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Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

Erstellt von kailew, 07.02.2005, 10:15 Uhr · 93 Antworten · 4.407 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von Serge

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    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    Moin Richard.
    Mensch, was ist denn los. Dir muss ja irgendeine Lizenz ziemlich quer gekommen sein.

    Aber wie so oft, hat Gesetz nichts mit Menschenverstand zu tun. Das gibt es zur Genuege. Du hast, dem Empfinden nach, ja voellig recht.

    Der Reihe nach:
    ein Grundsatzprozess auf hoechster Schiene
    Was Du meinst ist ein Praezedenzfall, oder?? Es gab derer schon einige, allerdings kenne ich mich nur im Film aus, Computersoftware bin ich nicht so bewandert. Aber im Film gab es schon diverse. Siehe Spiderman.

    Zwar sind Lizenzen im Urheberrecht geregelt, aber ist nicht davon auszugehen, dass hiermit das Verhaeltnis zwischen Urheber also Lizenzgeber und Produzent/Distributeur geregelt wird?

    Es gibt die sogenannte Enduser Lizenz, die dieses beschreibt. Weisst Du, es ist so, dass ohne das man es weiss, man permanent Rechtsgeschaefte eingeht. Das faengt mit dem Kauf einer Tafel Schokolade an. Und auch wenn man ein Restaurant nur betritt, entsteht bereits ein Rechtsgeschaeft. Denk nur malan positive Vertragsverletzung, Culpa in Contrahendo oder die Kaufmannseigenschaft laut HGB.

    doch haeufig fallen sie nach ein paar Monaten, es sei denn es handelt sich um echte Klassiker. Im Bereich Film ist der Preis von z. B. "Kill Bill" innerhalb von nur wenigen Monaten um 50% gefallen, waehrend das uralte Disney "Dschungelbuch" weiterhin hochpreisig angeboten wird.

    Ist es hier aber nicht auch so, dass Kill Bill in Thailand gezogen, also kopiert und hergestellt wurde, waehrend das Dschungelbuch importiert wird?? Ansonsten gelten hier natuerlich auch die Regeln der freien Marktwirtschaft. Und Gewinnmaximierung duerfte ja auch fuer Dich eine nicht unbekannte Strategie sein. Ob moralisch verwerflich oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Allerdings hat Preisgestaltung nichts mit der Eigentumsvermutung zu tun.

    z. B. Thailand mit Einzelhandelspreisen von sagen wir einmal Euro 12 immer noch gut verdient wird, dann kann man sich die Marge vorstellen, die z. B. in Deutschland oder in de USA erzielt wird.

    Riesig. Aber man bedenke auch das Investionsrisiko. Will dass alles nicht verteidigen, aber es ist auch nicht ganz sooo einfach. Hinzu kommen Abgaben, Steuern, Vertriebsgebuehren, die pro Land auch anders auffallen, und vieles vieles mehr. In der Regel bleiben einem Filmproduzenten, wie gesagt nicht Software, von einer verkauften Mark ca. 20% vor Abzug von Investments.

    die erst sichtbar werden wenn der Kauf bereits getaetigt ist(!!!), dass das Produkt nur auf einem einzelnen Hardwaregeraet installiert werden darf.

    Guter Punkt! Wobei dass auch nicht immer so stimmt. Einige sind bereits vor dem Kauf einzusehen. Weiterhin geht es bei diesem Fenster um den Einbeziehungspasuus, wie oben beschrieben. Aber grundsaetzlich stimme ich Dir vollkommen zu.

    Wie sieht es zum Beispiel mit einem Buch aus. Ich darf den Inhalt zwar nicht kopieren, kann aber das Originalwerk an einen Freund zum Lesen ausleihen.
    Rechtlich, im Grundsatz, nein. Da auch die non-profit Vermietung vom Urheber gestattet sein muss. Aber im allgemeinen natuerlich.

    Darf eigentlich eine andere Person mein Computerspiel nutzen, dass auf meinem Rechner installiert ist? Falls ja, was ist wenn ich dafuer Geld verlange, aber ansonsten das Geraet nicht oeffentlich zugaenglich ist?

