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Krodilringer von Samut Prakan

Erstellt von Jinjok, 04.05.2002, 13:27 Uhr · 6 Antworten · 1.762 Aufrufe

  1. #1
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    Krodilringer von Samut Prakan

    Aus der Frankfurter Rundschau vom 03.05.2002

    Die Krokodil-Ringer

    Auf der größten Reptilienfarm der Welt geht es den Tieren nicht nur
    ans Leder. Bevor ihre Haut und ihr Fleisch verkauft werden, bieten die
    Krokodile in Samut Prakan, Thailand, täglich zu Rock-Hymnen ein
    schauriges Schauspiel für Touristen.


    Von Bernd Hauser

    Der weltweite Hilferuf ging am 27. Juni 2001 über den Reuters-Ticker. Siamesische Zwillinge
    geboren! Wer kann helfen? Die Ärzte machten Röntgenaufnahmen und fanden, dass die Babys
    zwar zwei Herzen und zwei Lungen hatten, aber nur einen Verdauungsapparat. Das Volk taufte
    die Kleinen Chang und Eng, nach den ersten siamesischen Zwillingen, die 190 Jahre früher
    geboren wurden und durch die staunende Welt getourt waren, dann Schwestern geheiratet und
    viele Kinder gezeugt hatten. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Chang und Eng aus dem Jahre 2001 sind zwar auch am Hinterteil zusammengewachsen, aber sie
    sind Krokodile. Genauer: Hybrid Crocodylus porosus siamensis Youngprapakorn, eine Kreuzung
    aus thailändischem Süßwasser- und Salzwasser-Krokodil, wie sie nicht die Natur, sondern
    Uthai Youngprapakorn produziert. Auch bekannt als "der Krokodilkönig Thailands", Herr über
    100 000 Panzerechsen. Allein 60 000 davon leben in Samut Prakan bei Bangkok, der größten
    Krokodilfarm der Welt.

    Der Krokodilkönig, 76 Jahre alt, bewirtet jedes Jahr zu seinem Geburtstag 5000 Bedürftige, damit
    man seinen Namen preise. Alle sollen sehen, wie weit er es gebracht hat. Denn nicht immer saß
    der König auf einem mit Elefanten-Stoßzähnen geschmückten Sofa. Einst war er auch so ein
    Hungerleider wie die, die heute seine Reisportionen abholen.

    Des Königs Tellerwäscher-Karriere ging so: Uthai war 20, ohne Ausbildung, aber als ältester
    Sohn verantwortlich für die Familie. Er brachte sie mit kleinen Jobs durch, bis er eines Tages in
    einem Schaufenster eine Krokoledertasche sah. 20 Dollar kostete sie, das war Ende der 40er Jahre
    in Thailand viel Geld. Darauf zog er mit zwei Krokodiljägern in den Dschungel. Es gab Blutegel
    und Myriaden von Mücken, aber Krokodile fanden sie nicht. So kam Uthai auf die Idee seines
    Lebens: "Wenn die Tiere so selten sind, muss man sie züchten."

    Vor ihm hatte das noch niemand probiert, sagt er. Zunächst verlor Uthai die wenigen Tiere
    schneller als die Jäger sie für ihn fingen. Hielt man sie zu eng, wurden sie zu Kannibalen.
    Manche von Uthais Krokodilen erblindeten, weil sie juckende Insektenstiche an den Augen mit
    ihren Klauen bearbeiteten. Einige starben nach Gewittern am Schock, den das Donnergrollen
    auslöste, oder gingen ein, weil Uthai ihnen zu viel Futter gab: "Es liegt in ihrer Natur, dass sie
    so viel fressen wie möglich. In der Wildnis kann es Wochen dauern, bis sie wieder etwas
    erwischen." Die Krokodile verfetteten, manche schieden an Nieren- und Leberversagen dahin.

