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Kasten in Thailand?

Erstellt von woody, 21.11.2006, 23:21 Uhr · 113 Antworten · 11.293 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Micha

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    Re: Kasten in Thailand?

    Habe es selbst schon erlebt, dass in meinem Beisein Leuten (es waren allerdings Farang) extrem unterschiedliche Preise genannt wurden.

    Eine Begründung dafür, konnte mir niemand nennen.

    Und ich denke an eine Anekdote von Eee, eine gleichermaßen erfolgreiche wie attraktive Geschäftsfrau aus Bangkok (Serge kennt sie auch).

    Sie liebt es, manchmal im Gammellook (zerissene Jeans u. ä.) unter die Leute zu gehen.

    Einmal ging sie so gekleidet durch die chinesischen Goldschmuckgeschäfte, sie hatte vor, ihrer Schwester einen teuren Ring zu kaufen...

    Eine einzige Inhaberin von vielen, hatte sie schließlich anständig bedient und ihr den Ring verkauft. Die beiden so ungleichen Frauen sind mittlerweile Freundinnen.

  2.  
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  3. #42
    Avatar von DisainaM

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    Re: Kasten in Thailand?

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="422377
    Damit die ganzen wichtigen Punkte die zur Diskussion standen nicht ganz verwässert werden, sprich durch rhetorische Ablenkungsmanöver über unwichtige Details verdreht werden, hier noch einmal ganz sachlich die wichtigsten "Streitpunkte" auf den Punkt gebracht.
    rethorische Ablenkungsmanöver, Deine Ansicht, was wichtig sei, und was eine Verwässerung ist, lassen wir mal dahingestellt,

    zu Deinen Punkten,

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="422377
    Ich habe mich übrigens kurz hier mit ein Paar Leuten beraten um mich zu versichern.

    1. Es gibt demnach keine Händler, die Jemandem der ihnen nicht "koscher" vorkommt (oder gar anderswo das Gesicht verloren hat) Höchstpreise- und erst recht keine Farangpreise (die es auf lokalen Gemüsemärkten tatsächlich nicht gibt) - fragen (ob angeschlagen oder nicht). Ausser "Khun Baa", verrückte.
    Dir ist folglich diese Form des geschäftlichen Desinteresses durch überzogende Preise nicht bekannt.



    [quote="Mr_Luk",p="422377"]
    Denn auch die normalen Thaimärkte haben ein eigenes Kundenverteilungssystem, und wer in der Gemeinschaft durchgefallen ist, etwa wegen einem Betrug o.ä.,
    der bekommt als Thai auf dem Markt plötzlich nur noch die Farangpreise genannt,
    und deshalb muss er seinen Bedarf im Shoppingcenter decken


    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="422377
    Niemand hat je etwas von einem derart sonderbaren "Kundenverteilungssystem" gehört, - was mich natürlich nicht wundert. Ausserdem kann man es sich als Händler im ländlichen Bereich kaum leisten, da jeder Kunde zählt - und in den Städten sowie Vorstädten bist du derart anonym und die Auswahl ist derart gross, dass das gar nicht funktionieren würde.

    2. Es ist weiterhin Niemandem bekannt, dass die Kundschaft sich in Läden (nach dem beschriebenen Muster des Quartiers) nach den jeweiligen "Devotionalien" die im Geschäft zu erkennen sind, orientieren würde oder gar nach einer Tempelgemeinschaft Ausschau hält, von der auch noch Niemand gehört hat. Die Frage ist nicht wie die Händler denn nun in einem solchen "Quartier" überleben, sondern dass sie es dort besser tun als etwa an einem abgelegnen Ort! Vergessen wir nicht es gibt nicht wenige die nicht überleben.
    Ein wesentliches Unerscheidungsmerkmal zwischen verschiedenen Thaiklassen ist die Sprache,
    ob saab oder ruh, oder welches Khap oder sogar wa(!)
    Kundenverteilungssystem bedeutet, wer nicht zu den Kunden passt, und worüber sich die Stammkundschaft stört,
    wird rauskomplementiert.

    nichts neues, haben wir in Deutschland auch :
    Du betritts in München die Cocktailbar Schumanns, und Charles ruft von der Theke laut, das Taxi ist da, weil Deine Kleidung und Dein Auftritt nicht dem der Besucher entspricht.

