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Immer mehr deutsche Penner in Thailand

Erstellt von DisainaM, 17.06.2011, 14:25 Uhr · 354 Antworten · 33.031 Aufrufe

  1. #261
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Nicht nur in Pattaya, sondern in den meisten Schwellenlaendern. Zumindest aus Sicht von den meisten Sozialstaatenbuergern. Nenne wir es beim Namen. Menschen wie besagter Michael sind in einem Schwellenland einfach fehl am Platz. Sie werden ausgelutscht und dann einfach liegengelassen. Brauchen solche Menschen Hilfe? Ja, vor sich selbst. Am besten gleich an der Landesgrenze abweisen. Damit wuerde man Ihnen den grossten Gefallen tuen.
    Woher weisst Du das ?

    Stell Dir diesen Michael in D vor. Würde er hier genau so auf der Strasse liegen, geschähe folgendes: die Sanis würden ihn ins Krankenhaus schleppen. Dort würde man feststellen, dass ihm nichts fehlt und er würde wieder auf die Strasse geschickt, wo er im Winter erfriert. Sperrt man ihn weg, um ihn davor zu schützen, beginnt er zu randalieren, weil er raus will. Damit ist die Zwangseinweisung in eine psychatrische Anstalt vorprogrammiert. Er wird gegen seinen Willen weg gesperrt und verreckt dann irgendwann mal in dieser Anstalt.

    Für mich zählt der freie Wille des Einzelnen mehr, als das öffentliche Strassenbild. Wer in D nicht in die Schablone passt, die jedem übergestülpt wird, erhält Bussgeldbescheid oder Anzeigen oder wird mit anderen Mitteln "genormt". Weigert er sich weiterhin, wird er weg gesperrt.

    Dann lieber in Pattaya oder BKK in Freiheit auf der Strasse leben.

  2.  
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  3. #262
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Das mit Deinen Tieren finde ich völlig übertrieben und Du kannst sagen, was Du willst: Du kompensierst damit irgendeine Sehnsucht... die Dir von Menschen nicht erfüllt wird. Darf ich mal indiskret fragen, wie alt Du bist ?
    Beim ersten Satz driften wir wieder auseinander. Meiner Meinung nach uebertreiben es die meisten Menschen in Bezug auf die Notwendigkeit menschlicher Gemeinschaft und auch die Wertigkeit eines Menschenlebens. Dich zieht es nach Thailand, in ein Schwellenland. Eventuell laeufst Du die Gefahr, dass das Land Dich frueher oder spaeter enttaeuschen wird. Ist viel naturbelassener als die Premiumswelt. Ein Menschenleben hat hier auch nicht die Wertigkeit, wie in der Premiumwelt. Hierueber sollte sich jeder klar sein und dieses akzeptiere, ehe er sich hier langfristig niederlaesst. Das Land ist voll von frustierten und enttaeuschten Auslaendern. Frustriert von der Machtlosigkeit die Missstaende nicht aendern zu koennen. Koennen sie nicht, sie koennen lediglich sich selber aendern.

    Ansich bin ich ein sehr friedliebender Mensch, doch grundsaetzlich ziehe ich es vor von meinen Mitmenschen gefuerchtet als geliebt zu werden. Tut meinem "Seelen"frieden gut.

    Im uebrigen hat meine Frau frueher Hunde gehasst, nachdem sie als Kind im isaanischen Dorf mehrmals gebissen wurde und noch Narben davon aufweist. Nun ist ihr Leben aber praktisch den Tieren gewidmet und sie hat keine sonderliche hohe Meinung von den meisten ihrer Mitmenschen. Nein, dies hat sich ohne mein Zutuen und meinen diesbezueglichen Einfluss gewachsen. Sie ist erstaunlich intelligent, trotz ihrer lediglich 6 Jahre Schulausbildung. Sie ist 40 Jahre alt. Ich bin 50 Jahre alt, geboren am 18.04.1961.

    Natuerlich darfst Du fragen wie alt ich bin und natuerlich antworte ich Dir. Kann da keinerlei Indiskretion erkennen, sondern lediglich, dass es Menschen mit der politischen Korrektheit oftmals uebertreiben. Offenheit macht stark. Einer der beste Lehrsaetze, den ich von einem Psychologen in einem der vielen frueheren Schulungsseminare erhalten habe. Natuerlich wird dieses von vielen Menschen in Frage gestellt und somit sind sie dann nie wirklich sie selbst. Laufen mit einer schweren Eisenkugel am Bein durch's Leben. Hatte ich schon erwaehnt, dass ich viele Menschen deppert empfinde. Einfach zu irrational und zu emotional.

    Du versuchst auch in meine Philosophie irgendwelche unerfuellte Sehnsuechte hinein zu interpretieren. Ich akzeptiere die Welt jedoch einfach lediglich wie sie ist, ich will sie nicht aendern. Meine Mitmenschen auch nicht. Liegt ausserhalb meines Wirkungsbereiches. Sag, wuenscht Du Dir selbst manchmal, dass vieles anders waere. Weniger Selbstsucht, weniger Egoismus. Dieser Wunsch wird mit grosser Sicherheit immer unverfuellt bleiben. Ergo, verwerfe ihn.

