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Immobilien in Tland

Erstellt von Mike63, 06.10.2011, 14:31 Uhr · 165 Antworten · 14.255 Aufrufe

  1. #81
    Avatar von Chak

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    Vielleicht könntest du ja konkret meine Frage beantworten: Habt ihr nun den Fall Erben und Verkaufen müssen besprochen im Hinblick auf das Nießbrauchsrecht oder nicht? Stichwort: Konfusion. Damit spielte ich nicht auf deinen Geisteszustand an, sondern meinte die rechtlichen Folgen.
    Im Zivilrecht ist die Konfusion eine der rechtsvernichtenden Einwendungen, also einer der Gründe, die zum Erlöschen eines Anspruchs führen. Konfusion tritt ein, wenn Gläubiger und Schuldner einer Forderung in einer Person zusammentreffen.
    Insbesondere im Erbrecht kommt es nämlich durch Übergang des Vermögens des Erblassers auf den Erben häufig zur Konfusion.
    So die Lage in Deutschland.

  2.  
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  3. #82
    Avatar von waanjai_2

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    Nein, weil ich nie erben würde.
    Andererseits doch, weil es hieß: die 30-Jahre bzw. Lebenslänglich gelten ungeschmälert solange. Unabhängig, was zwischenzeitlich eintreten würde. Das könnte ja auch ein Erbfall, so er denn einträte, sein.

  4. #83
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Da bleibt eigentlich kein Raum für bloße Vermutungen. Alles nachzulesen.
    Und doch basiert deine Aussage, das Nießbrauchsrecht gelte weiter, nur auf Vermutungen und Schlussfolgerungen. Schade, diese entscheidende Rechtsfrage hätte ich gerne geklärt.

  5. #84
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    .... diese entscheidende Rechtsfrage hätte ich gerne geklärt.
    Bevor Du jetzt einen Musterprozeß anstrengst, tröste Dich dass die Rechtsfolgen für die überwiegende Anzahl der Fallkonstellationen zumindest schon geklärt sind.

  6. #85
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Das ist doch immer der Ausgangspunkt: Usufructus über den Tod der Ehefrau hinaus. Ein kleiner Unterfall ist doch die erbrechtliche Wirkung bei entsprechender vertraglicher Regelung. Die ist sogar recht selten, weil, wenn die Ehefrau das Grundstück aus ihrem suan tua - dem Privatvermögen finanziert hat (auch als Fiktion), dann fällt es ja überhaupt nicht mehr in den Zugewinn der vererbungsfähig ist.
    Sorry Waanjai, aber das ist mir zuviel Fachchinesisch... könntest Du diesen Post nochmal leicht verständlich formulieren, bitte.

  7. #86
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Sorry Waanjai, aber das ist mir zuviel Fachchinesisch... könntest Du diesen Post nochmal leicht verständlich formulieren, bitte.
    Ich versuche es. Es gibt bekanntlich zwei große Einbruchstellen für den unerwünschten Zustand, dass ein Alien thail. Grund und Boden eignen könnte. Einmal durch eine Scheidung besser gesagt als Scheidungsfolge (1). Zum anderen durch Tod des thail. Ehepartners (2).
    Der thail. Gesetzgeber hat für beide Eiinbruchstellen Lösungen erdacht, die den unerwünschten Zustand entweder verhindern oder wieder korrigieren sollen.

    Kommt es durch den Tod des thail. Ehepartners zum Erbfall, dann sieht ein Spezialgesetz vor, dass der Alien das Land innert eines Jahres verkaufen bzw. übertragen muß. An einen Thai. Problem ist gelöst. Will man schon zu Lebzeiten auf diese zukünftig vorstellbare Situation reagieren, schließt man den hier nun schon länger diskutierten usufructus-Vertrag ab, der über den Tod des ususfructus-Gebers gilt (lebenslang oder 30 Jahre für den Empfänger). Damit wird der Alien vor evtl. negativen Folgen des Verkaufen-Müssens an einen (beliebigen) Thai bewahrt. Er kann das Grundstück weiter nutzen.

