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Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

Erstellt von kailew, 07.02.2005, 10:15 Uhr · 93 Antworten · 4.400 Aufrufe

  1. #31
    kailew
    Avatar von kailew

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    Also Leute,

    ich kann ja Euer Misstrauen bis zu einem gewissen Punkt verstehen. Ich muss mal einiges klarstellen:

    - Ich habe nie und werde kein Geschäft mit derartigen Spielen machen. Mein Interesse ist ein anderes, aber ich bin auch kein Zöllner. Ihr könnt das glauben oder nicht.

    - Wenn ich eine Lizenz kaufe und diese einzelne Lizenz dann wieder verkaufe, mache ich mich keinesfalls irgendwie strafbar oder verletze sonst ein Gesetz. Natürlich sieht das anders aus, wenn es sich um mehrere Lizenzen hanedelt. Das Problem des Zolls ist aber, dass eben nicht fünf gleiche Spiele verschickt werden, sondern immer nur eins. Und das ist nicht verboten, sonst hätte mir der Zoll das von mir gekaufte Spiel nicht gegeben. Hat er auch gesagt, dass er es mir nicht gegeben hätte. Aber da es nur eins war, hat er es mir gegeben. Alles klar?

    Ich weiß nicht, was mit irgendwelchen Summen ist und der "zweiten Bezifferung"? Ich weiß nur, dass innerhalb von zwei Monaten 30.000 Euro umgesetzt wurden, wovon schätzungsweise 7000 Euro Gewinn waren. Lesen hilft mnachmal.

    Es geht auch nicht um mein Rechtsempfinden, sondern darum, ob etwa AGBs sichtbar sind, oder nicht. Frage bitte einen Anwalt: Alle EULAS und AGBs zum Anklicken in Software sind alle nach deutschen Recht unwirksam, wenn man sie nicht vor dem Kauf zu Gesicht bekommen hat. Das ist einfach so, da gibt es keine Debatte. Ich kann nur das anerkennen, was ich kennen kann. Unbekannte Sachen eben nicht, ist doch logisch.

    Das bedeutet nicht, dass alles, was da drinsteht, nicht gilt. Es gibt Dinge, die stehen drin und sind durch andere Gesetze abgesichert, etwa durchs Urheberrecht. Alles aber, was da speziell drinsteht und sonst nirgends, gilt eben nicht, wenn man es nicht vor dem Kauf lesen konnte.

    Also nochmal: Ich will nichts kaufen, kein Geschäft betreiben und bin auch nicht vom Zoll - ich wollte nur was wissen. Rechtsauskünfte hole ich mir, wenn ich sie brauche, schon selber ... ;)

    Kai

  2.  
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  3. #32
    Avatar von UweFFM

    Registriert seit
    06.08.2003
    Beiträge
    2.041

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    @kailew
    wenn du mal nach Pattaya kommst wirst du lernen misstrauisch zu werden oder du gehst schnell pleite. Da hats reichlich gescheiterte Existenzen, die nur auf gutgläubige Frischlinge warten um sich ihren weiteren Aufenthalt zu finanzieren.
    Es ist nach meiner persönlichen Erfahrung ein Haifischbecken, also lass dir nicht so einfach Geschäftsbeteiligungen aufschwatzen, das ist alles.
    Zur Staatsgewalt, die hat vor 2 Wochen im persönlichen Umfeld zugeschlagen (Wohnungsdurchsuchung) und auch konfisziert. Durch DSL und kopierbare Datenträger hat das "graue" Geschäft Dimensionen angenommen, die durch die Hersteller nicht mehr toleriert werden.
    Take care Uwe

  4. #33
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    @kailew

    Du scheinst ja ein Experte auf dem Gebiet zu sein, aber was meinst Du dazu?