    Aber mit der Zeit lernte Uthai Youngprapakorn dazu. Im Jahr 1965 sperrte er Süß- und
    Salzwasser-Krokodile ins selbe Becken. Seine Hoffnung erfüllte sich, sie paarten sich. Ein Laie
    kann die Hybrid-Krokos nicht von den natürlich vorkommenden unterscheiden - Uthai sagt,
    dass sie weniger aggressiv sind als die reinen Salzwasser-Krokodile. Und vor allem: Sie
    wachsen schneller.

    Inzwischen schlachten des Königs Untergebene rund 10 000 Tiere pro Jahr. Das macht etwa zwei
    Millionen Dollar Umsatz allein mit den Häuten. Hinzu kommt der Erlös aus Fleisch und
    Eingeweiden, die für gutes Geld nach China gehen. Die Hälfte der Einkünfte auf Samut Prakan
    aber stammen aus dem Tourismus. An besonders guten Tagen kommen bis zu 25 000 Gäste, sie
    gucken Elefanten beim Tanzen zu, ballern mit großkalibrigen Pistolen auf Pappkameraden und
    gruseln sich in der Crocodile-Show, in der Artisten zu der Rock-Fanfare "The Final
    Countdown" in die Arena springen und ihren Kopf in den Rachen von Krokodilen stecken.

    Das einzige Mädchen unter den Krokodil-Bändigern ist Nang, 18 Jahre alt. Sie hat einen Körper
    wie Lara Croft, die Jungs verdrehen die Köpfe, wenn Nang auf dem Moped an ihnen vorbeifliegt.
    Neulich wollte wieder einer etwas von ihr. Sie mochte ihn. Aber als er sie in der Show sah, sagte
    er danach: "Nang, ich weiß nicht. Ich bin vielleicht doch nicht offen für eine Beziehung zur Zeit.
    Lass uns einfach so Freunde bleiben?" Nang erzählt und lacht dabei. Zwar halten die Jungs
    ihren Mut nicht aus, aber abgesehen davon findet sie, dass sie "bisher unheimlich viel Glück im
    Leben" hatte. Schließlich hat ein 16-jähriges Mädchen nicht besonders viele Chancen, dessen
    Eltern in Saraburi in der thailändischen Provinz auf ihrem Moped-Beiwagen klebrige Kuchen
    anbieten. Doch Napa.... Kanwsanga, genannt Nang, wollte unbedingt "anders sein und etwas
    Außergewöhnliches machen". Sie bestieg den Bus nach Bangkok. Viele junge Leute aus Nangs
    kleiner Stadt wollen dort hin und kommen dann auf Besuch zurück, in neuen Levis-Jeans und
    Nike-Schuhen und mit einer Omega-Uhr am Handgelenk. Alles gefälscht, aber die Sachen
    sehen dennoch gut aus.

    Ihre Eltern ließen Nang gehen, weil sie ihnen sagte, dass sie auf der Krokodilfarm an die
    Touristen Cola verkaufen werde. Das tat sie auch, aber heimlich trainierte sie mit den
    Krokodil-Bändigern und bezwang ihre Furcht vor den Kiefern, die so schnell zuschnappen
    können wie eine Mausefalle. Schließlich war sie so weit, dass sie den Krokodilkönig um eine
    Audienz bitten konnte. Als der Alte sah, wie gut das Mädchen aus der Provinz war, stimmte er
    ihrem Ansinnen zu. So wurde Nang die erste Krokodil-Ringerin Thailands.

    Seit zwei Jahren steht sie jeden Tag in der Arena und legt Geldscheine, die ihr chinesische
    Touristen zuwerfen, in die Rachen der Echsen, um sie gleich darauf wieder herauszufischen.
    Nang genießt die Schreckensschreie, wenn die Krokodile ihre Mäuler mit einem satten Plopp
    zuschnappen lassen - nur Sekunden-Bruchteile, nachdem sie ihre Hand aus dem Rachen zieht.
    Ein Trick. Berührt man nämlich beim Herausziehen den Unterkiefer, wird der Schnappreflex
    ausgelöst.