    Fuer viele mag ich durch meine Aeusserungen wie ein depressiver Sauertropf rueberkommen, der mit haengendem Kopf durch die Gegend tapert, doch dieses ist absolut nicht der Fall. "Khon sanuk", "khon arom di" sagt man mir haeufig nach. Wie kann dieses zusammenpassen mit jemanden der unerfuellte Sehnsuechte hat? Kurzum, der Schluessel ist gerade meine "bizarre" Philosophie. Akzeptiere so wie es ist und zerbreche nicht daran Dir den Mond gruen zu wuenschen, die Welt gerecht und die Menschheit unselbstsuechtig, intelligent und fair.

  4. #263
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Woher weisst Du das ?

    Stell Dir diesen Michael in D vor. Würde er hier genau so auf der Strasse liegen, geschähe folgendes: die Sanis würden ihn ins Krankenhaus schleppen. Dort würde man feststellen, dass ihm nichts fehlt und er würde wieder auf die Strasse geschickt, wo er im Winter erfriert. Sperrt man ihn weg, um ihn davor zu schützen, beginnt er zu randalieren, weil er raus will. Damit ist die Zwangseinweisung in eine psychatrische Anstalt vorprogrammiert. Er wird gegen seinen Willen weg gesperrt und verreckt dann irgendwann mal in dieser Anstalt.

    Für mich zählt der freie Wille des Einzelnen mehr, als das öffentliche Strassenbild. Wer in D nicht in die Schablone passt, die jedem übergestülpt wird, erhält Bussgeldbescheid oder Anzeigen oder wird mit anderen Mitteln "genormt". Weigert er sich weiterhin, wird er weg gesperrt.

    Dann lieber in Pattaya oder BKK in Freiheit auf der Strasse leben.
    Schau, mit grosser Wahrscheinlichkeit wird man Michael eines Tages tot auf der Strasse finden. Er ist einfach dem Falschen zufaellig in die Quere gekommen. Es wird sicherlich kein grosser Hehl dann daraus gemacht. Ein Problem hat sich endlich von selbst geloest.

    Er ist lediglich noch hier, weil weder die deutschen noch thailaendischen Behoerden eine Loesung wissen. Keine Ausweispapiere, niemand weiss wer er ist. Ist er ueberhaupt deutscher Staatsbuerger. Nimmt man ihn in Haft, was dann? Belastet die Staatskasse und abschiebe kann man ihn ja auch nicht? Wohin? Nach Deutschland? Geht nicht, denn niemand weiss ja, wer er ueberhaupt ist. Was sollen deutsche Botschaft oder auch Hilfsverein mit ihm machen? Mit den thailaendischen Behoerden kooperieren und nach Deutschland auch gegen seinen Willen ausfliegen. Wohin in Deutschland? Wer traegt die Kosten, wer ist verantwortlich? Welche deutsche Stadt will Michael schon haben? DAS ist die Relatiaet, machen wir uns nicht's vor.

    [Inhalt teilweise entfernt, unzumutbarer Inhalt - gehfab]

    Natuerlich werden viele Mitmenschen darauf plaedieren, dass MAN ihm helfen sollte. Warum? Sicherlich nicht aus Mitleid, sondern aus Egoismus und Furcht, selbst einmal in diese Situation zu kommen. Wie ist dem Burschen zu helfen, ist hier die Kernfrage. Nicht das Problem beim Namen nennen, sondern Loesungen sind gefragt. Na, wer hat eine Loesung, ich meine eine echte und nicht einfach nur Gerede, dass geholfen werden sollte? Hausaufgabe: "Wie ist dem obdachtlosen Michael in Pattaya zu helfen?". Ihm eine Hose kaufen, ihm taeglich THB 100 zustecken, ihm einfach den Gnadenschuss geben? Emotionen beiseite sondern tatsaechlich konstruktive Loesungen, so wie bei meinen Tieren. Wir nehmen sie bis zu unserer Kapazitaetsgrenze auf (nicht mehr), .......... sie und versorgen sie. Sie wissen, dass hier ihr Heim ist und versuchen nicht auszubuexen, so dass wir gegen ihren Willen agieren muessen. Natuerlich gibt es Regeln. Naechtliches Bellen ist ein no, no, Beissereien sind ein no, no, den Ventilator kaputtzubeissen ist ein no, no. Muessen sie sich daran halten und notfalls bekommen sie es eingetrichtet. Weitaus leichter zu handhaben als z. B. der Mensch Michael, net wahr?

  5. #264
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Pitmacli Beitrag anzeigen
    Ich spreche von klaren Notsituationen und wenigstens bringst Du nun ehrlich und deutlich zum Ausdruck, dass Du in schlimmster Notsituation lieber krepierst, als um Hilfe zu bitten. Wer weiss - vielleicht kannst Du dies tatsächlich mal unter Beweis stellen...
    Hm, Michael scheint eine klare Notsituation zu sein. Was schlaegst DU vor? Ich meine darueber hinaus, lediglich fuer mehr Menschlichkeit und Solidaritaet zu plaedieren? Wirst DU in seiner Sache etwas unternehmen, im Namen der Menschlichkeit und Solidaritaet und als Antagonist fuer den Umstand, dass sich der Egoismus sich immer mehr verbreitet? DU bist jetzt hier gefragt. DU lebst ja in Thailand und koenntest somit in dieser Sache intervenieren.

