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Im Ruhestand (Beamter) nach Thailand umziehen

Erstellt von Tarsier, 08.05.2005, 20:10 Uhr · 45 Antworten · 21.454 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Tarsier

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    Im Ruhestand (Beamter) nach Thailand umziehen

    Wenn ich (Beamter) in fünf Jahren mein Altersruhegehalt erhalten werden, will ich meinen Wohnsitz nach Thailand verlegen. Die Hauptgründe sind, weil mir die Pension in Deutschland zum Leben nicht reichen wird , weil meine Frau dort zu Hause ist und es mir dort gut gefällt.

    Vielleicht kann mir jemand meine Fragen beantworten:
    1. Darf ich meinen ständigen Wohnsitz als Beamter im Ruhestand (Versorgungsempfänger) ins Ausland verlegen,
    2. Wird ggf. mein Ruhegehalt bei einem ständigen Wohnsitz im Ausland und nach meinem Tod das Witwengeld für meine Frau (deutsche Staatsangehörige) beim Verbleiben im Ausland gekürzt oder eingestellt,
    3. Zahlt ggf. die Beihilfe für die medizinische Versorgung im Ausland,
    4. Sind ggf. melderechtliche Konsequenzen oder andere Nachteile wegen der Abmeldung aus Deutschland (kein fester Wohnsitz) zu erwarten?

    Ich werde mich zwar bemühen einen Wohnsitz in Deutschland zu behalten. Da dies aber auch mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist, kann es sein, dass ich mir das nicht leisten kann.

    Es würde mir für mir meine weiteren Planungen sehr helfen, wenn mir jemand einen Rat geben kann.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von naklua

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    75

    Re: Im Ruhestand (Beamter) nach Thailand umziehen

    Kann Dir leider nicht weiterhelfen, hoffe aber das Dir hier jemand
    einen Rat geben kann, denn das Problem trifft mich auch über kurz oder lang.


    naklua

  4. #3
    Avatar von wingman

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    14.074

    Re: Im Ruhestand (Beamter) nach Thailand umziehen

    Hallo,
    zumindest aus Versicherungstechnischen Gründen solltest du einen festen Wohnsitz in D behalten, der kann auch bei Verwandten sein, nur das du halt dort gemeldet bist. Zu den anderen Fragen, die sind natürlich auch für mich interessant, bin zwar kein Beamter aber in 10 Jahren will auch ich weg nach Thailand.
    Krankenversicherung gibt es in LOS, nur die Leistungen sind unterschiedlich. Unsere deutsche kann ich sagen ob sie einspringt. Ich wollte alles schon einmal nachfragen, habe es aber vergessen.
    Somit interessanter Tread auch für mich.
    Eine Frage kommt noch von mir dazu, wie verhält es sich mit der Aufenthaltserlaubnis eines Farang in Thailand der Rentner oder Pensioner ist? Muss er regelmässig LOS verlassen um einen neuen Stempel zu bekommen oder kann auch ein dauerhaftes Visum erlangt werden? Gehe einmal von eigenem kleinem Haus plus Mia und Rente aus .

    Wingman

  5. #4
    Avatar von alhash

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    Re: Im Ruhestand (Beamter) nach Thailand umziehen

    @Wingmann,

    bist Du 50 und hast 800.000 bzw 400.000 (verh.)auf einem Bankkonto kannst Du ein Jahresvisa beantragen.

    @Tarsier,

    bei mir lebt seit ca. 17 Jahren ein ehemaliger Beamter (verh.), er hat keinen Wohnsitz in D, ist also in TH gemeldet. Im Krankheitsfall muss er zunächst die Kosten vorschießen und dann einen Beihilfeantrag bei seiner Beamtenkrankenkasse stellen.

    Er muss 1x jährlich einen Einkommenssteuernachweis an das Finanzamt schicken. Habe das habe nicht nachgefragt, vermute er liegt mit seiner Pension über gewissen Einkommenssteuergrenzen.

    Zu evtl. Rentenkürzungen verweise ich Dich an Johanns Posting, hier:

    Text

    Gruß
    AlHash

  6. #5
    ryu
    Avatar von ryu

    Re: Im Ruhestand (Beamter) nach Thailand umziehen

    irgendwas hab ich mal gelesen das wenn man über 60 ist in thl ohne größere schwierigkeiten ein visum bekommt. rente wird über die botschaft ausbezahlt.
    aber wie gesagt, bin mir nicht sicher. bis zu meiner rente ists auch noch so lang, lang, lang, lang,...... hin

  7. #6
    Avatar von Johann

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    Re: Im Ruhestand (Beamter) nach Thailand umziehen

    @alhash,

    hast Du grundsätzlich Recht, ist aber nur die halbe Miete und ich erlaube mir zu ergänzen.

