgrenzen im 45° Winkel abfällt. Erstens wäre es für die Borisat Din teuerer und zweitens ist es auch garnicht gewollt, zunächst mehr aufzuschütten. Warum?

    Weil eine Aufschüttung eines Baugrundstücks in aller Regel eine Umfassungsmauer verlangt, sonst spülen die Regenfälle während der Regenzeit viel Erde weg. Auch will man die ja noch freilaufenden Kühe nicht auf seinem Grundstück haben etc. etc. Obwohl es wirklich kaum viel Diebstahl und Einbruchdiebstahl im Isaan gibt, so denkt der Thai doch immer sehr sicherheitsorientiert. Es ist z.B. Usus, dass zur Nacht die ´Außentüren- und Türgitter verschlossen werden. Die Fenstergitter sind es ja eh immer.

    Wenn man die Verbarrikadierung der Häuser und Wohnungen in Bangkok sieht, dann weiß man natürlich, dass dort natürlich das Aufeinanderprallen von Arm und Reich viel extremer ist. Bei meinem freistehenden Haus gibt es ja auch sonst keine weitere Human Security mehr. Was bei den meisten Moobaans in Udon - glaube ich - Standard ist. Habe zumindest die Wachhäusschen nie vermißt.

    Also in unserem Falle, wollten wir sofort die Umfassungsmauer bauen. Wie später beim Haus auch, vereinbarten wir keinen Gesamtpreis, sondern folgendes.
    An den 3 Grundstückskanten (22 m im Norden, 70 m im Westen und 8 m im Süden) wo die Mauer in einer Höhe von bis zu 4.50 m gebaut werden müßte, sollte der Arbeitslohn 1.600 Baht pro lfd. Meter sein. An der 78 m langen Ostkante sollte die Mauer einerseits nicht völlig geschlossen sein, sondern später separat zu ordernde Gitter enthalten, und andererseits wäre sie vielleicht gerade mal 2.50 hoch maximal. Preis deshalb 800 Baht pro lfd. Meter. Alles benötigte Material (außer Verschalholz) zu unseren Lasten. Wir fungierten also als Materialeinkäufer - immer zusammen mit dem Head-Man der Bau-Kooperative, der letztlich nur eine Vorgabe von uns hatte: Die Mauer sollte bitte schön stabil sein.

    Hatte bei der Grundstückssuche zu viel halb umgekippte Mauern gesehen. Nein danke.

    - Fortsetzung folgt -

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    UAL
    Avatar von UAL

    Registriert seit
    23.08.2003
    Beiträge
    8.198

    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Der Kollege DisM hat dazu auch schon mal etwas verfasst http://www.nittaya.de/viewsource.php?p=556628&id=557287

  4. #3
    Lanna
    Avatar von Lanna

    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Zitat Zitat von UAL",p="694914
    Der Kollege DisM hat dazu auch schon mal etwas verfasst
    MAcht nichts! Erbitte trotzdem die Fortsetzung!

  5. #4
    Avatar von Samuianer

    Registriert seit
    04.09.2003
    Beiträge
    17.303

    Re: Mauerbau in Udon Thani

    sieht ja huebsch aus...

  6. #5
    Avatar von waanjai_2

    Registriert seit
    24.10.2006
    Beiträge
    26.303

    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Während der ausgesuchte Bautrupp noch beim Nachbar seinen Schwimming Pool fertigstellte, wurde schnell ein Bauhütte gebaut. Holzstangen - Wellblech - Sperrholz-Platten.



    Elektrischen Strom bezieht man auf der Basis Kostenteilung vom Nachbar. Ebenso wie Wasser, denn für einen Mauerbau sind die lokalen Versorger meist nicht bereit, Zähler, Leitungen und Wasseruhren zu installieren.