    Gutes Beispiel. Da stellt sich dann die Frage nach der Annahme der Oeffentlichkeit des Produktes. Ein Film kann man anschauen, und waehrend man diesen sieht, koennen es andere auch, oder werden von meinem Konsum nicht behindert. Beim Broetchen gehts das nicht, entweder esse ich es und dann nicht Du oder umgekehrt. Wie verhaelt sich das jetzt bei einem Computerspiel? Bei einem Film ist ausdruecklich die Vorfuehrung im Privaten erlaubt. Jedwede kommerzielle nicht. Also auch kein Geld von Deinem Freund nehmen etc.

    Generell bleibe ich bei meiner Ansicht eines Eigentumsuebergangs von Datentraeger und Inhalt bei rechtmaessigem Kauf.

    Unbenommen. Aber lies mal die Paragraphen zum Werkvertrag, 631ff. Das Eigentum an geistigem Eigentum kann nicht uebertragen werden. Gesetz. Interessanterweise, Besitz geht faktisch gar nicht. Deutlicher Unterschied zur Sache.

    Bekomme ich von einem Urheber direkt die Erlaubnis geistiges Eigentum oeffentlich zu prasentieren und irgendein Gema-Clown taucht auf, dann gibt es praktisch nur eine kurze Antwort, bestehend aus zwei Worten f... o..!

    Sagen kannst Du es. Aber ob es was hilft? Veranstaltest Du ein Konzert oder unterhaelst Du eine Radiostation sieht es nicht ganz so gut aus. Ansonsten kannst Du mit den Jungs machen, was Du willst.

    Aber es ist ja bei weitem nicht nur die GEMA. Die kuemmert sich eigentlich nur um Musik. Es gibt derer viele. Bei einer Ausstellung die VG Bild Kunst, bei Theater die VG Wort, bei TV die VFF - Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten. Wenn ich mich recht erinnere, wird jede Fotokopie in D. mit einem Pfenning, oder jetzt Cent, an die VG Wort verguetet - der Kopierpfennig. Eben um Deinen o.g. Buchfall zu pauschalieren. Und und.

    So ganz privatwirtschaftlich ist das auch nicht. Es gibt Gesetze, die die Wahrnehmung der Rechte der Kuenstler beschreiben. Und ausserdem unterliegen alle Verwertungsgesellschaften der Aufsicht vom Europaeischen Patentamt Muenchen und dem Kartellamt.

    Letztendlich handelt es sich hier doch nur um staatlich gestuetzes Geschaeft und zwar mit der selben Doppelzuengigkeit wie bei den sogenannten gesetzlichen Sozialversicherungen.

    Das verstehe ich jetzt nicht. Du meinst wegen einer Pflichtabgabe fuer geistiges Eigentum kann diese mit der gesetzlichen Sozialversicherung gleichgestellt werden? Dann wuerde ich aber Verwertungsgesellschaften eher mit der Kirchensteuer denn der Sozialversicherung vergleichen.

    Es geht am Ende immer nur um das eine, naemlich bei wem das Geld in die Tasche fliesst.

    Jurist versucht auch nur die verschiedenen Paragraphen zu seinem Voreil anzuwenden

    Na ja, aber fuer diese Erkenntnis brauchten wir diesen Thread wohl eher nicht. Das gilt doch uberaell. Heisst nicht, dass es so richtig ist. Kann aber auch nur schlecht als Gegenargument verwand werden.

    Gruesse an die Rama 3 aus der Ruihgen Thong Lo.
    Serge

  2.  
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  3. #52
    Tel
    Avatar von Tel

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    Zitat Zitat von kailew",p="214116
    Und wenn es denn so ist, dass ich einen Kumpel in Bangkok habe, der mir sein privat genutztes gebrauchtes Spiel privat verkauft und alle Kopien vernichtet, dann bin ich ebenfalls sicher, dass sich wenigstens kein Gericht in Deutschland finden wird, dass sowas verbietet.
    Wenn es dir nur darum geht deinen Privatbedarf zu decken, versteh ich nicht deine seitenweisen Ausführungen hier... Dein ursprüngliches Anliegen war das gewerbsmäßige Importieren und Verticken von originalen (?) Computerspielen hier in D. Irgendwie scheinst du da jetzt Äpfel und Birnen gehörig durcheinander zu bringen...