    Weisst Du, ich kann es mir als Patriach in meiner Familie nicht erlauben Schwaeche zu zeigen. Die Verantwortung liegt hier auf MEINEN Schultern. Ein wesentlicher Grund, warum mich meine Frau ueberhaupt geheiratet hat. Bin ICH verzweifelt und haette keine Loesung mehr, dann wuerde fuer meine Familie die Welt zusammenbrechen. Es waere tatsaechlich das Ende.

    "Hatte hier mal intensiven Kontakt mit einem Deutschen. Dauerte so ca. 1 Jahr lang. Ganz am Anfang vertrat er noch viel extremere Thesen wie Du... Da ging es ihm auch noch relativ gut. Und verdammte die Thais in die letzten Winkel der Welt.
    Er besuchte uns so alle paar Wochen mit seiner thailändischen Freundin (lebte im Scheidungskrieg von seiner ersten Thaifrau...). Von Monat zu Monat wurde er kleinlauter - bis er schlussendlich beinahe auf den Knien um Beistand bat - dabei ging es weniger um Geld.
    "

    Obiges ist die typische Geschichte, von einem Auslaender der in einem Schwellenland fehl am Platz ist. Er passte sich nicht an die Gegebenheiten hier an, war nicht bereit sich zu integrieren und konnte somit nur auf's Maul fallen. Ich engagiere mich mit den Umstaenden hier im Land, in dem ein Menschenleben nicht fehl wert ist. Ist es auch nicht fuer mich nicht. Noch nicht einmal mein eigenes, darueber bin ich mir voll und ganz bewusst.

    "Er bat um Beistand". Sorry, dazu war ich noch nicht mal als zehnjaehriger Knabe in der Lage. Erinnere mich noch, dass ich Schulkameraden hatten, die fingen an zu weinen und zu betteln, als sie vom Lehrer mit einer schlechten Zensur konfrontiert wurden. Ich verachtete sie dafuer und fragte mich, wie kann man nur so selbstmitleidig sein und so wenig Selbstwertgefuehl haben. Hier scheint es bei den meisten Menschen zu hapern. Lieber rot als tot, lieber in einem Krankenhaus hilflos kuenstlich am Leben erhalten zu werden als einfach ehrenvoll abzutreten. Um Gnade und Hilfe betteln. Wie passt das mit dem GG zusammen, dass die Wuerde des Menschen angeblich unantastabar sei. Bin der Meinung Wuerde muss man sich verdienen und bekommt sie nicht automatisch in die Wiege gelegt.

    Niemand kann durch nichts einen wuerdevollen Menschen entwuerdigen und selbst dann nicht, wenn er einen Anderen wie ein Stueck Dreck behandelt. Letztendlich kann jeder nur sich selbst entwuerdigen, womit viele anscheinend keinerlei Probleme haben. Zumindest fuer MICH absolut unverstaendlich.

  6. #265
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Beim ersten Satz driften wir wieder auseinander. Meiner Meinung nach uebertreiben es die meisten Menschen in Bezug auf die Notwendigkeit menschlicher Gemeinschaft und auch die Wertigkeit eines Menschenlebens.
    Völlige Übereinstimmung

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Dich zieht es nach Thailand, in ein Schwellenland. Eventuell laeufst Du die Gefahr, dass das Land Dich frueher oder spaeter enttaeuschen wird. Ist viel naturbelassener als die Premiumswelt. Ein Menschenleben hat hier auch nicht die Wertigkeit, wie in der Premiumwelt. Hierueber sollte sich jeder klar sein und dieses akzeptiere, ehe er sich hier langfristig niederlaesst. Das Land ist voll von frustierten und enttaeuschten Auslaendern. Frustriert von der Machtlosigkeit die Missstaende nicht aendern zu koennen. Koennen sie nicht, sie koennen lediglich sich selber aendern.
    Für Missstände, die durch andere verursacht werden, fühle ich mich nicht verantwortlich. Dennoch versuche ich den Menschen in meiner Umgebung zu helfen, soweit es mir möglich ist. Dies aus dem einzigen Grund, weil es mir hervorragend gut geht und es in meinem Leben ganz entscheidende Menschen gab, die mich, ohne dass sie eine Verpflichtung gehabt hätten, davon abhielten, auf die schiefe Bahn zu kommen. Mein Weg dort hin war schon eingeschlagen.

    Leider komme ich, je älter ich werde immer leichter in die Überforderung. Deshalb reicht meine Kraft nicht mehr aus, um jedem Hilfsersuchen nach zu kommen.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Natuerlich darfst Du fragen wie alt ich bin und natuerlich antworte ich Dir. Kann da keinerlei Indiskretion erkennen, sondern lediglich, dass es Menschen mit der politischen Korrektheit oftmals uebertreiben.
    Höflichkeit ist mir wichtig. Sie erhält mir die Distanz.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Offenheit macht stark.
    Offenheit = Ehrlichkeit. Beides kann positiv, aber auch schädlich sein. Würdest Du offen & ehrlich sein, wenn Du weisst, dass Du Dir damit schadest, wäre es keine Stärke, sondern Dummheit.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Du versuchst auch in meine Philosophie irgendwelche unerfuellte Sehnsuechte hinein zu interpretieren. Ich akzeptiere die Welt jedoch einfach lediglich wie sie ist, ich will sie nicht aendern. Meine Mitmenschen auch nicht. Liegt ausserhalb meines Wirkungsbereiches.
    Die Welt zu akzeptieren, wie sie ist, heisst für mich nicht, alles zu akzeptieren, was in meinem Umfeld geschieht. Hier differenziere ich. Da hier schon mehrmal die Bibel zitiert wurde: es heisst auch: bewirft man Dich mit Steinen, dann wirf zurück mit Brot...

