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Gesichtspunkte bei der Standort-Festlegung beim Hausbau

Erstellt von waanjai_2, 12.12.2010, 09:45 Uhr · 43 Antworten · 3.974 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von waanjai_2

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    Gesichtspunkte bei der Standort-Festlegung beim Hausbau

    Es muß in der Vergangenheit so einige Deutsche gegeben haben, die haben wohl unbesehen und ungeprüft auf den ererbten Grundstücken ihrer Frauen - zumeist im Heimatdorf der Eltern - ihre Häuser gebaut. Und dies obwohl ein nahes Beisammenwohnen mit Verwandten - z.B. in Sachen Kinderbeaufsichtigung während die Eltern berufstätig außer Haus sind - in der Mehrzahl der Fälle gar nicht so opportun (mehr) war. Auf jeden Fall müssen sie es so getan haben, weil sonst könnten und würden nicht so viele darüber berichten.

    In die gleiche Großregion zu ziehen, wenn man nach Thailand übersiedelt, wo auch die Frau herstammt, dass kann aus vielerlei Gründen recht sinnvoll sein. Das fängt z.B. mit dem Dialekt an, den Frau spricht. Und Thailand ist ein wahrer Flickenteppich an Dialekten.

    Selten kann es wirklich das Geld gewesen sein, was dazu geführt hat, dass da so mancher eigenes Land zum Bau des Hauses verwandte. Weiß man über seine eigenen Pläne auch nur rudimentär Bescheid, dann sind und waren die Grundstückpreise bislang kein allzu großes Hindernis. Das mag sich zukünftig ändern. Aber dafür reden wir ja schon seit einiger Zeit darüber um späteres "böses Erwachen" zu vermeiden.

    Standortwahl beim Hausbau ist konkrete Bestimmung des zukünftigen Wohnwertes. Und da setzt sich zunehmend - aber nun schon seit einigen Jahren - für den Isaan* die Erkenntnis durch, dass die besten Wohnlagen für bi-nationale Ehen diejenigen sind, die nicht allzu weit entfernt von den Freizeitmöglichkeiten in den größeren Städten des Isaans liegen. Wobei hier die Freizeitmöglichkeiten die gesamte Bandbreite von Einkaufsmöglichkeiten in Hypermärkten bis hin zur Abwicklung von Behördenangelegenheiten und der Existenz öffentlicher Verkehrsverbindungen umfassen.

    Nicht vergessen: Die Nähe zur Stadt heißt in diesem Verständnis ganz bewußt auch die Nähe zum Land mit seinen Produzenten und Produzenten-Märkten. Beides sind Gelegenheitsstrukturen, die den Wohnwert steigern.

    Baut man dann sein Haus nicht allzu klein, dann wird sich auch keiner über den Mangel an Verwandtschaft - sei es nur temporär oder gar längerfristig - beklagen müssen. Die kommen schon. Was mir nie in den Sinn gekommen ist, wäre "zu den Eltern zu ziehen, weil man sie so dort besser pflegen könnte". Sie könnten im Falle des Falles allerdings zu uns ziehen.

    * Standortwahlen dürften wohl verschieden beeinflußt werden, je nachdem in welcher Großregion Thailands oder im Sonderverwaltungsgebiet wohnt. An den Küsten anders als in den Wäldern und Mittelgebirgen. Aber dafür gibt es sicherlich auch Sachverstand.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von wasa

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    Standort klingt so nach stationieren,wie beim Militaer oder dachtest du an "Frau bestimmt wo gebaut wird" und Mann wird stationiert.
    Warum nicht besser Wohnortwahl?

    ... weil man sie so dort besser pflegen könnte". Sie könnten im Falle des Falles allerdings zu uns ziehen.
    So ein Denken und Handeln finde ich toll.

  4. #3
    Avatar von didi

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    Bloß weit weg von der Familie! So haben wir es gehalten und sind bis jetzt sehr gut damit gefahren!

  5. #4
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von didi Beitrag anzeigen
    Bloß weit weg von der Familie! So haben wir es gehalten und sind bis jetzt sehr gut damit gefahren!
    Dennoch würde ich nicht in die Pampa ziehen wollen, nur weil die Eltern oder andere Verwandtschaft in Khon Kaen wohnen.

  6. #5
    Avatar von didi

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Dennoch würde ich nicht in die Pampa ziehen wollen, nur weil die Eltern oder andere Verwandtschaft in Khon Kaen wohnen.
    Kann ich voll zustimmen. Pampa muss wirklich nicht sein. Auf die alten Tage möchte ich noch etwas Luxus genießen. Die Wahl fiel auf Bangkok!

