Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 26

Firmengründung in LOS?

Erstellt von dao-lek, 04.03.2013, 07:12 Uhr · 25 Antworten · 2.107 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von dao-lek

    Registriert seit
    05.09.2004
    Beiträge
    123
    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    laufende Kosten für den Firmenmantel, ohne Miete, Gehälter pp.

    Thailand's Most Trusted Legal Advice & Legal Services | Thai Visas & Work Permits | Thai Company Registration | Service Fees - Thailand's Most Trusted Legal Advice & Legal Services | Thai Visas & Work Permits | Thai Company Registration


    bevor ich eine th. Firma gründe, und in Rechtsgeschäfte einsteige,
    muss ich die finanziellen Rücklagen haben,
    um auch bei Problemen, Arbeitsgerichtsprozessen, unkalkulierbaren Schwierigkeiten,
    abgesichert zu sein.
    Yo voellig korrekt, die Sache muss schon Hand und Fuss haben. Darum versuche ich grad - so gut es geht - meine laufenden Kosten zu erfassen, damit ich beim Gespraech mit meinem Chef moeglichst genaue Rahmenbedingungen kenne.

    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Die kosten einer offshore Comp in Singapor oder Hong Kong oder anderswo, sind genau kalkulierbar,
    sie bilden Deinen steuerlichen Rückhalt in dem Vertrag mit der deutschen Firma,
    wie schon oben in deinem anderen Post angedeutet...werde zu dem Thema mal ausgiebig googeln...

    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    doch bei aller Liebe zu Thailand,
    würde ich mir Angebote von Softwareschmieden nicht nur von Thailand, sondern auch anderen Ländern einholen,
    leben kannst Du ja problemlos in Thailand.
    Wie oben schon gesagt, das aktuelle Grossprojekt muss sukzessive entstehen, in staendiger Abstimmung mit meinem Auftraggeber sowie deren Kunden, ich sehe mich dabei als Schnittstelle zu den thl. Entwicklern. Sicherlich gibt es andere Arbeitsweisen bei groesseren SW-Projekten, aber nur so weiss ich, dass das klappen kann.

  2.  
    Anzeige
  3. #12
    Avatar von maphrao

    Registriert seit
    19.01.2006
    Beiträge
    6.604
    Zitat Zitat von dao-lek Beitrag anzeigen
    Nee im Ernst...schlechtes Englich? Mangelhafte Programmiererfahrung? Ueberhoehte Gehaltsvorstellungen?
    Ja, das ist wohl die Mehrheit, man braucht halt etwas Geduld und muss jederzeit damit rechnen, dass jemand von heute auf morgen ohne Ankündigung fernbleibt. Aber trotzdem kann es sehr lohnenswert sein, Projekte auszulagern. Wichtig ist halt, dass man die Projekte selbst überwacht.

    Klär mal die Einzelheiten ab, mach dir Gedanken und dann kannst du dich gern bei mir melden.

  4. #13
    Avatar von DisainaM

    Registriert seit
    15.11.2000
    Beiträge
    26.857
    Kernfrage ist doch am Anfang,
    wer trägt das finanzielle Risiko eines Misserfolges,

    - entweder die deutsche Firma eröffnet eine Niederlassung in Thailand,
    oder
    - die deutsche Firma schliesst mit einer neuen, zu gründenen Firma einen Auftrag ab,
    und die neue Firma trägt das Kostenrisiko, als auch den möglichen Gewinn, beim Gelingen des Geschäftes.


    Bei einer 08/15 Situation in einer Firma, wo man bisher bei deutschen Softwareentwicklern 200.000 Euro an Kosten zahlt,
    und man sagt, man müsste es in Thailand auch für 100.000 Euro hinkriegen,
    wird zuerst natürlich jeder sagen, prima, 100.000 Euro Kosten einsparen.

    Kernfrage ist jedoch, wenn es nicht klappt, für 100.000 Euro in Thailand nach 1 Jahr zu einem Ergebnis zu kommen,
    vorallem, weil man derartig in Verpflichtungen vor Ort eingebunden ist,
    dass man aus vielen laufenden Kosten auch nicht ad hoc aussteigen kann, ohne Probleme zu bekommen,
    wer trägt dabei das Kostenrisiko.