    Das habe ich bisher noch nicht geschafft... Ebenso auch diesen Bibelspruch nicht: schlägt man Dir auf die eine Wange, dann halte auch die andere hin...

    Dazu fehlt mir die Duldsamkeit

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Sag, wuenscht Du Dir selbst manchmal, dass vieles anders waere. Weniger Selbstsucht, weniger Egoismus. Dieser Wunsch wird mit grosser Sicherheit immer unverfuellt bleiben. Ergo, verwerfe ihn.
    Würde ich Dir folgen, müsste ich mich selbst verleugnen. Auch wenn Du Dich als fatalistisch bezeichnest, Du bist es nicht.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Fuer viele mag ich durch meine Aeusserungen wie ein depressiver Sauertropf rueberkommen, der mit haengendem Kopf durch die Gegend tapert, doch dieses ist absolut nicht der Fall. "Khon sanuk", "khon arom di" sagt man mir haeufig nach. Wie kann dieses zusammenpassen mit jemanden der unerfuellte Sehnsuechte hat? Kurzum, der Schluessel ist gerade meine "bizarre" Philosophie. Akzeptiere so wie es ist und zerbreche nicht daran Dir den Mond gruen zu wuenschen, die Welt gerecht und die Menschheit unselbstsuechtig, intelligent und fair.
    Es macht mir Spass mit Dir zu philosophieren, auch wenn es noch früh am Morgen für mich ist

  7. #266
    Avatar von Jarga

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    sozialer Kontakt ist beschränkt

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Nein, ich habe keine Angst vor Enttaeuschungen (mehr) und erwarte einfach nicht allzu viel vom Wesen Mensch.

    Fuer mich ist der Mensch auch absolut nicht das primaere Wesen auf diesem Planeten, sondern nennen wir es beim Namen, mit Sicherheit das unfairste.

    Der Mensch macht die Regeln und nun ja, da bleiben dann eben andere Wesen schnell auf der Strecke.

    Familie ist fuer mich sehr wichtig, bin ja absoluter Familienmensch. Immer schon, auch als Kind. Absolut kein Partygaenger, Teamsportler, Teamworker oder so. Eigentlich das, was ein Psychologe als asozial bezeichnen wuerde. Dennoch mit den meisten Menschen keinerlei Probleme.
    Warum?
    Weil ich weder etwas von Ihnen erwarte, noch sie was von mir erwarten koennen. Zumindest nicht grundsaetzlich, sondern immer rein situationsabhaengig.

    Bei Tieren bin ich dagegen nicht so knauserig und meist kann ich an ihrem Gebahren schon erkennen, was von ihnen zu erwarten ist. Dies kann ich bei den meisten Menschen nicht. Menschen sind fuer mich oftmals ein Raetsel, weil sie nur selten mit offenen Karten spielen. Oftmals auch in den Foren.

    Es wird einfach zu viel geschaupielert, aus welchem Grund auch immer. Nicht meine Welt.

    Anders die Tiere. Sie kommen und sie gehen. Zu stark anhaengen kann ich mich nicht an sie, denn dafuer habe ich schon zuviele von ihnen beerdigen muessen, was ebenfalls zu meinen heutigen Ansichten und Philosophien stark beigetragen hat.


    Wuerde ich um meinen guten, alten Buddy Buhnmie weinen, wenn er das Zeitliche segnet? Nein, es besteht keinerlei Grund hierfuer. Wir hatten eine gute Zeit zusammen und das zaehlt.

    Tod ist lediglich eine anderer Zustand des Seins. Ein Zustand der Leidlosigkeit und frei von jeder Bedruecktheit. Ein Sein, wie ich es auch im Leben anstrebe, denn hieraus wird das Leben erst lebenswert und besteht nicht aus einer langen Berg- und Talfahrt.

    Somit bin ich wie ich bin und koennte auch anders nicht sein.


    Auch wenn es fuer den einen oder anderen Menschen manchmal sonderlich oder gar unmenschlich herueberkommt. Dies jedoch ist nicht mein Problem. Warum sollte ich mich verbiegen um Anderen lediglich zu Gefallen sein? Sorry, dieses macht absolut keinen Sinn fuer mich.

    Bin ich eigentlich gerne Mensch? Bin mir da nicht sicher, ist aber ansich auch egal. Bin einfach was ich bin und mache das Beste daraus. Nicht mehr und nicht weniger, egal was meine Mitmenschen auch von mir denken moegen.