    Überall lauern Gefahren im Krokodil-Geschäft. Uthen Youngprapakorn, 35, kann davon lang
    erzählen. Der jüngste der sechs Söhne des Krokodilkönigs ist so etwas wie der Kronprinz.
    "Executive Director" steht in Goldschrift auf seiner Visitenkarte, an seinem Krokoleder-Gürtel
    hängen vier Mobiltelefone. Gewöhnlich brettert er mit einem Porsche auf der Suche nach
    Krokodilhäuten durchs Land. Neben dem Massenbetrieb der Familie Youngprapakorn gibt es in
    Thailand inzwischen etwa 200 Krokodilfarmen, dazu ungezählte Hühnerfarmen, die nebenbei
    auch ein paar Krokodile halten. Legt eine Henne keine Eier mehr, machen die Hühnerzüchter
    kurzen Prozess: ab ins Krokodilbecken. Kein Abfall, kein Ärger.

    Manche US-amerikanische und europäische Touristen auf Pauschalreise beschweren sich, dass
    man die armen Tiere ihrer Haut und ihres Fleisches willen tötet. Uthen fürchtet, die
    Reiseveranstalter könnten ihre Besuche auf der Farm stornieren. Was bedrohlich ist, denn
    schließlich verdienen die Youngprapakorns gut an den Touristen, die auf Stegen zwischen den
    Becken wandeln. Außerdem wollen die Japaner für die Häute nicht mehr so viel bezahlen, seit
    ihre Wirtschaft nicht mehr rund läuft, sagt Uthen. Und dann machen ihm auch noch die
    Konkurrenten Sorgen, die das große Geschäft wittern und erst vor wenigen Jahren oder Monaten
    ins Crocodile-Business eingestiegen sind. In der Bangkok Post loderten auf Farbfotos die
    Rinder-Scheiterhaufen Englands, Berichte von Viehtötungen in Deutschland machten die Runde.
    Kommentatoren mahnten, dass Thailand diese Chance nicht verstreichen lassen dürfe. Europa
    solle Krokodilfleisch essen, jetzt müssten Vertriebswege eröffnet, muss der Appetit auf Reptil
    geweckt werden.

    Alles Unsinn, sagt Uthen, die neue Konkurrenz habe keine Chance. Wer Profit aus
    Krokodilfarmen ziehen wolle, brauche einen langen Atem: "Es dauert zwei Jahre, bis sich die
    Krokodile an einem neuen Ort so wohl fühlen, dass sie Eier legen. Dann dauert es noch einmal
    mindestens drei Jahre, bis die Jungen schlachtreif sind." Die neuen Konkurrenten machen die
    Preise kaputt, verkaufen zum Selbstkostenpreis, um die Zinsen ihrer Darlehen zu bezahlen. Das
    Leben gleicht einem Haifischbecken, stöhnt Uthen. Man könnte auch sagen: einem
    Krokodil-Bassin.

    Vor jeder Show bittet Krokodil-Bändigerin Nang die guten Geister um Beistand, meistens helfen
    sie, aber nicht immer. Als Nang einmal ein Krokodil wie gewöhnlich am Schwanz aus dem
    Bassin zog, drehte es sich mit unglaublichem Geschick um und schnappte nach ihrer Hand, die
    seitdem von einer Narbe gezeichnet ist. An ihrem Oberarm hat Nang ebenfalls violette Narben
    einer schlecht verheilten Wunde. Sie stammte von einem der 40 Kilogramm schweren Tiere, die
    sie und ihre Kollegen am Ende der Show aus dem Bassin tragen. An jenem Tag erwischte Nang
    ein übellauniges Tier. "Mit neun Stichen genäht", sagt Nang.

    Die Echsen werden vor den Shows immer gut gefüttert. Wenn ein Krokodil hungrig ist, läuft ein
    Reflex ab, der kaum zu stoppen ist: Zubeißen, die Beute bis zur Bewusstlosigkeit
    herumschleudern, ins Wasser zerren und ertränken. "Es gibt Krokodile, die beißen schneller
    als andere. Das Wichtigste ist: Du darfst nie zögern, du musst ihnen immer das Gefühl geben,
    dass du stärker bist. Also nicht zaghaft sein, sondern richtig zupacken", sagt Nang.