    Den Fall, das es vorkommen könnte, dass der Alien durch eine Ehescheidung und vorheriger Zugewinngemeinschaft zu Eigentum an thail. Grund und Boden gelangt, hat man wie folgt gelöst. Beim Kauf von thail. Grund und Boden durch eine Ehefrau eines Aliens muß der Alien gegenüber dem Landamt erklären, dass das Geld, was für den Kauf des Grundstücks verwendet würde, aus dem "Privatvermögen" der Frau stamme und nicht aus der Zugewinngemeinschaft. Dies hat dann im Scheidungsfalle zur Folge, dass das Land Privateigentum der Ex bleibt. Es bleibt Eigentum der thail. Frau, auch im Todesfall geht es direkt an ihre thail. Erben.

    Im Ergebnis bleibt es also immer dabei, dass der Alien im Prinzip - und auch nicht über die Umwege wie Scheidung oder Erbfall - kein Eigentum an thail. Grund und Boden erwerben kann. Dies ist das gewünschte Ergebnis. Es gibt die eine Ausnahme mit dem 1 Rai für Großinvestor.*

    *Tatsächlich gibt es noch mehr Ausnahmen, reale und vermeintliche.
    So weiß ich von meinem Notar in Udon, dass es dort einen Farang gäbe, dem die Gemeinde das frühere Land der Ehefrau übereignet hätte, weil er immens viel für die Gemeinde dort tun würde. Ein Wohltäter also.

    Dann gibt es die vermeintlichen Ausnahmen, die man von Aliens erzählt bekommt, wobei die Aliens das selbst gar nicht mitbekommen haben, sondern ihre Frauen ihnen das so erzählt hätten. Da bekannt ist, dass viele thail. Frauen noch viel Bürokratie-ferner sind als viele Männer, sind diese die Ausnahmen mit "Überraschungsei-Charakter".

  8. #87
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Den Fall, das es vorkommen könnte, dass der Alien durch eine Ehescheidung und vorheriger Zugewinngemeinschaft zu Eigentum an thail. Grund und Boden gelangt, hat man wie folgt gelöst. Beim Kauf von thail. Grund und Boden durch eine Ehefrau eines Aliens muß der Alien gegenüber dem Landamt erklären, dass das Geld, was für den Kauf des Grundstücks verwendet würde, aus dem "Privatvermögen" der Frau stamme und nicht aus der Zugewinngemeinschaft. Dies hat dann im Scheidungsfalle zur Folge, dass das Land Privateigentum der Ex bleibt. Es bleibt Eigentum der thail. Frau, auch im Todesfall geht es direkt an ihre thail. Erben.
    Das Land mag ja ihr Eigentum bleiben, das wäre auch in Deutschland nicht anders, dennoch fällt es in den Zugewinnausgleich. Durch Zugewinnausgleich könnte man ohnehin nicht Eigentümer werden. Deswegen heißt es ja auch Ausgleich.

  9. #88
    Avatar von waanjai_2

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    Du hast sicher Deine Quellen für diese Theorie. In der Praxis läuft es nach der Scheidung einfacher ab: Das Grundstück verbleibt als Eigentum der Ex aus allen Berechnungen heraus. Gerechnet wird erst bei der Feststellung des Wertes des darauf gebauten Hauses. Kein Farang hat je auch nur anteilsmäßig etwas für ein Grundstück bekommen.

  10. #89
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Du hast sicher Deine Quellen für diese Theorie. In der Praxis läuft es nach der Scheidung einfacher ab: Das Grundstück verbleibt als Eigentum der Ex aus allen Berechnungen heraus. Gerechnet wird erst bei der Feststellung des Wertes des darauf gebauten Hauses. Kein Farang hat je auch nur anteilsmäßig etwas für ein Grundstück bekommen.
    Zum einen hast du sicherlich nicht alle Scheidungen zwischen Thailänderinnen und Ausländerinnen statistisch erfasst, obwohl ich dir soetwas zutrauen würde, zum anderen liegt das häufig auch daran, dass eben immer wieder behauptet wird, es sei nicht möglich.

    Quelle dafür, dass auch ein Haus in den Zugewinnausgleich fließt ist meine thailändische Scheidungsanwältin. Du kannst ja mal deinen "Notar" fragen.

  11. #90
    Avatar von Chumphon

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    Mal ne dumme Frage:
    Beim Amt wurde unser gekauftes Grundstück auf den Namen meiner Frau und mir eingetragen.
    Vom Verständniss her müsste es doch dann 50:50 sein, also bei einer Scheidung müsste doch der andere, in dem Fall eigentlich die Frau, den anderen ausbezahlen, oder?

    Würde mir aber bei einer Scheidung, die hoffentlich nie kommt, aber keine großen Hoffnungen machen.

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