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Gesundheit und Versicherungsschutz in Thailand

Erstellt von Antares, 15.04.2012, 17:14 Uhr · 3.642 Antworten · 389.314 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von sanukk

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Tut auch gar nicht weh.
    Manchmal tut es schon etwas weh, Deine Kommentare zu lesen.
    Der Unterschied zwischen Äquivalenz- und Solidaritätsprinzip war mir auch schon vor Deiner Einlassung bekannt. @ Antares hat das auf den Punkt gebracht, was DU verfälscht hast. Bewusst oder unbewusst.
    Manchmal könnte man glauben, Du hast irgendwas eingenommen. Die Chinesen sagen in solchen Fällen: "Er hat wohl die falsche Medizin bekommen!" Haben sie etwa Recht?
    Billig muss nicht immer gut sein. Weiterhin viel Spass und - vor allem - Glück!!!

  2.  
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  3. #92
    Avatar von Socrates010160

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    Ich hab mich jetzt durch den ganzen Thread gelesen, weil es mich ebenso betrifft.

    @ waanjai... wenn Du eine Million Baht hast.. und ein Mitglied Deiner Familie wird so krank, dass er das ganze Geld für sich benötigt, was machst Du dann mit den anderen, wenn auch diese krank werden...???

    Als PKV Mitglied habe ich meiner Versicherung (Debeka) die Frage gestellt, wie lange meine KV im Falle eines Auslandsaufenthaltes gilt. Die vieldeutige Antwort war: so lange ich meinen Lebensmittelpunkt in D habe.

    Meine weitere Frage war, woran die Versicherung ermisst, wo ich meinen Lebensmittelpunkt habe. Die darauffolgende Antwort war so widersprüchlich und vielseitig auslegbar, dass ich daraus nur entnehmen konnte, es wäre wohl besser alle 6 Monate nach D zurück zu kommen....

    Vielleicht kann JoachimRöhl das etwas verifizieren.

    Da ich als Diabetiker permanent auf verschiedene Medikamente angewiesen bin, die es in Thailand nicht gibt, habe ich nur 2 Alternativen:

    Entweder ich bleibe bei meiner PK und versorge mich bei meinen Heimatbesuchen mit meinen Medis auf Kosten der Versicherung oder ich setze diese auf Anwartschaft, suche mir eine gute Expatversicherung und bezahle meine Medikamente selbst. Im Ernstfall habe ich dann im Fall einer Rückkehr die gleiche gute KV wie heute.

    Da sich meine Frau ein Kind wünscht (evtl. adoptiert), ist die Frage, wie ich Frau und Kind in Thailand bestmöglich absichere, sobald wir übersiedeln. Hier ist meine Frau in der GKV.

    Es eilt zwar noch nicht, doch beschäftigen mich diese Gedanken schon eine ganze Weile....

  4. #93
    Avatar von waanjai_2

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    Immer wenn man über "Versicherungen" schreibt, schreibt man über so Elemente wie Risiko, wie Eintretenswahrscheinlichkeit, über Verteilungen.
    Ich wiederhole zunächst einfach verschiedene, empirisch hier vorgefundene Einstellungen:

    Der Eine sagt, wenn ich - weil ich halt überhaupt keine Versicherung habe - ernsthaft und langandauernd und kostenintensiv krank werde, dann gebe ich mir die Kugel. Aber nur wenn!

    Der Zweite sagt, wenn ich Pech habe, bin ich in einer Versicherung, die noch nicht genügend Geld angespart hat, um ploetzlich eintretende Schäden bei allen Versicherten gleichzeitig zu bezahlen. Wäre ich dann in einer Versicherung gewesen, die nur Gesunde versichert hätte oder nur ganz Wenige, dann wäre mir das nicht passiert. Private Versicherungen sind Sparvereine auf Gegenseitigkeit. Und jeder kann so einen Sparverein für sich und seine Familie gründen. So er denn die Mitgliedsbeiträge regelmäßig zahlen kann. Niemanden wird etwas geschenkt. Aber immerwahr ist: Es kommt auf die Vorlaufzeiten an. Wer früh spart, hat später Guthaben.

    Der Dritte sagt, was habe ich eigentlich für eine "Schein-Sicherheit" wenn mich die Versicherung irgendwann als zu alt wieder aussteuert? Schaut Euch die thail. Versicherungen an. Dann haben die aus der Vergangenheit mein Geld, ich aber nun wieder das volle Risko. Zyniker sagen, das Risiko sei wieder nach Hause gekommen. Und hat man gar zum Zeitpunkt der Auswanderung nach Thailand schon Vorerkrankungen, dann wird das Risiko auch nie das Elternhaus verlassen.

