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"Habt ihr euch schon mal zum Liebeskasper gemacht?"

Erstellt von UAL, 05.09.2004, 16:27 Uhr · 733 Antworten · 53.317 Aufrufe

  1. #31
    expatpeter
    Avatar von expatpeter

    Re: "Habt ihr euch schon mal zum Liebeskasper gemacht?"

    Doch kann mir jemand mal einigermaßen erklären, wie ihr das Wort "Liebeskasper" überhaupt definiert, bzw. was ihr darunter versteht ?
    Ein Liebeskasper ist ein Farang, der sich in eine Thai verliebt hat und glaubt, wieder geliebt zu werden. Aufgrund dieser Illusion übersieht er, dass er derweil fi....ell ausgebeutet wird. Manche nehmen diese Ausbeutung sogar wissend in Kauf. Ich kenne so einen. Die Grenzen sind fließend und auch vom Betrachter abhängig. Das geht von akzeptabelen Verlust bis zum völligen Bankrott. Ermöglicht wird so etwas, dass immer wieder glückliche Beziehungen zwischen Thaifrauen und Farngs zustande kommen. Wenn zum Beispiel nie gewonnen würde im Lotto oder Toto, würde auch keiner mehr wetten.

  2.  
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  3. #32
    thesaint789
    Avatar von thesaint789

    Re: "Habt ihr euch schon mal zum Liebeskasper gemacht?"

    Zitat Zitat von expatpeter",p="165720
    Doch kann mir jemand mal einigermaßen erklären, wie ihr das Wort "Liebeskasper" überhaupt definiert, bzw. was ihr darunter versteht ?
    Ein Liebeskasper ist ein Farang, der sich in eine Thai verliebt hat und glaubt, wieder geliebt zu werden. Aufgrund dieser Illusion übersieht er, dass er derweil fi....ell ausgebeutet wird. Manche nehmen diese Ausbeutung sogar wissend in Kauf. Ich kenne so einen. Die Grenzen sind fließend und auch vom Betrachter abhängig. Das geht von akzeptabelen Verlust bis zum völligen Bankrott. Ermöglicht wird so etwas, dass immer wieder glückliche Beziehungen zwischen Thaifrauen und Farngs zustande kommen. Wenn zum Beispiel nie gewonnen würde im Lotto oder Toto, würde auch keiner mehr wetten.
    @expatpeter und auch alle anderen,.....hallo ers ma

    Ich möchte mir mal erlauben, deine Definition etwas zu erweitern und in meiner Meinung nach, erheblichen Punkten zu verändern. Schreib mir mal, was du davon hälst, gilt auch für alle anderen.

    Ein Liebeskaspar ist grundsätzlich eiin Mann, der sich in eine Frau verliebt, weil er ein großes eigenes Bedürfnis nach Liebe, Geborgenheit und Sicherheit hat. Er hat es dbzgl. in den meisten Fällen schon mit gleichaltrigen und/oder mit Frauen aus dem gleichen Kulturkreis versucht und einige Enttäuschungen erlebt, die ihn seiner so sehnlich gewünschen Sicherheit und seines Liebesbedürfnisses beraubt haben. In vielen Fällen ist dieser Mann nun noch unsicherer und einsamer als zuvor. Desweiteren kommen manchmal auch noch andere psychische und physische Vorraussetzungen dazu, die ihn glauben machen, für die holde Weiblichkeit nicht mehr attraktiv und interessant genug zu sein, was ihn natürlich von seinem eigentlichen Ziel noch weiter entfernt. Nun trifft dieser Mann auf eine Thaifrau und von dieser Frau erfährt er die Illusion, das sämtliche realen und eingebildeten psychischen und physikalischen Gründe und Gebrechen nebst seinen negativen Erfahrungen aus seiner Vergangenheit für SIE nicht nur kein Problem darstellen, sondern er insbesondere dafür "geliebt" wird. Das ganze "kostet" am Anfang inkl. Versorgung der Familie (die Angebetete hat ja schließlich den gleichen Anspruch auf Sicherheit, wie er selbst) im Monat nicht mal soviel, wie ein ausgedehntes Discowochenende im eigenen Kulturkreis, in dem man die ganzen negativen Erfahrungen ja gemacht hat;sprich: dieser Mann ist es gewohnt, Geld dafür zu bezahlen um die Hoffnung zu nähren, endlich die Richtige zu finden. UND schon hängt er an der Angel, denn wie bekannt, stirbt die Hoffnung zuletzt. Die Hoffnung, genährt durch andere positive Beispiele von funtionierenden Beziehungen Anderer (gutes Beispiel mit Toto/Lotto). Wie lange es nun dauert, bis die Hoffnung stirbt, liegt dann ausschließlich an der fi....ellen Leistungsfähigkeit und an der Schmerzresistenz des Betroffenen, wie bereits gesagt, kann das bis in den finanziellen Ruin führen
    Merke: wer einer Frau ausser Geld nichts anderes zu bieten hat, der muß sich nicht wundern, wenn die Frau nur sein Geld will.