    Dies nun auf Thailand übertragen, fällt dieses du bist hier falsch auf Thaiart natürlich völlig anders aus,
    aber es wird verstanden.
    Jeder soll am Ende an den Ort kommen, wo er richtig ist und hingehört.

    Dieser th. Rauswurf passiert nicht zuletzt deshalb,
    weil man halt nicht mit allem und jedem duai sein will.
    Ausgedrückt wird diese Ablehnung, indem man entweder denjenigen überhaupt nicht bedient, unfreundlich ist (Gestik), oder ihm überteuerte Preise nennt.

    Der Kunde versteht in den meisten Fällen, und geht.

    Dein Einwand, dass Dir oder Deinen Bekannten, mit denen Du hierüber gesprochen hast,
    keine Erfahrungen hierzu vorlagen, nehme ich zur Kenntnis.

    Meine Erfahrungen hierzu sind anders.


    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="422377
    Ein anderes Unterscheidungsmerkmal ist die jeweilige Ethnie der Verkäufer, so findet man in manchen Shops Mohn-Gesichtszüge,
    in ein anderer Shop ist durch die Nähe zum Issaan geprägt
    3. Auch diesen Teil konnte Niemand bestätigen. Und was "Mohn-Gesichtzüge sind weiss auch Niemand. In diesem Fall kann man noch hinzufügen, dass nicht nur der Preis, sondern auch die Lage (bzw. Nähe) eines Geschäftes massgeblich ist. Und falls die Bedienung stimmt und ein Schwätzchen möglich (Frisör od.ä.) ist, haben tatsächlich lokale Besitzer/Verkäufer die besseren Karten. Was natürlich verständlich ist, mit einem Kasten oder Klassensystem als solches aber eher wenig zu tun hat. Dass der Isaaner in Chiang Mai (oder anderswo) lieber bei seinen Leuten einkauft, leuchtet natürlich auch ein, aber auch hier handelt es sich um eine sehr geläufige und verständliche Präferenz.
    Sehr gut, denn genau daraus leitet sich das Zugehörigkeitsprinzip beim Einkauf ab,
    wie schon zitiert, Einkauf bei den eigenen Leuten.
    Das man als Fremder in einer Stadt die ethnische Zugehörigkeit anhand von äußeren Gesichtsmerkmalen ablesen kann, dürfte klar sein,
    ebenso einfach ist es die Ethnie der Dir unbekannten Mohn anhand der Gesichtszüge abzulesen.
    Das die Ethnie nur eine Zusammengehörigkeitsvorraussetzung ist, dürfte klar sein, denn der Respekt, sprich freundlich behandelt zu werden, steht natürlich ganz oben.
    Wie schon erwähnt, erfährt jemand, der bei seinen Leuten sein Gesicht verloren hat, keinen Respekt mehr, und er wird sich ein anderes Geschäft suchen müssen,
    weil Umsatz nicht alles ist.
    Aus Deinen Ausführungen könnte man den Eindruck bekommen, dass Du nicht allzu häufig auf Tempelfesten warst, wo man Lose, Gegenstände usw. nicht deshalb kauft, um zu gewinnen, oder weil man den Gegenstand primär billig erwerben will, sondern als Gemeinschaftsgeste, um seinen Teil mit beizusteuern.
    Diese Gemeinschaftsverpflechtungen setzen sich im normalen Alltag oft fort, indem man die Geschäfte der jeweiligen Glaubensverbündeten aufsucht.
    Diese symbolischen Käufe scheinen Dir nicht geläufig zu sein, aus meiner Sicht ist dies die Quelle, warum ein Werkzeuggeschäft mit höheren Preisen neben einem Werkzeuggeschäft mit niedrigeren Preisen überleben kann.
    Respekt und Freundlichkeit hängen da mit zusammen.

