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Was haltet ihr von Sinsod?

Erstellt von RudiRastlos, 09.02.2019, 13:22 Uhr · 411 Antworten · 16.987 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von thaileo

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    Ich bin nicht verheiratet und das bleibt auch so.

    Bei der Hochzeit der Schwester meiner Partnerin (mit einem Thai) vor zwei, drei Jahren wurden 100kTHB und ich glaube 5 Baht Gold gefordert und bezahlt. Dafuer hat der Braeutigam, ein "engineer", ganz schoen lange gespart, schaetze ich. Die Familie der Braut gehoert nicht zu den ganz armen, ich wuerde sie als Isan-Kaff-Mittelklasse einstufen.
    Die Tochter war kein Bargirl sondern arbeitet bei einer japanischen Firma und hat sich da ueber die Jahre ein bisschen hochgedient. Verdient so um die 25kTHB, ihr Mann etwas mehr.

    Dass von dem Geld nach der ausufernden Feier mit 1000 Moenchen und einer Million Gaesten noch viel uebrig war bezweifle ich :-).

    Soweit ich den Hintergrund verstanden habe, ist es wohl so, dass dieses Brautgeld eine Art Kompensation dafuer ist, dass die Tochter als Altersversorgung entfaellt und kuenftig fuer die eigene Familie verantwortlich ist.

    Kommt ein Farang ins Spiel liegt der Fall oft etwas anders und das Sinsod ist nur der Einstieg in die dauerhafte Alimentation der kompletten Sippe inclusive saemtlicher Nichten und Neffen dritten Grades. Der hats ja und ein Haufen Sinsod ist ein Haufen "Gesicht". :-)
    Wenn man das mehr oder weniger werte Toechterlein schon an einen 30 Jahre aelteren Westler abtritt, dann muss wenigstens der Preis gesichtsbringend hoch sein. Schmerzensgeld.

    Ich glaube, dass die absurden Forderungen tendenziell weniger werden. Auch im Isan spricht es sich langsam rum, dass nicht alle Auslaender Multimillionaere sind. Deshalb Haende weg von Damen und deren Muettern, die das immer noch nicht begriffen haben.
    Und ueberhaupt: Sinsod fuer ein Bargirl? Da lacht sich jeder Thai krank und schief.

  2.  
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  3. #52
    Avatar von Chumpae

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Entfallen unter Thailändern spätere Zahlungen?
    Bei ausländischen Partnern erwartet man ja offensichtlich regelmäßige Zahlungen.
    Wäre da eine Zurückhaltung beim Sinsod nicht klug, weil insgesamt einträglicher?
    Ich weiß jetzt nicht, ob deine/meine Denke überall in Asien so gewertet würde. In Thailand mit Sicherheit nicht !
    Natürlich war mir immer klar, daß die neue Hochzeit kein 0-Summen- Spiel werden würde, allerdings habe ich immer Wert darauf gelegt, die zukünftigen "Investitionen" immer nachhaltig(sagt man ja heute so gerne)zu gestalten.
    Also natürlich in eine vernünftige Behausung, aber auch Geld für Projekte bereitzustellen, die der Familie Arbeit respektive Wohlstand bringen. Dazu gehört auch die Absicherung der Finanzierung der Schule der Kinder und Enkel.Diese Denke ist aber in Thailand nicht automatisch vorhanden, sondern man denkt mehr nur an die Freuden und Leiden des nächsten Tages.
    Der Sinsod wäre da in etwa einzuordnen. An Stelle darauf zu verzichten und in weiser Voraussicht auf zukünftige Verbesserungen der Lebenssituation der Eltern und/oder Kinder zu vertrauen, macht man auf Show mit viel Bling-Bling und großen Scheinen.
    Wenn dann nach der Zeremonie noch Kohle übrig bleibt ist es nicht ganz auszuschließen, daß die Kohle dann auch noch für Sinnlosigkeiten oder für Glücksspiele rausgeschmissen wird.
    Ich sage das nicht aus persönlicher familiärer Erfahrung, sondern in dem Wissen, daß diese "Farang"-Denke bei einem Großteil der Thais (zumal in ländlichen Gebieten)als irgendwie spinnert angesehen wird und man dann eher als "Farang-Kiniau"durchgeht.
    Ich bereue keinen Satang, den ich/wir in LOS investiert haben, ärgere mich aber schon, mit welcher Gelassenheit/Schlampigkeit diese Werte zumindest in erforderlicher Maintenance vernachlässigt werden.
    PS: dieser Ästerreicher- eigentlich tolle Idee, seine Hochzeit und Ehe mit einem "Crowdfunding" zu beginnen- so fangen glückliche lebenslange Projekte halte heutzutage an.

