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Grundbesitz in Thailand

Erstellt von Otto-Nongkhai, 12.08.2002, 21:19 Uhr · 78 Antworten · 4.935 Aufrufe

  1. #71
    Nelson
    Avatar von Nelson

    Re: Grundbesitz in Thailand

    Noch ein Nachtrag:

    Ich würde in Thailand nichtmal ein "Condominium" kaufen, obwohl dies ja für Farangs unter gewissen Bedingungen möglich ist.

    Warum???
    Ganz einfach: Was mache ich, wenn mich thailändische Nachbarn oder die thailändische Haus-Verwaltung rausmobben wollen??? Was mache ich, wenn die Verwaltung oder die Miteigentümer das Gebäude mehr oder weniger verfallen lassen???

    Richtig! Dann bin ich der Trottel, der sich seine schöne Besitzurkunde eingerahmt auf dem Locus aufhängen kann!

    Deshalb: Kohle auf dem Konto lassen und MIETEN! Und bei Ärger ganz einfach und cool lächelnd umziehen!;-D

    Gruß, Nelson

  2.  
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  3. #72
    Avatar von Jinjok

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    Re: Grundbesitz in Thailand

    Aa-dschai-dam's Idee ist vom logischen und unbefangenen Standpunkt des unbeteiligten Betrachters nicht mal so verkehrt. Aber einige Randbedingungen muß man dabei einhalten bzw. akzeptieren.

    1.) Gedanklich und praktisch muß man Haus und Grund in dieser Angelegenheit trennen. Grund und Boden muß Frau selbst besorgen und auch beeiden, daß der Goldesel aus dem fernen EUROland keinen EUROcent dazubezahlt hat. Und daran muß man sich halten. Damit hat man also keine Verlustgefahr. Man steckt in das Land kein Geld und wird keines verlieren.

    2.) Das Haus darf ein Farang besitzen und beazhlen. Daher besteht auch die Gefahr hier was zu verlieren, wenns mal Krach gibt. Alfreds Vorschlag ist einfach wie genial.

    2.a) Wenn dem Farang-Papa nun die frischgebaute Bude allein gehört, weil er sie vor der Ehe schon erworben hat und per Ehevertrag 'jeder-behält-seins' festgeschrieben hat, dann kann er doch am nächsten Montagmorgen 8 Uhr zur Thaibank seines Vertrauens gehen und sich ganz allein darauf eine Hypothek nehmen. Und das über die volle Summe, über die der Officer in der Bank mitgehen kann.

    2.b) Eine Hypothek kostet natürlich auch Geld, nämlich Zinsen und hier ist der Nachteil. Den nimmt man normalerweise in Kauf, wenn man Geld leiht was man nicht hat. Aber hier leiht man Geld was man eigentlich nicht braucht. Oder vielleicht weiß man ja doch, was man mit den unverhofft eingetroffenen Ba(h)tzen Geld machen kann.

    2.c) Hier kommt das geniale zum Vorschein, nämlich die Hypothek ist das Gegenmittel zu Klaus' Mopedkillern. Die Hypothek kostet ja nicht nur Geld, sondern will auch schön jeden Monat zurückgezahlt werden. Sonst ist das Häusle schneller futsch und die trauernde Witwe samt Anhang auf der Straße ehe sie Erbschaft sagen kann. Der springende Punkt oder das hüpfende Komma ist, wer bezahlt die Hypothek, wenn der Goldesel ins Gras gebissen hat? Aus der Verwandtschaft bestimmt keiner.

    3.) In der Stadt ist es natürlich eine Alternative ein Haus zu mieten, aber auf dem Dorf vermietet in der Regel keiner was. Als Grund zu mieten statt zu kaufen könnte man eine gewisse Klammheit in der Brieftasche ins Feld führen.

    Weiter fröhliches Knobeln wünscht
    Jinjok

  4. #73
    Avatar von heini

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    1.254

    Re: Grundbesitz in Thailand

    Wenn dem Farang-Papa nun die frischgebaute Bude allein gehört, weil er sie vor der Ehe schon erworben hat und per Ehevertrag 'jeder-behält-seins' festgeschrieben hat, dann kann er doch am nächsten Montagmorgen 8 Uhr zur Thaibank seines Vertrauens gehen und sich ganz allein darauf eine Hypothek nehmen. Und das über die volle Summe, über die der Officer in der Bank mitgehen kann.
    hallo jinjok,
    stelle hiermit einfach mal die behauptung auf, da findet sich keine bank, die eine hypothek auf ein haus gibt, wo der grund und boden jemand anderen gehoert...... es sei denn...... der chanod-inhaber beantragt die hypothek und die wird dann auch an den farang ausgezahlt.... dann koennte die geschichte sogar klappen!
    in diesen fall ist das ganze sicher keine schlechte konstruktion!
    gruss heini