    Das dieses Gemeinschaftssystem sich aber auch durch ein Abgrenzungsverhalten definert, indem es gemäß einer Hackordnung das Hoch und das Tief umsich bestimmt hat,
    wird man damit rechnen müssen, dass z.B. ein verlaufender Kunde einer anderen Gemeinschaft nicht zwangsläufig mit der gleichen Freundlichkeit, Schnelligkeit und Respekt behandelt wird.
    Im Forum hinlänglich bekannt, sind die Beispiele von Isaanbürger in Bkk, doch auch sie haben die Möglichkeit, in Bkk die Geschäfte ihrer Leute aufzusuchen.

    Nun kann man darüber diskutieren, ob diese Hackordnung auf Isaaner, oder Süd-Thailänder mit dunkler Hautfarbe Ausdruck eines Klassensystems ist, oder nicht.

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="422377
    ich kenne Thais persönlich, denen der Umsatz egal ist, und die lieber einen Kunden wegschicken, weil sie von diesem Menschen kein Geld nehmen wollen, - nichts nehmen, nichts geben, wegschicken, und danach sorgfältig den Boden an den Stellen putzen, wo seine Füsse Kontakt mit dem Geschäftsboden hatten, damit von seinem Geist nichts übrig bleibt.
    4. Dieses "seltene Fundstück" ist (ebenfalls nach Absprache) tatsächlich auch in die Kategorie "Khun Baa" einzuordnen, notfalls in eine Unterkategorie "zu viel Geistergeschichten im Fernsehen angeschaut". Ein gutes bzw. typisches Beispiel für Klassendenken ist es jedenfalls nicht. Ich würde solche Leute übrigens nicht wirklich gern zu meinen Bekannten zählen. Wer weiß ob sie nicht früher oder später auch bei mir einen Frühjahrsputz veranstalten, nachdem ich mich verabschiedet habe....
    mit Deinem polemisierenden Antwortsstil machst Du leider weiter, verfährst nach dem Storchprinzip, und gehst auf Dinge, die Dir wohl nicht passen, erst überhaupt nicht ein.
    Zitat Zitat von DisainaM",p="422310
    Wie empfindest Du dann die Berichte, wo z.B. Afro-Amerikaner sich darüber beschwerten, dass sie in manchen Geschäften nicht bedient wurden, oder keinen Zutritt bekamen ?

  4. #43
    Avatar von DisainaM

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    Re: Kasten in Thailand?

    Zitat Zitat von woody",p="422369

    Merkwürdiger Weise war das im Sommer 1992 aber ein Einzelfall.

    Nie Zuvor hatte das Militär sich dem König unterworfen, im Gegenteil das Militär hat auch schon Könige aus dem Land verjagt.
    Wieso das Militär 1992 sich zurückzog möchte ich hier nicht duskutieren, sonst ufert der thread noch weiter aus.
    Nur soviel, es gab mehrere Gründe für den Rückzug des PKC.
    .
    Auch der jetzige Putsch wäre ohne Unterstützung des Tronnachfolgers undenkbar gewesen.

    Das Militär handelt auch beim jetzigen Putsch nicht aus materiellem Eigeninteresse,
    sondern aus Verbundenheit zum Königshaus.

    Die oberste Militärklasse akzeptiert dabei völlig den absoluten Bestimmungsanspruch der obersten Aristokratie.

  5. #44
    Avatar von DisainaM

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    Re: Kasten in Thailand?

    Zitat Zitat von Micha",p="422402
    Habe es selbst schon erlebt, dass in meinem Beisein Leuten (es waren allerdings Farang) extrem unterschiedliche Preise genannt wurden.

    Eine Begründung dafür, konnte mir niemand nennen.

    Und ich denke an eine Anekdote von Eee, eine gleichermaßen erfolgreiche wie attraktive Geschäftsfrau aus Bangkok (Serge kennt sie auch).

    Sie liebt es, manchmal im Gammellook (zerissene Jeans u. ä.) unter die Leute zu gehen.

    Einmal ging sie so gekleidet durch die chinesischen Goldschmuckgeschäfte, sie hatte vor, ihrer Schwester einen teuren Ring zu kaufen...