    @waltee: Es gibt in Deutschland keine Zulassungs- oder Zensurbehörde für Computerspiele. Es gibt die USK, die im Auftrag der Hersteller, den Spielen Alterskennzeichnungen verpasst. Das ist aus Jugendschutzgründen auch durchaus sinnvoll. Zensur findet eh nicht statt, bestimmte Dinge sind in Deutchland schwierig, wie übetriebene Gewalt, dann wird ein Spiel indiziert und darf beispielsweise nicht mehr beworben werden. Odre ein Spiel kann verboten werden, wenn etwa verfassungsfeindliche Symbole (..........) verwendet werden.
    Dafür dass du hier soviel zum Thema schreibst, scheinst du ein erstaunlich unbedarftes Bild von der Materie zu haben. Wenn irgendwo eine Zensur stattfindet, dann gerade hier in Deutschland. Genau zu diesem Zweck gibt es die 'Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften', die eben nach eigenem subjektivem Gutdünken festlegt, worin bspw. Darstellung von Gewalt besteht. Entsprechend indizierte (nicht verbotene!) Spiele dürfen nicht mehr beworben, offen verkauft oder im Versandhandel angeboten werden (selbst wenn es sich um internationale Toptitel handelt). Als Ergebnis sehen sich die allermeisten Hersteller dazu veranlasst, bereits im Vorfeld speziell für den deutschen Markt angepasste Versionen zu produzieren und damit nichts weiteres als Selbstzensur zu praktizieren. Diese Verfahrensweise ist m.E. nach einzigartig in der (westlichen) Welt.
    Nach dem neuen Jugendschutzgesetz ist außerdem die USK Alterskennzeichnung auf der Verpackung zwingend erforderlich für den freien Verkauf in Deutschland. Alle nichtgekennzeichneten Titel (selbst wenn es sich um Teletubbies handelt) werden automatisch als USK18 eingestuft und unterliegem dementsprechenden Restriktionen.

  4. #53
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    Moin Richard.
    Mensch, was ist denn los. Dir muss ja irgendeine Lizenz ziemlich quer gekommen sein.
    Hi Serge,

    nein, bisher (noch) nicht und zu 95% bin ich eigendlich lammfromm. Bekomme nur immer dann Sodbrennen, wenn aus meiner Perspektive nicht nachvollziehbarer Zwang entsteht oder gar versucht wird Druck auszuueben. So nach dem Motto zahlen ja, aber echte Gegenleistung nicht. Darum sind auch "Du musst...", "bitte versteh doch..." (Tong tamm und garuna koh djai) aus so vielerlei Muendern Reizphrasen. Habe sie einfach in meinem Leben schon zu oft gehoert.

    Bedenke nach westlicher Astrologie bin ich Hammel, aeh Widder und nach chinesischer Ochse. Du kannst Dir sicherlich nun bildlich vorstellen, wie sich die Partie ueber meiner Guckleiste anfuehlt.

    Was Du meinst ist ein Praezedenzfall, oder?? Es gab derer schon einige, allerdings kenne ich mich nur im Film aus, Computersoftware bin ich nicht so bewandert. Aber im Film gab es schon diverse. Siehe Spiderman.
    Ja, Praezedenzfall, das As in der Juristerei. Habe mich bis dato nur sehr oberflaechlich mit der Materie beschaeftigt. Im wesentlichen aus Zeitmangel und es war bisher auch keine echte Notwendigkeit dafuer. Habe aber noch ein Projekt in der Hinterhand, wo die Thematik akut werden koennte und da illegale Taetikeiten und gesiebte Luft nicht gut fuer den Teint sind, wird entsprechendes zeitgerechtes "stochern" irgendwann einmal notwendig werden.