  4. #53
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von Frank und Supa.... Beitrag anzeigen
    aber natürlich der ach so hochgebildete Östereicher,und der hats ,wie immer, treffend und grammatikalisch richtig erkannt !Anhang 34770

    Denn: Gäben ist seliger dann Nähmen!
    Bevor Du Dich allzusehr als Deutschprofessor und Sprachinstanz des Forums etablierst, empfehle ich Dir ein wenig Grundsatzstudium, etwa zum Begriff "gang und gäbe".

    Alternativ könntest Du ja den Duden wegen seiner Schreibweise verspotten ... das macht sicher Eindruck.

  5. #54
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von thaileo Beitrag anzeigen
    Soweit ich den Hintergrund verstanden habe, ist es wohl so, dass dieses Brautgeld eine Art Kompensation dafuer ist, dass die Tochter als Altersversorgung entfaellt und kuenftig fuer die eigene Familie verantwortlich ist.
    Da hast Du wohl etwas missverstanden.

    Die Tochter wird - in der Sichtweise der Eltern - keineswegs als Altersversorgerin "entlassen", diese Verpflichtung besteht - wieder aus Sicht der Eltern - ein Leben lang. Was sich ändert, ist, dass Du (als Schwiegersohn) jetzt zusätzlich mit in der Pflicht bist.

    Ursprünglich war es so, dass Mädchen im Haushalt der Eltern blieben, bis sie heirateten. Dabei waren sie in der Regel auch deutlich jünger als sie es heute bei einer Eheschließung sind. Die Eltern hatten in dieser Phase eine kostenlose Haushaltshilfe oder (auf dem Land) Magd bzw. Reisfeldarbeiterin, die sie allerding verköstigen mussten. Der Sinsod ist von der Idee her die Kompensation für den Verlust der kostenlosen Arbeitskraft und die Abgeltung des angefallenen Kostgeldes. Daraus wurde im Laufe der Generationen dann so etwas wie eine "Tradition", bei der auch dann die Höhe eine Rolle spielte und zum Ansehen der Familie beitragen sollte.

    Nun hat sich aber die thailändische Gesellschaft in den letzten 20 bis 30 Jahren grundsätzlich geändert. Mädchen bleiben kaum noch zu Hause, sobald sie die Schule abgeschlossen haben. Sie verdienen selbst ihr Geld, verköstigen sich selbst und senden den Eltern Geld (was allerdings auch stark zurückgeht). Durch diese Änderung der gesellschaftlichen Strukturen hat sich aber die Ausgangslage geändert. Der ursprüngliche Grund für den Sinsod existiert eigentlich nicht mehr, denn wenn man ihn als Kompensation ansieht, so zahlt die Tochter ja all die Jahre ohnedies fleißig Geld, wozu dann noch eine weitere Kompensation? Die Elterngeneration will aber nicht darauf verzichten. Das führt zwangsweise zu Spannungen (nicht nur mit Farangs).

