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Hausbau in Udon Thani

Erstellt von waanjai_2, 28.05.2008, 17:48 Uhr · 250 Antworten · 68.056 Aufrufe

  1. #181
    Avatar von waanjai_2

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    Heute war es endlich so weit. Ich hatte eine Trinkwasser-Probe aus Thailand - also unserem selbst gesammelten Regenwasser - mit nach Deutschland genommen. Und wollte die Probe nun über den Hausarzt "untersuchen" lassen. Gott, was ist man ahnungslos. Kein Arzt weiß, wie man Trinkwasser untersucht. Aber meiner wußte zumindest, dass das lokale Gesundheitsamt so etwas eigentlich tun bzw. können müßte.
    Also dort angerufen. Leider hätten sie kein Trinkwasser-Labor. Und im übrigen, wonach wollte ich denn untersuchen lassen? Das Wasser nach der Deutschen Trinkwasser-Verordnung komplett untersuchen zu lassen, würde so ca. 1.500 Euro kosten. Außerdem dürfte die Probe nur wenige Stunden alt sein, hätte ständig gekühlt werden müssen und im übrigen wäre ohnehin nur eine Untersuchung der bakteriologischen Inhalte relevant. Bei den Mineralien hätte man ohnehin die Grenzwerte abgeschafft. Wasser sei halt oft hart und oft weich, je nach Gegend. Bei Regenwasser - also nicht Mineralwasser aus den Bergen - seien ohnehin wenig Mineralien zu erwarten. Aber es gäbe 3 Trinkwasser-Labors in Köln. Da sollte ich mal nachfragen, zumindest bei einem. Dem "Wasserlabor der Rhein-Energie" - in Thailand wäre dies wohl das Wasserlabor der Mekong-Energie oder so ähnlich. Also dort angerufen.

    Auch dort wurde nur abgeraten. Auch dort wurde unsere Verfahrensweise, das Dach erst einmal kräftig "abregnen" zu lassen - den first flush vergessen - für gut und sinnvoll erachtet. Ansonsten wäre der Import einer Trinkwasser-Probe aus Thailand ökonomisch nicht machbar, wollte ich nicht mit einer speziellen Kühlbox fliegen. Wäre auch Unsinn, wenn es in der Luft der keine Verunreinigungen gäbe, dann gäbe es auch keine potentielle Nahrung für Bakterien. Die Tatsache, dass dies überdies regional "so üblich" wäre, würde ja auch für sich sprechen. Und ich würde ja auch schon seit Jahren ohne Beschwerden (in Form von Durchfall o.ä.) das Regenwasser trinken.

    Ergebnis: In der deutschen Analyse könnten keine bakteriologisch verwertbaren Ergebnisse erwartet werden. Evtl. Inhaltsstoffe wie Mineralien und Schwermetalle - wenn überhaupt - würden wenig über die Trinkwasser-Qualität aussagen. Erst recht nicht jenseits der deutschen Definitionen. Also lieber ganz die Finger davon lassen.
    Ich versprach, mich zu melden, wenn ich am Trinkwasser verstorben sei. Andernfalls würden sie nichts mehr von mir hören.

    Was ich noch versuchen könnte, um in den Besitz eines frisch beschriebenen Blattes Papier zu gelangen, wäre mich nach der Existenz von Wasser-Laboren - natürlich in Englisch - in Thailand zu erkundigen. Die könnten mir dann sagen, ob die Trinkwasser-Qualität des selbst gesammelten Regenwassers besser oder schlechter wäre als die Trinkwasser-Qualität des in 10 l Kanistern käuflich zu erwerbenden "Naam Düm" wäre. Es stünden Wert-Unterschiede bei den Mineralilen zu erwarten, die aber selbst in D inzwischen als belanglos eingestuft würden.

    Also sage ich weiterhin Prost und trinke mein selbst gesammeltes Regenwasser in Udon. Den Leuten in Bangkok und Umgebung kann dies allerdings nicht empfohlen werden.