    Gruß, TheSaint

  4. #33
    expatpeter
    Avatar von expatpeter

    Re: "Habt ihr euch schon mal zum Liebeskasper gemacht?"

    thesaint789,
    Ich mag die Tendenz deiner Alternative. Aber als Definition auf die Frage von Micha ist mir das zu umfangreich. Da sind schon zu viele, wenn auch ehrenwerte Wertungen enthalten. Meine subjektive Meinung.

  5. #34
    thesaint789
    Avatar von thesaint789

    Re: "Habt ihr euch schon mal zum Liebeskasper gemacht?"

    @expatpeter

    bin ja noch neu hier, versuch macht kluch

    Gruß, TheSaint

  6. #35
    Avatar von ChangLek

    Registriert seit
    01.06.2004
    Beiträge
    4.160

    Re: "Habt ihr euch schon mal zum Liebeskasper gemacht?"

    @thesaint

    Also kurz gesagt: ein Kasper der nicht geliebt wird :O oder slbst nicht liebt

    Gruß ChangLek

  7. #36
    thesaint789
    Avatar von thesaint789

    Re: "Habt ihr euch schon mal zum Liebeskasper gemacht?"

    Zitat Zitat von ChangLek",p="165793
    @thesaint

    Also kurz gesagt: ein Kasper der nicht geliebt wird :O oder slbst nicht liebt

    Gruß ChangLek
    Hi ChangLek

    Ein Kaspar der nicht geliebt werden kann, weil er sich selbst nicht liebt. Lieben heißt Geben, in allen Belangen, d.h er kann sich selbst nicht das geben, was er braucht und "kauft" sich die Illusion bei einem anderen Menschen. Du wirst in diesem Forum viele Leute finden, die immer noch der Meinung sind, das, wenn sie etwas geben, auch ein Anrecht darauf haben, etwas zurückzubekommen, nur in der Liebe gibt es keinen Verbraucherschutz.

    Gruß, TheSaint

  8. #37
    Avatar von Jim Thompson

    Registriert seit
    07.08.2004
    Beiträge
    896

    Re: "Habt ihr euch schon mal zum Liebeskasper gemacht?"

    Hallo Zusammen.