    Meinung No. Vier findet man in Thailand sehr, sehr oft vor: Wenn es mir einmal ganz dreckig gehen sollte, dann laß ich mich auf der Basis einer Unfallversicherung wieder "flugtauglich" zusammenflicken und ab geht es in die Heimat. Da muß mich meine alte GKV wieder aufnehmen und notfalls bin ich Hartz4ler. Aber wieder versichert in einer Solidargemeinschaft. Gott segne die Wohlhabenderen und Jungen. Von einer PKV wollen die wenigsten auch nur etwas wissen. Dort zahlen ja nicht die Wohhabenderen und Jungen für die Armen und Alten. Und viele haben ihr Leben lang in diese Solidargemeinschaften auch eingezahlt und wollen nun ihren gerechten Teil zurück.

    Daraus schlußfolgere ich: Jeder muß sich selbst klarwerden, mit welcher Eintrittswahrscheinlichkeit er bei sich hoechstpersoenlich das Eintreten versicherungsrelevanter Ereignisse erwartet. Wenn man so kostenintensive Episoden bzw. Krankenhausaufenthalte für sich auschließen zu meinen glaubt, dann wäre nur der Abschluß einer klassischen Sterbeversicherung indiziert: Erstattung der Beerdigungskosten. Inzwichen nahezu überall aus den Leistungskatalogen herausgenommen. Die Alten und Rentner sind so arm nicht und koennen das locker vom Geld unter der Matratze zahlen lassen.

    Aber bei allen subjektiven Einschätzungen der Eintretenswahrscheinlichkeiten von Krankheiten vergeßt nicht, die andere Seite der Versicherungen: Sie sind Betriebe zur Erzielung von Überschuß. Was nichts anderes heißt, dass irgendwo einer - meistens mehrere - Gewinne abschoepfen wollen, aus den Beitragsgeldern. Und da treten dann immer wieder Leute auf, die sich genau aus diesen Gewinnen ihren Versicherungsschutz aufbauen wollen.

  5. #94
    Antares
    Avatar von Antares
    @waanjai_2

    Das ist deine persönliche und auch dezidiert dargelegte Sicht der Dinge aus deinem Blickwinkel. Danke dafür. (das ist nicht böse gemeint)

    Es gibt aber auch andere Menschen welche andere Ansprüche haben und diese auch realisieren möchten. Wenn der Socrates seine Familie vernünftig und nach seinen ethischen Werten versichern möchte ( weil er sich dann besser fühlt ) dann ist das seine persönliche und individuelle Entscheidung. Das hat dann auch nichts mit mangelnder Assimilationsbereischaft zu tuen, wie Du es in deinem obigen post suggeriern möchtest.

    M.

  6. #95
    Avatar von waanjai_2

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    Ich suggeriere gar nix. Sondern fordere jeden auf, für sich eine Kosten-Nutzen-Analyse durch zu führen. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

  7. #96
    Antares
    Avatar von Antares
    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Ich suggeriere gar nix. Sondern fordere jeden auf, für sich eine Kosten-Nutzen-Analyse durch zu führen. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.
    "Meinung No. Vier findet man in Thailand sehr, sehr oft vor: Wenn es mir einmal ganz dreckig gehen sollte, dann laß ich mich auf der Basis einer Unfallversicherung wieder "flugtauglich" zusammenflicken und ab geht es in die Heimat. Da muß mich meine alte GKV wieder aufnehmen....."

    Unfallversicherung bei einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung? Galle, Blinddarm, Magenoperation usw.??


  8. #97
    Avatar von sanukk

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    Quelle Wikipedia: Versicherung (Kollektiv)


    Grundprinzip der Versicherung


    Alfred Manes (in Encyclopedia of the Social Sciences, Vol. 8, 1935, Seite 95) definiert Versicherung als Beseitigung des Risikos eines Einzelnen durch Beiträge von Vielen („The essence of insurance lies in the elimination of the uncertain risk of loss for the individual through the combination of a large number similarily exposed individuals who each contribute to a common fund of premiums sufficient to make good the loss caused any one individual.”). Karl Hax definiert Versicherung als „die planmäßige Deckung eines im einzelnen ungewissen, im ganzen aber schätzbaren Geldbedarfs auf der Grundlage eines zwischenwirtschaftlichen Risikoausgleichs“. Versicherungsbegriff nach Farny: Versicherung ist die Deckung, eines im Einzelnen ungewissen, insgesamt schätzbaren Geldbedarfs, auf der Grundlage eines Risikoausgleiches im Kollektiv und in der Zeit. Eine gesetzliche Definition besteht nicht.

    @waanjai_2 definiert Versicherungen etwas diffuser nach empirischen Steintischerkenntnissen. @waanjai_2 vielleicht solltest Du Deine Definition (besser Deine Ergüsse?) bei Wikipedia ergänzend eintragen. Die ganze Welt wartet bestimmt sehnlichst darauf.

