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infos aus dem süden

Erstellt von DanielS, 31.08.2002, 20:29 Uhr · 5 Antworten · 471 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DanielS

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    infos aus dem süden

    ein freundliches hallo an alle ,

    ich interessiere mich für infos aus dem süden thailands,
    provinz nakorn si thammarat
    landschaft, fotos, geschichten über das land leben und menschen dort
    gibt es unter euch welche die dort ihre familie haben oder gar selber leben?
    wie lebt es sich in den städten nakorn si thammarat oder pattalung ect.?
    wie ist die landschaft rund um thale luang, bzw entlang der küste noerdlich und südlich von nakorn si thammarat ?

    ich freue mich über alle infos - danke

    daniel

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Loso

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    Re: infos aus dem süden

    @DanielS


    Das Foto zeigt zweierlei.
    1.Das Wetter kann etwa 10 Monate im Jahr ziemlich regnerisch sein auf der Ostseite des Südens und irgendeine Provinz trifft es mittlerweile (Klimaveränderung?) fast jedes Jahr im Sommer mit Taifun und verheerenden Überschwemmungen. Daher ist der Tourismus dort nach vielen Versuchen und Fehlinvestitionen nahezu zu Erliegen gekommen.
    2.Mich hat diese Küste -von der Fähre von Koh Samui aus gesehen- unglaublich neugierig gemacht. Dafür habe ich mir über NakhonSriT. Khamom als Ausgangspunkt gewählt und mit Mopet die Gegend erkundet. Man sollte allerdings etwas Thai sprechen können und darf keine touristische Infrastruktur erwarten. Dort wo das Foto hinzeigt ist z.B.Haad Nang Kam. Gibt´s eine kleine Bungalo-Anlage mit Restaurannt. War der einzige Gast für drei Tage (und Nächte) Aber es gibt kein Mopet- oder Samlor-Taxi.
    Bei Khanom gibt´s den Strand Haad Nai Plao. Dort hat ein Juwelier aus Wuppertal (Udo) letztes Jahr seine Villa im Ayuthaya-Stil und ein halbes Duzend Nobel-Bungalos (ca.1500Bath) fertiggestellt. Daneben gibts ein paar billige Bungalos vom rührigen Peirot mit lesbarer Karte, ein paar hundert Meter weiter das grosse Hotel mit sehr, sehr netten Pesonal. Dazwischen die Ruinen gescheiterter deutscher Kolonisten, die im Rausch vom Neuen Markt von dort aus per Internet ihr Vermögen vermehren wollten. Infolge der Wirtschaftskrise kommen kaum Thai-Touristen und man kann am Strand meist echte Einsamkeit finden, wenn man sie sucht. Hier und da trifft man schon mal auf Deutsche, wenn man sich Zeit nimmt,z.B. in einem Karaoke-Laden im Hafen-Stadtteil von Khanom.
    Nakhon: Anlaufpunkt für Touristen ist der BovoornBazar:

    Touristen habe ich aber nie mehr als drei pro Tag gesehen, und nie länger als einen Tag. D.h. dass mir das Personal im 7/11 nachts um 2 schon "Bia Chang song Kapong"(zum Nachkippen) nachkicherte nach wenigen Tagen als "Langzeit-Touri").Im BovoornBazar gibts Rock99, ein schönes Kaffeehaus, ein gutes Restaurant, und last not least das Internet-Cafe. Bangkok Post kommt erst am Mittag mit dem Zug und wird einem im absolut empfehlenswerten "Grand Park" dann als einzigem farang unter die Tür geschoben (ca. 650Bath,vergl.b.1000+ in BKK).

    Foto: typische Südthailändische Vogelkäfige am Taxi-Stand

    Gruss Loso

  4. #3
    xenusion
    Avatar von xenusion

    Re: infos aus dem süden

    Einst bin ich von Krabi am Indik entlang tief in den Süden getourt, später am Golf von Siam wieder gen Bangkok.

    Die Leute sind angenehm zurückhaltend. Ausser die Prostutuierten (nicht:Bardamen), die schon des Mittags versuchen, sich den europäischen Exoten auf die Matte zu ziehen. Wenn man weiss, wer üblicherweise ihre Kunden sind (Malaysias Fischereihäfen vor der Haustür), trollt man sich lieber unter Abgabe vieler Komplimente davon.

    Wenn man nichtsahnend unter einer Palme parkt, kommt jemand und weist einen freundlich darauf hin, daß das nicht ratsam ist, wegen der Duchschlagskraft der bei Wind herabfallenden Nüsse. Dort gibt es eben keine Touristen und Affen, die die Kronen beräumen.

    Ein wunderbares Bild ist es, wenn drei junge Frauen mit wehenden weissen Schleiern auf dem Moped daherkommen. Auf die vorsichtige Frage nach den Regeln des Islam bekommt man zur Antwort: "Wir sind doch Thais". Mitunter fielen mir Frauen an der Kasse z.B. von Tankstellen oder in Internetshops auf, die in Bangkok studiert hatten. Das bringt einen Beitrag zum Prestige der Familie, auch wenn es für die Frau im Nachhinein umsonst war.
    Vor allem die Schüler der höheren Einrichtungen sind sehr gesprächig und neugierig. Sie kennen freundliche kleine Gesten, z.B. schenken sie einem Gesprächspartner zum Abschied ein kleines Andenken.