    Das passt sich ja gut, dass nun dieser thread eröffnet wurde, denn eigentlich wollte ich schon ehc80’s thread missbrauchen um meine „Liebeskasperl-Geschichte“ zu publizieren. Als ich nämlich seine Story las, da habe ich so einige Verbindungen zu meiner Geschichte erkannt. Und dabei habe ich gedacht, dass mir so etwas absolut nicht mehr passieren kann – falsch gedacht!
    1991 habe ich meine ersten Thailanderfahrungen gemacht, nachdem ich über Bekannte hier in Deutschland eine Thailänderin kennen gelernt habe. Mit meinen, damals 24 Jahren war ich natürlich total angetan von solch einer exotischen Schönheit, bis ich nach einem Jahr feststellen musste, dass ich ihr nur als ATM diente. Diese Frau hat übrigens nie an einer Bar gearbeitet. Und heute, im Jahr 2004, lebt sie seit einigen Jahren in Deutschland und hat auf ihrer Tour bereits drei weitere Farang ausgesaugt, von denen sie zwei zwischenzeitlich geheiratet hat.
    Danach hatte ich noch einige kleine Scharmützel auf dem großen Schlachtfeld der Gefühle, die aber eher untergeordneter Natur waren, obwohl sie nicht weniger haarsträubend waren, als die Abzocke meiner ersten Thai-Freundin.
    Ich betrachtete mich nun als geheilt ! (falsch gedacht)
    Im Jahre 1998 heiratete ich meine (Noch) Ehefrau und mein Leben nahm einen mehr oder weniger geregelten Lauf. Zurückblickend auf unser 6-jähriges Eheleben kann ich sagen, dass sich wohl so manch einer keine bessere Frau vorstellen könnte. Um nicht zu sehr ins private Detail gehen zu wollen, möchte ich nur anmerken, dass meine Frau nie an einer Bar gearbeitet hat, sondern in einem großen shopping center in Bangkok. Niemals hat sie mich um Geld für ihre Familie gebeten, ganz im Gegenteil: sie hat sehr schnell verstanden, wie es hier in D läuft, und hat versucht, das Beste draus zu machen. Denn auch hier muss man hart arbeiten fürs Geld. Weiß ja jeder von Euch. Leider gab es dann doch erhebliche Reibungseffekte, so dass wir auseinandergedriftet sind.
    Letztes Jahr habe ich dann hier in D eine Servicefachkraft aus einer Institution der öffentlichen Körperschaften kennen gelernt, und nach ein paar kurzen Treffen hat es auf einmal wieder im Magen gekribbelt, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe.
    Da war’s passiert: Ich habe mich in eine Professionelle verliebt!
    Nun musste ich eine Entscheidung treffen, was ich denn wollte. Und so habe ich sehr schnell die Karten auf den Tisch gelegt, und meiner Frau die Wahrheit gesagt. Da war natürlich was los, wie man sich vorstellen kann. Es war ein langer, schwerer und tränenreicher Weg - für Beide.
    Damals sagte mir meine neue Freundin, dass sie nach D kam, weil ihre Schwester schon hier lebte, und sie von dieser verkuppelt wurde. Ihr Mann war ein Ar…., der sie ein paar mal so schlug, dass sie sich im Krankenhaus behandeln lassen musste. Die Ehe hielt sieben Jahre. Jetzt hat sie noch so viel Schulden aus dieser Ehe, da sie immer für Kredite mit unterschreiben musste, von denen sie nichts verstand. Verheiratet sei sie aber nicht. ….!
    Dieses stellte sich nach ca. zwei Monaten als Fehlinformation heraus. Da war ich natürlich erst mal ganz schön geschockt. Ihr Mann würde aber denken, dass sie in einem Thai Restaurant als Bedienung arbeitet. Bedienung stimmte ja, aber … (Und immer wenn sie ihre Tage hat, hat sie ausgerechnet ihre freien Tage im Restaurant….?) Einmal im Monat fuhr sie immer mit dem ICE zu ihrem Mann nach Haus. Nun denn, auch dieses stellte sich etwas später als Fehlinformation heraus. Natürlich wusste er, und weiß es immer noch, wie sie ihr Geld verdient. Aber sie würde ihn nicht mehr lieben und sie wollte mit mir zusammen ein ganz normales Leben führen, aber bitte etwas später.
    Oh Mann, jetzt hätte ich doch normalerweise die Alarmglocken schrillen hören müssen. Schellten wohl auch, aber was man nicht hören will, ….
    Ganz schnell musste nun aber Geld her, fürs Ticket und für das Haus für die arme alte Mama im Isaan. O k, man tut ja was man kann. Da habe ich ein bisschen geholfen. Und die Glocken schellten!
    Als sie nach vier Wochen wieder da war, fragte ich dann mal so langsam, wie sie sich denn nun unsere Zukunft vorstellen würde. Es wäre nicht so einfach, sich von ihrem Mann zu trennen (oh ja, dass spürte ich selber), und ich solle sie bloß nicht zu irgend etwas zwingen. So etwas würde sie ja gar nicht mögen. Also wurde dieses Thema eine zeitlang (typisch thai) totgeschwiegen.
