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...hundeleben...

Erstellt von Kali, 15.04.2002, 21:58 Uhr · 33 Antworten · 1.941 Aufrufe

  1. #1
    Kali
    Avatar von Kali

    ...hundeleben...

    Wer vielleicht glaubt, es hat nichts mit Thailand zu tun, der irrt...
    Dort ist das Hundeleben mit die niederste Lebensform. Da sind wir Farangs in unserer Entwicklung natürlich wieder weit voraus...

    ...von heute:



    Ob die Vierbeiner letztendlich die Testberichte zu Gesicht bekommen, bleibt dahingestellt.........

  2.  
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  3. #2
    Avatar von sunnyboy

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    Re: ...hundeleben...

    @Kali, willst du uns was tiefsinniges mitteilen oder geht es dir wirklich nur um die Hunde.
    Gruß Sunnyboy

  4. #3
    Avatar von MichaelNoi

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    Re: ...hundeleben...

    Ja, wenn wir Deutschen was machen, dann gründlich und bis zur letzten Konsequenz...ob das immer richtig ist bleibt natürlich dahingestellt.
    Es geht uns in Deutschland zwar schlecht, ...aber das auf sehr hohem Niveau

  5. #4
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: ...hundeleben...

    @ sunnyboy
    also, wenn die Frage ernst gemeint war, hier die Antwort:
    Nach buddhistischer Vorstellung ist ja die momentane Lebensform und Qualtität Produkt aus dem Karma des vorangegangenen Lebens.
    Mir viel, als ich in Ban Tab Gung war, mit als erstem auf, daß die älteren Hunde nicht mit dem Schwanz wedelten, die Kinder bewarfen sie mit Steinen, und zu essen bekamen sie von den meisten Einwohnern auch nichts. Konnte ich erst nicht einordnen, nun weiß ich's.
    Sollte eigentlich nur als ein Beispiel für unsere andere Welt stehen.
    Wenn die Frage ironisch gemeint war, streiche oben...

  6. #5
    Avatar von sunnyboy

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    5.838

    Re: ...hundeleben...

    @Kali, die Frage war ernst gemeint. Vielleicht kriege ich das ja heute abend nicht mehr so ganz auf die Reihe. Aber hat nicht der gute Buddhist Respekt vor jeglicher Lebensform? Oder gelten ältere Hunde als niederwertig? Ich weiß zwar das mit Tieren gelegentlich etwas rauher umgegangen wird, aber das? Meinst du wirklich das geschah aus religiösen Gründen, könnte mir eher vorstellen das man die Viecher loswerden bzw. vertreiben wollte.
    Gruß Sunnyboy

  7. #6
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: ...hundeleben...

    Was ich in Thailand nie verstehen konnte, wieso nicht für Hunde, Hühner und andere "Straßenbewohner" gebremst wird!
    War es 7 Jahre in Tibet, der Film von Dalei Lama und Brett Pitt ?
    Auf jeden Fall wollen die Tibetanischen Mönche nicht weiter an einem Gebäude (ich glaube es war das neue Kino) bauen, weil sie auf eine Kultur Regenwürmer stoßen...
    Die Mönche haben Angst weiterzugraben, weil zuviele Regenwürmer draufgehen (eigentlich sollte es heißen - weil sie sie beim Weiterarbeiten töten könnten).
    Nun wird erst mal lange beraten ob man weitermachen soll oder nicht - bis sie dann eine Rettungsaktion starten....und dann weiterbauen.

    Das ist aber in Thailand ganz anders - da war ich sehr erstaunt.
    Hat das vielleicht mit dem kleinen und großen Vehikel zu tun?
    Die Tibetaner haben auch keine Probleme mit Füßen, Kopfgeistern, Frauenanfaßen etc....
    Ich habe mir sagenlaßen daß die Tibetaner weit weniger formell in diesen religieus-traditionellen Dingen sind... aber mehr beten und Mantras rezitieren. (also grob ausgedrückt)?

  8. #7
    xenusion
    Avatar von xenusion

    Re: ...hundeleben...

    Jetzt sind wir also vom Gartenzwerg auf den Hund gekommen. Übrigens gibt es in Thailand "Chicken Run" thai synchronisiert auf VDO-CD. Kennt ihr die Szene, in der Ginger den beiden Beissmaschinen den Gartenzwerg hinhält?