    Am 31.1.2007 waren wir mal wieder - auf die ganz schnelle Art - vom Hotel (indem wir auf Monatsrate wohnten) aufs Grundstück geflitzt. Die ständig am Hotel parkenden Samlors hatten uns ja als gute Kunden - für die Tagestouren kreuz und quer durch Udon, für Abendfahrten zum Restaurant oder zum Nachtmarkt - schätzen und lieben gelernt. Sind inzwischen Freunde des Hauses. Haben sie gerade heute morgen noch besucht (weil gleich jemand am Hotel eine Laminiermaschine hat. Wollte meine neue 3rd-Person-Schadensversicherung für den Tuk-Tuk laminieren lassen). Die kann meine Frau in Notfällen nachts wo immer sie will hin beordern. Ob telefonisch oder per Motorrad-Kurier. Die kommen, sofern sie nicht schon zuhause sind und schlafen. Aber ein großes Hotel hat halt immer viele Farang-Gäste und die wollen eigentlich bis tief in die Nacht transportiert werden. Man muß wissen: In Udon fahren nach Einbruch der Dunkelheit keine Busse - Songthäos - mehr. Und Taxi-Meter so wie in der Hauptstadt, die gibt es überhaupt nicht. Wofür auch? :-)

    Hier noch einmal die Bauhütte. Groß und komfortabel das Schlafzimmer und links halt das Vorratslager für den Zement, der schließlich nicht naß werden darf. In unserem Falle ist diese Baubude nach Abschluß des Mauerbaus stehen geblieben und war das Bauwerk, wofür wir dann schon 9 Monate später ein Blaues Hausbuch beantragt haben.



    Am 3.2. war dann eigentlich schon alles Wesentliches angekarrt. Sand, Hin-Hin (gebrochener Beton als Ersatz für die kaum vorhandenen Kieselsteine in Thailand), Zement und 100 Stangen Monniereisen (Stärke 12 mm). Das hat damals die Stange nur 170 Baht gekostet. Die erste Materiallieferung, die am 3.2. eintraf, haben wir als ja noch unbekannte Neukunden am nächsten Tag bezahlt: ca. 60.000 Baht. Von mal zu mal wurden dann die Intervalle der Bezahl-Termine größer.

    Und es wurde mit dem Ausheben der Löcher für die Säulenfüsse begonnen! Und zwar in dem alten, unaufgeschütteten Boden, der da schon ein paar Jahre sich verfestigt odere gesetzt hatte. Vielleicht erst einmal 1 m in die Tiefe. Dann dort ein Fundament, dann die Säulenkerne aus Monniereisen drauf, verschalen, ausgießen, trocknen lassen, Loch wieder zuschütten, die Stahlstangen-Säulenkerne ragen mehr als 4 Meter in die Höhe.







    Das Löcherbuddeln wird übrigens gerne outgesourct, wie der isaanische Baumensch das so sagt. Kernige und drahtige Jungs, die nicht schwitzen.

    Als die zukünftigen Säulen in einer genügend langen Reihe schon standen, wurde damit begonnen, das Streifenfundament für die Wand zu verlegen. Zunächst wieder Monniereisen nun parallel zur Oberkante Erdboden von Säule zu Säule laufend. Dies dann wieder verschalt und ausgegossen. Was hier gerade im Gange ist: das Ausgießen.



    Als das Streifenfundament fertig gegossen war, wurde der untere Teil der Außenmauer zweischalig gemauert. Der mußte sehr stabil sein. Es war schließlich bekannt, dass der später ganz im Erdreich verschwinden würde. Auch durch weitere Aufschüttungen an beiden Seiten.



    Hier sieht man die verwandten Steine. Ziemlich altes Material, welches in Tausend Stücke zerschlagen werden könnte. Aber billig. Dient auch nur als Außenbegrenzung. In den Zwischenraum wird wieder Beton verfüllt.



    Die Truppe, die die Löcher gräbt und die Säulenfüße in die Erde setzt, hat inzwischen das Ende der 70 Meter erreicht und auch die 8 m Außenkante Grundstück entlang der Staatsstrasse fertig.



    Am 14.2. ist auch die 22 m lange Nordkante des Grundstücks nicht nur fertig gesetzt, sondern auch die Säulen selbst sind ausgießbereit.