    Es folgten einige Monate, immer der gleiche Ablauf. Abends manchmal abholen, um bei mir zu übernachten, einige gemeinsame Tage und Ausflüge, aber auch immer der monatliche Trip zurück in ihr Eheleben. Wenn er anrief, und wir waren zusammen, musste ich sofort die Klappe halten, denn er durfte nichts von mir wissen. Wenn wir gerade im Auto fuhren, sofort anhalten und Thai-Musik anmachen. „Hallo Schatz, ja ich sitze in meinem Zimmer und höre Musik“ …..und die Glocken schellten…!
    Als ich mal wieder sanften Druck ausübte, um endlich mal eine Entscheidung herbeizuführen (es waren inzwischen 6 Monate), gab es eine neue Hiobsbotschaft für mich: Sie muss so lange mit ihrem Mann zusammenbleiben, bis das geplante Haus im Isaan fertig ist. Sonst hätte sie ja schließlich gar nichts, und sie müsse ja auch an sich und ihre Zukunft denken – na klar! …schrillllllllll !!! Die Glocken zerschellten schon fast, aber irgendwie habe ich immer noch nichts gehört – komisch ?!
    Der Hausbau wurde im November begonnen und sollte im Mai abgeschlossen sein. Ihre Planung sah vor, dass sie bis kurz vor Weihnachten „arbeitet“, dann endlich ihre ach so unangenehme „Arbeit“ hier beendet, im Januar nach Thailand fliegt und erst wieder kommt, wenn das Haus (Riesen Protz Villa auf einem mehrere Fußballfelder großem Grundstück) fertig ist. Dann würden wir vielleicht zusammenkommen. Schöne Aussichten.
    Also hörte sie mit ihrer „Arbeit“ kurz vor Weihnachten auf und wurde ganz feierlich von ihrem lieben Mann abgeholt. Sonst fuhr sie die 450km immer mit dem Zug. Aber zu solch einem Anlass lies sich der fürsorgende Gatte selber blicken. Es war für uns einen Tag vorher ein sehr emotionaler Abschied. Jedoch hatte ich bereits ein Ticket für Februar in der Tasche. Weihnachten und Sylvester saß ich Vollidiot nun also allein zu Haus. Und gerade in solch einer besinnlichen Zeit macht man sich dann doch mal Gedanken – hatte ich etwa was gehört? Schrill!
    Anfang Januar, kurz bevor sie losflog rief sie mich mit tränenerstickter Stimme an und sagte mir, dass ihr Mann ihr ihre „erarbeiteten“ 20.000,-€ geklaut hat, weil er das Geld für eigene Zwecke braucht. Na klasse, er wollte es aber schnellstmöglich zurückzahlen, denn sie benötigten das Geld doch für den, bereits begonnenen Hausbau! Oh oh!!!
    Im Februar trafen wir uns also in LoS, und es war eine wirklich tolle Zeit. Sie brauchte nicht „arbeiten“, ihr Mann war nicht da, wir waren sogar bei ihrer Familie im Isaan und ich schlief in ihrer Mutters Haus (welches ich ja auch mitfinanziert hatte). Ihr Mann rief nur sehr selten an und nervte daher auch nicht (verständlich, denn das Geld konnte er so schnell nicht wiederbeschaffen und er wollte sich nicht immer fragen lassen, wann er es denn schicken würde). Ich dachte, wenn sie mich mit zur Mutter nimmt, und nach all dem, was ihr Mann getan hat, da kann ja nichts mehr schief gehen – falsch gedacht! …und Glocken hört man in LoS ja sowieso nicht!
    Die schöne harmonische Zeit neigte sich dem Ende, und ich flog wieder zu meiner Arbeit, nicht ohne noch ein bisschen auszuhelfen, weil sie ja nichts hatte. Er hat sie tatsächlich fünf Monate in Thailand sitzen lassen, ohne ihr einen Cent zu schicken. Wir telefonierten sehr oft, und sie sagte mir immer, dass ich wenigstens anriefe um zu fragen, wie es ihr ginge, was ihr Mann nicht tat. Aber, was war das: Pünktlich, als das Haus nun eingeweiht werden sollte, flog der Göttergatte zum Tam Boon nach Thailand, für sage und schreibe vier Tage!!! Natürlich hatte er auch jetzt keinen Cent dabei, sodass die Schlussrechnung des Architekten noch nicht bezahlt werden konnte. Aber, wie einschlägige Fotoaufnahmen bewiesen, fühlte er sich als King, als Farang – Gönner während des Tam Boon. (Khon Naa mai ai). So musste sie sich von ihrer älteren Schwester (die übrigens in der gleichen Branche tätig ist wie sie, sogar in derselben Institution) einige Hunderttausend Baht leihen, um den Architekten zu bezahlen. Ihre Schwester hatte allerdings einige Tage zuvor einen Hauskauf in BKK angeleiert, der in zwei Monaten in trockene Tücher musste. Also blieben immer noch ca. 5.000,-€ für den Architekten offen.