    Wuerden mich meine Tiere aber einmal links liegen lassen, dann wuerde ich mir doch Gedanken machen, denn wenn das passiert, dann habe ICH mit Sicherheit einen Fehler begangenm, der nicht in meiner Absicht stand.
    (...)
    Meiner Meinung nach uebertreiben es die meisten Menschen in Bezug auf die Notwendigkeit menschlicher Gemeinschaft und auch die Wertigkeit eines Menschenlebens.
    (...)
    Offenheit macht stark. Einer der beste Lehrsaetze, den ich von einem Psychologen in einem der vielen frueheren Schulungsseminare erhalten habe.
    Natuerlich wird dieses von vielen Menschen in Frage gestellt und somit sind sie dann nie wirklich sie selbst. Laufen mit einer schweren Eisenkugel am Bein durch's Leben.
    (...)
    Ich akzeptiere die Welt jedoch einfach lediglich wie sie ist, ich will sie nicht aendern. Meine Mitmenschen auch nicht. Liegt ausserhalb meines Wirkungsbereiches.
    Ineressante diskussion der ich so nebenbei nachfolge.

    @Tramaico, ein grosses Danke zu deiner Sichtweise, dem der aufmerksame Leser zustimmen kann, mich eingeschlossen, ohne auf pedantische Interpretationen zu bestehen.
    Im weitesten Sinne beschreibst Du auch in den vorgängigen Beiträgen einen natürlichen Vorgang, der sich immer wieder bestätigt durch das nachfolgende.

    Grundsätzlich ist der soziale Kontakt zu seinen Mitmenschen auf max. 150 Personen beschränkt. Alles darüber hinaus wird unpersönlich und unübersichtlich.
    Dunbar-Zahl

    Unter der Dunbar-Zahl (Dunbar’s number) versteht man die theoretische kognitive Grenze der Anzahl an Menschen, mit denen eine Einzelperson soziale Beziehungen unterhalten kann.
    Die Dunbar-Zahl ist entsprechend die Grösse unserer persönlicher Netzwerke – die Zahl von Menschen, zu denen man in einer Beziehung steht, die reziprok ist (Ich helfe dir und weiss, dass du mir hilfst) und eine Geschichte hat (wir beide wissen, wie und warum wir uns kennengelernt haben).
    ____

    Es macht mir Spass mit Dir zu philosophieren...
    @Sokrates, na siehste, ihr kommt euch immer näher.

    Auch hiermit stimme ich @Tramaico vollumfänglich zu;
    Dich zieht es nach Thailand, in ein Schwellenland. Eventuell laeufst Du die Gefahr, dass das Land Dich frueher oder spaeter enttaeuschen wird.
    Ist viel naturbelassener als die Premiumswelt. Ein Menschenleben hat hier auch nicht die Wertigkeit, wie in der Premiumwelt.
    Hierueber sollte sich jeder klar sein und dieses akzeptiere, ehe er sich hier langfristig niederlaesst. Das Land ist voll von frustierten und enttaeuschten Auslaendern. Frustriert von der Machtlosigkeit die Missstaende nicht aendern zu koennen. Koennen sie nicht, sie koennen lediglich sich selber aendern.
    Deshalb, nur wer sich in einem Kreis innerhalb z.B. einer Großsippe der genannten Zahl bewegt, bestenfalls auf vertrauter verwandtschaftlicher Ebene (Eltern, Geschwister, Onkel, Tanten, Enkelkinder) wie bei meiner Gemahlin, inkl. dem daraus ableitenden Beziehungsnetz, der wird sich in diesem Dschungel behaupten können. Nehmen und geben ohne Abhängigkeiten. Sehr selten, aber bei uns gegeben.
    Drum prüfe wer sich bindet hier in Thailand!

    Dies wird in der aufkommenden kritischen Phase überlebensnotwendig sein.

  8. #267
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Offenheit = Ehrlichkeit. Beides kann positiv, aber auch schädlich sein. Würdest Du offen & ehrlich sein, wenn Du weisst, dass Du Dir damit schadest, wäre es keine Stärke, sondern Dummheit.
    Es gibt auch hier einen Ausweg. Mache und sage nie etwas hinter dem Du nicht 100% stehst. Dadurch wird Offenheit immer zu Staerke, waehrend Heuchelei und Unwahrheit irgendwann mit Sicherheit zurueckfedern wird. Dies sind die Skelette im Schrank von vielen Menschen. Die Furcht, das diese entdeckt werden koennten und somit die grosse Schwaeche.

    Ebenso auch diesen Bibelspruch nicht: schlägt man Dir auf die eine Wange, dann halte auch die andere hin... Dazu fehlt mir die Duldsamkeit
    Dies halte ich wiederum nicht fuer eine Sache von Duldsamkeit sondern Dummheit. Ein echter Holligan wird nicht von seinem Opfer ablassen, sondern dieses am Boden liegend in seine Einzelteile treten. Ergo, versetze Dich in die Lage jemanden den Arm brechen zu koennen wenn er Dir auf die Wange schlaegt bzw. besser noch lasse es gar nicht erst zum ersten Schlag kommen.

    Pazifismus ist fuer mich keine Staerke sondern Schwaeche und das beste Rezept ist meiner Ansicht nach brain and brawn zu kombinieren. Dadurch ist man fuer jegliche Situation gewappnet. Suche nicht die Konfrontation sei aber bereit mit ihr umzugehen, wenn sie Dir gebracht wird.