  5. #74
    Avatar von sunnyboy

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    Re: Grundbesitz in Thailand

    Einfachere Lösung, Thai mit Haus finden und dann einnisten
    Gruß Sunnyboy
    (Hausbesitzerinnen gibt es mehr als man denkt )

  6. #75
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: Grundbesitz in Thailand

    Hi Jinjok,
    eines verstehe ich nicht ganz, wieso soll "Ich" eine Hypothek bei der Bank aufnehmen, die, wie Du ja schreinst , Geld kostet, wenn ich diese garnicht brauche??
    ...uebrigens, mein "Mopedbesispiel" sollte nur die allgemeine Situation und die Moeglichkeiten bis ins "Extrem" ausleuchten, kann aber eben auch tatsaechlich passieren und ist bestimmt auch schon...
    :-)
    Dem obigen Zweiffler zu dieser Mopedpraxis kann mitgeteilt werden, das KEINE Woche vergeht, wo solcherart Vorgaenge, oft wegen viel nichtiger Sachen passieren, die polizei hat mal eine Zahl veroeffentlicht, wo draus hervorgeht, dass ihnen(der polizei) ueber EINTAUSEND !! dieser Mopedkiller bekannt sind, sie jedoch meisst mangels Beweise nichts unternehmen koennen! UEBER EINTAUSEND, und das Service-Paket soll es bereits ab 10.000 Baht geben...!
    Nur mal so nebenbei...:-)

    Zur Frage, wenn man nicht heiraten will,...?
    ...dann braucht man auch KEIN Haus bauen, so einfach ist das...LOL:-)
    da reicht doch dicke das Anmieten....:-)
    Das Haus sollte doch, neben der Wohnfunktion vor Ableben auch gleichzeitig eine gewisse Vorsorge und Versorgung fuer die, meisst ein klein wenig juengere Ehefrau sein...:-)
    Gruss Klaus



  7. #76
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
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    5.556

    Re: Grundbesitz in Thailand

    Hallo Heini
    Das Argument mit der Bank kann ich nicht ignorieren und weil ich nichts gegenteiliges weiß oder beweisen kann, bleibts wohl beim vorher gesagten: Man(n) kann sich als Ausländer nicht absichern. Also besser vor der Investition in ein Haus gedanklich damit anfreunden, daß im Trennungsfalle (mehr als die Hälfte aller Ehen werden hierzulande früher oder später geschieden - das werden bei D/TH nicht weniger sein, eher mehr) das Haus futsch ist. Aber das kennt man ja auch von der heimischen Scheidungspraxis.

    Hallo Klaus
    Wer Nachrichten aus TH schon eine Weile verfolgt weiß, daß Du mit dem Mopedbeispiel nicht übertreibst. Du solltest auch keine Hypo auf Dein Haus laden, sondern derjenige, der sich so unabkömmlich machen will. Aber wie Heini weiß, gibt die Bank keine Hypothek wenn man nicht auch den Grund besitzt. U N D inzwischen fiel mir auch ein, daß die Dame ja auch nur einen Ersatzzahler in Pattaya suchen muß, damit wäre auch diese Sicherheit keine mehr.

    Da bleibt nur was uns allen schon von der Großmutter mit auf den Weg gegeben wurde: Darum prüfe wer sich ewig bindet. In diesem Falle muß man die Familie mit einbeziehen, da man sich in den meisten Fällen auch an diese bindet. ;-D
    Jinjok

  8. #77
    Avatar von MichaelNoi

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    3.844

    Re: Grundbesitz in Thailand

    Hier ein Kommentar von Thaianwalt.com zu diesem Thema:

    Privater Grunderwerb in Thailand
    Das thailändische Recht unterscheidet ebenso wie das deutsche zwischen dem schuldrechtlichen Verpflichtungsgeschäft (Kaufvertrag) und dem dinglichen Erfüllungsgeschäft (Eigentumsübertragung, Eintragung).

    Ausländer können schuldrechtlich einen Kaufvertrag abschliessen. Dies ist auch empfehlenswert, da sie dann einen Anspruch auf Erfüllung des Kaufvertrages haben und im Falle einer Vertragsverletzung die Rechte aus dem Vertrag geltend machen können.

    Hingegen können Ausländer - bis auf ganz eng begrenzte Ausnahmen - nicht als Eigentümer eingetragen werden. Sollte eine Eintragung dennoch erfolgen - was hin und wieder geschieht - ist sie unwirksam.

    Während in der Vergangenheit das für Ausländer bestehende Verbot zum Grunderwerb sich auch auf deren thailändische Ehegatten erstreckte, ist ein Grunderwerb für letztere inzwischen möglich. Voraussetzung ist jedoch, dass beide Eheleute bei Umschreibung des betreffenden Grundstücks eidesstattlich versichern, dass der Kaufpreis, der für den Erwerb des Grundstücks aufgebracht wird, aus dem (eigenen) Vermögen der thailändischen Güterrecht, nach dem es ein Gemeinschaftseigentum der Eheleute (sin somros) und ein Privateigentum (sin suandua) gibt. Das Grundstück gehört aufgrund der vorgenannten Erklärung zum Privateigentum (sin suandua).

