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Kha und Khrap - Auf Teufel komm raus?

Erstellt von Khun Sung, 03.12.2005, 11:35 Uhr · 35 Antworten · 3.147 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Khun Sung

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    720

    Kha und Khrap - Auf Teufel komm raus?

    Die Höflichkeitspartikel "Kha" bzw. "Khrap" finden in Thailand bei formellen Anlässen (Ansprachen, Interviews, Hörfunk- und Fernsehmoderationen etc.) scheinbar inflationäre Anwendung.

    Doch wie wichtig sind Kha/Khrap im alltäglichen Umgang?

    Gibt’s da eigentlich halbwegs durchschaubare Regeln, wann Kha/Khrap unbedingt benutzt werden müssen bzw. wann nicht?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von wingman

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    Re: Kha und Khrap - Auf Teufel komm raus?

    Hallo,
    das stimmt, ist mir auch aufgefallen. Ob es Regeln dafür gibt kann ich leider nicht sagen.


    Wingman

  4. #3
    Avatar von moselbert

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    Re: Kha und Khrap - Auf Teufel komm raus?

    Ich weiß auch nicht welche Regeln es gibt. Ich habe nur den Eindruck, dass man die Höflichkeitsanhängsel um so öfter zu benutzen scheint, je höflicher man sein möchte.

    In der Familie in Thailand benutze ich sie (beziehungsweise als Mann nur das ´khrab´) fast gar nicht. Aber ich glaube, als Farang hat man da auch gewisse Freiheiten, weil die Thais schon wissen, dass man in der Regel diese Feinheiten der Sprache nicht beherrscht. Die freuen sich doch, wenn man sich in ihrer Sprache verständlich machen kann.

    Beim Grüßen (Sawadii Khrab) und Danken (Kabkhun Khrab) benutze ich sie allerdings immer.



  5. #4
    Avatar von Samuianer

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    Re: Kha und Khrap - Auf Teufel komm raus?

    Zitat Zitat von Khun Sung",p="298810
    Doch wie wichtig sind Kha/Khrap im alltäglichen Umgang?
    Eine sehr wichtige interkommunikative Hoeflichkeitsfloskel - die oft das Ja/chai ersetzt. Ist halt eine der interessanten Varianten der Eigenheiten dieses Volkes.

    Zitat Zitat von Khun Sung",p="298810
    Gibt’s da eigentlich halbwegs durchschaubare Regeln, wann Kha/Khrap unbedingt benutzt werden müssen bzw. wann nicht?
    Meine mal das sich dieses 'Problem' in etwa so 'einfach' darstellen laesst wie die Geschichte mit dem Wai.

    Experten vor!

    In anderen Kulturkreisen legt Mensch Wert auf den Inhalt des Gesagten, als darauf das sein Gegenueber immer zu mit Ja, ja, ja, ja, ja, o.k., o.k., kapito, etc. antwortet.

    Kommt oft bei Interviews recht komisch (als Gegenteil von tragisch) - fuer 'n Farang rueber.

    Kleine Bemerkung am Rande, mir ist vor Kurzem bei einem Gespraech unter Nachbarn die ich jahrelang kenne, mehr oder weniger angeboten worden, das doch mit dem ewigen krap, krap zu unterlassen... das gibt's auch!

  6. #5
    Avatar von Dieter1

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    Re: Kha und Khrap - Auf Teufel komm raus?

    Ein Experte bin ich da mit Sicherheit nicht. Meine Kleine meint, man sollte jede aus einem oder mehreren Sätzen bestehende Aussage mit einem kha oder khrap beenden.

  7. #6
    Avatar von ReneZ

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    4.327

    Re: Kha und Khrap - Auf Teufel komm raus?

