Seite 4 von 5 ErsteErste ... 2345 LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 46

Im Ruhestand (Beamter) nach Thailand umziehen

Erstellt von Tarsier, 08.05.2005, 20:10 Uhr · 45 Antworten · 21.423 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von franky_23

    Registriert seit
    25.01.2009
    Beiträge
    8.731
    Tarsier

    dann schieß mal los,

    interssant ist in welchem Bundesland du gelebt hast, denn das Beihilferecht unterscheidet sich.

    Wie schaut es mit der Beihilfe aus? Wie mit der PKV? Bei welcher bist du?


    beschränkte oder normale Steuerpflicht. Denke aufgrund der Freibeträge dürfte die allgemeine Steuerpflicht günstiger sein.


    ...

  2.  
    Anzeige
  3. #32
    Avatar von joachimroehl

    Registriert seit
    25.05.2008
    Beiträge
    4.935
    Ein Großteil der deutschen Ruhestandsbeamten die in Thailand leben, führt die bisherige private Krankenversicherung weiter oder wählt eine wesentlich preiswertere Auslandskrankenversicherung als sogenante Restkostenversicherung. Erfahrungsgemäß sind auch einige ab Besoldungsgruppe A9 aufwärts drunter, die anfallende Kosten einfach mit Kreditkarte begleichen und somit ihre eigene Versicherung sind. Eine zeitlich unbefriste reguläre Auslandskrankenversicherung, wie z.B. von der Würzburger Versicherungs-AG http://www.bdae.de/pdf-documente-de/Expat_Retired.pdf ist für 136,80€ zu haben. Viele wählen aber auch den preiswerteren Weg eines nur drei oder sechsjährigen Vertrages. Grund? Seit Anfang 2009 besteht im Bundesgebiet auch für versicherungslose Rückkehrer eine Versicherungspflicht und somit muß die letzte gesetzliche oder private Krankenversicherung prinzipiell wieder aufnehmen. Die kurzeitige Variante kostet z.B. bei der Deutschen Krankenversicherung AG http://www.dkv.com/downloads/G336-1_AVB.pdf 43,80€ wenn man nach 1941 geboren wurde. Den theoretisch möglichen Großschaden sollte man bei allen Wegen dennoch mit spitzem Bleistift kalkulieren. Fragen? joachimroehl@web.de

  4. #33
    Avatar von Tarsier

    Registriert seit
    18.09.2003
    Beiträge
    22

    Umzug

    Vielen Dank für Eure Zuschriften. Ich fange bei den Vorbereitungen zum Umzug an:

    Was tun mit den Möbeln und den ganzen Habseligkeiten. Im Laufe der Jahre ist vieles zusammengekommen, vieles hat viel gekostet und anderes ist einem sehr viel wert. Vor sechs Jahren hat jemand zu diesem Punkt geschrieben :"stell´s doch einfach auf die Strasse und schreib drauf - Sperrmüllabfuhr holt ab". Finanziell gesehen war es fast so, aber insgesamt nicht so schlimm.
    Ich habe vor drei Jahren mein Haus endlich - mit ca. € 90000,-- Verlust verkaufen können. Das hört sich zwar schlimm an, aber ich war froh, daß ich den Klotz am Bein (Schulden, Hochzinsphase 1992 etc.) endlich abschütteln habe können. Nach der der Scheidung hat mir meine erste Frau, "freundlicherweise" die Bedienung der monatlichen Annuität von € 1500 überlassen. Sie war weiterhin Miteigentümerin und hat nach Verkauf die Hälfte des Minierlöses (Kaufpreis - Restschulden) von mir überwiesen bekommen. Der Käufer hat sicher ein Schnäppchen gemacht und ich habe ihn aber dazu bewegen können, daß ich einen Teil meines Inventars und Großgeräte im Haus belassen konnte. Trotzdem hat es weh getan, das Haus und den Garten nicht mehr zu sehen. Ich bin dann mit meiner jetzigen Frau in eine Zweizimmerwohung gezogen, die ich als Sprungbrett für Philippinen gedacht hatte. In der neuen Wohnung war einfach wenig Platz und eine Einbauküche war auch vorhanden.

    Mir ist langsam bewußt geworden, daß ich nur materielle Dinge verloren habe und man eines Tages schliesslich alles Materielle zurücklassen muß. Im Fluge der Erkenntnis habe ich erkannt, daß mein treues, 16 Jahre altes Auto mich monatlich mehr Unterhalt kostet, als wenn ich eine neues Auto für unsere Restlaufzeit in Deutschland lease. Der Abschied vom Auto ist mir aber dann schwerer gefallen als vom Haus.