    Die Konsequenz ist, dass das möglicherweise in Wirklichkeit mit dem Geld des ausländischen Ehemannes erworbene Grundstücks in der freien Verfügungsgewalt der Ehefrau bleibt und von dieser jederzeit verkauft oder belastet werden kann. Bei einer Ehescheidung nach thailändischem Recht wird das Gemeinschaftseigentum geteilt. Das "sin suandua" hingegen bleibt bei der Teilung unberücksichtigt und steht weiterhin im Alleineigentum der Ehefrau.

    Aus den genannten Gründen ist von dieser Möglichkeit sinnvollerweise nur in 2 Fällen Gebrauch zu machen:

    1) Wenn das Geld tatsächlich aus dem Vermögen der Ehefrau stammt.

    2) Wenn der Ehemann das betreffende Grundstück seiner Frau schenken will und keinerlei eigenes Vermögensinteresse daran hat.

    Diese Möglichkeit hat nichts mit dem in der Vergangenheit vielfachpraktizierten "Verfahren" zu tun, bei dem die thailändische Ehefrau eine Eigentumsumschreibung auf ihren Namen dadurch erreichte, dass sie unter Verschweigen des Ehestatus ihre "alte", auf dem Mädchennamen lautende ID-Card beim Grundbuchamt vorlegte. Derartiges war und ist illegal und wird - gerade nach dem neuen Gesetz - strafrechtlich verfolgt und zwar sowohl gegen die Ehefrau als auch gegen den Ehemann (Anstiftung)!

    Um sich einen wirtschaftlichen Zugriff auf das Grundstück zu erhalten, bestehen folgende Möglichkeiten:

    Das Eigentum an dem Grundstück kann auf eine thailändische Company eingetragen werden, an der der Ausländer beteiligt ist.

    Der Ausländer kann das Grundstück für einen Zeitraum von maximal 30 Jahren pachten oder mieten. Ein solcher Mietvertrag kann in das Chanod (Landeigentumsurkunde) eingetragen werden und geht anderweitigen Verfügungen über das Grundstück vor. Er entspricht damit in gewisser Weise dem deutschen Erbbaurecht.

    Der Ausländer kann dem Thailänder für den Kaufpreis des Grundstückes ein Darlehen gewähren. Dieses Darlehen kann ebenfalls in das Chanod eingetragen werden. Es entspricht damit in etwa einer deutschen Grundschuld.

    Der Darlehens- oder Pachtvertrag muss schriftlich abgeschlossen und von beiden Parteien sowie zwei Zeugen unterschrieben werden. Der Vertrag muss beim Landamt registriert und in das Chanod eingetragen werden. Zur Sicherheit kann der Pächter auch das Chanod in seinem Besitz behalten.



  9. #78
    Avatar von Otto-Nongkhai

    Registriert seit
    05.11.2002
    Beiträge
    12.292

    Re: Grundbesitz in Thailand

    Ich habe mich über Pachtvertrag abgesichert.
    Wenigstens kann meine Frau das Haus jetzt nicht mehr beleihen.

    Sonst sollte man auch mal daran denken ,wie schnell so ein Haus abgewohnt wird.
    Ein Haus von z.b. 400.000 Bath =10.000 Euro.
    Wenn man jetzt in Deutschland zur Miete wohnen würde ,müßte man doch mindestesns im Monat 400 Euro zahlen ( warm ).
    Nach 25 Monaten = ca 2 Jahren hat man das Haus abgewohnt und könnte es eigentlich aufgeben.
    Wenn man die Mietkosten aus Thailand vergleicht ,dann würde es mit dem Abwohnen länger dauern.
    Aber warum soll man sich nicht mal den " Luxus " gönnen ,
    im eigenen ,billigen Haus zu wohnen ?
    Macht doch viel mehr Spass ,wenn man alles nach Wunsch verändern kann.

    Zum Schluss erinnere ich noch daran ,dass das ganze Leben ein Risiko ist .
    Der eine hat Glück und alles/vieles geht gut ,der andere hat Pech und verliert sein Haus nach 3 Monate an eine "schlechte" Thai.
    Also ,trotz Warnungen aus den Foren ,Mut zum Risiko!

    Gruss Otto

  10. #79
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: Grundbesitz in Thailand

    ...danke Otto, sehr informativ, besonders der Hinweis auf die gesetzlichen Grundlagen...:-)
    ...sehr wertvoll der mutmachende Spruch zum Risiko...:-)...hoffentlich
    beteiligst Du Dich dann auch an den Risiken...LOL:-)
    ..der Anderen...?
    Klaus

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