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Gesundheit und Versicherungsschutz in Thailand

Erstellt von Antares, 15.04.2012, 17:14 Uhr · 3.642 Antworten · 389.314 Aufrufe

  1. #101
    Antares
    Avatar von Antares
    @waanjai_2 Das höhrt sich ja alles ganz rund und schlüssig an, nur meistens kommt es anders! Der Farang ist In Europa aufgewachsen und hat dort gearbeitet und gelebt. In einer Gesellschaft mit bestimmten Werten welche ihn prägten. Er lebt und fühlt und denkt immer in den Dimensionen und Werten in welchen er verwurzelt ist. Über 2000 Jahre abendländische Kultur und Lebensweise kann man nicht so einfach abstreifen wie ein verschwitztes Hemd. Bei einem Umzug in ein anderes Land kann man zwar äußerlich die Gepflogenheiten annehmen, aber im Herzen bleibt man doch immer der Mensch der von Kindheit an in seinem Kulturkreis geprägt wurde.
    Ich denke das jemand welcher sein bisheriges Leben (ausreichend) Krankenversichert war, der sollte das auch in Thailand sein. Das gibt Sicherheit und Sicherheit gibt Lebensfreude! Wer sich und seine Familie Krankenversichert der zeigt Respekt und Liebe.
    Ich kann dieses Geschwafel von wegen "ich lebe in Thailand und lebe wie die Thais" nicht mehr höhren und lesen. Die allermeisten Thais der Mittelschicht haben eine Krankenversicherung. Selbst die ärmsten Froschjäger und Insektensammler haben die 30 Bath Versicherung. Warum soll der Farang keine oder eine schlechte KV haben?


    M.

  2.  
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  3. #102
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Antares Beitrag anzeigen
    Die allermeisten Thais der Mittelschicht haben eine Krankenversicherung. Selbst die ärmsten Froschjäger und Insektensammler haben die 30 Bath Versicherung. Warum soll der Farang keine oder eine schlechte KV haben?
    Jetzt sind wir schon ziemlich nahe beisammen. In der Identifikation was wünschenswert wäre.
    Ich war immer der Meinung, dass die 30 Baht-Zuzahlung pro Fall-Versicherung, jährlich eher eine 500 Baht-Versicherung plus Staatszuschüssen wie in anderen Ländern ja auch, ein Schritt in die richtige Richtung einer Basis-Versorgung darstellen würde. Einige Provinzen in Kanada haben das gleiche Modell mit Kopfpauschalen auch schon ausprobiert und sind inzwischen beim Fine-Tuning.

    Wie Du zu Recht beschreibst, werden mehr und mehr Arbeitnehmer in KVs einbezogen, bleibt ja auch den Thais nichts anderes übrig, weil bei denen ja auch die Nettoreproduktionsraten schon sinken.
    Aber die thail. Versicherungen haben eigentlich alle die Sunset-Formel: Irgendwann ist Schluß mit der Versicherung. Solange das für die Thais tragbar erscheint, warum soll dies nicht auch für die Expats dann gelten, die partout nicht in ihr Sozialsystem zurückkehren wollen?

    Der erste Schritt ist jedoch der Schritt in Richtung Versicherungspflicht. Jeder, der sich in Thailand längerfristig aufhalten will, muß sich vorher dort versichern (Versicherungspflicht). Das trifft dann schon viele Non-Immi-Leute, erst recht die mit One Year Permissions to Stay, und die mit Resident Permits etc.. Darüber wird ja ganz intensiv nachgedacht, seitdem die Krankenhäuser in Phuket auf jede Menge unbezahlte Rechnungen der Farangs sitzengeblieben sind und Thailand hierfür keine solidarischen Systeme zur Deckung von Lücken hat.

    Will die thail. Politik, dass sich zukünftig die Farangs mit Langzeitaufenthalten in Thailand in Thailand versichern müssen (oder über gleichwertige, ausländische Policen verfügen), dann beläßt dies nicht nur viele Abenteurer in ihren Heimatländern, sondern zwingt die thail. Politiker verstärkt auch über die unsinnige Sunset-Klausel in den thail. Policen nachzudenken. Und dann hätten doch auch die Thais etwas davon, nicht nur die Farangs.
    Das alles natürlich rückbezogen auf die Ausgangslagen und Machbarkeiten in Thailand.