    Zitat Zitat von alhash
    .....bist Du 50 und hast 800.000 bzw 400.000 (verh.)auf einem Bankkonto kannst Du ein Jahresvisa beantragen.....
    oder monatl. Einkommen nachweisen kann, dass aus dem Ausland kommt in Höhe von 40.000 Baht mtl bei Verheirateten, 80.000 Baht bei Nichtverheirateten.

    Wobei der Vater eines thail. Kindes behandelt wird, als wenn er verheiratete wäre.

    Gruß Johann

  8. #7
    Schulkind
    Avatar von Schulkind

    Re: Im Ruhestand (Beamter) nach Thailand umziehen

    Zitat Zitat von Tarsier",p="243359

    Vielleicht kann mir jemand meine Fragen beantworten:
    1. Darf ich meinen ständigen Wohnsitz als Beamter im Ruhestand (Versorgungsempfänger) ins Ausland verlegen,
    2. Wird ggf. mein Ruhegehalt bei einem ständigen Wohnsitz im Ausland und nach meinem Tod das Witwengeld für meine Frau (deutsche Staatsangehörige) beim Verbleiben im Ausland gekürzt oder eingestellt,
    3. Zahlt ggf. die Beihilfe für die medizinische Versorgung im Ausland,
    4. Sind ggf. melderechtliche Konsequenzen oder andere Nachteile wegen der Abmeldung aus Deutschland (kein fester Wohnsitz) zu erwarten?

    Ich werde mich zwar bemühen einen Wohnsitz in Deutschland zu behalten. Da dies aber auch mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist, kann es sein, dass ich mir das nicht leisten kann.

    Es würde mir für mir meine weiteren Planungen sehr helfen, wenn mir jemand einen Rat geben kann.

    zu 1.) ja, Du darfst Deinen Wohnsitz ins Ausland verlegen, auch als Versorgungsentfängers.

    zu 2.) Nein, wenn du Deine Rentenansprüche hier im Inland ( Deutschland ) überwiegend erworben hast wird die Rente auch in das Ausland voll bezahlt. Voraussetzung ist, das Du das Vollrentenalter erreicht hast, das heist mit 65 Jahren in die Rente gehst. Auch wichtig - 45 Jahre als Minimum in die Rentenkasse einbezahlt hast.

    a. ) auch die Witwenrente wird bei vollem Anspruch genau so behandelt. Wenn die Witwe Deutsche ist - es kann aber auch sein das, wenn der ständige Wohnsitz in DE gekündigt auf 70 % gekürzt wird. TH ist nicht im Sozialabkommen mit DE und die Witwe nicht Deutsche im Sinne der Abstammung ist. -- ( ich gehe davon aus )

    zu 3.) die Beihilfe zahlt den im Auslande zu berechneten Satz. Da spielen die Lebenshaltungskosten mit. Im Krankenfall musst Du Deiner Beihilfestelle die Arztabrechnungen einreichen, die sie dann auf Ländermass gekürzt auszahlt. Da Thailand kein Sozialabkommen mit DE hat ist immer Dein Ansprechpartner Deine Versorgungsstelle. eine eigene Versicherung ist anzuraten. Es ist wahrscheinlich möglich das du immer in Vorlage gehen musst, würde ich aber mit der Beihilfestelle abklären.

    zu 4.) jein, melderechtlich ist nichts zu befürchten, aber die Beihilfe wird nicht mehr voll alles übernehmen. Auch wird eventuell eine Vollrente für die Witwe nicht mehr in Frage kommen, da ja der Lebensmittelpunkt ausserhalb der BRD ist und dann wiederum die Kürzung auf den Satz des Landes greift.

    zum Erhalt eines Wohnsitzes genügt auch schon ein Zweitsitz, oder Adresse - wo Post verlässlich hinterlegt werden kann. Bruder - Schwester oder Freunde.

    Gruss, ----------------- >>

  9. #8
    Avatar von Johann

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    Re: Im Ruhestand (Beamter) nach Thailand umziehen

    @Schulkind,

    zu Punkt zwei möchte ich noch etwas anfügen. Kenne hier genügend Rentner, die nicht 65 sind und ihr Rente beziehen und keinerlei Abschläge hinnehmen müssen, aus Gründen die damit zusammenhängen, dass sie im Ausland ihren Wohnsitz haben.

    Das einer der früher in Rente geht, Abschläge bei seiner Rente in Kauf nehmen muss, dürfte klar sein, aber nicht weil er im Ausland lebt.