    Trotz der Gefahr, aufhören wolle sie nicht. Jede Woche könnte sie sich einen Kühlschrank und
    einen Fernseher kaufen, sagt sie. Um ihren Hals hängt eine Kette mit einem Buddha-Anhänger
    aus Gold. Er hat 6000 Baht gekostet, dafür arbeitet ein Bauarbeiter zwei Monate lang. "Der
    Anhänger sorgt dafür, dass die Zuschauer mehr Geld herunterwerfen", sagt Nang. Wie einer
    Pop-Sängerin jubelt ihr das Publikum zu, und ein paar Mal kam sie sogar schon im Fernsehen,
    und ihre Familie und die Freunde saßen zu Hause vor der flackernden Kiste. Seither sagen ihre
    Eltern am Telefon nicht mehr, dass sie wieder Cola verkaufen solle, lediglich: "Sei vorsichtig."
    Nang verspricht's und auch, dass sie kein Krokodil-Fleisch essen wird. "Sonst sehen uns die
    Tiere als Feinde und beißen zu."

    Die Zuschauer jedoch gehen gerne hinüber ins Restaurant und essen Suppe. Der Löffel fischt vom
    Grund der Schale einen blaugrauen Krokodilfinger, der eine Konsistenz wie ein Gummibärchen
    hat. Das also soll Europa in Zukunft essen? Uthen holt seinen Taschenrechner, tippt wild drauf
    herum und zeigt die Anzeige: 27. "Das ist der tägliche Fleischzuwachs in Kilogramm in unserer
    Farm. Krokodile nehmen unglaublich langsam zu. Wie sollen wir mit 27 Kilogramm am Tag
    Europa bedienen?" Nein, das Entscheidende an diesem Business sind die Häute, das Fleisch ist
    nur Nebenprodukt. "Krokodilfleisch ist weiß. Das ist nicht, was ihr Europäer wollt", sagt er. "Ihr
    wollt rotes Fleisch. Strauße sind die Zukunft. Ich fange mit 5000 Stück an. Ein Krokodil kann 30
    Eier im Jahr bekommen, die Vögel 90. Ein Krokodil muss ich fünf Jahre füttern, einen Strauß
    nur zwei."

    Auch die Zucht-Bassins dienen in Samut Prakan als Touristen-Attraktion. Vier Meter lange
    Reptilien warten hier in der grünen Flut, Kopf an Kopf, fauchen, schnauben. Chinesische
    Touristen schauen fasziniert zu. In ihrer Heimat verehrt man die Tiere als Nachfahren der
    Drachen. Da ist ein Tribut fällig. Die Zuschauer geben einer Verkäuferin 20 Baht, umgerechnet
    eine Mark, und bekommen dafür einen Eimer voller Schlachtabfälle: ein halbes Dutzend
    Hühner-Torsos aus Mastbetrieben, die jede Woche lastwagenweise zur Krokodilfarm kommen.
    Von den Stegen werfen die Touristen die Hühnerreste zwischen die riesigen Leiber der Reptilien.
    Ihre Schwänze peitschen das Wasser, in einem Gebrodel aus Pfoten, Gischt und gepanzerten
    Rücken sieht man Zähne und helle Rachen, binnen Sekunden sind die Hühner-Skelette
    verschwunden.

    "Das hier ist das Becken mit den erwachsenen Tieren, die sich fortpflanzen sollen", erklärt
    Uthen. Die Weibchen legen im Juni 30 faustgroße Eier in die Nester, die sie mit ihren Pfoten 20
    Zentimeter tief ausheben und mit Stroh bedecken. Apon Tinta, 37, die Krokodil-Hebamme, hat die
    Nester gleich nach der Ei-Ablage geplündert und die Eier in Brutregale gelegt, sie klackern
    dabei wie Tischtennisbälle. Nach 80 Tagen fiepen und rasseln die Baby-Krokodile unter der
    vibrierenden Schale. Zehntausende von Reptilien hat Apon in dem beheizten Brutraum auf die
    Welt gebracht, in dem es noch ein paar Grad heißer ist als unter freiem Himmel. Die genaue
    Temperatur ist ein Geheimnis, nur so viel: "Wenn sie etwas höher ist, entstehen mehr
    Männchen."