  7. #6
    Avatar von wasa

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    etwas Luxus genießen. Die Wahl fiel auf Bangkok!
    Da wuerde mich doch gerne interessieren welchen Luxus es in BKK zu geniessen gibt?
    Zum Luxus by Car mit 5 km/h,by Bus oder Train in Abendgadarobe?
    Luxus in den Shoppingmalls?

  8. #7
    Avatar von didi

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    Wasa, ich genieße den Luxus, den ich mir in meinem Haus leiste. Weiterhin die Verfügbarkeit von allen erdenklichen Sachen, die man so braucht, oder meint zu brauchen. Dann ist da noch der Luxus von Arbeit, ohne jeden Morgen aus dem Isaan anfahren zu müssen.

    Und wenn mir mal der Sinn nach einem frisch gezapften Weizen steht, dann ist das in maximal 30 Minuten verfügbar.

  9. #8
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von wasa Beitrag anzeigen
    Standort klingt so nach stationieren,wie beim Militaer oder dachtest du an "Frau bestimmt wo gebaut wird" und Mann wird stationiert. Warum nicht besser Wohnortwahl?
    Für mich haben Menschen Wohnorte und Häuser halt Standorte. Daher halt die Wortwahl.

    Aber mal eine Frage zur Standort/Wohnortwahl im Großraum Bangkok:
    Habe es schon öfters geschrieben, früher wollte ich zunächst in der Nähe von Bangkok wohnen bzw. bauen. Weil ich in Bangkok ein großes Angebot an Freizeiteinrichtungen sah. Erst viel später ließ ich das dortige Angebot vor dem geistigen Auge Revue passieren und zog diejenigen Angebote ab, die ich erfahrungsgemäß recht selten - auch schon in D - genutzt hatte: Opernhaus, Schauspielhaus und Kunstausstellungen. Minus dieser Angebote war plötzlich die aufstrebende Stadt Udon genauso attraktiv wie die verbliebenen Angebote in Bangkok. So kam es damals zu einer relativ bedeutsamen Umverlegung der Standortplanungen.

    Aber schon damals wollte ich nicht "in der Stadt Bangkok" wohnen, sondern so ca. 1.5 - 2 Stunden entfernt vom Zentrum. Was bedeutete, dass man - wenn man die Freizeiteinrichtungen von Bangkok nutzen wollte, da man problemlos an einem Tag hinein und auch wieder hinaus kommen könnte. Angesehen hatte ich mir die Gegenden südöstlich von Thonburi und natürlich auch die Provinz Nonthaburi. Die Verkehrsverbindungen in den Stadtkern spielten schon eine große Rolle, denn ich konnte mir gut vorstellen, dass ich es einmal satt haben würde, lange Autofahrten zu absolvieren.

    Deshalb heute die - zumindest für mich hypothetische Frage, aber für andere potentielle Leser ja nicht - Frage, wo kann man heutzutage ein solches Wohnen in den suburbs (so wie dies die Amerikaner nennen) gut realisieren? Gibt es auch heute noch bestimmte Trabantenstädte, die einfach sehr viel besser angebunden sind als andere (also z.B. durch die innerstädtischen Highways)? Wie werden dort die Wohngebiete entwickelt? Ziemlich geradlinig in Form von Wohnsiedlungen mit zentraler Bauleitung oder lockere Bauleitplanung mit individuellen Grundstückskäufen durch die späteren Häuslebauer. Wie sieht das nähere Wohnumfeld 1.5 - 2 Stunden vom Zentrum dann aus: Man hat eine oder zwei Schulen zur Auswahl, einen Supermarkt und 7/11? Für Größeres muß man dann halt in die Stadt.