    [b]UrhG § 69c Zustimmungsbedürftige Handlungen[/u]
    Der Rechtsinhaber hat das ausschließliche Recht, folgende Handlungen vorzunehmen oder zu gestatten:

    (...)
    3. jede Form der Verbreitung des Originals eines Computerprogramms oder von
    Vervielfältigungsstücken, einschließlich der Vermietung. Wird ein
    Vervielfältigungsstück eines Computerprogramms mit Zustimmung des
    Rechtsinhabers im Gebiet der Europäischen Union oder eines anderen
    Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum im
    Wege der Veräußerung in Verkehr gebracht, so erschöpft sich das
    Verbreitungsrecht in bezug auf dieses Vervielfältigungsstück mit Ausnahme
    des Vermietrechts;
    (...)
    Quelle

    Ps, ich hätte gerne ein paar Links zu den Urteilen, bezüglich der nicht Anwendbarkeit von Ausschlussklauseln in Linzenzbestimmungen. Hab leider im Netz nicht gefunden.

    Grüße

    Stefan

  5. #34
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    Zitat Zitat von kailew",p="213608

    - Wenn ich eine Lizenz kaufe und diese einzelne Lizenz dann wieder verkaufe, mache ich mich keinesfalls irgendwie strafbar oder verletze sonst ein Gesetz. Natürlich sieht das anders aus, wenn es sich um mehrere Lizenzen hanedelt. Das Problem des Zolls ist aber, dass eben nicht fünf gleiche Spiele verschickt werden, sondern immer nur eins. Und das ist nicht verboten, sonst hätte mir der Zoll das von mir gekaufte Spiel nicht gegeben. Hat er auch gesagt, dass er es mir nicht gegeben hätte. Aber da es nur eins war, hat er es mir gegeben. Alles klar?
    Du spielst da auf das Thema "Privatverkäufe" bzw nicht Gewerbsmässiges Handeln bei Ebay an.

    Das war auch Thema auf dem letzten Zollrechtsseminar das ich besucht habe. Im Moment sind die Indikatoren für gewerbsmässiges Handeln noch ein Streitthema, aber auch da wird sich über kurz oder lang eine Regelung finden.

    Derzeit gilt man ab 10 Transaktionen/Bewertungen(Verkauf) pro Jahr (ich meine es waren 10) als gewerbsmässiger Händler.

    Ich muss nachher nochmal nachschlagen zum Thema Ebay, ich weiss es nimmer aus dem Kopf, da ich bei Ebay nichts mache.

    Grüße

    Stefan

    Ps, wir wollen Dich nicht davon abbringen etwas zu tun. Nur Du hast nach unserer Meinung gefragt und hast sie bekommen.

    Achja, woher weisst Du denn das Du in LOS wirklich ein lizensiertes Original kaufst?

    Zudem, die Ausschlussklauseln in den Lizenzverträgen haben schon Wirkung, sonst wäre nicht der Geschäftsführer einer Softwarevertiebsfirma in den Knast gewandert, weil er MS Schüler- und Studentenversionen an nicht Berechtigte Personen verkauft hat.

  6. #35
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    Zitat Zitat von kailew",p="213608
    Also nochmal: Ich will nichts kaufen, kein Geschäft betreiben und bin auch nicht vom Zoll - ich wollte nur was wissen. Rechtsauskünfte hole ich mir, wenn ich sie brauche, schon selber ... ;)
    Beleidigt wegen "falscher" Antworten?

    Kein Grund, wir wollen nur spielen!!

    Grüße

    Stefan

    Ps, hier werden keine verbindlichen Rechtsauskünfte erteilt, sondern lediglich Erfahrungen und Denkanstösse weitergegeben

  7. #36
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    Zitat Zitat von kailew",p="213608
    (...)

    Es geht auch nicht um mein Rechtsempfinden, sondern darum, ob etwa AGBs sichtbar sind, oder nicht. Frage bitte einen Anwalt: Alle EULAS und AGBs zum Anklicken in Software sind alle nach deutschen Recht unwirksam, wenn man sie nicht vor dem Kauf zu Gesicht bekommen hat. Das ist einfach so, da gibt es keine Debatte. Ich kann nur das anerkennen, was ich kennen kann. Unbekannte Sachen eben nicht, ist doch logisch.
    (...)
    Wenn es dick hinten auf der Packung steht "EXPORT NICHT GESTATTET", dann kannst Du davon ausgehen das Dir keiner glaubt, wenn Du sagst das Du das vor dem Kauf nicht sehen konntest, oder?

    -Stefan

  8. #37
    Avatar von Serge

    Registriert seit
    01.08.2003
    Beiträge
    5.503

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    AGB - im Grunde hast Du keine Ahnung
    Ende, danke.