    Der untere Teil der Mauer an der Ecke zwischen 22 m Nordkante und 70 m Westkante. Man sieht, dieser Teil ist ein wenig niedriger als ein ausgewachsener Thai oder Thailänderin. Nun kommt als erste Zwischenstrebe wieder eine Lage Monniereisen und Beton, die gerade verschalt wird.

    Die Oberkante dieses Zwischenstranges wird etwa die Höhe des späteren Erdbodens im Inneren der Umfassungsmauer sein.



    Hier sieht man wie halt immer auf verschiedenen Ebenen weiter gearbeitet wird. Im Vordergrund wird die Zwischenverstrebung ausgegossen im Hintergrund werden schon die weiter nach oben ragenden Säulen verschalt.



    Abschluß des Ausgießens. Das Wetter ist schon heiß und die Zement-Sand-Mischung trocknet unheimlich schnell.



    Hier sieht man, wie die Säulen nun in einer weiteren "Thai-Manns-Höhe" ausgegoßen wurden.

    Achtung: Man beachte die Enden des Monniereisens, welches an jeder 2. Säule nach innen heraushängt. Dies ist kein Zufall, noch ein Versehen. :-)



    Am 20.2. stehen schon die Säulen eines Teils der 4. Grundstückskante (die mit dem Knick). Man sieht sehr deutlich, dass die nicht mehr so tief im Boden stecken wie die Wände der anderen 3 Seiten.



    Ab dem 22.2. sind schon viele Zwischenräume zwischen den Säulen der Außenmauern durch eine Lage von Steinen üblicher Materialbeschaffenheit geschlossen.



    Hier sieht man das "bunte Allerlei" was die Thais so lieben. Da werden Löcher gestopft, Unebenheiten bereinigt. Aber auch eine Spezialverstärkung der Zwischenstrebe an der Ecke der gesamten Außenmauer, wo sie nämlich über 4 m hoch ist.





    ..... und von innen:



    - Wird fortgesetzt -

  7. #6
    Avatar von waanjai_2

    Registriert seit
    24.10.2006
    Beiträge
    26.303

    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Die Westseite ist im Mauerwerk nun so weit, dass man sich verständigen kann, was man als Sichtlöcher - bei uns im Mittelalter noch als Schießscharten bezeichnet - haben will. Durchsichtige Steine heißt übrigens nicht: beidseitig durchsehbar!

    Warum, die Oberkante Mauer ist von außen gesehen in ca. 2.40 Höhe. Da schaut kein Thai "durch", sondern max. von unten nach oben schräg rein und sieht nix. Nur derjenige, der auf dem erhöhten - angeschütteten - Boden des Grundstücks steht, kann dadurch gucken, wenn er entsprechend sich auf die Zehenspitzen oder einen Hocker stellt.

    Diese Steine mit Löchern haben noch eine 2. Bewandtnis: Sie dienen ja auch der Durchlüftung durch Wind. Klar, man könnte auch eine 2.40 m hohe Wand um das Grundstück dicht herum ziehen und dann feststellen, dass in bestimmten Ecken "so gar kein Windchen weht". Will man ja auch nicht, obwohl immer noch Windböen sich absenken können. Wenn das Grundstück groß genug ist. Bei gerade mal 20x20 wie so oft bei khon Thai, könnte die Wand auch jede Luftzirkulation ausschalten.

    Diese Überlegungen haben bei uns dazu geführt, dass wir streckenweise auch 2 Reihen "durchsichtige Steine" übereinander gewünscht haben.



    Bei vielen Säulen ragt noch ein wenig Monniereisen oben heraus. Auch das ist Absicht.

