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Geschichte einer Freundin

Erstellt von Ralf_aus_Do, 11.01.2005, 17:14 Uhr · 173 Antworten · 8.083 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von tira

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    Re: Geschichte einer Freundin

    hallo ralf,

    denke auch das ganze hat nur in einem neuen umfeld ne realistische chance und nicht zu vergessen
    sie hat ein kind. bist du bereit da auch verantwortung zu übernehmen?
    was mir mittlerweile hier am allgemeinen tenor aufstösst, die thailändische frau soll,
    sobald als möglich in arbeit und brot kommen, geld beisteuern bzw. die unterstützung für die familie
    in thailand selbst erwirtschaften. kein wunder, dass u.a. in d mittlerweile
    ein kinderfeindliches klima herrscht mit all den nachteilen für das gemeinwesen.

    gruss

  2.  
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  3. #92
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    Re: Geschichte einer Freundin

    Ich bedanke mich im Vorfeld zu diesem Beitrag mich nocheinmal für Eure freundlichen und bedenkenswerten Nachrichten.

    Wie es weitergehen wird, weiß ich ja selbst noch nicht, ich fühle mich etwas hin und hergerissen. Persönlich möchte ich hier nicht auf Nachrichten eingehen, ich werde Antworten nicht persönlich adressieren, sondern nur Aussagen liefern:

    Ich schreibe hier ja von einer Geschichte, die ‚mir aus dem Ruder gelaufen ist’. Wenn mir vor 2 Jahren jemand erzählt hätte, daß ich mich in eine Prostituierte verlieben würde und diese sich offensichtlich in mich, hätte ich die gleiche Antwort gegeben, wie vor 5 Wochen in einem Heilbronner Krankenhaus: „Du bist nicht ganz dicht!“
    Ich hätte es aber weitaus ernsthafter gesagt.

    Ich bin es nicht gewöhnt, daß mir Dinge ‚aus dem Ruder laufen’.

    Längere Zeit – sogesehen immerhin elf Monate lang – habe ich daher recht erfolgreich eine Art von Selbstverleugnung praktiziert. Ich habe mich damit getröstet, das die Nähe, die meine Freundin zu dieser Zeit suchte, wohl eher damit zu tun habe, daß sie

    - nach dem Job, den sie nicht ewig machen wird, versorgt sein möchte
    - in einigen Kleinigkeiten gern meine Hilfe in Anspruch nimmt nicht aber ausnutzt sondern Gleiches zurückgibt.

    Ich ließ mich von meiner Meinung auch nicht abbringen, hätte es aber eher merken müssen. Ich aber tat Dinge wie Eifersuchtsanfälle (wäre auch eine nette Geschichte) auch als Show ab, habe ihr damit aus der jetzigen Betrachtung Unrecht getan.

    Meine Freundin verfügt über eine von mir bewunderte enorme Willlenskraft, mit der sie durchs Leben geht, oder sich durchs Leben kämpft. Ich habe das Gefühl, ihr größtes Ziel hierbei ist eine gute Mutter zu sein und ihrem Kind den Start in ein gutes Leben zu ermöglichen. Aufgrund ihres niederigen Bildungsstandes fällt ihr hierbei vieles schwer, sie kämpft aber dafür, mehr ‚Bildung’ zu erlangen (ich hatte die Sache mit den Büchern schon beschrieben und finde sie immer noch enorm, den wenigsten Leuten einfacher Bildung darf man mit ernstzunehmender Literatur kommen).

    Frühere Beziehungen, die ich führte zeichneten sich dadurch aus, daß meine Partnerin und ich einen ahnlichen Bildungsstand hatten. Dies macht bestimmt vieles einfacher.

    Ich bin in diesem Thema und einem anderen Thema auf einen Sachverhalt eingegangen, der mir besonders am Herzen liegt:

    Wissen und Erfahrung ist in meinen Augen mein ‚Eigentum’.

    Eigentum verpflichtet, sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

    Das ist ein kluger Satz, der kommt ja auch nicht von mir. Das ist kackfrech aus dem deutschen Grundgesetz abgepinnt (auch wenn ich mit meiner Definition von Eigentum etwas weit gegangen bin).

    Ich verdiene prinzipiell mein Geld mit dem verhökern meines Wissens (oder vielmehr mein Arbeitgeber verhökert mein Wissen, einen kleinen Teil des Geldes bekomme ich dann monatlich ausgezahlt). Dennoch glaube ich fest daran, daß mir Wissen und Bildung Pflichten auferlegt, dieses nicht mißbräuchlich zu verwenden. Ich hänge hier eventuell einem etwas antiquierten Moralbegriff nach. Hiermit sei auch schon die Frage beantwortet ob ich bereit sei, Verantwortung für Freundin und Kind zu übernehmen.

