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Freiwilligendienst in Thailand

Erstellt von Georg, 27.05.2005, 22:36 Uhr · 20 Antworten · 3.861 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Georg

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    Freiwilligendienst in Thailand

    Hallo,

    Viele in diesem Forum haben sich schon einmal mit dem Gedanken beschäftigt, nach Thailand auszuwandern, um dort eine berufliche Tätigkeit auszuüben. Da dies – wie wir alle wissen – äußerst schwierig ist, und auch ich mich als zukünftiger Rentner so meine Gedanken mache, kam mir die Idee mit dem Freiwilligendienst. Die Hilfsorganisation "Greenway Thailand" bietet so etwas an. Die Vorteile liegen auf der Hand:

    1.rascher Kontakt zu Einheimischen (und natürlich auch anderen
    Teilnehmern)
    2.man kann testen, ob man überhaupt mit der thailändischen Mentalität
    zurechtkommt und in so einem Land langfristig leben kann
    3.Engagement in einem meist sozialen Projekt
    4.besondere Fachkenntnisse sind meist nicht erforderlich
    5.sehr preiswerte Art, das wahre Thailand kennenzulernen
    6.man hat die Wahlmöglichkeit zwischen einem kurzfristigen (2 Wochen
    als "short term volunteer") oder auch langfristigen Einsatz
    (mehrere Monate oder gar Jahre als "long term volunteer"). Ein 2-
    Wochen-Einsatz ist z.B. somit auch im Urlaub möglich
    7.man geht kaum ein Risiko ein, d.h. braucht die Zelte in Deutschland
    nicht abzubrechen

    Nachteil:
    Man verdient natürlich nichts dabei, sondern es entstehen einem neben dem Flug noch Kosten, die aber sehr sehr gering sind.

    Ich habe mich vor einiger Zeit mal mit Greenway in Verbindung gesetzt, um das Durchschnittsalter der Teilnehmer zu erfahren. Dies liegt bei 22/23 Jahren, wobei es aber nach oben kein Limit gibt. Auch ältere Jahrgänge oder gar Rentner seien herzlich willkommen (die Frage ist natürlich nur, ob ein Älterer damit umgehen kann, aber das ist ein anderes Thema).

    Die Frage, vor Ort irgend etwas sinnvolles zu machen, stellt sich auch bei mir, sollte ich mich in ein paar Jahren für das Auswandern entscheiden und nicht den anderen Weg beschreiten, mit einer Thai-Frau in Deutschland zu leben. In diesem Zusammenhang meine Frage an die, die bereits als Rentner ausgewandert sind, ohne zu sehr in die Privatspäre einzudringen:

    Was macht ihr den lieben langen Tag von morgens in der Früh bis abends, ob nun in einer Touristenhochburg oder im Isaan?

    Natürlich kann einem dieses Problem überall begegnen, egal wo man als Rentner auf der Welt lebt, aber ich denke mir, dass dies in einem fremden Kulturkreis noch gravierender ist.

    Für mich habe ich in der Richtung auch noch keine Lösung gefunden, daher der Gedanke mit dem Freiwilligendienst.

    Es grüßt euch
    Georg

  2.  
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  3. #2
    Liggi
    Avatar von Liggi

    Re: Freiwilligendienst in Thailand

    Aufgrund der fehlenden sozialen Bindungen in Thailand muss man unbedingt eine Aufgabe haben. Die darf natürlich nicht darin bestehen, den Tag im bett und die restliche Zeit an der Bar zu verbringen und evtl. (wie viele) dem Alkohol zu verfallen.

    Ob diese Aufgabe dir liegt und dich befriedigt, kannst nur du alleine entscheiden.

    Ich für meine Person möchte nicht nur in Thailand leben sondern halb und halb. Winter Thailand und im Sommer Deutschland.

  4. #3
    Avatar von Simpson

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    Re: Freiwilligendienst in Thailand

    @ Georg,

    auch als Volunteer brauchst du in Thailand eine Arbeitsgenehmigung, auch wenn du kein Geld verdienst. Die thailändischen Behörden haben vor einiger Zeit eine Warnung an Volunteers herausgegeben, die den Tsunami-Opfern geholfen haben, sich eine Arbeitsgenehmigung zu besorgen. Natürlich ist es nur bei dieser Warnung geblieben. Aber alleine die Androhung von Strafen gegenüber hilfsbereiten Personen die dabei nichts verdienen würde mich davon abhalten auch nur einen Finger für diese Leute krumm zu machen.

  5. #4
    Avatar von Simpson

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    787

    Re: Freiwilligendienst in Thailand

    Ein Freund von mir ist Psycho-Therapeut und hat die Tsunami-Opfer betreut. Bis die Phuketgazette folgendes veröffentlicht hat:



    Tuesday, February 8, 2005

    Tsunami volunteers warned: get work permits


    PHUKET: Foreign volunteers assisting in tsunami-related charity work are required to hold work permits, regardless of whether they are being paid for their efforts or not.

    Sayan Chuaiyjan, head of the Phuket Provincial Employment Service Office [ESO], told the Gazette yesterday that there could be no exceptions and that his office would begin to enforce the regulations soon – possibly in March.

    “There can be no exceptions. Work is work, even if it is for charity,” he said.

    He urged relief workers to apply for work permits, adding that those working for recognized charitable organizations would find them easy to obtain.

    “They can just present a document certified by the charity organization they work for and we will issue them with work permits; then they will be able to work legally,” he said.

