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Geister und Götter

Erstellt von woody, 02.04.2005, 00:03 Uhr · 98 Antworten · 4.017 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von x-pat

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    Re: Geister und Götter

    Samuianer: Bei Wotan, Vishnu, Buddha und den sieben Schwaben! Wie waers mit etwas mehr "Zeitgeist" im Sinne von Aurobindo oder Krishnamurti?

    Naja... Krishnamurti's Schriften findet man ja mittlerweile auch nur noch im Antiquariat. Das sagt natürlich nichts über die Qualität derselben aus, die ist sicherlich ganz hervorragend. Habe vor wenigen Monaten erst "Freedom from the Known" gelesen. Aber Zeitgeist? - Da müssten wir dann Kybernetik und "Computationalismus" bemühen; letztere Denkrichtung ist so neu, dass es noch nicht einmal ein deutsches Wort dafür gibt.

    X-Pat

  2.  
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  3. #52
    Avatar von Taoman

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    Re: Geister und Götter

    Krishnamurti exzellent und scharfsinnig

    Zeitgeist hin oder her, zeitgemäss und aktuell auf jeden Fall.

    Gruß
    taoman

    Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
    "Jiddu Krisnamurti"

  4. #53
    thurien
    Avatar von thurien

    Re: Geister und Götter

    @Mr_Luk
    @x_pat

    Ihr schraubt Euch ja jetzt wirklich in schwindelerregende Höhen -
    ich bin fasziniert, welch geballte intellektuelle Kraft diesem Forum doch innewohnt. Als "Halbjapaner" könnte ich noch Vergleichendes aus dem Shintoismus beisteuern aber das würde den THAI- Rahmen sprengen

    weiter so - vielleicht werden dann threads wie z.B. "warum gibt es in TH kaum Linkshänder" seltener...

  5. #54
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Geister und Götter

    @x-pat,

    Nunja... Sokrates hat auch keine einzige Zeile hinterlassen. Trotzdem wissen wir was er lehrte, da Plato uns.....Keine besonders starke Parallele.
    Mir ging es nicht darum "starke" Parallelen aufzuzeigen, sonder einmal aufzuzeigen dass es erstaunlich viele davon gibt.

    Was den Pali Canon angeht, kann man davon ausgehen dass viele der wörtlichen Zitate in der Sutta Pitaka tatsächlich die Sprache und Lehre des Gautama darstellen und -da sie zunächst mündlich überliefert wurden- das Element der Wiederholung lediglich ein memetisches Hilfsmittel war.
    Nun ich bin insoweit einverstanden dass im Gegensatz zu den Evangelien, der Pali Canon (ohne beide Schriften jetzt direkt vergleichen zu wollen), alleine durch seinen klaren und philosophisch korrekten Inhalt autehntischer sein dürfte als die christlichen Überlieferungen. Ob der Vergleich sinnvoll ist sei einmal dahingestellt...


    Die Tripitaka ist von der unmittelbaren Gefolgschaft Buddhas, in den drei Konzilen verfasst worden und hatte bereits im 4ten Jahrhundert vor Christus ihre heutige Fassung.
    Historisch gesehen muss man aber in Rechnung tragen, dass Buddha etwas mehr als 500 Jahre vor Christi gelebt hat.

    Man muss das ein wenig differenzieren. Die wundersamen Merkmale, Taten, und Begebenheiten in der buddhistischen Literatur sind oft zeitgenössische Ausschmückungen der jeweiligen Kultur.
    Selbstverständlich, allerdings trifft das auf beide Kulturen und Religionen zu. Wobei wiederum das Christentum ebenso wie der Buddhismus ein wenig in "troubble" gerät, wenn es um die richtige Einordnung dieser "Bestandteile" der Religion geht.

    An dieser Stelle könnte ich eventuell eine andere Parallele einfügen, die auch bemerkenswerten Charakter hat. Der Buddhismus ist ja (was weniger bekannt sein dürfte) keine Philosophie die komplett neu (von Budddha) ersonnen wurde. Sie basiert ja Teilweise auf die damals bereits 2500 Jahre "altindische Philosophie"und deren Erkenntnisse. (wieder eine Paralelle zwischen Beiden "Figuren"?)Die Idee und Philosophie der Reinkarnation, stammt ja beispielweise nicht von Buddha sondern ist (schätzungsweise) 2500 Jahre älter als er. Das Konzept von "Gott" war Jesus ebenfalls bereits ein fester Begriff - er hat es keinesfalls neugeschaffen, sondern bestenfalls neudefiniert und wenn man so will auch demokratisiert indem er die "göttlichen Eigenschaften" vorgelebt hat. Und zwar bis in den Tod!