    Nach Umzug in die neue Wohnung haben wir uns gut eingelebt und die Zeit ist schnell vergangen. Ende 2009 haben wir mit "Sperrmüllabfuhr holt ab" begonnen. Um Sachen nicht in Hände von Sperrmüllvandalen fallen zu lassen, habe ich am Vorabend vertrauenswürdige Sammler angesprochen und Ihnen Sachen direkt im Keller gezeigt, die sie hochgetragen und mitgenommen haben. Das Gefühl. etwas nicht weggeworfen zu haben, ist gut. Schließlich hat alles einmal etwas gekostet (auch wenn ich fest an "man muß loslassen" glaube).

    Anfang des Jahres 2010 ist endgültig festgestanden, daß wir uns keinen Container leisten und nur einen Teil des Inventars auf die Philippinen mitnehmen können. Ich habe dann mit der Firma in Darmstadt Kontakt aufgenommen, mit der wir schon seit Jahren balikbayan-Boxen (eine Art große care-Pakete, ca. 66 x 48 x 61cm ) an die Familie meiner Frau auf die Philippinen verschickt haben. Der Inhaber der Firma ist dann gekommen und wir haben für den Versand von 5 m³ Möbel (einschliesslich Verpacken der Möbelteile) und 10 balikbayan-Boxen einen Preis von € 2000 ausgehandelt.

    Fortsetzung folgt..

  5. #34
    Avatar von Tarsier

    Registriert seit
    18.09.2003
    Beiträge
    22
    Beihilfe (Bund) und PKV beschäftigen mich zur Zeit sehr:

    Wir sind unverändert zu 30% (mit Zahn- und Ergänzungstarifen) versichert, wie früher. Ich habe bei meiner Krankenversicherung (Debeka) und der meiner Frau (HUK) nachgefragt. Die Antworten stehen noch aus. Einer ersten Antwort der HUK habe ich aber entnommen, daß auf den Philippinen für meine Frau überhaupt keinen Schutz (30%) mehr aus der Krankenversicherung bestehen soll. Wozu brauche ich dann die Beihilfeergänzungstarife?. Bei den medizinischen Kosten würde es reichen, die 70% zu erhalten und die PVKs kündigen. Geht aber wohl nicht, denn:

    "Nach § 193 Absatz 3 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) besteht für Beihilfeberechtigte und berücksichtigungsfähige Angehörige mit Wohnsitz in Deutschland ab dem 1. Januar 2009 die Pflicht, eine Krankheitskostenversicherung abzuschließen und aufrecht zu erhalten. ²Wer weder gesetzlich versichert ist noch einen Anspruch auf Leistungen eines anderen Versorgungssystems wie freie Heilfürsorge hat, ist verpflichtet, den nicht von der Beihilfe abgedeckten Teil nach einem Tarif der privaten Krankenversicherung zu versichern, der mindestens eine Kostenerstattung für ambulante und stationäre Heilbehandlung umfasst und bei dem der Selbstbehalt die nach §193 Absatz 3 Satz 1 zulässige Höhe nicht übersteigt. ³Wird der Nachweis des Krankenversicherungsschutzes nicht erbracht, wird keine Beihilfe gewährt werden. 4Wohnsitz ist der Ort des gewöhnlichen Aufenthaltes."

    Wir sind bin mit unserem ersten Wohnsitz in Deutschland gemeldet, halten uns aber seit letztem Jahr gewöhnlich in Davao City, Philippinen, auf. Wir haben beide eine unbeschränkte Aufenthaltserlaubnis (ausgestellt durch die phil. Einwanderungsbehörde) und einen philippinischen Ausländerausweis. Unabhängig davon bleiben wir in Deutschland gemeldet und behalten dort unsere Wohnung bei. Fragen die wir an die HUK (und Debeka) jetzt gestellt haben:

    1) Wenn ich einerseits keinen Versicherungsschutz von Ihnen genieße, muß ich die Krankenversicherung weiterbezahlen?

    2) Besteht die Möglichkeit die Krankenversicherung ruhen zu lassen und zu welchem monatlichen Betrag? Meinen Sie mit dem Absatz in Ihrer Mail
    "Eine Anwartschaft während Ihrer Auslandsaufenthalte ist erst ab einem durchgehenden Auslandsaufenthalt von mindestens 6 Monaten möglich. Hier benötigen wir auch einen Nachweis wo für diese Zeit eine anderweitige Versicherung besteht."
    Reicht der Nachweis über die Aus- und Einreise in Deutschland durch entsprechenden Stempel im Reisepass aus? Was meinen Sie mit andererweitiger Versicherung (z.B: http://www.bdae.de/pdf-documente-de/Expat_Retired.pdf) ? >>>> Danke joachimroehl !