    Ich beziehe das auf Rentner, bei Beamten und Pensionen weiß ich es nicht. Du schriebst aber von Rente.

    Gruß Johann

  10. #9
    Avatar von Jensnicole

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    71

    Re: Im Ruhestand (Beamter) nach Thailand umziehen

    Zu Deiner Frage mit dem Wohnsitz in D.

    Ich habe Bekannte die als Rentner auf die Philippinen gezogen sind.
    Sie sind nicht als "volle" Rentner dort hin gegangen, deshalb benötigten sie weiterhin einen Wohnsitz in Deutschland, damit sie Ihre Rente weiterhin in voller Höhe ausbezahlt bekommen.
    Sie haben sich bei ihrem Sohn angemeldet.
    Dies ist aber wie ich vom Einwohnermeldeamt erfahren habe wohl nicht i.O., da Sie sich weder hier aufhalten, noch ihren Lebensmittelpunkt hier haben.
    Es gab für den Sohn bei einem Umzug arge Probleme, da die Meldebehörde die Personalausweise von den Eltern für die Anschriftenänderung haben wollte und sie diese mitgenommen hatten.

    Das einfachste ist, Du erkundigst Dich direkt bei deinem Dienstherren, deiner Beihilfestelle und deiner Krankenversicherung.
    Ich würde diese Informationen schriftlich einholen, damit Du später nicht mal Probleme bekommst. Für die Mitarbeiter dort ist das bestimmt auch nicht alltäglich.

    Bei den anderen bisherigen Aussagen ist noch einmal genau drauf zu Achten bei welchen es um Renten der Rentenversicherungen (LVA/BFA) und beamtenrechtlichen Pensionen geht. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es dort unterschiede gibt.

  11. #10
    KlausV
    Avatar von KlausV

    Re: Im Ruhestand (Beamter) nach Thailand umziehen

    Uups, mein erstes Post hier:

    zu 2.) Nein, wenn du Deine Rentenansprüche hier im Inland ( Deutschland ) überwiegend erworben hast wird die Rente auch in das Ausland voll bezahlt. Voraussetzung ist, das Du das Vollrentenalter erreicht hast, das heist mit 65 Jahren in die Rente gehst. Auch wichtig - 45 Jahre als Minimum in die Rentenkasse einbezahlt hast.
    Na ja, hier geht es um einen Beamten, da sieht die Sache etwas anders aus.

    Aber mal zum Thema:

    Natürlich gibt es Beamte im Ruhestand (und Gleichgestellte wie ehem. Berufssoldaten oder pensionierte Richter), die in Thailand oder im sonstigen Ausland leben.
    Und denen wird selbstverständlich die Pension dort ausbezahlt (natürlich nicht über die Deutsche Botschaft, das ist schließlich keine Zahlstelle).
    Dem deutschen Versorgungsamt ist es am liebsten, wenn hier in Deutschland ein Konto unterhalten wird, auf das die monatlichen Beträge fließen.
    Dann kann man per Dauerauftrag oder Online-Zugriff das Geld auf das thail. Konto überweisen.
    Man bekommt auch ein Finanzamt in Deutschland zugewiesen, das für einen zuständig ist.
    Schließlich muß man auf seine Einkünfte weiter Steuern bezahlen (Quelle).

    Die Beihilfe wird natürlich zu dem Satz ausbezahlt, der vereinbart ist. Die Unterschiede in den Lebenshaltungskosten sind in den Rechnungen (Ärzte, Rezepte) schon autom. berücksichtigt.
    Man muß natürlich die beihilfeberechtigen Rechnungen zumindest in Englisch einreichen (eine Rechnung in Thaischrift wird nicht berücksichtigt).

    Ob man eine Krankenversicherung für die Restkosten abschließt, muß man selbst wissen.
    Das hängt vom Gesundheitszustand ab und wieviel man auf der hohen Kante hat, ab. Natürlich auch vom Beihilfesatz.
    Schließt man eine Krankenversicherung zu 100% ab und erzählt der Versicherung nichts über die Beihilfe, dann kann man im Krankheitsfall noch kräftig verdienen.

    Die Witwenrente wird (wie oben gesagt) auf 70% der kleinen oder großen Witwenrente gekürzt.
    Einal jährlich macht man seine "Lebensmeldung" über Formular Deutsche Botschaft. Somit kann Dich die Witwe nicht einige Jahre künstlich am Leben erhalten :-)

    Warum sollten Dir Nachteile bei Abmeldung enstehen. Hunderttausende von Deutschen leben im Ausland und haben keine Probleme.
    Du meldest Dich hier ab und bei der Deutschen Botschaft in Bangkok wieder an und das wars.

    Klaus

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