    [quote]
    Weisst Du, es ist so, dass ohne das man es weiss, man permanent Rechtsgeschaefte eingeht. Das faengt mit dem Kauf einer Tafel Schokolade an. Und auch wenn man ein Restaurant nur betritt, entsteht bereits ein Rechtsgeschaeft.[quote]

    Absolut. Sogar wenn ich mir eine Schachtel Zigaretten ziehe kommt es durch zwei sich denkende Willenserklaerung (stillschweigendes Handeln = konkludent) zum Vertragsabschluss.

    Dies ist in der Regel auch voellig unproblematisch, solange gesunder Menschenverstand und Rechtsverstaendnis im Spiel ist. Schwierigkeiten entstehen dann, wenn windige Profitadvokaten (siehe Extrembeispiel USA) versuchen dies zu pervertieren.


    Letztendlich handelt es sich hier doch nur um staatlich gestuetzes Geschaeft und zwar mit der selben Doppelzuengigkeit wie bei den sogenannten gesetzlichen Sozialversicherungen.

    Das verstehe ich jetzt nicht. Du meinst wegen einer Pflichtabgabe fuer geistiges Eigentum kann diese mit der gesetzlichen Sozialversicherung gleichgestellt werden? Dann wuerde ich aber Verwertungsgesellschaften eher mit der Kirchensteuer denn der Sozialversicherung vergleichen.
    Sorry, fuer die sicherlich schwierig nachzuvollziehende Denkweise. Mein Gedankengang geht dahin, das bestimmte (oft halbstaatliche) Institutionen den Samariter vorgaukeln, aber letztendlich nur auf Bereicherung aus sind. Laeden wie die Gema posaunen, dass sie sich fuer die Rechte der Urheber einsetzen, doch ist dieses tatsaechlich das eigentliche Anliegen? Wenn ja, muessten sie doch nicht profitorientiert arbeiten, sondern lediglich kostendeckend. Das gleiche mit den gesetzlichen Sozialversicherungen. Erzaehlen einen, dass es um die soziale Absicherung geht, doch im wesentlichen geht es doch nur um Einnahmen. Um jede Ausgabe wird jedoch auf Teufel komm mit den Schuetzligen gefeilscht.
    Die Passage aus der Sozialgesetzgebung "das Recht zur freiwilligen Beitragszahlung verhindert grundsaetzlich eine Beitragserstattung" spricht Baende. Hier haben sich rotnasige, rentenversicherungsverbundene (im Bezug auf Beitragszahlungen aber natuerlich entbunden) Gesetzgeber schuetzend ueber ein marodes Sauggebilde gelegt und sich gleichzeitig ein Armutszeugnis augestellt. Glauben die wirklich jeder macht sich tatsaechlich die Hose mit der Kneifzange zu? Habe ein Schreiben von der BfA bekommen, das mir 20 Jahre Beitragserstattung verweigert mit einer Argumentation, die aus der Feder des Klassenprimus einer Baumschule zu kommen scheint. Und dieses Dokument traegt auch noch vier oder fuenf Unterschriften.

    Im Prinzip geht es mir immer nur um das eine, naemlich Fairplay und zwar auch im Geschaeft. Natuerlich sollen die Produzenten von geistigem Eigentum angemessene Entlohnung fuer ihr Tun erhalten, aber die Betonung sollte auf Angemessenheit liegen. Ein guter Preis fuer gute Leistung, die Attribute des freien Wettbewerbs.

    Der Gesetzgeber hat meiner Meinung nach im Markt nichts zu suchen und Deutschland hat bereits bewiesen, dass soziale Markwirtschaft im weltweiten Handel gegen freie Marktwirtschaft auf die Dauer keine Chance haben wird. Wenn sich eine aufgeplusterte Bruthenne (Gesetze zur Regulierung der Werbung, Ladenschlussgesetz, Sonntags- arbeitsverbot etc.) imposant auf das Nest netzt und durch eine Flut von Regularien und Beschraenkungen alle eigenen Kueken erdrueckt, in der Hoffnung auch dem schwaechsten Kueken chancengleichheit einzuraeumen, dann ist nicht mehr Fleiss und Einsatzbereitschaft fuer Erfolg ausschlaggebend.