    He pointed out that any foreigner caught working without a work permit is liable to hefty punishment.

    “If our officers, police officers or immigration police learn [of foreign volunteers] who don’t have work permits, the maximum penalty is three years in jail, a 30,000 baht fine [or both],” he warned.

    “We did not enforce this law too rigidly [in the immediate aftermath of the tsunami], because we knew that everyone wanted to help out.

    “But now that the situation is returning to normal, we will have to start taking it more seriously,” he said, adding that a crackdown could begin as early as next month.

    Phuket Vice-Governor Winai Buapradit, who is charged with overseeing work permit procedures in the province, agreed with the ESO stance and said that the law needed to be enforced both in Phuket and throughout Thailand.

    “Now that the post-tsunami relief operations are slowing down, they should have work permits to continue working. Otherwise, government officials will have no idea what they are actually doing here – and this could result in trouble in the future,” he said this morning.

    ------

    Wenn die Thais unsere Hilfe nicht wollen, sollen sie sich selber helfen.

  6. #5
    Avatar von Georg

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    246

    Re: Freiwilligendienst in Thailand

    das wußte ich auch noch nicht. Das ist ja heftig, was dort in der Phuketgazette vom 8.2.05 zu lesen ist:
    Tsunami volunteers warned: get work permits
    Sayan Chuaiyjan, head of the Phuket Provincial Employment Service Office urged relief workers to apply for work permits. There can be no exceptions. Work is work, even if it is for charity
    Da will jemand seine Dienste freiwillig und ohne Bezahlung zur Verfügung stellen und braucht auch dafür eine Arbeitsgenehmigung.

    Ein kleiner Trost ist vielleicht, das diese leicht zu bekommen ist:

    adding that those working for recognized charitable organizations would find them easy to obtain.
    Man ist wirklich als Ausländer in Thailand nur geduldet, und das auch nur, solange du dein Geld dortlässt und brav bist.

    Die machens einem wirklich schwer.

  7. #6
    Avatar von ChangKhao

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    330

    Re: Freiwilligendienst in Thailand

    ...Wenn die Thais unsere Hilfe nicht wollen, sollen sie sich selber helfen.
    :bravo:
    Thai Rak Thai

  8. #7
    Avatar von Ricci

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    819

    Re: Freiwilligendienst in Thailand

    Hossa,

    nachdem diesem Thread die übliche Dosis "Stammtischgeschwätz" verabreicht worden ist, bleibt die Frage, ob diese, von ein paar verkappten Politikern ausgegebene Warnung wirklich die Meinung des Volkes darstellt.

    Ich habe zumindest nur gute Erfahrungen machen können und als diese Warnung herauskam waren auch die Thais in meinem Umfeld schockiert über den Stumpfsinn und fanden das nur lächerlich.


    Ciao
    Ricci

  9. #8
    cologne
    Avatar von cologne

    Re: Freiwilligendienst in Thailand

    Interessantes Thema, wie ich finde ...

    Gibt es hier jemanden, der sowas schonmal probiert hat?
    Bzw. gibt es momentan überhaupt noch irgendwo in Thailand Möglichkeiten als Volunteer zu arbeiten?
    Wie sieht's mittlerweile mit den staatlichen Regularien diesbzüglich aus?

    Vielleicht interessiert das Thema nach wie vor den einen oder anderen, so dass wir das hier vielleicht nochmal auffrischen können !? Mich interessiert's!

  10. #9
    Avatar von wingman

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    14.074

    Re: Freiwilligendienst in Thailand

    Mich würde ernsthaft interessieren wenn diese Politiker ihre Drohung wahrmachen, was passiert mir als Betroffenen?
    Am ende für meine kostenlose Arbeit im Staatsprison?
    Da wäre ich gar nicht geil drauf und ich habe schon viel ehrenamtliche Arbeit geleistet.
    Wenn ich das irgendwann machen wollte, soll die Organisation auch die Work Permit stellen. Wenigstens legal in dem Land arbeiten ehrenamtlich, das mindeste was ich vorausetze.

  11. #10
    Avatar von Ampudjini

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    Re: Freiwilligendienst in Thailand

    Zitat Zitat von cologne",p="459182
    Bzw. gibt es momentan überhaupt noch irgendwo in Thailand Möglichkeiten als Volunteer zu arbeiten?
    Klar gibt es Organisationen z.B. NGOs (sogar wie "Sand am Meer" ) oder Stiftungen, die Freiwilligendienste oder Praktika in Thailand anbieten. Ich kenne einige Leute, die solche Programme mitgemacht haben. Meist sind das junge Leute (Schüler, Studenten oder Leute mit frischem Abschluss), es werden aber durchaus auch Leute mit Berufserfahrung gesucht, die dürfen dann natürlich auch älter sein.
    Ich denke, die wenigsten Teilnehmer sind jedoch ausländische Arbeitnehmer, denn die wollen ihre Freizeit (Urlaub) meist selbstbestimmt verbringen und nicht auch noch im Urlaub arbeiten, zumal solche Dienste nicht hoch oder gar nicht bezahlt sind (manchmal zahlt man sogar als Teilnehmer) und so idealistisch, dass man allein für das Gute solche Programme unterstützt, sind dann wohl nur wenige. Wobei man natürlich gesondert mal generell über Sinn und Unsinn solcher durch Freiwillige gestützten Projekte diskutieren kann.

    Wenn man mal anfängt zu suchen, findet man im Internet sehr viel dazu...

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