    Kurzum, meine, man sollte sich immer bestmoeglich auf moegliche Probleme vorbereiten als einfach nur unbedarft durch das Leben zu stapfen und dann absolut nicht mehr weiterzuwissen, wenn man auf einmal mit einem Problem konfrontiert wird.

    Nein, ich bin in der Tat nicht fatalistisch, obwohl es mir oftmals vorgeworfen wird. Ansich bin ich mit meinen Aktionen eiskalt und agiere sehr bedacht und berechnend. Ziel ist, nicht in Situationen zu geraten, in denen ich auf fremde Hilfe angewiesen bin. Seine Emotionen im Griff haben ist hierbei von essentieller Bedeutung und die Emotionen des anderen als Schwaeche gegen den Opponenten zu verwenden. Ihn zu locken, ihn zum unbedachten Schlag ausholen lassen und dann diese Aktion gegen ihn einsetzen, denn genau dieses war ja das eigentliche Vorhaben.

    Nach meiner Erfahrung ist im Dialog die Polemik das ideale Werkzeug hinter Fassaden zu blicken und wirklich Butter bei die Fische zu bringen. Worte sind nur Worte und schnell gesagt, aber es gilt immer herauszufinden, welche Substanz sie wirklich haben. Viele waehnen sich in der Anonymitaet sicher und meinen, diese gebe ihnen Schutz. Die groesste Schwaeche und der beste Ansatzpunkt. Viele "grosse" Leute, speziell auch Politiker haben sich selbst zu Fall gebracht, weil sie Skelette im Schrank haben und diese sicher versteckt waehnten. Meiner Meinung nach gilt es solche Skelette zu vermeiden, daher der Grundsatz Offenheit macht stark.

    Z. B. wenn jemand in einem Forum sagt "da stehe ich voll und ganz dahinter" dann frage ihn einfach waer er denn ueberhaupt sei? Wer ist denn dieser Mensch, der da so vehemment seinen Standpunkt vertritt. Im Regelfall ist dann die Diskussion zu Ende. Schach und matt. Kurzum, nur Worte ohne wirkliche Substanz. Bla, bla, bla..., wenn man nicht tatsaechlich bereit ist, diese OFFEN auszusprechen. Ich Richard Hall alias Tramaico, 50 Jahre alt, wohnhaft in Bangkhlo, Bangkholaem, Bangkok bin immer bereit mich fuer ALLE meine Aussagen IMMER zu verantworten. Dieses gibt mir Staerke und die Moeglichkeit in einem kontroversen Dialog meist das letzte Wort zu haben. Das mag jetzt fast schon unfair rueberkommen, aber kann Ehrlichkeit wirklich unfair sein? Natuerlich ist es nie immer geradewegs in's Auge zu gehen sondern eine gewisse Diplomatie ist natuerlich gefragt. Somit kann es dann auch Situationen geben wo Schweigen besser ist als die vielgepriesene Meinungsfreiheit. Unwahrheit und Heuchelei ist jedoch immer eine Schwaeche waehrend wohldosierte Ehrlichkeit immer Staerke ist.

    Ja, so kleine philosophische Plaudereien koennen sehr konstruktiv sein. Nein, nicht dahingehend Andere ueberzeugen zu wollen, wozu auch, sondern sich gedanklich selbst mit Themen auseinanderzusetzen, Schlussfolgerungen hieraus zu ziehen und sich dann weiterzuentwickeln. Somit wird der Gespraechspartner dann Mittel zum Zweck, was durchaus als Egoismus gesehen werden koennte. Nimm Deinen Nickgeber Socrates. Er hat im Prinzip lediglich seine Mitmenschen dazu benutzt, SICH SELBST weiterzuentwickeln. Nicht nett, aber sinnvoll.

    So, jetzt genug geplaudert. Arbeiten ist nun angesagt.

  9. #268
    Avatar von Socrates010160

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    @ Jarga

    Um Himmels Willen...

    Wenn ich mir vorstelle, ich müsste Beziehungen zu 150 Personen pflegen... Ich würde irre werden. Deshalb passt auch meine Frau mit ihrer Kleinfamilie (Mutter, Vater, Bruder) wunderbar zu mir. Alles was ich brauche, kann ich mir kaufen. Mehr als meine 5 Freunde möchte ich nicht.

    Da bliebe kein Raum mehr für mich und meine Bedürfnisse.

  10. #269
    Avatar von Jarga

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    Es heißt ja nicht, dass Du musst, sondern dies ist die max. Größe die man im Überblick haben kann.

  11. #270
    Avatar von Pitmacli

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    Exclamation Tramico - sowohl unsere Weltanschauungen wie Meinungen driften auseinander...

    Habe in Ruhe Deine ausführlichen Antworten, Statements und Äusserungen durchgelesen - teilweise haben sie mich innerlich beinahe schockiert, teilweise Zustimmung gefunden - teilweise einfach nur erstaunt.
    Gesamthaft beurteilt - zwei Weltanschauungen, welche recht unterschiedlich sind.
    Zuerst wollte ich zwar auf einige Äusserungen eingehen, verzichte nun darauf.
    Warum? Es lohnt sich nicht - wir würden uns nie einig, weil wir aus ganz anderen Perspektiven heraus agieren und argumentieren. Kriege entstehen, weil sich zwei unerbittliche Fronten gegenüberstehen und jede der beide Fronten beharrt darauf, im Recht zu sein. Und da Du, wie Du deutlich schreibst, eh meistens das letzte Wort hast resp. schreibst, mag ich Dir das von Herzen gönnen. Nur eine kleine Bemerkung habe ich noch zu erwähnen. Das Leben des einzelnen Menschen hat denselben Stellenwert wie das Leben in des westlichen Sphären. Weiss nicht, wo Du in Thailand Dein Domizil hast - ist auch nicht von Bedeutung - sollte es jedoch in Pattaya sein und Dein Bewegungsradius bisher nicht viel weiter verlaufen sein - kann ich mir einiges zusammenreimen...

