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Kapitalertragssteuer nach Auswanderung

Erstellt von dimi, 05.01.2011, 11:59 Uhr · 29 Antworten · 9.767 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von waanjai_2

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    Ja, was soll ich denn als normaler Farang - der eben nicht auch gleichzeitig Steuerberater ist - in dieser Situation machen?
    Rätst Du Deinen Klienten hier dringend den Weg der Selbst-Anzeige an???

  2.  
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  3. #12
    Willi
    Avatar von Willi
    Was sagt denn das Gesetz dazu.Da ist geregelt
    Haben Sie im Bundesgebiet weder einen Wohnsitz noch Ihren gewöhnlichen Aufenthalt, erstreckt sich die deutsche Steuerpflicht nur auf Ihre inländischen Einkünfte gemäß § 49 EStG (sog. beschränkte Steuerpflicht nach § 1 Abs. 4 EStG). Aufgrund von Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) wird das Besteuerungsrecht für inländische Kapitaleinkünfte jedoch grundsätzlich dem ausländischen Wohnsitzstaat zugesprochen.
    Weisen Sie Ihrer deutschen Bank Ihren Wohnsitz im Ausland nach, erfolgt wegen der genannten DBA-Regelung kein Abzug der Abgeltungsteuer von Ihren inländischen Zinsen.

    Das gilt aber nicht für Zinsen aus Tafelpapieren und auch nicht für Aktiendividenden, Gewinne aus Aktienverkäufen, ausgeschüttete und thesaurierte Dividenden aus inländischen Investmentanteilen sowie den weiteren in § 49 Abs. 1 Nr. 5 EStG aufgezählten Kapitalerträgen. Von diesen Erträgen muss die auszahlende deutsche Stelle Abgeltungsteuer einbehalten, allerdings unter Berücksichtigung des Sparer-Pauschbetrages (§ 50 Abs. 1 Satz 3 EStG) und des Teileinkünfteverfahrens bei betrieblichen Kapitalerträgen.

    Da der Steuereinbehalt abgeltende Wirkung hat (§ 50 Abs. 5 Satz 1 EStG), müssen Sie in Deutschland keine »Einkommensteuererklärung für beschränkt Steuerpflichtige« abgeben. Nach den meisten Doppelbesteuerungsabkommen darf der Quellenstaat (Land, in dem die Kapitalerträge erzielt werden) auf Dividenden jedoch nur 15 % Quellensteuer einbehalten. Deshalb können Sie sich die Differenz zwischen der Abgeltungsteuer und der nach dem für Sie geltenden DBA maximal zulässigen Quellensteuer vom deutschen Bundeszentralamt für Steuern erstatten lassen.

    Den nicht erstattungsfähigen Teil der deutschen Abgeltungsteuer dürfen Sie sich in der Regel auf Ihre ausländische Einkommensteuer, die Sie im Wohnsitzland auf Ihre deutschen Kapitaleinkünfte zahlen, anrechnen lassen.
    steuernetz.de - Sie haben Ihren Wohnsitz im Ausland

  4. #13
    Avatar von hari55

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Von der Bank ist das aber auch ziemlich leichtsinnig, was dimi da beschreibt. Die Abmeldung beweist ja nicht, dass man den Wohnsitz auch aufgegeben hat.
    In Österreich das selbe brauchte nur ein Formular von der Bank unterschreiben, das ich meinen Hauptwohnsitz in Thailand habe. Mindestens 5 Jahre muß man im Ausland leben. Habe zwar noch eine EW in Öst. könnte aber meine Wohnung 70 Tage im Jahr nutzen, man soll ein Verzeichnis über die Tage in Ö. führen.
    Der Nachweis lässt sich aber auch durch die Stempel im Pass nachlesen.
    Wenn`s interessiert hier das Formular
    https://www.direktanlage.at/CMSPages...e-5a9404f0a324

  5. #14
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Ja, was soll ich denn als normaler Farang - der eben nicht auch gleichzeitig Steuerberater ist - in dieser Situation machen?
    Einen Steuerberater fragen.

  6. #15
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Einen Steuerberater fragen.
    Du meinst dann bekommt man nicht so falsche Auskünfte wie im Beitrag #5 in diesem thread?

  7. #16
    siam2011
    Avatar von siam2011
    Guten Morgen Members,

    ich blich da noch nicht so richtig durch. Mich betrifft es ähnlich wie Dimi, allerdings dieses Jahr.

    a) darf ich überhaupt ein deutsches Konto besitzen ohne Wohnsitz in D ?

    b) wie sieht es mit Aktiendepots ( Flatex, Cotal Consors, etc. ) aus ?

    c) ich verdiene mein Geld mit Daytrading und bekomme automatisch von meinen Erträgen ca. 26,5% abgezogen, wie verhält es sich da?

    Vielen Dank für konkrete Hinweise !

  8. #17
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von siam2011 Beitrag anzeigen
    a) darf ich überhaupt ein deutsches Konto besitzen ohne Wohnsitz in D ?
    Na klar. Unheimlich viele Auswanderer haben - z.B. für den Rentenbezug - noch in D ein Konto und wollen es auch lieber dort belassen, weil es dort zumindest vor Militärputschen sicherer ist. Man kann ja das deutsche Konto bequem via Internet-Banking steuern.
    Kann nur etwas zu Frage a) beisteuern. Aber es gibt hier im Forum einige, die die anderen Fragen beantworten können.

  9. #18
    Avatar von didi

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    Zitat Zitat von siam2011 Beitrag anzeigen
    c) ich verdiene mein Geld mit Daytrading und bekomme automatisch von meinen Erträgen ca. 26,5% abgezogen, .....
    Darauf hatte ich in Deinem Eingangsthread schon kurz geantwortet. Um diese Tätigkeit legal in Thailand ausüben zu können, benötigst Du eine WorkPermit. Dabei spielt es keine Rolle, wo der Server steht, sondern wo Du arbeitest!

  10. #19
    siam2011
    Avatar von siam2011
    d.h.

    wenn ich mit meiner Thaifrau eine Partnership limited gründe, kann ich ein Work Permit erhalten. Wenn dies geschehen ist, dann arbeite ich legal ! Richtig?

    Vielen Dank

  11. #20
    Avatar von didi

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    Nicht ganz richtig! Eine in Thailand gegründete Firma darf nur zu 49% aus Farang - Anteilen bestehen. Wenn Du das nur mit Deiner Frau zusammen machst wären die Anteile 50 / 50! Ihr braucht noch 3 mehr stille "Thai" - Teilhaber! Dann ist die Firma Thai und Du kannst dort angestellt werden, da dann das Mindestverhältnis von 4 Thais zu 1 Farang besteht. Allerdings müsst Ihr um einen Farang als Arbeitnehmer einstellen zu können, 2.000.000 Baht registrieren!

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