    Tief im Süden quellen malayische Touristen herein. Sie bevölkern vor allem die Hotels, Kaufhäuser und Märkte.
    Eine Katastrophe sind die Shrimpsfarmen an der Küste, die ganze Landstriche veröden lassen. Die Kinder lernen die Shrimpszucht schon in der Schule. Das dürfte sich aber bald erledigt haben, wenn man Wirtschaftsnachrichten aus Vietnam und anderen wirklichen Billiglohnländern liest, kann man erahnen, wohin die Aufkäufer in den nächsten Jahren zihen werden. Der Markt war vor einem Jahr schon zusammengebrochen, viele Züchter arbeiteten nur noch aus Gewohnheit weiter, obwohl der Ertrag negativ war.

    Vor einem Dreivierteljahr gab es eine neue Medienikone. Einpaar Moslems fuchtelten mit Schildern vor den Kameras herum: "Bin Ladin our HERROW!". Im Thaifernsehen tänzelte ein Schlagersternchen über die Bühne, im Refrain klatschte das Publikum mit: Bin Ladin Bin Ladin... Sie sang, ihr Freund möge doch zurückkommen und in Thailand Gas verkaufen, nachdem es in Amerika so gefährlich geworden sei. In den Illustrierten vorbehaltlose Bilder von Flugzeugeinschlag - sanuk pur.

    Was fällt sonst noch auf? Moscheen, andere Bestattungsriten (Friedhöfe), viel Sonne, Wasserfälle, in jedem Stadtzentrum gibt es einen Uhrturm. Und man kann sich eigentlich ausnahmslos von frischem Fisch ernähren, statt Schweinefleisch. Die Moslems haben sehr leckere Backwaren, nicht so süßsauer mit Fleisch gefüllt, sondern richtig fruchtig süß.

    Gruss
    Xenu

  5. #4
    Avatar von Loso

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    Re: infos aus dem süden

    @xenu
    Habe im Januar im Schlafwagen-Zug die Bekanntschaft eines Shrimp-Farmers gemacht. Mitte 20, in Australien studiert, hat mich -da trinkfester - ständig mit Bier versorgt und am nächsten Morgen zum Shrimp-Grillen am Abend auf dem Feld eingeladen. Mutter holte uns im 600 Merry ab. Tagsüber einkaufen im Lotus, alle Welt kennt ihn, den jungen Patron, der umsonst auf der Uni bei Bedarf (Prof erkrankt) Englisch unterrichtet. Abends am Feld, die Arbeiter holen ca. eine Tonne aus der Schleuse, das Kilo bringt ihm 300 Bath. Ernte eines Teiches dauert ein paar Wochen. O-Ton:"Manchmal fällt eine ganze Ernte wegen Krankheit aus, was soll´s. Nächstes Jahr werden´s dann wieder ein paar Millionen (Bath)". Der Junge war smart und westlich drauf. Das die Böden mit Salz für lange Zeit keine andere Nutzung mehr zulassen habe ich am Anfang noch gedacht. Nachher nicht mehr. Der Wohlstand den die Leute dort haben (das Geld fliesst ja auch z.T. zurück, b.z.w. es werden Menschen beschäftigt)sei ihnen gegönnt. Es sieht von aussen alles so einfach aus. Dies ist schlecht. Dies ist gut. Drogen in Nord-Th. sind schlecht. Wer gibt ihnen die Alternative? Die Phillipinas zerstören Fischgründe mit Dynamitfischen. Die Goldschürfer verseuchen die Amazonas-Nebenflüsse mit Quecksilber... Ich bin nicht fatalistisch und habe auch keine Lust Elefants Rüssel zu schleppen. Es ist nur manchmal so leicht als gut gebildeter, versorgter Deutscher zu urteilen. Vor der eingenen Haustür anfangen. Wer protestiert gegen die deutschen Fabrikschiffe vor der afrikanischen oder canadischen Küste, die alles leerfischen???

    Guss Loso

  6. #5
    Avatar von DanielS

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    Re: infos aus dem süden

    vielen dank für die guten antworten und die bilder -
    ich habe mich sehr gefreut -
    und obwohl ich es sowieso schon kaum abwarten kann bin ich noch neugieriger geworden im dezember und januar diese gegend thailands und auch meine zukünftige schwiegerfamilie kennenzulernen.
    wenn jemand noch webseiten oder andere hinweise hat ich freue mich über alle infos und bilder.

    eine schöne seite xenusion ....:-)

    gruß

    daniel

  7. #6
    Avatar von Bitis4ever

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    Re: infos aus dem süden

    Hallo Daniel.
    Hast ja schon jede menge infos bekommen.
    Meine Frau kommt aus Narkhon Si Thammarat,Amphoe Lan Saka.
    Wir sind evtl. von Jan.-Feb. wieder da unten.
    Würde mich freuen dich dort einzuweisen.
    Gruss Bitis4ever

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