    Du musst..., du darfst nicht..., du kannst nicht... die alten Reizphrasen und wesentlicher Grund, dass ich Germanien nicht vermisse.

    Das positive zum Thema Kirchensteuer ist, dass man zumindest die freie Wahl hat dem Verein beizuwohnen oder nicht. Die Sozialversicherung versucht aber jedes einzelne Mitglied an sich zu fesseln, speziell seit die Kaffeekasse immer leerer wird. Der Begriff "Scheinselbststaendigkeit" wurde geschaffen, dem man genauso "Scheinsozialabsicherer" entgegensetzen koennte. Der Gipfel ist aber eben noch die schon oben erwaehnte und noch nicht allzu alte Regelung "ein angebliches Recht (freiwillige Versicherung in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung = Ubersetzung: ich habe das Recht mir mit den Hammer selbst vor die Glocke zu donnern) entbindet jemanden von einem tatsaechlichen Privileg (= Beitragserstattung). Nur ein Beispiel unter vielen fuer staatlich gestuetzes Raubrittertum.

    So genug des Gezetters, mal schnell wieder das Lammfell herauskramen und ueberwerfen. :P

    Gruesse an die Rama 3 aus der Ruihgen Thong Lo.
    Serge
    Thong Lo - so, so, da treibst Du Dich rum. Hochbahnstation Tong Lo = Sukhumvit Soi 36, Home von Baan Lao, einem in der Vergangeheit haeufig aufgesuchtem Restaurant im Isaan-Stil. Und schon ist mein Wissen ueber diese Gegend erschoepft.

    Noch einmal vielen Dank fuer Deine detaillierten und fundierten Kommentierungen und die gelegentlichen Tempramentsausbrueche einfach ignorieren. Gewoehnlich kuehlt schon eine einzige Flasche Singha das Blut schnell wieder auf Normalstand herunter lol:

  5. #54
    Avatar von Serge

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    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    Hallo Jason!
    Dein Chrysomeles habe ich zwar auch nicht, aber ich freue mich auf

    Gewoehnlich kuehlt schon eine einzige Flasche Singha das Blut schnell wieder auf Normalstand herunter

    das kuehle Blut. Wann immer. Wuerd mich freuen.

    Tong Lo = Sukhumvit Soi 36

    Nein = Sukhumvit 55. Schoene Ecke, nur weit vom Baan Lao entfernt .

    Ratree Sawat na

  6. #55
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    Hi Serge,

    ja, ein Treffen ist bestimmt schon seit langem ueberfaellig und ich werde mich in Kuerze mal mit Dir dazu in Verbindung setzen.

    Den Chrysomeles musste ich nachgoogeln, da reicht meine Bildung nun doch nicht aus. Hier das Ergebnis:

    "Chrysomele
    Chrysomallus, Chrysovellus (griech. goldenes Fell) Ein Widder mit einem goldenem Fell. Er war Sohn des Meeresgottes Poseidon und der Theophanie.
    Chrysomeles war ein besonderer Widder, der fliegen und sprechen konnte. Er führte den Phrixos nach Kolchis, wo der ihn als seinen besten Widder opferte und sein Fell am Ufer des Phasis in eine Eiche hängte. Das wurde zum Goldenen Vlies.
    Bewacht wird das Goldene Vlies von einem Drachen, der sich um die Eiche ringelt.
    Iason, der Führer der Argonauten, tötet den Drachen und nimmt das Goldene Vlies an sich."

    Die letzte Passage hat es mir in der Tat besonders angetan, aber natuerlich nur wenn ich den Iason Job machen darf. Trotz (wiederlicher, aeh widderlicher Vorbelastung) liegt mir der Chrysomeles Part weniger, hierfuer vielleicht doch lieber jemanden mit mehr Erfahrung. Z. B. Tom Hanks, der hat 'nen Oskar. Die Drachen-Rolle gegebenenfalls fuer Finanzminister .......

    Bis bald,
    Richard

  7. #56
    Avatar von x-pat

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    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    Richard: Natuerlich sollen die Produzenten von geistigem Eigentum angemessene Entlohnung fuer ihr Tun erhalten, aber die Betonung sollte auf Angemessenheit liegen

    Da Mr. Gates´ Unternehmen bereits angemessen entlohnt worden ist, verfolge ich in den landesüblichen Umgang mit MS Produkten relativ gelassen.