    Sobald Apon eine Kerbe in die Schale gedrückt hat, zeigen die Baby-Krokos ihre Schnauzen und
    brechen nur Sekunden später mit dem ganzen 25 Zentimeter langen Körper heraus, hüpfen über
    Apons Hand, gleiten behende in die bereitgestellte Wanne, paddeln und warten auf die erste
    Mahlzeit aus Hühnerknochenhack. Ein drei- bis sechsjähriges Leben aus Dösen und Fressen
    steht ihnen bevor. Wenn sie 35 bis 40 Kilogramm schwer und an die zwei Meter lang sind, ist
    ihre glatte, wie Elfenbein schimmernde Bauchhaut groß genug, um Handtaschen daraus zu
    schneiden. Männer schleudern dann Lassos um ihre Kiefer und töten sie mit einem Messerstich
    in den Nacken. Nur Chao Yai - zu deutsch: "Onkel Riesig" - wird verschont, mit 1114
    Kilogramm laut Guinness-Buch das größte lebende Krokodil der Welt. Zu seinem 28. Geburtstag
    bekam er einen Blumenkranz von einer bekannten Sängerin um den verknöcherten Nacken,
    außerdem zwei Haie statt Torte, und einen Artikel in der Bangkok Post.

    Heute sind zwei Händler aus Tokio angereist. 200 Häute liegen eingesalzen übereinander.
    Masayoshi Hayashi, 49, und Tomoyasu Inoue, 33, begutachten jede einzelne auf Schäden und
    sortieren sie nach Qualität. Helfer knallen ihnen die Häute in 20-Sekunden-Abständen einzeln
    auf einen Tisch, sie wischen mit einer Kleiderbürste das Salz weg, ihre Augen scannen fiebrig
    über die Reihen der Fingernagel großen Plättchen, aus denen die Bauchhaut zusammengesetzt
    ist, auf der Suche nach Bissverletzungen. So geht das stundenlang.

    Längst sind die Helfer und die Japaner schweißnass. Zahlen werden hin- und hergerufen,
    welche die Breite der Bauchhaut bezeichnen, denn danach wird der Preis berechnet: Der
    Zentimeter kostet zwischen drei und fünf Dollar, eine schöne Haut kann 250 Dollar bringen. Die
    Händler sind nicht besonders zufrieden, zu viele Häute zeigen Verletzungen. Uthen macht einen
    guten Preis, man kennt sich schließlich seit Jahrzehnten. "Außerdem werden Asiaten
    ungemütlich, wenn sie glauben, übers Ohr gehauen zu werden", raunt Uthen.

    Uthen ist es zu gefährlich, seinen Vater lediglich als Krokodil-König zu beerben. Er ist auf der
    Hut. Vielleicht wird die neue Konkurrenz ja doch immer stärker, da heißt es ausweichen, klug
    sein, wenn man überleben will. Was ohne diese Einsicht passiert, kann Uthen in den
    Krokodilbecken beobachten. Manchmal schlagen zwei Rivalen im Kampf um ein Weibchen ihre
    Kiefer ineinander und gehen unter. Statt irgendwann den Biss zu lockern und wieder
    aufzutauchen, ersaufen sie gemeinsam. Es ist nicht gut, zu verbissen zu sein.