    3) Würde das Ruhen der Krankenversicherung bei der HUK für die Weitergewährung der Beihilfe ausreichen?"

    4) Mit welcher Vorlauffrist kann die Krankenversicherung (wenn wir wieder ständig in Deutschland sein sollten) wieder aktiviert werden können und wie hoch wäre dann (nach heutigem Stand) der monatliche Beitrag?

    Wenn ich hierzu etwas neues erfahre, berichte ich.

  6. #35
    Avatar von atze

    Registriert seit
    16.10.2004
    Beiträge
    1.092
    Beihilfe gibts doch nur bei bestehender Versicherung. Ob ruhen der Privat KV als bestehende Versicherung zählt .

  7. #36
    Avatar von JT29

    Registriert seit
    05.02.2004
    Beiträge
    8.283
    Na ja, Altfälle haben eigentlich Bestandsschutz. Seinerzeit brauchte ich auch nicht unbedingt eine PKV abzuschließen und es gab wohl genug Zeitgenossen, die auf das 50% Risiko eingegangen sind. Ansosnten wäre es ja seit 2009 kein Muss.

  8. #37
    Avatar von joachimroehl

    Registriert seit
    25.05.2008
    Beiträge
    4.935
    Du hast die Wahl entweder a) die Beihilfetarife von Euch beiden mit einer Anwartschaft zu einem relativ geringen Betrag (preislich abhängig vom versicherten Tarif) einzufrieren und damit jederzeit ab Landung im Bundesgebiet sofortigen Versicherungsschutz zu alten! Konditionen zu erhalten.

    Oder b) beide Verträge mit einem zu belegenden Wegzug* ins Ausland einfach aufzuheben. Da besteht dann allerdings das unkalkulierbare Risiko, daß im Falle einer z.B. medizinisch erforderlichen Rückkehr Ihr zwar in jeder PKV nach relativ umfangreicher Klärung der Vorversicherungsverläufe wieder aufgenommen werden müßtet, aber in Abhängigkeit des dann zu prüfenden Gesundheitszustandes unter Umständen mit sehr hohen Risikozuschlägen. Nebenbei bemerkt, würden Debeka und HUK sich ins Fäustchen lachend, Euere jahrelang aufgebauten Alterungsrückstellungen komplett kassieren. "Hätte ich das gewußt" kommt dann oft von Betroffenen und als Assekuranzler zitiere ich den alten Satz etwas abgewandelt: die Anwartschaftsprämie ist kalkulierbar, der Beitrag für einen kompletten Neuvertrag dagegen nicht.

    * zu Verwirrungen bei Versicherten, den Beihilfestellen und selbst den Versicherungen führt hierbei noch folgendes: gemäß Gesetz haben wir seit 01.01.2009 eine allgemeine Pflicht zur Versicherung, die aber ausgehebelt werden kann, wenn derjenige seinen gewöhnlichen Aufenthalt und den Lebensmittelpunkt nicht im Bundesgebiet hat. Wäre so wie ich es lese ja bei Euch gegeben. Da aber der weiterhin noch vorhandene zweite Wohnsitz in Deutschland die Versicherungspflicht bei vielen Versicherungen dennoch formell auslöst, empfiehlt sich bei "Hartleibigkeit" von Debeka und HUK Euch aus den Verträgen komplett nach Variante b) heraus zu lassen, dann einfach die von mir bereits favorisierte Variante a). Die Vertragsabteilungen würden Euch lapidar mitteilen, daß eine Vertragsaufhebung nur möglich ist, wenn der Wohnsitz aufgegegeben und dies durch eine behördliche Abmeldebescheinigung nachgewiesen wird ..

    Als optimale, weil lebenslange und unlimitierte private Krankenversicherung für die Philippinen geltend, aber auch für jährliche Aufenthalte im Bundesgebiet von bis zu drei Monaten, hatte ich bereits die http://www.bdae.de/pdf-documente-/Expat_Retired.pdf empfohlen.

    Meldet Euch bei weiteren Fragen einfach direkt, da ich nicht weiss, ob diese recht spezielle Fallsituation alle Leser interessiert.

  9. #38
    Avatar von franky_23

    Registriert seit
    25.01.2009
    Beiträge
    8.731
    Da du beim Bund warst, dürfte die Beihilfe auch im Ausland zahlen.

    Für alle Anderen wäre es sinnvoll zu klären ob die Beihilfe überhaupt was im Ausland zahlt. Soweit mir bekannt wird dies in Bayern nicht gemacht.