    Kommen wir aber zunächst zurück zu den abstehenden Eisenstangen in der Höhe der ersten Beton-Zwischenstrebe.
    Hier sieht man nun, wofür die gut waren. Im Abstand von ca. 1 m von jeder 2. Säule wurde nämlich eine weitere Säule - komplett mit Säulenfuß und Verschalung in den Boden gesetzt. Gerade so tief, dass man noch den alten Boden traf. Dann wurden die Monniereisen umgebogen und dann verschalt - und schon hat man die hier schon fertigen Querstützen, die man ja auch vom Kölner Dom gut kennt. :-)



    Warum das denn? Man stelle sich vor, auf ein 1 Rai mit Umfassungsmauer umgebenen und mehrfach aufgeschütteten Grundstück prasseln die Regenfälle während der Regenzeit herunter. Was denkt ihr da, was da an Kräften freigesetzt werden? 30 - 40 cm Stange-Regenwasser oder weniger. Also, einem Freund ist es einmal passiert, da hatte der nächtliche Regenfall ein Teil seiner Mauer unterspült und der Mutterboden war abgehauen ins tiefer liegende Reisland. Da haben also die Kräfte noch einen Weg heraus gefunden. Was wäre, wenn die Mauer weggedrückt werden würde?

    Also, dann doch lieber Verstrebungen.



    Ein paar Bilder zur besseren Veranschaulichung:





    Hier der Vorarbeiter - den alle respektvoll Chang Lung nannten - bei der Verknotung von Monniereisen.



    26.02. Baustellen-Romantik. Hauptsache einer weiß, wo es lang geht.



    Inzwischen sind die Säulen schon längst an dem Knick in der Grundstückskante gen Osten angelangt. Jetzt wird ca. 5 m freigelassen und dann die restlichen 45 m Mauer gebaut. Diese bildet zusammen mit den anderen 3 Grundstückkanten ein Rechteck mit den Ausmaßen 22 x 50 m. In dieses Rechteck soll später ein Haus gebaut werden.



    Die Westmauer ist fertig inkl. der obersten Schicht Zwischenstrebe - wieder aus Monniereisen und mit den ehemals nach oben herausragenden Eisenstangen-Enden der Säulen verflochten.



    Das Arbeiten einmal wieder von außen gesehen:



    Was man bei einem Mauerbau und den damit verbundenen Auschachtungsarbeiten immer auch bedenken kann vielleicht auch sollte, ist die Vorsorge für die spätere Entsorgung von Bruchwasser: Also Wasser aus den Waschbecken, den Duschen, der Küche, aus den Regenrinnen etc.. Welches typischerweise in den nächsten Klong abgeleitet wird.

    Also haben wir gegen Extra-Geld 6" PVC Rohre gekauft.
    KSP Pipe - PVC 5 - 6" - 150mm



    Und wir hatten ja entlang der gesamten Westwand - 70 m - noch eine tiefe "Ausschachtung" (besser: einen noch nicht zugeschüttenen Spalt zwischen Außenmauer und Erdanschüttung innen).





    Das muß man doch ausnutzen!





    Denn noch für den Nachmittag war das Zuschütten vorgesehen.



    Ja, die Isaaner sind ja - rein imagebedingt - so etwas von fix. :-)

    - Wird fortgesetzt -

  8. #7
    Avatar von waanjai_2

    Registriert seit
    24.10.2006
    Beiträge
    26.303

    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Nächster Schritt: Verputzen



    Außenmauer = 2 x ausgewachsene Pujin Thai



    Vom Nachbar aus fotographiert sieht man den Teil der Umfassungsmauer, wo später Gitter eingefügt werden sollen.

    Ebenfalls in der Phase der Verputzung





    Hier nun endlich die Fertigstellung des letzten Teils der Ostmauer. Die Verspätung war eingetreten, weil wir zwischenzeitlich einmal die begründete Hoffnung haben konnten, da noch eine 50 x 8 m Grundstücks-Erweiterung erwerben zu können. Durch ein wirres Knäuel von Versehnissen haben wir genau vor unserem Grundstück in der Bauplanung zwei 8 m breite Sois. Obwohl nur eine erforderlich ist. Der Verkäufer hatte gar ein Chainot davon. Aber andernorts war die 2. Soi als Geschenk des Vor-Vor-Eigners erfaßt, der immer noch darauf wartet, dass die Soi seinen Namen bekommt.



    Auch hier noch einmal die Verstrebungen - nur nicht so tief im Boden.