    Wer noch lange nach seinem Hirntod exzellente Apparate-Medizin haben will, der wird dann besser nach den USA auswandern. Die Bedeutung der solidarischen Versicherungen ist dort immer noch sehr begrenzt und jeder darf so gut wie alles entweder out of the pocket oder via PKV zahlen. Und braucht dafür regelmäßig immer mehr Geld. Das scheint mir jedoch wirklich ein anderes Klientel zu sein als das, was nach Thailand aus den vorherrschenden Motiven auswandern will.

  4. #103
    Avatar von sanukk

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    @ waanjai_2
    Ich muss gestehen, dass ich Deine Salmone nicht mehr komplett durchgelesen habe. Beim querlesen habe ich allerdings den Eindruck gewonnen, das bereits ein entzündeter Blinddarm für alte Menschen auf dem Dorf ein Todesurteil darstellen würde, geschweige denn von Herz-, Bauchspeicheldrüsen-, Nieren-Problemen die nach Deinem Verständnis zum Tode führen sollten.In der westlichen Zivilisation jedoch mit relativ einfachen Operationen (Stents etc) oder Medikationen (Diabetes etc.) zu einer nicht nur absoluten Lebensverlängerung, sondern auch qualitativen Lebensverbesserung führen können......Frag doch mal in Deinem Isaan-Dorf, was die alten Leute dazu sagen.......

    Deine Einstellungen erinnern an die Zeugen Jehovas, die keine ärztlichen Eingriffe erlauben oder an die Steinzeit, wo die Menschen eben nur 35-40 Jahre alt wurden.
    Es gibt auch heute noch Länder, die weitgehend von der medizinischen Versorgung abgeschnitten sind. Auch dort sinkt die Lebenserwartung auf 50 Jahre (z.B. Haiti)

    Wenn Du für Dich entschieden hast, keine Hochleistungsmedizin zu benötigen,akzeptiere ich das.
    Aber versuche bitte nicht, andere zu missionieren, ihr Leben verkürzen zu müssen......

  5. #104
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von sanukk Beitrag anzeigen
    ...Ich muss gestehen, dass ich Deine Salmone nicht mehr komplett durchgelesen habe.
    Ist doch nicht schlimm. In der Uni haben wir so freundliche Sätze als eine Verabschiedung aus einer Diskussionsrunde verstanden, wo man alles, was man zu sagen hatte, gesagt hätte und nun diejenigen, die sich mit der Thematik besser auskennen würden, die Sache zielführend weiter diskutieren sollten. Keine dummen Leuten, nur Leute, die sich nicht ausreichend präparieren konnten und deshalb ganz natürlich sich verabschiedet haben. Solange der Stoff ja auch nicht prüfungsrelevant war, kein Beinbruch.

  6. #105
    Avatar von sanukk

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    In der Uni haben wir so freundliche Sätze als eine Verabschiedung aus einer Diskussionsrunde verstanden.....
    Solange der Stoff nicht prüfungsrelevant war...
    In der Senioren- oder Kinderuni gibt es keine Prüfungen. Ich habe mir das "querlesen" angewöhnt, um mich vor unnötigem Ballast zu schützen. Und das hat sich bewährt.
    Im Übrigen ist dein letzter Beitrag

    Um zum Thema zurück zu kommen:

    "Eine Versicherung ist etwas, was man eigentlich nie brauchen müssen möchte, aber doch einfach haben wollen muss, weil man sie immer brauchen tun könnte."
    (Karl Valentin)

  7. #106
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von sanukk Beitrag anzeigen
    Dann berichte doch mal, welches Angebot du von JR in Anbetracht Deiner Vorerkrankungen erhalten hast. Ich befürchte fast, das es da das eine oder andere "Problemchen" geben könnte (Stichwort: Gesundheitsfragen). Ich würde auf jeden Fall die Anwartschaftsversicherung bei der deutschen PKV sicherstellen. Das Geld ist bestimmt richtig investiert.
    Ich drücke Dir die Daumen, das Du was passendes findest.
    Ich habe noch kein Angebot von JR angefragt. Es gibt jedoch in meinem Fall keine Alternative zur Anwartschaft... so ich mich dazu entscheide eine andere Expat - Versicherung ab zu schliessen und meine Medikamente für meine Vorerkrankungen selbst zu übernehmen.