    Buddha war ja genau wie Jesus, jemand der in der Philosophie und Kultur seiner Zeit aufgewachsen ist. Beide waren sogenannte Schriftelehrten. die sich bestens in ihren damaligen "heiligen Schriften" auskannten. Beide sind auch ganz eindeutig Revoluzer und Reformatoren gewesen. Jesus hat sich mit den Schriftgelehrten, Hohepriestern und Pharisäern seiner Zeit angelegt, und gleiches tat Buddha, wenn auch sicherlich auf anderem (eventuell diplomatischerem) Wege mit den damaligen "Autoritäten".

    Beide waren, wenn man so will sehr liberal. Ihre Botschaft war, wenn auch indirekt, die der philosophischen Liberalisierung. Sie plädierten für "religiöse" Selbstfindung, Ethik und Philosopie, jenseits von Klasseendenken und religiöser Hierarchie. Buddha hat das damalige Kastensystem zwar indirekt, dafür aber total in Frage gestellt, und Jesus hat die heuchlerische Gotteslehre der Hohepriester und der Pharisäer direkt und hart kritisiert.

    Beide waren dem damaligen religiösen und philosophischen Establishment mit Sicherheit ein Dorn im Auge. Im Gegensatz zu Buddha hat Jesus in der rauhen und brutalen Umgebung von Korruption und Protektorat (während der römischen Besatzungszeit), in der Geisselungen, Folter und Kreuzigungen von politischen Gegenern auf der Tagesordnung standen - einfach nicht überlebt.

    Interessant ist auch die Parallele, das beider Philosophien in ihrem Ursprungsland (und deren etablierter Kultur) keine wirkliche Überlebenschance hatten. Man ist halt nie "Prophet" im eigenen Land, wie in dem Spruch so schön heisst. Die Brahmanen sind nach "einiger Zeit" wieder zu Brahmanen geworden, der Buddhismus hatte auf lange Sicht keine Überlebenschance - und der damalige Stamm Davids hat ihren "Messias" (gelinde ausgedrückt) nicht anerkannt, ihn kurzerhand liquidiert - sie sind somit "jüdische Juden" geblieben, haben nichts und Niemand an ihren 'Glauben' herangelassen ...

    Was die "Institutionierung" und Verbreitung beider Philosophien und Lehren angeht, gibt es auch einige Parallelen, es würde aber sicherlich zu weit führen darauf einzugehen. Der wichtigste Unterschied scheint mir aber hierbei, dass die Intitutionierung und die Etablierung des Buddhismus im Gegensatz zu dem des Christentums der "römisch katholischen Kirche" weitaus unpolitischer und vor allem pazifistischer und unblutig von statten gegangen ist.

    Nochmal Themenbezogen (Eingangsthread): Nicht nur der Buddhismus hat animistische Bräuche und brahmanistische Traditionen übernommen, auch im Kristentum haben eine Vielzahl "heidnischer" Feste und Gebräuche überlebt und das von Anfang an. Weihnachten (ursprünglich das Keltische Fest der Sonnenwende und nicht etwa der Geburtstag Jesu), ist wohl eines der Bekanntesten neben vielen, vielen anderen Beispielen. Und bei letzteren kann man auch nicht von "Toleranz"-, sondern muss man viel eher von Integration reden

  6. #55
    Avatar von Samuianer

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    Re: Geister und Götter

    Zitat Zitat von x-pat",p="232780
    ...Krishnamurti's Schriften findet man ja mittlerweile auch nur noch im Antiquariat. Das sagt natürlich nichts über die Qualität derselben aus, die ist sicherlich ganz hervorragend..... Kybernetik und "Computationalismus" bemühen; letztere Denkrichtung ist so neu, dass es noch nicht einmal ein deutsches Wort dafür gibt.
    ;-D
    "neue Denkrichtung" ? dann lies mal Krishnamurti...und schau noch mal genau hin...

    Es gaebe keinen "Computer/tionalismus"* wenn Mensch die Maschine nicht ersonnen haette - der Gedanke daran liegt Jahrzehnte zurueck - ich erinnere hier z.B. nur an den Abakus wie lange ist der schon im Gebrauch?

    Moechte bei dem Gedanken auch mal an den McLuhanismus erinnern: "Die Kamera ist eine Erweiterung des Auges....Das Rad eine Erweiterung des Fusses..." usw....was ist dann wohl der "heilige" Komputa?

    Hat Antiquariat nicht nur was mit Markt - und Nachfrage zu tun?