    In meiner Beratertätigkeit hatte ich einmal das Vergnügen einer thailändischen Polizeistation mit meinen Diensten auszuhelfen. Die wurde interessanterweise komplett mit, ähem, Freeware betrieben.

    Richard: Du musst..., du darfst nicht..., du kannst nicht... die alten Reizphrasen und wesentlicher Grund, dass ich Germanien nicht vermisse.

    :bravo:

    Cheers, X-Pat

  8. #57
    dms
    Avatar von dms

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    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    soviel dazu


    queslle onlinekosten.de

    Dienstag, den 22.02.05 12:07


    Illegale Computer-Spiele bei eBay


    aus dem Bereich Software


    Auf der Suche nach Schnäppchen im Internet landen viele Internetsurfer nicht nur auf den Seiten von Preisvergleichen, auch das größte Online-Auktionshaus eBay löst nach wie vor eine große Faszination aus. Doch nicht nur die Tatsache, dass die Preise hier zum Teil über den eigentlichen Marktwert hinaus in die Höhe getrieben werden, auch die Gefahr, geklaute oder gefälschte Ware zu ersteigern ist immer gegeben.




    Hoher Schaden

    Die "Computer Bild Spiele" will nun herausgefunden haben, dass von vielen in Thailand lebenden Personen Millionenschäden verursacht werden, indem sie Computerspiele illegal nach Deutschland verkaufen. Betroffenen Firmen soll ein jährlicher Schaden von 2,7 Millionen Euro entstehen, heißt es.

    Weil Computerspiele in Thailand statt etwa 45 Euro umgerechnet nur rund 10 Euro kosten, kaufen die Händler die Spiele ein und versteigern diese dann über das Internet-Auktionshaus eBay zu einem Preis von etwa 22 Euro. Pro Jahr gelangen so etwa 100 000 Spiele auf deutsche Computer.

    Zoll kann Game beschlagnahmen

    Aber: Diese Art des Grauimports ist illegal, der Verkäufer wird mit bis zu drei Jahren Haft bestraft. Die Spiele selbst sind in thailändischer Sprache, Profis können sie aber mit einigen Tricks auf Deutsch umschalten. Wer so ein Spiel ersteigert, muss damit rechnen, dass der Zoll es beschlagnahmt.

  9. #58
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    22.02.2005 - Deutsche, die in Thailand leben, verdienen viel Geld und verursachen Millionenschäden, indem sie Computerspiele illegal nach Deutschland verkaufen. Wie das Magazin ´Computer Bild Spiele´ (aktuelle Ausgabe) berichtet, entsteht den betroffenen Firmen und dem deutschen Fiskus jährlich ein Schaden von geschätzten 2,7 Millionen Euro. Weil Computerspiele in Thailand statt etwa 45 Euro umgerechnet nur rund 10 Euro kosten, kaufen die Händler die Spiele ein und versteigern diese dann über das Internet-Auktionshaus eBay zu einem Preis von etwa 22 Euro. Pro Jahr gelangen so etwa 100.000 Spiele auf deutsche Computer. Diese Art des Grauimports ist illegal, der Verkäufer wird mit bis zu drei Jahren Haft bestraft.


  10. #59
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    Wir sind kein Schritt weiter als zuvor, denm Effektjournalismus und Rechtssprechung sind zwei so unterschiedlliche Schuhe, wie sie nicht anders sein koennen.

    Boese, boese Wahrnehmung des freien Handels. Dem Staat entgehen Steuern und das Betriebsergebnis der Firmen faellt schmaler aus als es sein koennte. Wer sind die Lobbyisten dieser Artikel? Die Softwareindustrie und Finanzminister ......? Drei Jahre Haft drohen? Come on boys and girls give me a break. Wo ist das Gerichtsurteil, das den grauen Haendler, der Originalsoftware, die im freien Markt legitim erworben wurde und dann international weiterverauessert hat, in den Kerker brachte? Wo, wo und nochmals wo??