    Für mich besteht momentan auch nur Klarheit darüber, daß die derzeitige Situation geändert gehört. Die glückliche Fügung die sich ergibt ist, daß ich auch im beruflichen Feld der Ansicht bin, daß sich etwas ändern muß. Ich habe hier keine Eile, wede mich aber auch hier nach Veränderungen umsehen.

    Ich werde dann ja sehen wie es weitergeht, Veränderungen sind immer spannend.

    Gruß

    Ralf

  4. #93
    Avatar von Peter-Horst

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    Re: Geschichte einer Freundin

    Hallo Rolf,

    hast Dir mal mit Ihr zusammen Gedanken gemacht, welche Möglichkeiten für eine "Gemeinsame" Zukunft es gibt.

    Wenn Du Dich mit ihrer "Vergangenheit", Abfinden, Arangieren oder besser sie (die Vergangenheit) Akzeptieren kannst, könntet Ihr ja einen Neuanfang waren.

    Nach dem Motto: New Town, New Job, .... New Live.

    Alles Gute für Deinen (Euren) Weg.

    Gruß Peter

  5. #94
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    Re: Geschichte einer Freundin

    Zitat Zitat von Ralf
    Dennoch glaube ich fest daran, daß mir Wissen und Bildung Pflichten auferlegt, dieses nicht mißbräuchlich zu verwenden. Ich hänge hier eventuell einem etwas antiquierten Moralbegriff nach
    Das sehe ich nicht so. Beide Begriffe haben eben für Dich einen hohen Stellenwert. Von einem antiquierten Moralbegriff könnte man vielmehr sprechen, wenn Du Deine Freundin wegen ihrer derzeitigen Tätigkeit ablehnen würdest, und das tust Du ja offensichtlich nicht.

    Angenehm empfinde ich eben gerade dies, daß hier kein Vorurteil in dieser Richtung bei Dir maßgebend ist.

    Du kannst schlecht damit umgehen, daß Dir etwas "aus dem Ruder" gerät. Spricht einerseits für feste Vorstellungen, andererseits würdest Du Dir dadurch möglicherweise neue und bestimmt interessante Erfahrungen nehmen. Es ist nicht alles vorprogrammierbar, und manche Werte liegen jenseits der von Dir erwarteten und erwünschten Vorgaben.

    Gegen antiquierte Vorstellungen spricht ja schon die Tatsache, daß Du Dich unter den argwöhnischen Blicken der wohlwollenden Nachbarschaft ins "Nachbarhaus" begibst. Schon allein das spricht für Dich.

    Deine Freundin scheint ne interessante Frau zu sein.

    Karlheinz

  6. #95
    Avatar von Loso

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    Re: Geschichte einer Freundin

    Scheint so als wenn die Mehrheit eine dauerhafte Beziehung positiv sieht, zumal das Umfeld grünes Licht gibt (Einführung bei den Eltern scheint ok.). Auch wenn man bereits mit einem Bein in dieser Beziehung steht, die mit einer Beziehung wie dieser verbundenen inneren Zwiespälte wie Phimax sie angerissen hat -ich denke er könnte da noch viel mehr zu schreiben wenn er wollte- können eine immerwährende Belastung sein, etwas was immer im Hinterkopf bleibt. Es hat hier ja schon eine Reihe teilweise vergleichbarer Fälle gegeben (bruchpilot, diamonds-and-rust), positiv wie negativ. Ich wüsste nicht, ob ich die Stärke hätte so eine Beziehung zu vertiefen, auch auf die Gefahr hin einen bis jetzt anscheinend emotional sehr angenehmen, sicheren und "prikelnden" Kontakt zu verlieren. Prikelnd ist für einen fruchtbaren Zustand gemeint, wo etwas in der Schwebe ist und man spürt, dass man lebt und liebt.

  7. #96
    Avatar von Gramol

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    Re: Geschichte einer Freundin