    Zurück nach D flogen sie dann alle drei gemeinsam. Zu erwähnen bleibt noch, dass ihr Mann auch von der Schwägerin Gelder veruntreut hat, die er eigentlich Weihnachten aufs BKK-Konto überweisen sollte. Also waren sie nun Ende Mai wieder im Land, und das Telefon schellte. Das habe ich gehört…
    Sie hat mich nicht direkt darum gebeten, aber das Hauptthema am Telefon waren die Schulden, die sie nun bei ihrer Schwester hatte. Ein Teil bei der Schwester, und noch einmal 5.000,-€ beim Architekten.
    Tirak, was soll ich bloß machen? Tja, nun musste sie doch wieder „arbeiten“, was eigentlich gar nicht so geplant war. Und nach ein paar Tagen war sie wieder hier, was mich natürlich einerseits freute. Außerdem bot ich ihr an, mit den 5 Riesen auszuhelfen, die ich aber zurückhaben müsste. Tirak, Du bist so lieb zu mir! Nun dachte ich, wenn sie es jetzt nicht merkt, wer es gut mit ihr meint, dann merkt sie es nie – genau !
    Ihr Mann hielt sie am Telefon hin mit irgendwelchen Geschichten, dass er das Geld überwiesen hätte, aber die Kontonummer stimme wohl nicht, und anderen ominösen Erklärungen. Er behauptete jedenfalls ihr gestohlenes Geld nach Thailand geschickt zu haben, doch Anrufe bei der Mama ergaben, dass nie etwas ankam. Auf deutsch: er verarschte sie! Das ging so weit, dass sie nach einem Telefonat mit ihrem Mann, ihr Handy an die Wand warf und bitterlich geweint hat, sodass ich sie trösten musste.
    Es war dann bis vor drei Wochen noch eine sehr schöne Zeit. Ich dachte wieder, nach all dem was bis jetzt geschehen ist, steht uns beiden doch nichts mehr im Wege – falsch gedacht!!!
    Noch als sie mir die letzte Rate des „Architektendarlehens“ zurückgab, schrieb sie auf den Umschlag: Danke Tirak für alles was Du für mich getan hast. Ich liebe Dich für immer und ewig.
    Wir haben nach diesem Abend noch zwei „ganz normale“ Wochen miteinander verbracht, bis zu einem Abend, als ich sie mal wieder zu mir nach Hause holen wollte. Ich fuhr zu ihr ohne Voranmeldung, und was dann geschah, kann ich bis heute nicht verstehen.
    Ich habe in den 18 Monaten wirklich alles für diese Frau gemacht, was ich konnte. Ich muss für mein Geld hart arbeiten, und habe es bestimmt nicht so locker sitzen, dass ich damit rum werfen kann. Ich habe meine Frau verlassen, ich habe mir eine kleinere Wohnung nehmen müssen, ich habe zu ihr gestanden, egal was einige meiner besten Freunde gesagt haben. Ich war immer für sie da, Tag und Nacht, wenn sie einsam war, fuhr ich zu ihr, wenn sie irgendetwas brauchte, habe ich es ihr gebracht. Es war eine Tortour für mich, den ewigen Gedanken im Kopf zu haben, wer denn jetzt gerade von ihr „bedient“ wird. Ich habe letztes Jahr in acht Monaten 21 kg abgenommen (was mir sicher ganz gut tat, aber nicht auf diese Weise!), weil mich die gesamte Situation total fertig gemacht hat.
    Sie sagte diesen Abend zu mir, dass sie nicht mehr mit mir mitkommt. Es wäre vorbei. Sie hat Mist gebaut, und deshalb muss sie auch ihrem Mann verzeihen. Da packte sie ihre Tasche, ließ mich stehen, wie einen Blödmann und ging aus ihrem Zimmer. Ich ging völlig perplex zu meinem Auto und stieg ein. Den großen BMW habe ich erst gar nicht gesehen, bis sie aus der Institution kam, eiskalt an mir vorbei marschierte und in genau diesen Wagen einstieg. Das war nicht das Auto ihres Mannes, sondern wohl ein neuer Phua Noi !
    Für mich brach an diesem Abend wieder einmal alles zusammen.
    Was hatte ich falsch gemacht?
    Sie sagte inzwischen zu mir, sie sei glücklich mit mir gewesen, ich wäre ein guter Mann für sie, sie würde nie vergessen, was ich für sie getan habe, aber: Sie kann ihren Mann nicht verlassen. Sie möchte nicht noch eine Scheidung, bla bla bla …….
    Ja, aber was ist denn mit dem neuen Kerl da? Sie würde mal etwas Ruhe brauchen, ihr wäre alles zu viel geworden, bla bla bla ….
    Mit mir kommt sie nun gar nicht mehr mit, weil sie vor mir Angst hat, dass ich ihr etwas tun würde. Ja hätte ich denn einen Grund dafür?
    Von einen Tag auf den Anderen, ist man aus ihrem Leben ausgeschlossen wurden. Keine Anrufe mehr, kein, aber auch gar kein Kontakt mehr, alles aus!
    Ich kann es einfach nicht begreifen. Ich verstehe nicht, wie sie mich nach all dem, was ich für sie getan habe, so eiskalt fallen lassen konnte. Das tut sehr weh!