    Wenn Schundblaetter genauso gut effektvoll recherieren wie sie belangsloses Geschreibsel zu Papier bringen wuerden, koennten sie tatsaechlich einmal an Glaubhaftigkeit gewinnen.

    Habe jetzt laengere Zeit recherchiert nach URTEILEN zu dieser Thematik und bis dato NICHTS gefunden. Haben die genannten Publikationen bessere Quellen, dann sollen sie sie nennen anstatt nur Sensations-Blabla zu produzieren. Sind sie dazu nicht in der Lage, na ja, dann besser die Werke dort hin stecken, wo die Sonne niemals scheint, ehe die breite Oeffentlichkeit voellig den Faden verliert.

    Bekomme ich jetzt wieder Ueberheblichkeit, Arroganz und Grossmaeuligkeit vorgeworfen, nun gut, so sei es. Meine Antwort auf die Publikationen:

    "Der Verkauf einer Standardsoftware ist dem Verkauf eines Buches oder einer Schallplatte vergleichbar. Mit dem Verkauf werden daher keine Nutzungsrechte nach §§ 15 ff. UrhG übertragen.

    § 15 UrhG - Die grundlegenden Rechte des Urhebers = seine Verwertungsrechte = die Rechte, die er als Nutzungsrechte an andere übertragen kann.
    (1) Der Urheber hat das ausschließliche Recht, sein Werk in körperlicher Form zu verwerten; das Recht umfaßt insbesondere
    1. das Vervielfältigungsrecht (§ 16),
    2. das Verbreitungsrecht (§ 17),
    3. das Ausstellungsrecht (§ 18).

    § 17 UrhG
    (1) Das Verbreitungsrecht ist das Recht, das Original oder Vervielfältigungsstücke des Werkes der Öffentlichkeit anzubieten oder in Verkehr zu bringen.
    (2)[highlight=yellow:59416f2366] Sind das Original oder Vervielfältigungsstücke des Werkes mit Zustimmung des zur Verbreitung Berechtigten im Gebiet der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum im Wege der Veräußerung in Verkehr gebracht worden, so ist ihre Weiterverbreitung mit Ausnahme der Vermietung zulässig. [/highlight:59416f2366]
    (3) Vermietung im Sinne der Vorschriften dieses Gesetzes ist die zeitlich begrenzte, unmittelbar oder mittelbar Erwerbszwecken dienende Gebrauchsüberlassung. Als Vermietung gilt jedoch nicht die Überlassung von Originalen oder Vervielfältigungsstücken
    1. von Bauwerken und Werken der angewandten Kunst oder
    2. im Rahmen eines Arbeits- oder Dienstverhältnisses zu dem ausschließlichen Zweck, bei der Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Arbeits- oder Dienstverhältnis benutzt zu werden.

    Auch der feuerspeiende Drache kann zur Strecke gebracht werden, wenn ein scharfes Schwert nur richtig und ernsthaft gefueht wird. :-)

    Wo sind die Drachen-Advokaten, die das Schwert parieren, indem sie mit einem Gerichtsurteil herueberkommen, das einen "Grauen" tatsaechlich hinter schwedische Gardinen gebracht hat? Bitte komplett mit Klagewortlaut, Urteil und Begruendung und ich lege das Schwert aus der Hand und neige mein Haupt in Hochachtung, was bis dato nur sehr selten passiert ist.

    Jason, aeh ich meine natuerlich Richard

  11. #60
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
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    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    Ich habe zwar noch keine Computerspiele auf Ebay verkauft, aber ich denke ebenfalls wie Richard. Dieser Artikel ist Einschüchterung der übelsten Art. Zunächst ist da die Frage ob der Reexport tatsächlich in der Lizens ausgeschlossen ist, und dann die Frage ob eine solche Klausel tatsächlich rechtsgültig wäre.

    Die zugrundeliegende Frage ist: haben die Hersteller (in einer freien Marktwirtschaft) das Recht künstliche (geographische) Preisgrenzen zu errichten? Ich glaube kaum...

    Ciao, X-Pat

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