    Nun aber noch zu Deiner Aufforderung, Stellung zu beziehen betr. diesem Michael...
    Bleibt mir nichts anderes übrig, als Dir betr. Deiner Bemerkungen an mich bezügl. meines Wunsches (wohlverstanden, weder mit Erwartungen noch moralischer Verpflichtung verbunden - habe dies nun effektiv ganz sicher 2x und überdeutlich erwähnt) nach ein bisschen mehr Solidarität und weniger Ich-Bezogenheit, an welcher er dies bei Buddha nicht mangelt - Popularismus vorzuwerfen...
    Ist nicht unbedingt die feine Art der Kommunikation, nachdem Hinweise, wie ich dies verstanden haben wollte, unmissverständlich feststanden. Aber selbstverständlich darf man, wie Du das ebenfalls irgendwo erwähnst, den Gegner aus der Reserve locken (wobei Gegner humoristisch gemeint ist - wir tauschen Weltanschauungen aus...).

    Da auch ich nicht, wie mehrfach erwähnt, weder in der Lage noch die Bereitschaft dazu verspüre, irgendeinem Michael, den ich weder kenne, von dem ich ausser einigen Artikeln absolut nichts weiss, der gute 6 Stunden Autofahrt von hier entfernt auf der Strasse wohnt, besondere Achtung zu schenken. Wie kommst Du zu solch einer absurden Idee???

    Aber begründe Dir trotzdem, warum auch mit Deiner, also unserer gemeinsamen Unterstützung - Hilfe absurd wäre.
    Habe mal (ist schon sehr lange her...) nach meiner eigentlichen Ausbildung ein Jahr später aus Neugier noch eine vierjährige Ausbildung zum Psychiatriepfleger in Angriff genommen. Kann Dir die Gefühle (mehrwöchiger Schulungsunterricht wechselte sich immer ab mit etwa doppel so langer Praxisarbeit), welche in mir tobten, nicht beschreiben, tragen auch nichts Fruchtbares bei. Nur so viel - auch wenn Du am Ende kein Diplom als Psychiater in der Hand hälst, was ich um keinen Preis mehr hätte haben wollen, lernt man sehr viel menschliches und geistiges Elend kennen. In Erinnerung bleiben viele bedrückende Bilder - welche ich damals mit für mich humorvollen Selbsteinlagen zu beseitigen versuchte. Anschliessend jedoch flüchtete ich umgehend aus dieser Welt, in welcher ich mich vorkam, als lebe ich auf einem anderen Planeten.
    Nun, über diesen Michael habe ich bereits einige Bericht im Thread gelesen, bevor Du mir Deine Aufforderung oder Frage zukommen liessest.
    Einige Forenmitglieder kennen diese tragische Figur insofern, als sie ihn gesehen haben und helfen wollten. Resultat: er nahm weder Geld, Kleidung, Lebensmittel noch sonst was an. Musst Du ja auch gelesen haben - schon deshalb meine Bemerkung betr. populistischer Herausforderung.
    Also direkte Hilfe vergessen. Was bedeutet nun indirekte Hilfe über die deutsche Botschaft mit thail. Behördehilfe (an die käme ich resp. mein Umfeld) locker heran?
    Militär oder Polizei holt ihn ab - Ticket Deutschland einfach - wo dann bereits entweder Sanität oder Polizei bereits steht, um ihn in ein psychiatrisches Pflegeheim zu stecken.
    Mit Bestimmtheit nirgenwo anders hin - denn es gibt nur 2 mögliche Antworten für Michaels im Minimum seltsamen Verhaltens.