    Wieviele Leute kennen wir die Tom Clancy gelesen oder eine Verfilmung seiner "Werke" gesehen haben und wieviele davon haben jemals den Namen Krishnamurti gehoert - geschweige denn eines seiner bahnbrechenden und tiefsinnigen Werke gelesen?

    Plato lass ich mal glleich auf dem Dachboden... ;-D


    *was 'ne Wortschoepfung - wow!

  7. #56
    woody
    Avatar von woody

    Re: Geister und Götter

    Das Thema ist sehr interessant, was meine Einstellung angeht, sie ist sehr einfach,
    ich sehe die Geisterwelt sehr pragmatisch .

    Da ich noch keine ernsthafte Begegnung mit Geistern oder Göttern hatte, harre ich der Dinge die noch kommen,
    aber die Wahrscheinlichkeit einer Bekanntschaft wird wohl immer geringer.
    Ich muss aber auch zugeben, dass ich nicht auf der Suche nach diesen
    Wesen bin.

    Eine Tatsache, die ich aber immer gerne aufführe ist die, dass
    Geister und Götter wohl Berührungsängste mit dem elektrischen Strom haben müssen.

    Seit dem Europa auch in der Nacht erhellt ist, haben sich die
    Geister rar gemacht. Aber auch in Thailand sind sie dort, wo es
    hell erleuchtet ist, seltener gesehen worden ;-D .

  8. #57
    Avatar von Samuianer

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    Re: Geister und Götter

    ;-D ....also lichtscheue Wesen...und immer schoen die Fenster zu!

    Mit dem Argument, das sich Geister nur denen zeigen die dran glauben bin ich auch schon mal konfrontiert worden

  9. #58
    Avatar von DisainaM

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    Re: Geister und Götter

    Als wenn wir in Deutschland nicht daran glauben, daß es Unglück bringt, wenn jemand sein Glück verschreit und z.B. sagt, er habe nur Glück.

    Das Tollä Syndrom, oder auch Torret Syndrom genannt,
    wo Menschen plötzlich vom zwanghaften TICK beherrscht werden,
    in der U-Bahn der nebenstehenden Frau .....begriffe zu nennen,

    würde in anderen Kulturen als soetwas, wie von Geistern besessen zu sein,
    eingestuft werden.

    Leider wissen wir noch sehr wenig darüber.

    Neulich lief ein Bekannter wieder mal bei mir in den Keller,
    er kannte den Weg, und wußte, daß er den Kopf einziehen muß.
    Letztesmal wurde sein Wissen blockiert, und es knallte.

  10. #59
    Avatar von Samuianer

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    Re: Geister und Götter

    Das naechste Mal gibts du als anstaendiger und umsichtiger Gastgeber dem Besuch einen Helm mit oder beleuchtest deinen Keller besser, fluoreszierende Farbe als Warnung koennte auch noch eine Moeglichkeit darstellen.

    Was ´Tick´ anbetrifft beschaeftigen sich besser Neurologen oder Psychologen mit deren Problemen und keine Geisterbeschwoerer!
    (Ich bin kein Psychologe aber meine mal das die von dir geschilderte Stoerung eher auf manisch paranoide Schizophrene zutrifft. Die unter der Zwangsvorstellung leiden das alle um sie hereum ´Schweine´ oder Schlimmeres sind.

    Ich erninnere da an die ´Operationen´ die auf den Phlippinen von einem ´Geistheiler - Medium´ durchgefuehrt wurden und von einem deutschen Fernsehteam als Schabernack entlarvt wurden.

    Das Placebo-Problem ist weitgehend untersucht worden - es gibt es das Menschen sich durch ihre eigene Imagination ´heilen´ koennen bzw. geheilt werden. Das betrifft den psyschichen Bereich und den Willen sprich Vortellungskraft des Menschen selbst.

    Dass das Eine oder Andere hier und da Wirkungen und Resultate erfaehrt sei dahingestellt - ich meine das mit dem ganzen Gezaubere und mit Geisterkram bedeutend mehr Schabernack getrieben wurde als Menschen damit geholfen ist.

    Darum geht es mir bei der ganzen Diskussion um ja oder nein - Geist oder nicht. Das Okkulte ist mir einfach suspekt und scheint eher zur Verdummung der Menschen ausgenuetz zu werden als zu ihrer Aufklaerung. Hinzu kommt das sich einige aus letzter Kraft - wegen einer/s ueblen Krankheit-Gebrechens an den ´letzten Strohhalm klammern´ und solche Magiere oder deren geheime Potenzen auf/suchen.

  11. #60
    Chonburi's Michael
    Avatar von Chonburi's Michael

    Re: Geister und Götter

    Was ist wenn es doch Geister gibt?

    Vielleicht wollen wir/viele es nicht wahrhaben.

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