    Es gibt einen geläufigen Satz zum Tierschutz in Deutschland: "Die grösste Klientel, aber auch das grösste Problem der Tierschutzvereine sind die Leute, die auf 0,5qm Sofafläche einen Hund mästen."

    In Nordthailand kann man auf manchen Grundstücken Hunde sehen, die deutlich mehr Speckfalten am Halse haben, als ihre Geschwister. Auf Nachfrage erfährt man, der Besitzer sei sich noch nicht sicher, ob er ihn an die Leute aus dem nahen Bergdorf verkauft, oder selbst...

    Ein Hund, der auf einem Grundstück lebt und ständig seine enthaarte grindige blutige Haut kratzt... das Leiden wird ihm nicht erspart, dieses Dasein ist ihm zugedacht.

    Wie man sich einen heisskläffenden Köter fernhält, hat mich bezeichnenderweise ein Mönch gelehrt. Man braucht sich nur zu bücken und so zu tun, als würde man einen Stein aufheben... die Viehcher sind darauf geprägt, selbst im Tempelbezirk.

    Xenu

  9. #8
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: ...hundeleben...

    Hi,
    Fazit:
    Oder besser Frage:
    Gibt es nun in TH zu viele Hunde(schlechtes Karma) oder zuviel schlechte Buddhisten, die ihre Lehre nicht verstehen oder befolgen wollen, was ist eigentlich der Grund dieser unsaeglichen "Kultur"??
    Wir haben ja selber einen Hund im Haus(weisser Pudel)den ich ich nach einem Verkehrsunfall , verkommen(wie halt in TH ueblich) von der Strasse aufgelesen habe, jetzt geht es ihm schon jahrelang gut, alle Impfungen, gutes Futter und Zuneigung aller im Hause.
    Dazu 2 Katzen, die gleichermassen verwoehnt werden...:-)
    Ich kenne Falangs, die auch etliche "Strassenkoeter" aufgelesen haben und versorgen....
    Es ist einer der schlimmsten Widersprueche in TH, der wir hier immer wieder begegnen....
    ...machtlos und meisst verstaendnislos, da es nicht aus der eigenen Kultursicht geschieht, sondern eben auch aus der des Landes unverstaendlich, ja eigentlich unnormal ist,
    aus Sicht der hiesigen Religion.
    Aber da klaffen wohl Wirklichkeit und Wunschdenken wiedermal weit auseinander....
    Ich denke, das haengt auch ein Stueck mit der Bildung, der Lebenssituation und den allgemeinen Geflogenheiten zusammen, wie sollte man einem Hund Aufmerksamkeit schenken, wenn man nicht einmal auf seinen Nachbarn Ruecksicht nimmt , wenn das eigene Leben von Gleichgueltigkeit und Ignoranz gegenueber den Mitmenschen gepraegt ist?
    Ob diese lebensweise der buddhistischen Lehre entspricht, will ich hier mal offen lassen, da gibt es sicher meinungen zu...
    Gruss
    Klaus

  10. #9
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
    05.07.2001
    Beiträge
    5.556

    Re: ...hundeleben...

    @lle zusammen ;- )

    Da habe ich wiedermal ein paar unorthodoxe Gedanken.

    Zunächst war es 7 Jahre in Tibet und ein Kinobau. Man grub mit den Fingern alle Würmer aus dem Erdreich, dort wo das Fundament hinsollte. Hat etwas länger gedauert, aber der Dalai Lama bekam sein Kino dennoch. Das war ein schönes Beispiel für die Buddhistische Selbstverpflichtung, nicht zu töten.

    Selbstverpflichtung ist überhaupt das Schlüsselwort. Gegelentlich liest man, heutzutage wären die Thailander schlechte Buddhisten in verschiedenen Zusammenhängen weil sie gegen die Gebote Buddhas verstoßen.

    Nun, der Erleuchtete hat keine Gebote aufgestellt, die irgendjemand befolgen muß. Er fand heraus, was man tun kann, um sich selbst von allen Übeln und Leiden des irdischen Daseins zu befreien und das Wesen der Dinge erkennen selbstverpflichtet, die eigenen Verfehlungen zu minnimieren.