    Eine einzige Inhaberin von vielen, hatte sie schließlich anständig bedient und ihr den Ring verkauft. Die beiden so ungleichen Frauen sind mittlerweile Freundinnen.
    Ganz genau,

    die vielen anderen, waren entweder unfreundlich, haben sie überhaupt nicht bedient
    (und wäre es um ein Geschäft ohne festausgezeichnete Preise gegangen, hätte man ihr überteuerte genannt)

    und erreichten dadurch, dass sie den Laden verlässt.

  6. #45
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    Re: Kasten in Thailand?

    [mod:c8ea97498d="mrhuber"]Habe neurlich zwei Beiträge von @sukumvit gelöscht, da wieder, nach meiner Auffassung, absolut unmotiviert gestört wurde. Ein letztes mal meine Bitte an @sukumvit, zur Sache zu schreiben, und wenn Dir die Meinungen der hier diskutierenden Member nicht zusagt, diese Beiträge nicht als "lächerlich" und "Wegwerfbeiträge" zu bezeichnen.[/mod:c8ea97498d]

  7. #46
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    Re: Kasten in Thailand?

    Zitat Zitat von sukumvit
    ist es mir egal was ein "Thai" hier tolleriert, wenn ich von Deutschen umgeben bin.
    [mod:67fc43db4c="mrhuber"]Eben erst gelesen. Dunkelgelbe Verwarnung.[/mod:67fc43db4c]

  8. #47
    Avatar von Micha

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    Re: Kasten in Thailand?

    Mal nebenbei, "die Thaipreise" und "die Farangpreise" hat es in Thailand wohl eher nicht.

    Scheint vielmehr oftmals eine ziemlich individuelle Angelegenheit zu sein.

    Nehmen wir an, fünf Nittaya-Member würden bspw. wegen ein und derselben Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr angehalten. Es kämen vermutlich zwischen drei bis fünf unterschiedliche Preise heraus.

    Und so ließen sich noch eine ganze Menge Beispiele und Möglichkeiten anführen.

    Gewiss zahlen die Einheimischen oftmals weniger als Farang. Doch auch da hat es manchmal Ausnahmen.

    Warum der eine so- und der andere soviel bezahlt ist (zumindest für mich) nur selten nachvollziebar.

    Und darüber direkt nachzufragen, bringt nach meiner Erfahrung selten ein Ergebnis.

  9. #48
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Kasten in Thailand?

    Zitat Zitat von Micha",p="422495
    Mal nebenbei, "die Thaipreise" und "die Farangpreise" hat es in Thailand wohl eher nicht.[...]
    Na ja, in dem Naturkundemuseum da so 60 km re. neben Udon Thani, da, wo ´se die alten Skelette gefunden hatten, kostete es für Thais halt 100 THB, und für mich als Farang 300 THB.
    Dafür hatte mein Ticket auch eine ansprechendere Farbe... ;-D

  10. #49
    Odd
    Avatar von Odd

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    Re: Kasten in Thailand?

    Mal nebenbei, "die Thaipreise" und "die Farangpreise" hat es in Thailand wohl eher nicht.[...]
    Moechte ich hiermit einmal anzweifeln. Vorallem in Gegenden, mit viel Farangaufkommen gibt es einen 2 Klassenpreis.

  11. #50
    Avatar von Loso

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    Re: Kasten in Thailand?

    Ich habe es zwei, dreimal selber miterlebt, wie eine mir vorher vollkommen unbekannte Verkäufer-Käufer-Situation kippt und das yim-saiyam förmlich gefriert. Habe es nicht verstanden, nachgefragt und erklärt bekommen. Wenn ein Kunde nicht mehr take-care-mässig an die Hand genommen wird ist es gesichtswahrend aaabsolute Pflicht (beleidigt) das Feld zu räumen, koste es was es wolle oder woher man den verdammten Mist jetzt bekommt. Habe in der Beziehung als Familienangehöriger in einem Urlaub mehr gelernt als in 10 Jahren als Touri, bilde ich mir jedenfalls ein. Nach allem was ich aus der eigenen Familiengeschichte weiss (Schneider und Zimmerer), war es früher bei uns im Grunde ähnlich. Da war der Preis bei weitem nicht allesentscheidend, sondern auch z.B. Religion, Herkunft und last not least die Stammkundschaft waren das sorgsam gepflegte Image eines Einzelhändlers.

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