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Land Lease (30 Jahre) - Chanot - Usufruct - Superficies

Erstellt von Jever, 06.01.2015, 15:49 Uhr · 299 Antworten · 13.792 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von specter.th

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    Thailand den Thailändern

    Bei der Betrachtung des Phuket Urteils durch das Berufungsgericht und einer anstehenden Revision durch das höchste Gericht in Bangkok muss der politische Faktor eingerechnet werden. Bei der in diesem Land üblichen Gesinnungsjustiz wird in letzter Instanz maßgeblich sein welche Intention den derzeitigen Machthaber wichtig ist. Und um es vorweg zu sagen, die Rechte eines Ausländers werden es nicht sein.

    Es sei daran erinnert wie die Junta beabsichtigte Firmen unter ausländischer Kontrolle trotz der 49 % Regel thailandisieren wollte. Diese Pläne wurden im letzten Jahr erst im letzten Moment gestoppt als man den Herren Generälen die immensen wirtschaftlichen Gesamtschäden einer solchen Gesetzesänderung gerade nochmals halbwegs verständlich machen konnte. Das wird bei Leasehold-Verträgen mit Sicherheit nicht mehr möglich sein.

    Der Gesamtkontext der regierenden Militärjunta ist ja bekanntlich trotzdem, dass Thailand eben „anders“ wäre als der Rest der Welt. Angefangen von „esst Reis und kein Brot“ bis hin zu autoritären Führungsstrukturen eines kleinen, exklusiven Machtzirkel nationalsozialistischer Prägung und dem daraus resultierenden Anspruch „Thailand den Thailändern“. Erinnert sei ebenfalls daran wie man hunderttausende Kambodschaner über Nacht mit gezielte gestreuten Gerüchten außer Landes jagte. Erst als sich der wirtschaftliche Schaden zu konkretisieren begann, steuerte man ganz rasch um, um die bislang Illegalen mit der One-Stop-Immigration versuchte wieder als „Legale“ zurück ins Land zu holen.

    In diesem Kontext und in Anbetracht, dass hier zu Lande noch niemals eine Rechtssicherheit und schon gar nicht für Ausländer gegeben hat, dürfte sich dieser noch letztendlich zu entscheidende Fall bestens dazu eignen im Sinne der Junta Ausländer im weitesten Sinne zu „enteignen“ und dem thailändischen Volksvermögen, zumindest im Sinne der 0,1 % herrschenden Klasse wieder zuzuführen.

    Und um auf den Ausgangspunkt meiner Überlegungen zurück zu kommen, die Herren Richter des obersten Gerichtshofes werden einen Teufel tun und gegen das Dictum der herrschenden Militärs entscheiden. Da könnte der spezielle Fall rein juristisch betrachtet liegen wie er will. Letztendlich bestätigt sich nur wieder einmal, dass Ausländer in diesem Land allein als willige Kapitalablieferer willkommen sind. Egal ob einfacher Tourist oder erst recht als Resident. Fatal für naive Ausländer die trotz allem immer noch glaubten hier rechtlich abgesichert investieren zu können um ihren Lebensabend in Ruhe unter Palmen auf „ihrem“ Stückchen Land verbringen zu können.

    Einige der Expats mögen geglaubt haben die Ruhe im Land wäre das für sie Wichtigste und Beste und ansonsten beträfe sie die thailändische Unrechtspolitik überhaupt nicht. Das wird sich mehr und mehr als schwerer Irrtum heraus stellen. Nicht nur bezüglich der Leasehold-Verträgen. Aber so ist das nun mal unter Gewaltherrschern zu leben.

  2.  
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  3. #92
    Avatar von Teddy

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    Zitat Zitat von Jever Beitrag anzeigen
    Internet per Satellit ist in LOS noch nicht angekommen? Ist ja für die ländlichen Gebiete in D inzwischen auch durchaus bezahlbar geworden.
    Internet via Satellit gibt es auch, die ersten 3 Monate funktionieren, danach fallt alles zusammen 1605 Bath im Monat für 256kbps und 5000 Bath Anschlusskosten Oh nein !!

  4. #93
    Avatar von klaustal

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    hallo erst einmal
    moin,mal eine frage...hat vielleicht jemand einen Leasingvertrag über ein grundstück 30 jahre mit verlängerung.
    in dem auch nies und nutzrecht sowie die option festgehalten ist,das der pächter das haus an dritte verkaufen darf bzw das dass objekt vererbbar ist. wegerecht sollte ebenfalls aufgenommen sein.wichtig wäre das der pächter auch weitere gebäude auf dem grundstück erstellen darf, ohne genehmigung des grundstückseigner.lg klaustal

  5. #94
    Avatar von MadMac

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    Gibt es nicht. Maximal 30 Jahre koennen eingetragen werden. Der Mietgegenstand verfaellt mit Tod des Mieters, also Leaseholders. Besser ist ein Usufruct oder Superficies. Leasehold bedeutet ansonsten nix Anderes ausser Miete, die man fuer 30 Jahre im Voraus bezahlt und bei Tod verliert.

  6. #95
    Avatar von zaparot

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    Leasingvertrag über ein grundstück 30 jahre mit verlängerung
    Ist von vorneherein unwirksam, weil wie schon gesagt, maximal 30 Jahre eingetragen sein düfen. Eine eingetragene Verlängerung macht den Vertrag stante pede ungültig, das ist x-fach juristisch untermauert.

  7. #96
    Avatar von MadMac

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    Wird trotzdem regelmaessig gemacht und es gibt genug Dumme, die auf sowas reinfallen. Also 30+30 oder sogar 3x30. Geht nur als privater Vertrag ohne jegliche Rechtsbasis und wird gewoehnlich dafuer verwendet, um die 49% Besitz-Quote fuer Auslaender zu unterlaufen.

  8. #97
    Avatar von zaparot

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    Und vor allem: der Vertragspartner, i.d.R. der Grundstückseigentümer, ist aus seinen vertraglichen Verpflichtungen raus, da der Vertrag ja nicht gilt.

  9. #98
    Avatar von MadMac

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    Der Vertrag gilt schon, zumindest rein privatrechtlich. Nur das Landoffice wird sowas nie eintragen. Also Perlen vor die Saeue.

  10. #99
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von klaustal Beitrag anzeigen
    hallo erst einmal
    moin,mal eine frage...hat vielleicht jemand einen Leasingvertrag über ein grundstück 30 jahre mit verlängerung.
    in dem auch nies und nutzrecht sowie die option festgehalten ist,das der pächter das haus an dritte verkaufen darf bzw das dass objekt vererbbar ist. wegerecht sollte ebenfalls aufgenommen sein.wichtig wäre das der pächter auch weitere gebäude auf dem grundstück erstellen darf, ohne genehmigung des grundstückseigner.lg klaustal
    reicht Dir lebenslänglich nicht ?

  11. #100
    Avatar von MadMac

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    reicht Dir lebenslänglich nicht ?
    Du hast die Frage nicht verstanden. Hier ging es um Absicherung, also Vererbung, Verkauf, Rechte am Mietgegenstand. Alle diese gibt es aber nicht. Wie gesagt endet alles, inkl. der fuer 30 Jahre oder mehr im Voraus bezahlten Miete, mit dem Ableben des Mieters.

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