    Die 5. Selbstverpflichtung besagt ja keine Substanzen zu sich zu nehmen, die den Geist betäuben. Also Alkohol und Drogen. Aber dennoch boomed beides in Thailand. Es ist aber keine Sünde im Sinne der westlichen Religionen, da es nicht verboten ist. Man beraubt sich damit nur selbst der Möglichkeiten, das Wesen der Dinge zu erkennen.

    Für Alkoholgenuß bekommt man dann auch kein schlechteres Kamma, wohl aber durch die schlechten taten, die man eventuell unter dem Einfluß dieser Drogen vollbringt.

    Als Hund wiedergeboren zu werden ist zweifellos das Ergebnis eines nicht besonders gutem Kamma in den vorherigen Leben, also nicht unbedingt nur das unmittelbar letzte Lebens.

    Ich glaube aber nicht, daß die Thais Hunde deswegen besonders schlecht behandeln oder quälen würden (aus religösen Grunden). Manche Kinder machen das wohl überall auf der Welt. Dagegen ich konnte beobachten, daß des Abends viel Reis auf die Bürgersteige geschüttet wird (Essensreste).

    Das hat mich sehr gewundert, nachdem was ich über die Bedeutung des Reises gehört hatte. Es ist schlicht und ergreifend das Hundefutter, weil es im Haus keiner mehr essen mag.

    Als letztes jahr im Chatuchak Park ein tollwütiger Hund ca. 50 Menschen gebissen hatte, kamen die städtischen Hundefänger um mal wieder die Straßenhunde einzufangen. Sie waren erstaunt, daß sich für fast jede noch so erbärmliche Kreatur ein empörter Besitzer fand, der sich z.T. handgreiflich gegen den Abtransport seines Tieres wehrte. In TH hält man kein Haustier, in der Sprache nennt man es ein Tier füttern. Man kümmert sich in der Regel nur um das Futter und das kann bei Leuten die selbst wenig zum Essen haben auch schon sehr wenig sein.

    Also auf das wir nicht als Hund in TH wiedergeboren werden mögen
    Jinjok

  11. #10
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: ...hundeleben...

    Hi all,
    Jinjok schreibt:
    "Nun, der Erleuchtete hat keine Gebote aufgestellt, die irgendjemand befolgen muß. Er fand heraus, was man tun kann, um sich selbst von allen Übeln und Leiden des irdischen Daseins zu befreien und das Wesen der Dinge erkennen selbstverpflichtet, die eigenen Verfehlungen zu minnimieren."

    Das bedeutet also,
    Niemand muss sich an NICHTS halten, was der Erleuchtete erkannt hat...

    Ist das so zu vertsehen?
    dann frage ich mich,
    wozu diese "Religion" eigentlich da ist, welche Funktion sie in der Gesellschaft (im positiven Sinne) hat
    und ist der "Glaube" an eine moegliche Wiedergeburt,
    nur Mittel zum Zweck einer nicht erkennbaren sinnvollen Gesellschaftsregulierung, wie immer sie im Einzelnen wirken koennte??
    Wenn ich in diesem Zusammenhang daran denke, dass selbst der groesste Teil der ordinierten Moenche sich an keine Gebote halten, nichtmal an die Laiengebote,
    dann draengt sich mir die Frage auf, was ist das, was soll das, und wem nuetzt diese Philosophie, der sich kaum einer "Verpflichtet" fuehlt??
    Soweit ich es verstanden habe, laesst die buddhistische Philosophie offen, wie das "Ende" aussehen wird, so steht es geschrieben...
    Wie kann da behauptet werden, man koennte wiedergeboren werden und oder gar als Tier(Hund oder wie auch immer)?
    Selbst Buddha hat die letztendliche Form des "Daseins" offen gelassen,
    das sicher war eine Absicht...?
    Ich meine , wenn ich "schlechte Buddhisten"
    damit entschuldige,
    dass sie ja eigentlich zu garnichts angehalten sind in der Lehre, also Jeder tun und lassen kann, was er will, dann kann ich diesen auch nicht als "schlechten Buddgisten" bezeichnen,
    vielleicht ist es besser dann zu sagen, es ist kein Buddhist?
    Aber dann waere Thailand moeglicherweise nicht mehr gerechtfertigt als ein solches Land zu bezeichnen?
    Da tun sich mir viele Fragen auf...
    Gruss
    Klaus




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