    Von einem antiquierten Moralbegriff könnte man vielmehr sprechen, wenn Du Deine Freundin wegen ihrer derzeitigen Tätigkeit ablehnen würdest, und das tust Du ja offensichtlich nicht.
    Ich gehöre zu denen, die sich eine Beziehung in dieser Konstellation nicht vorstellen könnten. Wahrscheinlich bin ich damit Teil einer verschwindend kleinen Minderheit, da viele zu einer Beziehung raten und Mut machen wollen.
    Allerdings liegt meiner Einstellung kein " Antiquierter Moralbegriff" zu Grunde. Im Zusammenhang mit Prostituierten, die nicht durch Dritte und/ oder Gewalt dazu gezwungen werden, denke ich folgendes: Eine Frau, die sich prostituiert, um sich anspruchsvolle Konsumwünsche erfüllen zu können bzw. das Sparbuch zu füllen, macht damit deutlich, dass sie für Geld ziemlich alles zu tun bereit ist. Ich hoffe, niemand will mir erzählen, es würde für die Frau " sanuk mak mak " bedeuten, wahllos den Wünschen der Freier nach zu kommen. Und einer Frau, die für Geld so ziemlich alles zu tun bereit ist...könnte ich niemals in erforderlichem Maße vertrauen, um eine Beziehung führen zu können. Immer im Hinterkopf habend, dass ein Mensch, der auf den Mammon schwört, sich im Zweifelsfall auch für diesen entscheiden wird.
    Bitte jetzt nicht die Kommentare, die eine generelle Notlage der thailändischen Frau in Deutschland unterstellen und zu dem Ergebnis kommen, ergo müsse sich die Frau ja prostituieren.
    Ich kenne persönlich ( aus dem Bekanntenkreis ) einige Frauen in Berlin, die diesem Gewerbe nach gehen, keine davon befindet sich in einer Notlage und in vielen Fällen weiß der Ehemann von der Tätigkeit nichts. Also, meine Prognose: Negativ

  8. #97
    Avatar von tira

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    Re: Geschichte einer Freundin

    Zitat Zitat von Gramol",p="207536
    ...denke ich folgendes: Eine Frau, die sich prostituiert, um sich anspruchsvolle Konsumwünsche erfüllen zu können bzw. das Sparbuch zu füllen, macht damit deutlich, dass sie für Geld ziemlich alles zu tun bereit ist.... Und einer Frau, die für Geld so ziemlich alles zu tun bereit ist...könnte ich niemals in erforderlichem Maße vertrauen, um eine Beziehung führen zu können....
    servus gramol,

    bleibe allein und du kannst deine grundsätze uneingeschränkt realisieren......... ;-D
    frau ob thai oder d kostet nun mal geld und ist in dem meisten fällen ein zuschussbetrieb.
    und ohne moos nichts los................

    gruss :P

  9. #98
    Avatar von Gramol

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    Re: Geschichte einer Freundin

    @ Tira

    Dieser Rat ist völlig am Thema vorbei und impliziert, dass es in Deutschland nur Prostituierte gibt. Warum jemand, der für sich eine Beziehung zu einer (Ex)-Prostituierten ausschließt, zwangsläufig allein bleiben soll...erschließt sich mir nicht. Und keine Bange um mein Moos, ich kann nicht klagen ;-D
    Im Gegenteil, meine Partnerin müsste sich keinesfalls prostituieren, um ihre Wünsche erfüllt zu bekommen. Aber wie mein Beispiel zeigt, kann man auch in dieser Konstellation einmal ! auf dem Bauch landen...

  10. #99
    Avatar von J.O.

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    Re: Geschichte einer Freundin

    @ Gramol

    Dein Standpunkt den Du hast ist als solcher durchaus nachvollziehbar und wird z.B. von mir auch aktzeptiert. Allerdings halte ich ihn trotzdem fuer nicht richtig. Viele von uns sind mit ehemaligen Prostituierten, teils auch schon sehr lange und gut verheiratet. Ausnahmen bestaetigen wie immer die Regel.

    Doch ganz unabhaengig davon ob die eine oder andere Frau mit der wir hier verheiratet sind eine ehemalige Prostituierte war oder nicht, so vermute ich mal stark, dass 99 % davon nur deshalb einen Auslaender zum Mann genommen haben weil der schnoede Mammon ein sehr wichtiger mitentscheidender Aspekt war und ist.

    Doch das sehe ich nicht nur bei thailaendischen Frauen so, sondern in aehnlicher Weise genauso bei europaeischen Frauen. Jetzt stellt sich natuerlich nur noch die Frage warum prostituiert sich dann die eine (wieder) und die andere trotzdem nicht, nachdem eine Beziehung (warum auch immer) schief gelaufen ist. Doch darauf weiss ich auch keine Antwort.

  11. #100
    Avatar von tira

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    Re: Geschichte einer Freundin

    Zitat Zitat von Gramol",p="207546
    ....impliziert, dass es in Deutschland nur Prostituierte gibt.....


    tach gramol,

    habe nicht bedacht, dass du anscheinend so jung bist............

    auch freundin/frau/ehefrau in d oder du als arbeitnehmer prostituierst sich/dich im weitesten sinne,
    noch nicht bemerkt/festgestellt..................... ;-D

    gruss

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