  9. #98
    Avatar von Socrates010160

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    @ Antares...

    es gibt eben Menschen (wie mich), die aus Erfahrung klug wurden und auch ein gesteigertes Sicherheitsbedürfnis aufgrund von schon vorhandenen Krankheiten oder Vorerkrankungen in der Familiengeschichte haben. Klar muss man es sich leisten können...

    ich denke jedoch, dass bei denjenigen, die ohne Versicherung durchs Leben marschieren irgendwann Ängste entstehen...eben weil man weiss, dass man im Notfall nicht ausreichend versichert ist... und was geschieht dann... genau das, wovor man Angst hat...

    ... mehr als 2 Teller Austern am Tag kann man auch in Thailand nicht essen...und da das letzte Hemd keine Taschen hat...dann lieber vorsorgen und im Notfall im Einbettzimmer von netten Schwestern umsorgt werden...

    wofür gibts Spezialisten wie JR... der jedem eine für seine individuellen Bedürfnisse massgeschneiderte Versicherung anbieten kann...

  10. #99
    Avatar von sanukk

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    wofür gibts Spezialisten wie JR... der jedem eine für seine individuellen Bedürfnisse massgeschneiderte Versicherung anbieten kann...
    Dann berichte doch mal, welches Angebot du von JR in Anbetracht Deiner Vorerkrankungen erhalten hast. Ich befürchte fast, das es da das eine oder andere "Problemchen" geben könnte (Stichwort: Gesundheitsfragen). Ich würde auf jeden Fall die Anwartschaftsversicherung bei der deutschen PKV sicherstellen. Das Geld ist bestimmt richtig investiert.
    Ich drücke Dir die Daumen, das Du was passendes findest.

  11. #100
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von sanukk Beitrag anzeigen
    ....Karl Hax definiert Versicherung als „die planmäßige Deckung eines im einzelnen ungewissen, im ganzen aber schätzbaren Geldbedarfs auf der Grundlage eines zwischenwirtschaftlichen Risikoausgleichs“. Versicherungsbegriff nach Farny: Versicherung ist die Deckung, eines im Einzelnen ungewissen, insgesamt schätzbaren Geldbedarfs, auf der Grundlage eines Risikoausgleiches im Kollektiv und in der Zeit. Eine gesetzliche Definition besteht nicht.
    Ja, den alten Farny, den habe ich noch als junger Student gehoert.
    Aber bei beiden deutschsprachigen Definitionen fallen vielleicht dem ein oder anderen die folgenden bedeutungsschweren Worte auf: "im ganzen aber schätzbaren Geldbedarfs" bzw. "insgesamt schätzbaren Geldbedarfs".

    So war das damals wirklich. Bis dann erst die Kostenexplosionen in der medizinischen Versorgung einsetzten, sei es als Vergütungserhoehungen, sei es als technische Innovationen, sei es durch Erhoehung der Lebenserwartung. Zumindest im Westen. Dann traten die ersten Zweifel auf, ob es wirklich noch weiterhin moeglich sein würde, im großen Schnitt die Gesamtfinanzierungsbedarfe für ganze Versichertenkollektive gut zu schätzen. Damals war das sicherlich noch so. Da hatte man seine Tabellen und seine durchschnittlichen Kosten. Wußte man, wer versichert werden wollte, dann wußte man den Kapitalbedarf dieser neu zu gründenden Versicherung. Auch wenn es ein Familienbetrieb sein würde.

    Das ist im Westen inzwischen viel komplizierter geworden. Nicht so in Thailand. Da gibt es oft gar nicht erst die Diskussion, ob der alte Patient noch an die oder die andere, neue Maschine angehangen werden sollte. Weil es diese Maschinen gar nicht so häufig gibt. Man befrage einmal seine Schwiegereltern oder die Dorfbewohner, wenn man in einem ganz einfachen thail. Dorf wohnt, was die für eine Vorstellung über den "schätzbaren Geldbedarf" im hohen Alter haben. Man wird sehen, insgesamt ist der Geldbedarf wirklich schätzbar, worauf uns hier sanukk nochmals deutlich hinweisen wollte.

    Also muß man sich immer auch die Frage vorlegen, für welches Land soll denn die Versicherung abgeschlossen bzw. gegründet werden? Um in Thailand menschenwürdig leben zu koennen und medizinisch ausreichend versorgt zu werden, bedarf es sicherlich weitaus weniger Finanzmmittel bzw. meine Rücklagen werden wohl im Schnitt reichen. Und wir reden hier immer von einem Phänomen, welches normalverteilt ist, also über statistische Kollektive. Will ich jeweils und immer nur den worst case versichern, dann helfen nur Versicherungen, die massiv Risikoausgleich betreiben, gar Leute mit Vorerkrankungen aufnehmen (also die solidarischen) oder eben nur die Barmherzigen.

    Will ich den Rest meines Lebens in Thailand oder SOA verbringen, dann stellt sich die Frage anders, als ob ich im späten Alter wieder zurück in das soziale Netz der Solidargemeinschaften fallen will. Dort wo auch alles viel schneller teurer und fortschrittlicher wird. So muß man sich wohl irgendwann einmal entscheiden, in welchem Sozialsystem man "sterben" moechte.

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