    17.03.
    Die ersten Gitter für die Mauern zur Straßenseite und zum Nachbarn hin treffen ein bzw. montiert. Wurden alle in Handarbeit im Betrieb hergestellt.



    Hier sieht man 2 Reihen "durchsichtigen Stein" übereinander. Dient der besser Belüftung des Grundstücks. Nach unseren Beobachtungen haben wir sehr, sehr oft Wind aus östlichen Richtungen.



    19.03.

    Jetzt wird noch das Streifenfundament zwischen den 5 m von einander entfernten Säulen gefertigt, die später das Rolltor für Tuk-Tuks oder Mopeds gar Autos tragen sollen.



    Am nächsten Tag ist das auch fertig.



    Man sieht übrigens: Die Phase des Anstreichens hat begonnen. Überall ist schon der Primer drauf.

    Mitdenkende werden jetzt denken: Da muß aber noch Erde aufgeschüttet werden? Richtig - kommt bald.

    Die Arbeit wird immer knapper...



    Zudem sieht man schon die erste der beiden Farbanstriche links im Bild.



    Die Anstreicher sind jetzt dran. Neue Leute.





    Der zweite Streich



    Endlich ist es soweit:
    Bau-Kolonne und Anstreicher feiern zusammen den Abschluß des Mauerbaus.



    Und es kommt, was kommen mußte:



    nämlich Erde.



    Sand- und Hin-Hin-Reste lagerten alle dort, wo heute das Haus steht. Also wurden die erst garnicht entfernt.

    Und schon wurde es richtig wohnlich. Das sieht man nicht nur am Ventilator, der da bei der Bauhütte aufgebaut ist. Sondern meine Frau war mit mir zu den Baumschulen gefahren. Wurde alles angeliefert.



    Sie plante halt ein Attentat auf den ein wenig "spitz" zulaufenden südlichsten Teil des Grundstücks, den wir schon damals als "Vorgarten" ansahen.



    Während also auf diesem Rechteck dann später mal ein Haus gebaut werden sollte.



    Und was kann man sofort anpacken nach Fertigstellung der Umfassungsmauer? Wo man zwar weiß, dass sich nun die Erde erst einmal setzen muß. Mindestens eine Regenzeit lang. Also mindestens 6 Monate.

    Richtig! Man kann mit dem Bepflanzen anfangen, dort wo später die Bauarbeiter nicht hin müssen. Denn die nehmen kaum Rücksicht auf Grünzeugs.



    Und man sieht auf diesem Photo vom 29.03.07 was von nun an unsere tägliche Arbeit war. Bis in den Mai hinein. Gießen und nochmals gießen. Man sieht den Gartenschlauch. Natürlich hatten wir immer noch die Strom & Wasserverbindung zum Nachbarn.

    Wie hier zu sehen.



    Und alle Gitter sind montiert.

    - Fortsetzung folgt nach dem Abendessen -

  9. #8
    Avatar von waanjai_2

    Registriert seit
    24.10.2006
    Beiträge
    26.303

    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Wie man aus der Aufnahme ersieht, die innen von der Ecke des aufgeschüttenen Grundstücks gemacht wurde, wo außen die Mauer am höchsten sind, hat die Umgebungsmauer nun noch 2 Löcher.

    Eine Offnung, wo später das Fußgänger-Eingangstor hin soll, und die 5 m Öffnung für das Rolltor.

    Durch diese sieht man jetzt übrigens das dunkelgrüne Rolltor des Nachbarn auf der anderen Soi-Seite.



    Hier sieht man das Streifenfundament des Rolltores. Beidseitig schon längst aufgeschüttet. Nun wird die Roll-Leiste montiert und verschweißt.





    Nicht nur innen, sondern auch entlang der Umfassungsmauer wurde angeschüttet.



    Und da kommt auch schon das Rolltor. Was wir in Udon natürlich auf einem kleinen Pick-Up transportieren.



    Und auch das kleine Tor ist dabei und wird montiert.