    Warum ich das hier schreibe?
    Ob Ihr es glaubt oder nicht, aber es hilft ein bisschen drüber weg zu kommen. Seit Mai habe ich angefangen in verschiedenen Thai-Foren zu lesen, bei zwei Foren bin ich nun auch angemeldet, und wenn ich lese, wie viele Leute gleiche oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben, dann fühlt man sich nicht mehr so verarscht und einsam.

    Ich kann einfach nicht verstehen, wie sie so eiskalt den Menschen behandelt, der alles Mögliche für sie getan hat.
    Wenn sie jetzt wieder zu ihrem Mann zurückgeht, dann ist es so als würde sie mir ins Gesicht sagen: „Er ist der bessere Mann für mich.“
    Ein Mann, der seine Frau so etwas „arbeiten“ lässt, und ihr dann noch das Geld wegnimmt, welches sie unter Einsatz ihrer Gesundheit mit ihrem Körper verdient hat, der hat so viel Charakter wie ein räudiger Straßenköter!!!
    Ich verstehe es einfach nicht.

    Und deshalb bin wohl auch ich mal wieder ein Liebeskasper gewesen!

    Viele Grüße

    Jim Thompson

  9. #38
    expatpeter
    Avatar von expatpeter

    Re: "Habt ihr euch schon mal zum Liebeskasper gemacht?"

    Der Liebeskasper liebt immer. Da Lieben immer mehr wert ist, als geliebt zu werden, nimmt er zunächst auch immer mehr, als die eventuell nicht liebende Thai. Wird er zufällig wiedergeliebt, ist er kein Liebeskasper mehr. Wird er nicht wieder geliebt, befindet sich aber in der Illiusion, geliebt zu werden, beginnt das Drama eventuell. Oft stellt sich die wahre Situation erst später heraus.

    Das war noch eine Antwort auf Changlek und TheSaint.

  10. #39
    thesaint789
    Avatar von thesaint789

    Re: "Habt ihr euch schon mal zum Liebeskasper gemacht?"

    Hi Jim,

    deine Geschichte ist genial und deine durchlebte Gefühlsachterbahn tut mir leid, von ganzem Herzen.
    Ergibt sich für mich eigentlich folgende Schlußfolgerung; nicht ihr Mann hat Sie, sondern die BEIDEN haben dich verars....t. Du warst ausgesaugt, nun kommt der nächste dran (BMW). Und das Ganze nur, weil man glaubt, das man eine Rendite bekommt für das was man investiert, funktioniert aber nicht in der Gefühlswelt. Hak es ab unter der Erfahrung "Liebe kann man nicht kaufen, wenn überhaupt nur eine gute Zeit" und mach dich bitte nicht mit deinem versuchten Vergleich mit ihrem Mann noch nachträglich unglücklich. Es ging nie um dich, du warst nur zur falsche Zeit am falschen Ort und dann auch noch in der falschen Gemütsverfassung. Andere Menschen sitzen vielleicht im Rollstuhl, haben alles verloren und vorallem nicht noch zeitweise eine so schöne Zeit gehabt, wie du. Eigentlich gehts dir gut (ich möchte dich wirklich aufbauen, wenn ich das kann) und fürs nächste Mal: Wenn man Gefühle investiert, kann man Gefühle erwarten, wenn man Geld investiert, kann man es verlieren, das macht dich nicht zu einem schlechteren Menschen und den Nutznießer nicht zu einem Besseren, vergiss es, such dir ne Neue......

    Gruß, TheSaint

  11. #40
    Avatar von phimax

    Registriert seit
    03.12.2002
    Beiträge
    14.274

    Re: "Habt ihr euch schon mal zum Liebeskasper gemacht?"

    Zitat Zitat von thesaint789",p="165810
    Du wirst in diesem Forum viele Leute finden, die immer noch der Meinung sind, das, wenn sie etwas geben, auch ein Anrecht darauf haben, etwas zurückzubekommen, nur in der Liebe gibt es keinen Verbraucherschutz.
    Ich folge dir in so fern, das Lieben Geben ohne Gegenleistung bedeutet.
    Wenn allerdings auf der anderen Seite jemand steht, der genau dies weiß, kann das traurig enden.

    Eine Zwickmühle...

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