    Das Risiko, das ich dabei sehe, ist gerade bei Diabetes, dass möglicherweise die Expat-Versicherung eine neue Erkrankung als Folgererkrankung meines Diabetes wertet...

    um das aus zu schliessen, möchte ich in einigen Jahren einen genauen Plan (voraussichtlich mit JR) ausarbeiten, was zum Zeitpunkt X, das Beste für mich ist.

  8. #107
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    .....Will ich den Rest meines Lebens in Thailand oder SOA verbringen, dann stellt sich die Frage anders, als ob ich im späten Alter wieder zurück in das soziale Netz der Solidargemeinschaften fallen will. Dort wo auch alles viel schneller teurer und fortschrittlicher wird. So muß man sich wohl irgendwann einmal entscheiden, in welchem Sozialsystem man "sterben" moechte.

    Eine Frage Waanjai... wenn Du Dich schon mit dem Leben und Sterben beschäftigst.... konntest Du einen Unterschied beim Sterben in DACH und LOS erkennen ? wo stirbt es sich einfacher ???

    Diese Frage ist weder sarkastisch noch witzig gemeint...

    Ich habe mich aus Zeitgründen noch nicht mit dem Sterben im LOS auseinander setzen können... meine Erfahrungen in D sind absolut negativ... hier lässt man Dich erst abkratzen, wenn auch wirklich kein Cent mehr aus Deiner KV zu holen ist... und seitdem in den Kliniken die Fallpauschalen angewendet werden, schicken sie Dich zum Verrecken noch nach Hause...

    das ist schon schlimm genug... doch eine Katastrophe ist, wie schon mehrmals geschehen, wenn die Familie in Erwartung des Todes bereits die Wohnung aufgelöst hat, weil die Rente nicht ausreichte um die ganzen Kosten zu begleichen....

  9. #108
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Eine Frage Waanjai... wenn Du Dich schon mit dem Leben und Sterben beschäftigst.... konntest Du einen Unterschied beim Sterben in DACH und LOS erkennen ? wo stirbt es sich einfacher ???
    Wo Du mich so direkt ansprichtst. Ich habe kaum eigene Erfahrungen, erst recht keine vergleichbaren Erfahrungen sammeln koennen.
    Was ich sagen wollte ist dies: Viele kommen nach Thailand, empfinden dies gar als Auswanderung - also so etwas wie "den river of no return" und sind sich nicht im Klaren darüber, wie sie evtl. sterben wollen? Deshalb meine Anregung, sie sollten einmal bei ihren thail. Verwandten herumfragen. Für mich ist klar: Ich werde zwar nicht in der Wat-Mauer aber irgendwo inner Urne mit viel Platz landen. Wollte ich dies nicht, dann würde ich jeden schon anempfehlen, sich nur als vorübergehender Besucher den anderen vorzustellen.

    Vom Tod eines Nittaya-Mitgliedes in der Provinz Nong Bua Lam Phu vor einigen Wochen, weiß ich über die Kontakte zwischen meiner Frau und der Witwe, dass die Ärzte ihn nach wenigen Tagen Behandlung im Krankenhaus nach Hause geschickt haben und allen war klar, das war der "Weg in die Wat-Mauer". Maschinen hätte es wohl sowie so keine gegeben.

  10. #109
    Antares
    Avatar von Antares
    Also, ich möchte überhaupt nicht sterben. Weder in Deutschland noch in Thailand. Sollte sich meine Intention nicht dauerhaft realisieren lassen, denke ich das der beste Ort zum sterben wohl der ist, an welchem man die meisten und besten sozialen Kontakte hat. Das kann durchaus Thailand sein oder ein anderer Ort außerhalb Deutschlands.
    Allerdings....sollte ich einmal nach Thailand ziehen, dann ganz eindeutig um zu leben und nicht um zu sterben!
    Defätismus scheint eine Eigenart von im Isaan lebenden Farang zu sein.

    M.

  11. #110
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Antares Beitrag anzeigen
    Allerdings....sollte ich einmal nach Thailand ziehen, dann ganz eindeutig um zu leben und nicht um zu sterben!
    Genau, denke immer daran, nur Isaan gibt es jeden Tag Som Tam. Das hebt enorm.

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