    Hmmmm,

    ich kann da Samuianer nur Recht geben. Eine komplette und
    korrekte Antwort ist nicht kurz, und sollte von einem
    Thailänder kommen.
    Ein Paar praktische Erfahrungen von Farang zu Farang aber:
    Je nachdem wie 'gut' man Thai spricht wird erwartet dass
    man sich einigermassen richtig dieses Wortes bedient.
    Das heisst, ein klarer Anfänger soll sich wirklich keine
    Gedanken machen. Wer schon fähig ist sich zu unterhalten,
    soll die Höfflichkeitsformen aber auch einigermassen
    einsetzen können.
    Am Einfachsten fand ich den Regel dass man bei einem
    Gespräch am Anfang regelmässig 'khrap' zufügen sollte,
    und es im Laufe des Gespräches nach und nach reduzieren
    kann. Das 'khrap' als 'ja' kann man immer benutzen.
    Je mehr der Gesprächspartner Respekt verdient, desto
    mehr soll man es benutzen.
    Der Lebensgefährtin gegenüber kann man gern statt khrap 'dja'
    (kurz, hoher Ton) oder 'djaa' (lang, steigender Ton)
    benutzen. Das zweite (in der Bedeutung 'ja') ist schon
    richtig 'waan' (süss).
    Besser mit ihr direkt überlegen.
    Das alles hängt auch davon ab wer noch mithört :O

    Sprecher auf dem Fernseher benutzen es schon übertrieben
    viel - muss man nicht nachmachen - denn sie wissen ja
    nicht wer alles mit zuhört.

    Uebertriebene Höflichkeit ist auch nicht gut, denn
    das würde verstanden als ob man sich über den Zuhörer
    lustig macht. Wie immer wird ein Farang aber manches
    vergeben, weil er es ja kaum wissen kann. Gilt weniger
    für die, die gut Thai sprechen.

    Dies ist wirklich sehr kurz, und Verbesserungen/
    Ergänzungen sind willkommen.

    Gruss, René

  8. #7
    Avatar von Loso

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    14.07.2002
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    6.984

    Re: Kha und Khrap - Auf Teufel komm raus?

    Zitat Zitat von Khun Sung",p="298810
    ...scheinbar inflationäre Anwendung...
    Hört sich etwas überdrüssig an. Denke man sollte eine Sprache so nehmen wie sie ist. Hoch-Thai unterscheidet sich nun mal von der Umgangssprache, z.B. wird das R da immer sauber mitgesprochen.

    Je entfernter bekannt jemand ist desto öfter spricht meine Frau das ka, d.h.sie spricht förmlicher, höflicher, dialektfreier. Wie samuianer an seinem Beispiel zeigt wirkt das dann unter guten Bekannten eher komisch, distanziert.

  9. #8
    Avatar von tira

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    16.08.2002
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    17.260

    Re: Kha und Khrap - Auf Teufel komm raus?

    Zitat Zitat von ReneZ",p="298852
    ....Sprecher auf dem Fernseher benutzen es schon übertrieben
    viel - muss man nicht nachmachen - denn sie wissen ja
    nicht wer alles mit zuhört.....
    moin rene,

    iss mir auch schon aufgefallen. ;-D

    man könnte fast meinen, die thailändische sprache besteht aus diesen 2 begriffen.

    gruss

  10. #9
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Kha und Khrap - Auf Teufel komm raus?

    Wenn die Thais vorher gewußt hätten was sie mit dem kha und khrab anrichten, hätten sie´s vielleicht schon lange dran gegeben.
    Ich gehöre übrigens auch zu denen, die immer alles genau wissen wollen. In der ein oder anderen Mußestunde, wenn ich so denn still für mich hin alleine mit mir bin, denke ich schon drüber nach, dass die Welt auch für mich einfacher wäre, wollte ich nicht immer alles hinterfragen.

    Schein allerdings schichtspezifisch begrenzt zu sein - im Issaan hatte ich durch übertrieben Anwendung selbiges für allgemeine Erheiterung gesorgt.

    Ich benutze es allerdings in Ausnahmesituation noch heute, immer dann, wenn mir meine Jattin, die Suay, ein Anweisung geben tut. Dann antworte ich, wie bei Tahaans, also den thail. Soldaten, mit einem in Habachtstellung geschmetterten: ´khab´., ohne ´r´, weil, sonst würde es meine Jattin, die wo was aus dem Issaan stammt, nicht verstehen. Wenn ich gut drauf bin, kommt auch schon mal nach der Befehlsausgabe ein herzhaftes: ´Khap hua na:´, als Bestätigung, dass ich die Anordnungen verstanden habe und flugs an die Ausführung gehe.... ;-D

  11. #10
    Avatar von Andreas_Ulm

    Registriert seit
    21.04.2003
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    189

    Re: Kha und Khrap - Auf Teufel komm raus?

    Kali,

    wäre da ein "krap phom" nicht noch besser?

    grüsse

    Andreas

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