  10. #9
    Avatar von didi

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    Auf eine ernste Frage immer eine ernste Antwort!
    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Aber mal eine Frage zur Standort/Wohnortwahl im Großraum Bangkok:
    .... früher wollte ich zunächst in der Nähe von Bangkok wohnen bzw. bauen. Weil ich in Bangkok ein großes Angebot an Freizeiteinrichtungen sah.
    Um die Freizeit zu verbringen, gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Nun hängt es in erster Linie davon ab, welche Interessen man hat und auch, wieviel seiner Zeit man in diesen Möglichkeiten verbringen möchte. Opern, bzw. Schauspiel sind sicherlich nicht jedermans Sache. kommt noch dazu, dass man da in der Sprache schon wirklich gut sein muss. Ausstellungen, auch Kunst, gibt es in Bangkok das ganze Jahr. Da sind z.B. Queen Sirikit Center, BITEC, Arena Muang Tong Tani um nur die wichtigsten zu nennen. Da ist schon für jeden Geschmack etwas dabei und viele der Ausstellungen sind kostenlos zugänglich. Man muss sich lediglich am Counter registieren lassen.
    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Aber schon damals wollte ich nicht "in der Stadt Bangkok" wohnen, sondern so ca. 1.5 - 2 Stunden entfernt vom Zentrum. Was bedeutete, dass man - wenn man die Freizeiteinrichtungen von Bangkok nutzen wollte, da man problemlos an einem Tag hinein und auch wieder hinaus kommen könnte. Angesehen hatte ich mir die Gegenden südöstlich von Thonburi und natürlich auch die Provinz Nonthaburi. Die Verkehrsverbindungen in den Stadtkern spielten schon eine große Rolle, denn ich konnte mir gut vorstellen, dass ich es einmal satt haben würde, lange Autofahrten zu absolvieren.
    In unseren Tagen spielt die Entfernung vom Stadtkern kaum noch eine große Rolle. Und das gilt für alle Himmelsrichtungen. Die Highways werden permanent ausgebaut, sodass es eigentlich täglich mit der Verkehrsanbindung beser wird. Nur als Beispiel: Mein Arbeitsplatz ist von meinem Haus rund 20 km entfernt. Durch die Fertigstellung der Outher Ringroad kann ich nun seit etwa 2 1/2 Jahren den Südabschnitt nutzen. Benötigte Zeit zwischen 20 (sehr gut) und 40 (schon schlecht) Minuten. Von meinem Haus in einem Suburb im Südwesten schaffe ich es in rund 40 Minuten zum Stadtkern (woimmer den man auch definiert). Also für mich ist es definitiv nicht Patpong!
    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Deshalb heute die - zumindest für mich hypothetische Frage, aber für andere potentielle Leser ja nicht - Frage, wo kann man heutzutage ein solches Wohnen in den suburbs (so wie dies die Amerikaner nennen) gut realisieren? Gibt es auch heute noch bestimmte Trabantenstädte, die einfach sehr viel besser angebunden sind als andere (also z.B. durch die innerstädtischen Highways)? Wie werden dort die Wohngebiete entwickelt? .......
    Zum Wohnen kan man durchweg sagen, dass der Kauf von individuellen Grundstücken in, als auch in den Randgebieten der Stadt nahezu unmöglich ist. Oder man hat mal eben so 500 Millionen locker sitzen. Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Man kann ein vorhandenes Haus von irgendjemand kaufen, der es nicht mehr will oder nicht mehr fertig abbezahlen kann (habe ich damals gemacht). In der heutigen Zeit kaufen große Gesellschaften Riesengrundstücke am Stadtrand und verwandeln diese in eine Wohnsiedlung. Mit Einzäunung, Guard und allem haste nicht gesehen. Dort kann man dann Hauser zwischen 1,5 - 5 Mio Baht zusammen mit dem Grundstück kaufen. Supermärkte werden nun auch in den Gegenden häufiger. Allerdings ohne Auto ist man eigentlich hoffnungslos verloren.
    Mein Haus ist so rund 200 m von einer Hauptstrasse entfernt. Sollte ich mal ein Taxi oder nen Bus brauchen, kein Problem. In den Wohnsiedlungen sieht das anders aus. Da kommen Taxen nur hin, wenn sie jemanden bringen.
    Schulen gibt es heftig zur Auswahl, zudem sich in den letzten 10 Jahren viele derer durch Neubauten ebenfalls in die Stadtrandzonen verlegt haben (ich mein jetzt eher die privaten).

  11. #10
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von didi Beitrag anzeigen
    Supermärkte werden nun auch in den Gegenden häufiger. Allerdings ohne Auto ist man eigentlich hoffnungslos verloren. Mein Haus ist so rund 200 m von einer Hauptstrasse entfernt. Sollte ich mal ein Taxi oder nen Bus brauchen, kein Problem. In den Wohnsiedlungen sieht das anders aus. Da kommen Taxen nur hin, wenn sie jemanden bringen.
    Schulen gibt es heftig zur Auswahl, zudem sich in den letzten 10 Jahren viele derer durch Neubauten ebenfalls in die Stadtrandzonen verlegt haben (ich mein jetzt eher die privaten).
    Hoch interessant zu lesen. Vielen Dank für die Beschreibung. Mir fiel auf, dass sich die Lebensbedingungen vor Ort - also sagen wir einmal im Umkreis von wenigen km vom Haus - ganz schön angeglichen haben mit den Lebensbedingungen in den suburbs der größeren Städte des Isaan. Ein Unterschied bleibt natürlich: Im direkten Umfeld wohnen in Bangkok deutlich mehr Leute, während bei uns da immer noch unbebaute Grundstücke liegen.

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