  2.  
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  3. #182
    KKC
    Avatar von KKC

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    Warum nimmst Du nicht so ein Trinkwasseranalyse Set aus Deu mit. Damit bekommst Du wenigstens einige Infos über dein Regenwasser.
    Gruß
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  4. #183
    Avatar von waanjai_2

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    Danke für den Hinweis auf diese Test-Pakete. Warum ich es wohl sein lassen werde, ergab sich aus den Telefongesprächen von heute.

    Dasjenige, was die "Härte" des Wassers aus der Sicht der Laien ausmacht - also Karbonatanteile - das sei vor einigen Jahren sogar aus der schärfsten aller TW-Verordnungen - der deutschen - als Obergrenze herausgenommen worden. Beim Regenwasser würde man ohnehin keine große Härte erwarten.
    Gleiches gilt für die Nitrate etc.

    Was interessant sein würde, wäre die bakteriologische Analyse. Diese kann ich jedoch nicht - oder nur schwerlich - durch den Import von Wasserproben nach D - durchziehen.
    Aber dann ruhig durchziehen, wenn wir im Isaan Wasser-Labors haben. Bin da optimistisch, da wir im NO ziemlich moderne Wasserwerke haben.

    Übrigens, wir haben im Isaan ziemlich "hartes" Leitungswasser! Wir haben dies dadurch feststellen können, dass der Chang Nam bei einem Kontroll-Termin den Wasser-Durchfluß durch die Mischbatterien in den 4 Badezimmern durch Reinigung der "Strahlregler" deutlich steigern konnte. Dies ist insbesondere ein wichtiger Merkpunkt für die Ableitungen von der Waschmaschine! Bei bekannter Überdosierung der Waschmittel - weltweit - und "hartem Leitungswasser" entsteht hier eine "Problemzone".

  5. #184
    Avatar von wasa

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    Immer noch zu geizig fuer 26.- Baht = 6 Liter Trinkwasser?

  6. #185
    Avatar von wingman

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    in konsawan bei chayaphum hatte die familie meiner damaligen freundin jahrelang das gesammelte regenwasser getrunken. bis sie nacheinander desöfteren krank wurden. das lag aber nicht an dem regenwasser an sich, sondern an den grossen steinbehältern in denen das wasser gesammelt wurde. zwar waren die öffnungen abgedeckt aber durch die pralle sonne wohl ein eldorado für keime und bakterien. ich konnte sie überzeugen nur noch gekauftes trinkwasser zum trinken und kochen zu verwenden.

  7. #186
    Avatar von Claude

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    Regenwasser an sich ist destilliertes Wasser und daher erstmal unbedenklich. Sofern das Dach nicht mit asbesthaltigem Material gedeckt ist oder Industrie in der Naehe ist, gibt es keinen Grund, Regenwasser nicht zu trinken. Keime vermehren sich da, wo Wasser ueber lange Zeit eine hoehere Temperatur hat. Die Steinbehaelter hingegen halten das Wasser relativ kuehl. Man sollte halt nur darauf achten, dass kein Laub o.ae. in den Behaelter kommt.

    Nachtrag:
    Eine Wasserprobe von TH nach D mitzunehmen zeugt aber von totaler Unkenntnis...

  8. #187
    Avatar von Henk

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    Zitat Zitat von Claude Beitrag anzeigen
    Regenwasser an sich ist destilliertes Wasser und daher erstmal unbedenklich....

    Beim Trinken von destilliertem Wasser in üblichen Mengen sind keine akuten gesundheitlichen Risiken zu befürchten. Bei stark übermäßigem Konsum besteht jedoch die auch bei normalem Wasser vorhandene Gefahr einer Wasservergiftung. Zitat der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): „Die ausschließliche Verwendung von destilliertem Wasser kann bei einer einseitigen Ernährung zu einer Verarmung des Körpers mit Elektrolyten führen“. Quelle Wikipedia

    haste wohl was durcheinander gebracht...