  9. #38
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    @Serge

    Meinst Du mich?

    Wenn ja, dann sag das doch!

  10. #39
    Avatar von Serge

    Registriert seit
    01.08.2003
    Beiträge
    5.503

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    Zitat Zitat von a_2",p="213769
    Meinst Du mich?
    Wenn ja, dann sag das doch!
    Nein. Wie kommst denn darauf?

    Meinte:
    Es geht auch nicht um mein Rechtsempfinden, sondern darum, ob etwa AGBs sichtbar sind, oder nicht etc.....

    AGB Gesetz und Urheberrecht.

  11. #40
    kailew
    Avatar von kailew

    Re: Was kostet ein Computerspiel in Thailand?

    Also ich denke, wir sollten das lassen,

    ich will hier niemanden beleidigen und bin auch nicht beleidigt. Wenn ich das ordnungsgemäße Eigentum an einer ordnungsgemäßen Lizenz erwerbe und mir vor dem Kauf nicht eindeutig und vor allem auch in meiner Sprache mitgeteilt wurde, dass ich das nicht weiterverkaufen kann, dann sehe ich denjenigen nicht, der mich dashalb belangen würde. Man kann darüber theoretisieren, wie man will, aber dieses Prozessrisiko geht niemand ein.

    Auf der Packung die ich habe, steht definitiv NICHT "Export nicht gestattet". Die Frage ist eben auch, wer hier gegen Recht verstößt: der Käufer oder der Verkäufer oder beide?

    Natürlich haben die Ausschlussklauseln Wirkung - aber eben nicht für den Käufer, der Sie nicht kennen kann und auch als Laie nicht kennen muss. Ihr solltet wirklich ein bisschen mehr differenzieren ... ;)

    Wenn Du was wissen willst zum Thema Wirksamkein von Ausschlußklauseln, geh mal in die Foren von recht.de. Da steht einiges.

    Aber wie gesagt: regt Euch wieder ab ...

    Kai

    ps: Was die Urteile betrifft, habe ich nicht lange gesucht. Aber es gibt beispielsweise das berühmte OEM-Urteil, das die Möglichkeiten von Microsoft, den Verkauf von Windows zu regulieren einschränkt:

    http://www.jurpc.de/rechtspr/20000220.htm

    Ein entscheidender Absatz in dem Urteil des BGH lautet:


    Ist ein Werkstück jedoch einmal mit Zustimmung des Berechtigten im Wege der Veräußerung in Verkehr gebracht worden, kann der weitere Vertrieb vom Berechtigten nicht mehr kontrolliert werden. Denn das Verbreitungsrecht ist nunmehr erschöpft (BGH GRUR 1986, 736, 737 f. - Schallplattenvermietung). Die nach § 32 UrhG zulässige dingliche Beschränkung des Nutzungsrechts wirkt sich nicht in der Weise aus, daß der Berechtigte nach dem mit seiner Zustimmung erfolgten Inverkehrbringen auch alle weiteren Verbreitungsakte daraufhin überprüfen könnte, ob sie mit der ursprünglichen Begrenzung des Nutzungsrechts im Einklang stehen oder nicht.
    Dazu auch die Ansicht eines Anwalts:

    http://www.internetrecht-rostock.de/...uf-erlaubt.pdf

    Zitat daraus:
    Soweit Softwarehersteller gerade bei Standardsoftware versuchen, in den Lizenzverträgen den Weiterverkauf von Software generell zu unterbinden, ist schon fraglich, inwieweit diese Lizenzvereinbarungen wirksam sind. Das Verbot der Weiterveräußerung von Standardsoftware benachteiligt den Anwender jedenfalls unangemessen und ist daher als Allgemeine Geschäftsbedingung unwirksam.
    Ob und inwieweit das auf die hier besprochenen Fälle zutrifft, ist meines Erachtens offen. Es gibt Passagen im Urheberrecht, die Parallelimporte verbieten. Die Frage ist eben, was ein Import ist. Der Zoll jedenfalls sieht das Verschicken eines Exemplars definitiv nicht als Import an.

    pps: Wenn jemand meint, ich habe keine Ahnung, soll er es besser machen ...

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