    Unter Thais ist es immer noch normal, dass man bei der Eheschließung coram publico den Sinsod zahlt. Der Brautvater öffnet das Kuvert und zählt theatralisch Schein für Schein nach, schöööön langsam, damit alle sehen können, wie hoch seine Tochter und vor allem er eingeschätzt wird. Alle wahren ihr Gesicht und dann wird aber meist das Geld vom Brautvater im Hinterstübchen wieder zurückgegeben. Das Geld ist meistens auch gar nicht vom Bräutigam, sondern von Freunden ausgeborgt. Ich habe dem Bruder meiner Frau auch für so eine Farce einmal einen größeren Betrag geliehen. Es ist eine Farce, weil alle wissen, dass das Geld nicht wirklich den Besitzer wechselt, aber bei Thais ist der Schein bzw. das Gesichtwahren eben ein wichtiger Faktor.

    In der "HiSo" gelten natürlich ganz andere Gesetze, da wird ja Geld mit Geld verheiratet, aber diese Gesellschaftschicht hat eher selten Berührungspunkte mit Farangs, und wenn doch, dann nur mit Millionären (von denen ja nur wenige im Nitty vertreten sind).

  6. #55
    Avatar von Micha

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    gelöscht ...

  7. #56
    Avatar von Koelner

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    Zitat Zitat von RudiRastlos Beitrag anzeigen
    Mal eine ganz einfache Frage an die EXPERTEN hier. Ihr sagt ja alle hier, daß ihr EXPERTEN seid.

    Was haltet ihr EXPERTEN von Sinsod?

    habt ihr doch alle bezahlt. und sagt auch gleich wieviel ihr bezahlt habt?
    Ich bin zwar kein Experte aber kurz: Nichts und nix.

    Wenn ich allerdings eine Frau aus dem Isan "importiere", dürfte das ein anderes Szeanrio sein.

  8. #57
    Avatar von deddan

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    Als bei unserer damaligen Hochzeit das Thema SINSOD zur Sprache kam, hab ich meinen Schwiegereltern in Thailand erklärt, daß in anderen Kulturen eine sog. Mitgift Tradition ist, d.h. die Brauteltern leisten eine Beitrag zum Start in das Eheleben des Brautpaares. Nach einer lockeren Diskussion sind wir dann zu dem Schluss gekommen, in die Tasche meiner Schwiegereltern wandert ein mittlere 5-stellige Baht-Summe + 2 Baht Gold und das Brautpaar bekommt von den Brauteltern ein kleines Grundstück. Natürlich weiß ich, daß meine Frau das Grundstück besitzt und ich nix, aber das war und ist ok für mich, mir tat der Betrag nicht weh, und jeder hat das Gesicht gewahrt. Habe heute ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Schwiegereltern. Also eine win/win-Situation jetzt hier und heute, was die Zukunft bringt, weiß niemend so genau!

  9. #58
    Avatar von Helli

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    Deutsches Recht ist da anders:
    Zitat aus Wiki: Im deutschen Recht ist die sogenannte Ausstattung des Kindes eine Sonderform der Schenkung aus dem Elternvermögen anlässlich der Verheiratung oder Existenzgründung geschlechtsneutral (§ 1624 BGB). Es gibt keinen einklagbaren Anspruch. Im Fall des Todes ihres Vaters muss sich die Tochter die Aussteuer nur dann gemäß §§ 2050 ff. BGB auf ihren Erbteil anrechnen lassen, wenn ihr außerdem eine Berufsausbildung finanziert wurde, so der Bundesgerichtshof. Einem rechtlichen Betreuer wird die Gewährung einer Ausstattung als Ausnahme vom Schenkungsverbot (§ 1804 BGB) durch den § 1908 BGB gestattet.

  10. #59
    Avatar von Micha L

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    Mitgift ist ja ebenso wie Brautgeld hierzulande von Gestern.

    Daher habe ich in der Hinsicht "gedankenlos" geheiratet, wie die Mehrheit der Deutschen.

  11. #60
    Avatar von deddan

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Mitgift ist ja ebenso wie Brautgeld hierzulande von Gestern.
    ... so pauschal würde ich das nicht unterschreiben wollen. Diese Tradition wird sehr wohl (in vorwiegend ländlichen Gebieten) weiterhin gepflegt. Nach meiner Erfahrung nach aber mit dem Unterschied, daß man gewisse Vermögenswerte nicht wie früher groß zur Schau trägt.

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