  9. #188
    Avatar von Nokgeo

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    jahrelang das gesammelte regenwasser getrunken. bis sie nacheinander desöfteren krank wurden. das lag aber nicht an dem regenwasser an sich, sondern an den grossen steinbehältern in denen das wasser gesammelt wurde. zwar waren die öffnungen abgedeckt aber durch die pralle sonne wohl ein eldorado für keime und bakterien. ich konnte sie überzeugen nur noch gekauftes trinkwasser zum trinken und kochen zu verwenden.
    Wasser ist ein Lebensmittel.
    Hitze und Verunreinigungen in den Sammelbehältern.. da kommt mir automatisch ..Amöbenruhr in den Sinn.

    ..Amöbenruhr

    @ Waanjai, bei mir in Laufnähe ( Berlin ) ist ein Umweltlabor.

    Hab dort vor Jahren mal, wegen ner Analyse, -> Schadstoffanalyse, zu einem Sperrholzstück aus TH. nachgefragt. Dachte, so ne rundum Analyse ist ja nicht verkehrt..dabei gings um thl. Sperrholzplatten. ( mai atit )

    Frage des Labors, aus der Erinnerung:
    Was exact möchten sie denn analysiert haben..?

    Ausser Formaldehyd...kamen noch diverse andere Chemicals als Angebot..mit jeweiligen Preise.

    Dacht ich mir..Formaldehyd, hab ich von gehört..sagt mir etwas-> test it.
    War negativ. Bezahlt hab ich garnix. Ergebnis hab ich mir per Telefon geholt..evtl. haben die das garnicht " verfackelt "...
    Wer weiss..

  10. #189
    Avatar von andiho

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    Zitat Zitat von wasa Beitrag anzeigen
    Immer noch zu geizig fuer 26.- Baht = 6 Liter Trinkwasser?
    Da fallen mir spontan ein paar Kollegen ein, die ich über 20 Jahre kenne. Tag für Tag, Jahr für Jahr haben die immer die gleiche Tasche, mit der gleichen Brotdose, in dieser immer das gleiche belegte "mehr oder weniger trockene Brot" und ein Sprudel von Aldi oder Lidl. Geld für eine Bildzeitung oder eine Cola vom Kiosk oder ähnliches haben sie nicht. Besucht man sie privat kann man sich über ein schönes großes Haus wundern, einen dicken Mercedes, einen SLK für die Frau welche nur Halbtags schafft, und einen Polo für die Tochter welche gar kein Geld verdient.

    Von solchen Leuten kann man echt lernen wie Sparen richtig funktioniert. Leider kann das ein "normaler Westeuropäer" auf Dauer nicht durchhalten.

  11. #190
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von wasa Beitrag anzeigen
    Immer noch zu geizig fuer 26.- Baht = 6 Liter Trinkwasser?
    Sieh' es nicht so versteift an. Es geht mir nicht um die Einsparung von ein paar Baht für das kauflich zu erwerbende Trinkwasser. Es geht mir darum, dass das sorgsam aufgefangene Regenwasser-Trinkwasser einfach besser schmeckt als die irgendwie chlorierten oder UV-behandelten Trinkwässer in den großen 10 l-Kanistern. Ist also ein Bestandteil meiner "Lebensqualität" vor Ort im Isaan. War einer der vielen Gründe, warum ich für mich damals entschieden habe, nicht in Bangkok oder in Bangkok herum wohnen zu wollen.Hoffentlich halten die derzeitigen Umstände hinsichtlich der Immissionen im Isaan weiterhin - und dies für Jahre - an. Denn wenn wir erst Industrien haben, die Schadstoffe in die Luft emitieren, dann hört diese Option sehr schnell auf zu existieren.

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