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Flucht vor Gericht und Haft in Thailand

Erstellt von joachimroehl, 25.05.2012, 17:33 Uhr · 14 Antworten · 2.435 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von joachimroehl

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    Flucht vor Gericht und Haft in Thailand

    Die fünf Angeklagten Bulgare mit deutschem Reisepaß wegen Millionenbetruges in Pattaya verhaftet: TIP Zeitung Thailand konnten schon einen Monat nach ihrer Verhaftung für 180.000 THB Strafkaution/Kopf aus Nong Palai entlassen werden. Heute um 9 Uhr hätte der Staatsanwalt beim Provinzgericht die Anklage verlesen sollen, aber alle fünf sind so wie es scheint seit einer Woche flüchtig.

    Die Kaution wird das Gericht einbehalten, der Anwalt kuckt zum größten Teil in die Röhre, der Vorwurf nach 269/3 bzw. 4 thailändisches Strafgesetzbuch "Straftaten mit elektronischen Karten" hätte zwischen 3 und 10 Jahren eingebracht. Da es sich hier um eine offensichtlich international agierende Gruppe handelt, was geschieht da jetzt noch in punkto thailändischer Polizei, gegebenenfalls Interpol Bangkok und auch in den Herkunftsländern? Kommen die nicht vom Regen in die Traufe?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von franky_23

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    Vielleicht haben sie auch mitbekommen, dass die Bulgaren kein besonderes Interesse an den Ganoven hatten? 3 - 10 Jahre kostet den Thais ja auch eine Menge. Thaipolizei kann ja nur was in Thailand machen. Wenn die weg sind?

  4. #3
    Avatar von MadMac

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    Zu dem Kurs und in Anbetracht der Alternativen waere wohl jeder getuermt...

    Die Jungs waren sicher sowieso mit falschen Papieren unterwegs, und eh sie sich verplappern, hat wohl irgendjemand ein Ass aus dem Aermel gezogen und weg war der ganze Fall.

  5. #4
    Avatar von joachimroehl

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    Nein, sie haben den deutschen bzw. bulgarische Reisepässe, sind als Deutscher visafrei bzw. die Bulgaren mit Visa on arrival eingereist. Haben nach Kautionsentlassung und zwischenzeitlich entstandenem overstay durch ihren Anwalt die Aufenthaltstitel bei der örtlichen Immigration hier in Pattaya korrekt verlängert. Vielleicht aber wieder zurück zur Fragestellung und ob der §152b StGB in dieser Konstellation greifen würde -> http://dejure.org/gesetze/StGB/152b.html ?

  6. #5
    Avatar von MadMac

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    Das beweist nicht, dass das echte, oder hier wichtige Papiere waren. Mit der Alternative 3+ Jahre Knast oder 2. Pass wegschmeissen, ist die Antwort einfach.

    Interpol kann die natuerlich auf irgendeine Liste setzen, aber wenn ersteres zutrifft, dann sind die durchs Netz, mit low Priority.

  7. #6
    Avatar von franky_23

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    Joachim, in dem Bericht steht, dass die die Karten im Besitz hatten. Zentrale Frage ist, wer wurde geschädigt. Liegt eine Anzeige vor. Nehmen wir mal an, dass nur Mister X die Karten hatte. So müsste eine Deutsche Bank in D Anzeige erstatten, dass sich Deutsche Behörden damit befassen. Wenn diese Bande weg sind ist es fraglich ob und in welchem Umfang z.B. Amtshilfe von den Deutschen angefordert wird.

    Solange dies nicht der Fall ist, können sie sich vermutlich ohne Probleme in Europa bewegen. Waren jetzt mehrere Banken aus mehreren Ländern beteiligt, stellt sich die Frage in welchem Land oder in welchen Ländern das Verfahren weiterverfolgt wird.

  8. #7
    Avatar von joachimroehl

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    Die Gruppe wurde mit insgesamt 35 gefälschten Karten an der Nakluaer Soi Portisan beim Abheben am ATM der Siam Commercial Bank von Zivifahndern erwischt. Da Kundenkonten in mehreren europäischen Ländern geplündert worden, bleibt die Frage, ob das ein Anzeigedelikt ist oder Interpol automatisch tätig wird. Bei organisierter internationaler Kriminalität (OK) dürfte die Geschichte doch sicher nicht im thailändischen Sand verlaufen. Habe gerade eben erfahren, daß drei der Bulgaren wohlbehalten in Sofia gelandet sind und groß Party machen. Nun ja zehn Jahre Thaiknast wären schon der Hammer - schlecht für diejenigen, welche geständig und brav jahrelang einsitzen. Auch klar, daß hier massivst Kosten aufgelaufen sind für Anwälte, Gerichtskosten und viele weitere Serviceleistungen.

  9. #8
    Avatar von franky_23

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    Diese Kosten dürften durch die Kautionen ja abgedeckt sein?

    Vielleicht machen sie ja nur Party, weil sie die Zukunft kennen und dort Partyverbot herrscht?

  10. #9
    Avatar von joachimroehl

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    Gerichtskaution zu sonstigen Kosten stehen hier pro Kopf im Verhältnis 1:6 und lehrt uns, daß die Freiheit immer ein kostbares Gut ist.

  11. #10
    Avatar von motorradsilke

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    Und für die Nächsten, die auf Kaution erstmal rauskommen wollen, vermutlich ein noch wertvolleres Gut. Die werden sicher höhere Kautionen zahlen müssen, wenn denn die Möglichkeiten dazu nicht sogar eingeschränkt werden.

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