    Einen ganzen Monat lang geht es weiter mit dem Gießen. Was aber mächtig Spaß macht und mit einem Plausch mit den Nachbarn verbunden wird.

    Bis dann endlich am 5. Mai 2007 die Regenzeit einsetzt.
    Und jetzt erst setzt auch die Verdichtung der aufgeschütteten Erde so richtig ein. Erst recht an den Rändern, dort wo ja ziemlich frisch Löcher gegraben wurden. Da fallen nun jede Menge Löcher entlang der "unterirdischen" Teile der Mauer in sich zusammen und rufen deshalb Monate später nach neuem Nachschub. Man muß ja auch bedenken, dass es entlang der Innenkante der Umgebungsmauer an jeder 2. Säule diese Verstrebungen gibt. Darüber will man ja nicht mit der x-Tonnen-Walze fahren. Also ist der Verdichtungsbedarf dort am größten.



    Das chronologisch nächste Bild aus dieser Schußposition bildet das erste Bild im folgenden thread:

    http://www.nittaya.de/viewtopic.php?...look=1&start=0

    Nun noch zu den Kosten lt. meiner Excel-Tabelle:

    A. Arbeitskosten:
    100 m x 1.600 Baht = 160.000
    78 m x 800 Baht = 70.400
    Weitere 10.400 Baht für die Anstreicher
    Summe 240.800

    B. Materialkosten auf der Basis der Erfassung der Summen je Lieferschein: 379.189 Baht
    In diesen 379.000 Baht sind 105.000 Baht für die 23 Chrom-Gitter und 2 Tore als größtem Einzelposten enthalten. Habe die nicht trennen können in Material- und Arbeitskosten.

    C. 4000 Baht für die Bauhütte
    Alles zusammen: ฿623.989

    Wer weitere Fakten- oder Verständnisfragen hat, kann sie ab jetzt bitte stellen oder wenn er auf diesen thread stößt. :-)

  10. #9
    UAL
    Avatar von UAL

    Registriert seit
    23.08.2003
    Beiträge
    8.198

    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Was ich noch "vermisse" sind die auf dem First eingegossenen Glasscherben... ;-D

  11. #10
    Avatar von waanjai_2

    Registriert seit
    24.10.2006
    Beiträge
    26.303

    Re: Mauerbau in Udon Thani

    Zitat Zitat von UAL",p="694979
    Was ich noch "vermisse" sind die auf dem First eingegossenen Glasscherben...
    Ich finde, so etwas ist wenig nützlich und zieht eher das Gesindel erst an. Habe so etwas aber auch schon in Udon gesehen und natürlich in den Wohngegenden der Betuchten in Bangkok.

    Das Sicherheitsbedürfnis der Leute schwankt enorm. Einige fragten mich aus D, warum denn überhaupt eine Mauer? Meine Antwort: a. wegen der hohen Grundstück-Aufschüttung die bereits erfolgte oder während des Hausbaues noch kommen würde. Und natürlich wollte ich b. diese blöden Wanderkühe nicht in meinem Vorgarten haben. Den ich da täglich sprengte. Sicherheit gegenüber Einbrechern sehe ich durch die Umfassungsmauer ohnehin nicht. Gerade wo die Gitter in der Mauer sind, kann man ziemlich einfach die Mauer überwinden. Aber da wir in Udon so schön rückständig sind, sind die meisten Diebe halt streng-buddhistisch (streng-katholisch hieße es in D). Und die werden halt durch die Hanumänner abgeschreckt.

Seite 1 von 7 123 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Sehenswürdigkeiten in Udon Thani
    Von tee-rak im Forum Touristik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 14.05.08, 17:29
  2. Udon Thani
    Von cs-dino im Forum Touristik
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 01.12.07, 14:18
  3. Udon Thani
    Von Urmel777 im Forum Touristik
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 06.04.07, 21:02
  4. Udon Thani: Pay!
    Von Loso im Forum Sonstiges
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 13.04.06, 21:22
  5. Alphorn in Udon Thani
    Von PuFoilom im Forum Treffpunkt
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 23.10.05, 11:57