    Service Samut Prakan

    Anreise: Die Stadt Samut Prakan liegt an der Mündung des Chao Praya, 28 Kilometer südöstlich
    des Stadtzentrums von Bangkok. Mit öffentlichen Bussen ist die Farm nur schlecht zu erreichen.
    Mit dem Mietwagen nehmen Sie den Expressway nach Bang Na und fahren dann auf der alten
    Sukhumvit Road Richtung Samrong. In Samut Prakan biegt man von der Sukhumvit Road ab
    und folgt der Beschilderung. Am besten aber ist, man nimmt von der Innenstadt aus eines der
    Taxis, die recht günstig sind. Die Adresse der Farm ist: 555 Moo 7, Taiban Road; Internet
    www.crocodilefarm.com Öffnungszeiten: Jeden Tag von sieben Uhr morgens bis sechs Uhr
    abends. Unter der Woche besuchen nur wenige, meist ausländische Touristen die Farm. Am
    Wochenende ist es sehr voll mit Bangkoker Familien auf Sonntagsausflug.

    Unterkunft: In Samut Prakan gibt es keine empfehlenswerten Unterkünfte. Am besten ist, man
    wohnt in der Innenstadt und macht einen Tagesausflug auf die Farm. Sparsame
    Rucksackreisende wohnen am besten in einem von Dutzenden Gästehäusern in der Khao San
    Road.

    Extratip: Unweit der Krokodilfarm, wenige Kilometer weiter südlich an der Sukhumvit Road
    liegt das Freiluftmuseum "Ancient City". Hier finden sich Reproduktionen von Palästen,
    Tempeln und traditonellen Häusern aus ganz Thailand.

    Gesundheit: Für die Einreise nach Thailand sind zurzeit keine Pflichtimpfungen erforderlich.
    Das Fremdenverkehrsamt des Landes empfiehlt aber eine Impfung gegen Hepatitis A sowie die
    Erneuerung von Tetanus-Impfungen. Wegen zuweilen lästiger und auch bedenklicher
    Nebenwirkungen sehen immer mehr Ärzte und auch Tropeninstitute davon ab, eine
    Malaria-Prophylaxe zu empfehlen. Der beste Schutz gegen Malaria und zum Teil auch
    Dengue-Fieber - besteht nach Sonnenuntergang in der Prävention durch mückenabweisende
    Mittel, Räucherspiralen, Körper bedeckende Kleidung und Moskitonetze. Landesweit besteht
    derzeit erhöhtes Risiko für Durchfallerkrankungen. Vor dem Verzehr und Kauf von
    Lebensmitteln aus billigen Straßenständen und von Märkten wird gewarnt. Sorgfältige
    Nahrungsmittel- als auch Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sollten stets durchgeführt werden,
    rät das Tropeninstitut München.

    Geld: Die Landeswährung ist der Baht (ein Baht = 100 Satang). Der Wechselkurs (Stand März
    2002) 1 Euro = 37 Baht. Devisen und Reiseschecks können in unbegrenzter Höhe eingeführt
    werden. Geldwechseln ist außer in Hotels und bei den Banken auch bei lizenzierten
    Geldwechslern möglich, die darüber hinaus oft sogar einen besseren Kurs berechnen.
    Euroschecks werden nur von der Thai Farmers Bank eingelöst. Mit Visa- und Mastercard
    können Sie im ganzen Land problemlos bezahlen und Bargeld abheben.

    Literatur: Thailand, Stefan Loose-Verlag Berlin; Kulturschock Thailand, von Rainer Krack,
    Reise Know-How Verlag; Bangkok und Umgebung, Cityguide von Rainer Krack, Reise
    Know-How Verlag.

    Auskunft: In Deutschland: Thailändisches Fremdenverkehrsamt, Bethmannstr. 58, 60311
    Frankfurt a.M., Tel. 069/1381390, Fax 069/13813950, E-Mail tatfra@t-online.de; Internet
    www.thailandtourismus.de

    In Thailand: Tourism Authority of Thailand, Le Concorde Building 202, Ratchadaphisek Road,
    Huai Khwang, Bangkok 10310, Thailand, Tel. 0662/6941222, Fax 0662/69412201, E-Mail
    center@tat.or.th, Internet www.tourismthailand.org

  2.  
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  3. #2
    Airport
    Avatar von Airport

    Re: Krodilringer von Samut Prakan

    Ich moechte niemandem zu Nahe treten, aber was soll dieser Threat ???
    Vielleicht verstehe ich ihn ja nicht, aber dies alles kann ich doch jederzeit in diversen Reisefuehrern selbst lesen.
    Ich bin eigentlich von diesem "Autor" bessere Infos gewohnt...
    Trotzdem nichts fuer Ungut.......