    Entweder trägt er ein ähnliches Gedankengut wie Du es von Dir propagierst in sich - also fremde Hilfe um keinen Preis - wäre entwürdigend - lieber verhungere ich...
    Da jedoch liegt bereits das Problem... Er nimmt keine Hilfe an und verhungert seit vier Monaten trotzdem nicht. Mag es Wunder auf Erden geben - habe selber noch keines persönlich miterleben dürfen - so dürfte Michael als Wunder bezeichnet werden. Er überlebt ohne Arbeit, ohne fremde Hilfe, ohne eine Euro besser ohne einen Bath in der Tasche.
    Variante a) Entweder schlägt er sich nachts mit Diebstahl durch, was unwahrscheinlich ist, denn vier Monate lang ginge das nicht gut oder aber er wird irgendwo nachts verpflegt (mit oder ohne Unterkunft, solange es nicht alles wegschwemmt, was in den nächsten Tagen sogar eintreffen könnte).
    Variante b) Er ist in der Dunkelheit der Schizophrenie gefangen und dies seit längerer Zeit. Schizophrenie kann nur schwer erklären, besteht darin, dass man, je länger je mehr in einer Parallelwelt lebt - mit Abschnitten sich auch in der realen Welt befindet.
    Schizophrene können unterschiedlichste Symptome bekunden. Die einen schlüpfen in meist verstorbene Persönlichkeiten (Napoleon, Päpste, Herrscher, bekannte Autoren usw.). Andere empfangen pausenlos Botschaften von solchen Persönlichkeiten, ein grosser Prozentsatz direkt von oben, also von Gott. Wiederum andere leiden enorm unter Verfolgungswahn. Die Agenten und Feinde haben ihre Augen überall. Radio und Fernsehen strahlen Botschaften, welche nur für sie bestimmt sind. Dann wiederum kommt häufig vor, dass sich statt Fleischsuppe in ihren Tellern kleine Kröten, Krebse und anderes schwimmendes Wassergetier im Kleinformat tummelt. Statt Spaghettis winden sich zahlreiche kleine Schlangen bis an den Rand gefühlt im Teller rum. Könnte nun noch mehr Beispiele anfügen - wollte nur klarstellen, dass Schizophrenie eine breite Pallette geistiger Verirrungen erfasst und praktisch, wenn nicht im Frühstadium behandelt, eigentlich nicht heilbar ist. Im Frühstadium erfasste können mit medikamenter Behandlung eigenständig existieren mit Hilfe von Invalidenunterstützung - müssen aber regelmässig ihre Medizin einnehmen. Wenn nicht, landen sie sehr rasch wieder erstmals in eine geschlossene Abteilung einer psychiatrischen Heimbetreuung.
    Trifft also Variante a nicht zu, wo Hilfe nicht gefragt ist und als lästig abgewiesen würde, käme eigentlich nur b in Frage.
    Jetzt die Gewissensfrage - hilft man Michael mit einer durchaus möglichen Zwangsausschaffung nach Deutschland? Jemand hat diese Frage schon sehr gut beantwortet, warum das absolut keine Hilfe wäre für Michael und ich plappere nur noch nach, allerdings aus einem anderen Blickwinkel etwas untermauert.
    Ganz sicher käme Michael nicht mehr lebend aus der betreuten Umklammerung. Einverstanden, er würde nicht verhungern, nicht verdursten und nicht erfrieren. Jedoch, sein restliches und gesundes Innenleben ginge zugrunde. Ist in einer isolierten Welt nicht anders möglich und soll nicht negativ bewertet werden - wenn jemand nun mal rettungslos umnachtet ist und kein Weg mehr ans Licht führt, gibt es halt nur diese Möglichkeit. Wahrscheinlich leuchten Michaels in all seinem Elend, welches er absolut nicht als solches empfindet, noch. Auch wenn es unserer Empfindung nach kein schöner Anblick sein mag, habe das Foto ja auch gesehen, möchte ich von ihm und seinem Gesicht kein Bild mehr sehen, wenn er dank Deiner und meiner Hilfe in Deutschland hinter verborgenen Gartenmauern dahindämmert.

    Nun - hätte auch diese Beantwortung weglassen können - weil ich deutlich erwähnte, was ich unter Solidarität und Hilfsbereitschaft verstehe. Darunter gehören im Normalfall nicht in die Öffentlichkeit getragene Schicksale aus irgendeiner Gegend in Thailand. Wusstest Du sehr wohl. Warum ich trotzdem darauf eingegangen bin? Ist rasch beantwortet. Ich kenne ziemlich viele Gegenden des Landes und auch sehr viele Thais.
    Weiss um die Einflussbereiche bestimmter mafiöser Kreise - bin absolut im Bilde über die traditionellen Gewohnheiten von unter der Hand gewechselten Geldbeträge. Geschieht jedoch (verbrecherische Mafiazirkel ausgenommen - der Unterschied ist recht gross) auf sympathische und humane Art. Ist halt nun mal asiatische Denk- und Handlungsweise - in Europa ist die Korruption beinahe schlimmer - nur läuft sie dort absolut verschwiegen und in miteinander verbandelten Interessengruppen ab, von welchem der Normalsterblich absolut nichts mitbekommt. Ab und zu durch Zufall fliegt wieder mal ein Fall auf.

    Noch eine letzte Bemerkung betr. Wert des Menschen... Wenn ich aus Deutschland lese (nicht nur, aber häufig aus Berlin), wie zwei, drei Hirnverbrannte ein zusälliges Opfer entweder invalid schlagen und treten oder gar tödlich malträtieren, erstaunt mich Deine Sichtweise schon ein bisschen. Aber - jeder hat das Recht, aus seinem Blickwinkel und seiner Wahrnehmung heraus das zu schreiben, was er denkt und empfindet.
    In Thailand ist dies durchaus möglich, solange man ganz wenige Regeln beachtet. Es gibt sehr viele Länder auf dieser Erde - davon ein grosser Teil islamistisch geprägt, das sässen viele längst hinter Gitter.

    Wenn vieles auch hier nicht stimmt - ich finde es ein wunderbares Land -

    grüsse Dich und alle, die aktiv mitlesen und mitschreiben, egal, welche Meinung die oder der Einzelne vertritt - ohne soziale Kontake erlischt auch in uns Einzelnen die Lebensfreude Pit

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