  10. #39
    Avatar von Tarsier

    Registriert seit
    18.09.2003
    Beiträge
    22
    Vielen Dank. Ja so ist es bei der Beihilfe Bund.

    Die HUK und die Debeka richten sich nach dem Wohnsitz in Deutschland, was mir auch recht ist. Die 30%ige Restabdeckung nach § 193 Absatz 3 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) müssen wir wegen der Beihilfe aufrecht erhalten. Wir werden die Verträge allerdings auf eine Kostenerstattung für ambulante und stationäre Heilbehandlung beschränken, zumal sich herausgestellt hat, daß die HUK nach zwei Monaten im (weltweiten) Ausland einen 30%igen Zuschlag von meiner Frau erhebt (trotz meines Hinweises, daß die Kosten der medzinischen Versorgung auf den Philippinen etwa ein Zehntel von denen in Deutschland betragen). Die Debeka erhebt keinen Zuschlag.

  11. #40
    Avatar von Tarsier

    Registriert seit
    18.09.2003
    Beiträge
    22
    Es ist traurig, aber wahr. Ein bayrischer Beamter/Versorgungsempfänger ist gehalten, wenn nicht in Bayern, sich wenigstens in der EU aufzuhalten (ich habe übrigens auch die bayrische Staatsangehörigkeit i.S.v. Art. 6 Bay. Verf als dort geborener - aber das müssen wir jetzt nicht vertiefen).

    Hauptwohnsitz in Deutschland beizubehalten und sich monatelang im Ausland aufzuhalten dürfte (auch) für (nicht beamtete) Expats interessant sein. Ich habe zwar Postings in dieser Richtung gefunden, aber die differentierte Situation nach den länderunterschiedlichen Meldegesetzen, dem Steuerrecht und den Vorschriften über die gesetzliche Versicherungspflicht für Beamte (die letztendlich nur den Versicherungen Geld bringt) erscheint mir noch immer unklar.

    Soviel ich weiß, ist es nicht möglich, daß man im Ausland seinen Erstwohnsitz und den Zweitwohnsitz in Deutschland (DL) hat.
    Frage zum Melderecht:
    An seinem Erstwohnsitz in DL muß/soll man regelmäßig übernachten, oder es muß aus anderen Umständen erkennbar sein, daß der Ort des Hauptwohnsitzes der Lebensmittelpunkt ist.
    Was ist regelmäßig (z.B. drei Mal im Jahr für eine Woche an Ostern, Pfingsten und Weihnachten)?
    Frage zum Steuerrecht:
    Die Inlandseinkünfte(DL) ordnungsgemäß als Beschränkt-Steuerpflichtiger versteuern zu dürfen, interessiert vielleicht alle die zur High Society zählen (bzw. dazu zählen wollen) oder andere Reiche. Mit mehr oder weniger Schulden und dem Ruhegehalt allein ist man - bei Verheiratung wegen dem Splittingvorteil - eher daran interessiert, weiterhin als Unbeschränkt-Steuerpflichtiger zu gelten. Was ist, wenn ich mich monatelang im Ausland aufhalte?
    Frage zum Versicherungsvertragsgesetz (Beihilfe):
    Dort wird "Wohnsitz ist der Ort des gewöhnlichen Aufenthaltes" erwähnt. Nach Auskunft der Beihilfe(Bund), HUK und Debeka ist das der gemeldete Hauptwohnsitz in DL. Nach dem Verständnis denke ich, wird der Ort des gewöhnlichen Aufenthaltes aber der sein, an dem man sich gewöhnlich, tagaus und -ein, aufhält. Gibt es dazu eine Rechtsprechung, wenn der Hauptwohnsitz in DL liegt?.

    Mich interessiert die legale Situation. "Denk Dir nichts"- oder "Wo kein Kläger, da kein Richter"-Zuschriften sind weder für mich noch für andere nützlich.

    Bisher habe ich auf meine Postings in diesem Forum auch immer vernünftige Antworten bekommen und dafür möchte ich mich an dieser Stelle bedanken.

Seite 4 von 5 ErsteErste ... 2345 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 26
    Letzter Beitrag: 06.02.17, 03:15
  2. Neue Regelungen für das Umziehen von D nach Thailand
    Von waanjai_2 im Forum Behörden & Papiere
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 01.10.11, 00:06
  3. Ruhestand in Thailand - höhere Kaufkraft als in Europa?
    Von Bajok Tower im Forum Treffpunkt
    Antworten: 62
    Letzter Beitrag: 25.08.10, 20:15
  4. Auswandern als Beamter
    Von NINO im Forum Treffpunkt
    Antworten: 309
    Letzter Beitrag: 05.03.08, 08:04