    In diesem Sinne..........

  4. #3
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
    05.07.2001
    Beiträge
    5.556

    Re: Krodilringer von Samut Prakan

    @Airport
    Auch wenn Du mich nicht perönlich ansprechen wolltest, antworte ich trotzdem mal. In meinem Reiseführer Vis-á-Vis TH stehen über die Krokodilfarm nur 2 kurze Absätze. Ich fand es einen ausführlichen, interessanten und guten Artikel zum Thema TH. Der Thread sollte daher den Artikeln den Foren-Usern etwas touristisches zum Lesen geben. Vielleicht hat ja schon jemand die Farm besucht und will seinen Kommentar geben. Ich war nicht dort. Das sollte der Thread.

    Es gibt auch für mich Threads die mich nicht interessieren, die lese ich dann eben nicht. Andere lesen sie aber und das ist gut so. Jeder kann ja frei entscheiden und niemand zwingt Dich. So ist nunmal ein Forum. Wenn die Zeitungsartikel hier im Forum keiner mehr lesen will, höre ich auf damit. Wenn sich außer Dir noch mehr Leute melden die der Meinung sind, daß diese Zeitungsartikel hier im Nittaya-Forum nichts zu suchen haben, höre ich ebensfalls auf, meine Zeit darauf zu verwenden. Ich will niemand ärgern, sondern Infos ins Forum bringen. Viele Zeitungsartikel sind nur einige Tage online und verschwinden dann. Hier kann man sie auch viel später finden.
    Ebenfalls nichts für ungut
    Jinjok

  5. #4
    Airport
    Avatar von Airport

    Re: Krodilringer von Samut Prakan

    Sorry Alter,
    aber Du hast meine Kritik falsch interpretiert.
    Ich habe doch eindeutig geschrieben, dass ich von "dem Verfasser" bessere Infos gewoehnt bin.
    Ausserdem ist er einwenig zu lange geraten, der Artikel.....
    Das ist fuerwahr meine eigene Meinung...

    In diesem Sinne.........

  6. #5
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
    05.07.2001
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    5.556

    Re: Krodilringer von Samut Prakan

    :frieden: :frieden:

  7. #6
    Avatar von sunnyboy

    Registriert seit
    10.09.2001
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    5.838

    Re: Krodilringer von Samut Prakan

    @ Etwas zu lang geraten ist der Artikel wirklich.
    Nebenbei hab ich mir so eine Show auch mal gegeben, war ganz nett.
    Aber einmal gesehen reicht. Den Tierschutz will ich außen vor lassen.
    Thailand ist aber nicht das einzige Land mit solchen Shows.
    Aber in einem muß Airport Recht geben, steht wirklich in jedem besseren Reiseführer.

    Gruß Sunnyboy
    P.S. Gegen Zeitungsartikel ist im Prinzip nichts einzuwenden, manchal enstehen gerade aus Nichtigkeiten interessante Threads.

  8. #7
    xenusion
    Avatar von xenusion

    Re: Krodilringer von Samut Prakan

    So übel ist doch der Artikel gar nicht?
    Ich entsinne mich, dass ich vor ein paar Jahren dort hingefahren bin und erst mal am Eingang in einer Suppenküche gestrandet bin. Da wehte so ein ekliger Fischgeruch aus der Farm herüber, dass wir uns den Besuch dann lieber gespart habe und nach Ancient City weitergefahren sind.
    Wenn ich mich recht entsinne, roch es in der Gegend ausserdem noch nach CS2 und H2S aus einer Zellwollefabrik und das kann ich nun gar nicht ab.
    Auf Samui wird auch so eine Show gezeigt. Wenn der Mensch dort seinen Kopf in den Krokodilklappmechanismus steckt, na ich weiss ja nicht, das mieft doch sicher auch nach Fisch aus dem Schlund...
    Gruss
    Xenu

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