    Ist es der Firma wert, möglicherweise die Summe x in Thailand in den Sand zu setzen,
    oder sollst Du selber privat Geld reinschiessen ?

    Geh davon aus, du würdest die ersten 3 Monate in Thailand nur für den Aufbau einer Struktur investieren,
    ohne dass man überhaupt zum arbeiten kommt,
    (Behördentermine, stundenlanges rumsitzen und warten auf Lieferanten, Handwerker, Techniker)
    die unendliche Suche nach geeigneten Mitarbeitern, und die Amagedon-Szenarien, wenn man sich von einem Mitarbeiter trennt,
    bz. die von heute auf morgen nicht mehr erscheinen,
    gepaart mit dem eigenen psychischen Stress und ev. auch der Feststellung, dass sich die eigene Partnerin in Thailand ebenfalls verändert,
    das muss erstmal bewältigt werden.
    Nach einem halben Jahr hat man die Ausgaben von Mieten, Lebenshaltungskosten, Firma und Inventar, Gehälter für Pflichtangestellte,
    ohne dabei den richtigen Programmierer gefunden zu haben, sprich, mindestens 50.000 Euro sind weg, und man hat noch nichts hinsichtlich der Softwareentwicklung erreicht.

    Nun die die Frage,
    wird die deutsche Firma Dir die Stange halten, oder wird Deine Fahne in Deutschland langsam vom Mast gezogen ?

  5. #14
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.208
    Ich habe in Bangkok zwei kleine Softwareunternehmen gegründet und 10 Jahre lang gemanagt und kann die Punkte die @maphrao und @markobkk vorgebracht haben bestätigen. Für die Abwicklung der Firmengründung sollten 50k eigentlich ausreichen. Das ist eine Standardprozedur, die zwar viel Laufarbeit beinhaltet, aber für die keine besonderen Qualifikationen notwendig sind. Du benötigst als Geschäftsführer/MD ein Business-Visum und eine Arbeitserlaubnis, womit du ebenfalls eine Agentur beauftragen kannst; kostet ca. 30k. Stelle sicher, dass die Proxy Sharholder keinen kontrollierenden Anteil haben.

    Das Eigenkapital muss innerhalb einer gewissen Zeit, ein oder zwei Jahre (?), vollständig eingezahlt werden, sonst gibt es mit dem Auditing Probleme. Das ist jedoch einfacher als es scheint. Du kannst dir zum Beispiel ein großzügiges Gehalt auszahlen, von dem du einen Teil reinvestierst, so dass es in die offizielle Buchhaltung eingeht. Man darf dies jedoch nicht überspannen, denn die Firma sollte nach zwei Jahren Gewinne in den Büchern verzeichnen, sonst könnte es mit Visum und Arbeitserlaubnis Probleme geben. Beim Start ist also ein wenig finanzielles Geschick notwendig.

    Das größte Problem düfte sein, qualifiziertes Personal zu finden. Verlässliche Programmierer mit durchschnittlicher Junior-Qualifikation sind bereits schwer zu finden; richtig gute Leute mit Erfahrung sind rar wie Iridium. Man muss daher viel Zeit in Recruiting und Weiterbildung investieren. Auch die kulturelle bzw. sprachliche Barriere ist ein größeres Problem als die meisten denken. Alle Dokumentation und Pflichtenhefte müssen übersetzt und in kleine Aufgaben-Häppchen unterteilt werden, damit sie überhaupt sinnvoll bearbeitet werden können. Die Qualitätskontrolle muss stringent eingerichtet sein.

    Bis die Methoden und Arbeitsprozesse optimal funktionieren und Schlüsselpositionen besetzt sind, kann unter Umständen ein Jahr vergehen. Richte dich daher schon mal auf 60-Stunden Wochen (oder mehr) ein. Als MD werden mindestens 25% von der Arbeitszeit mit administrativer Arbeit ausgefüllt sein, am Anfang vielleicht noch mehr.

    Cheers, X-pat

  6. #15
    Avatar von didi

    Registriert seit
    20.11.2009
    Beiträge
    970
    Mit dem Finden geeigneter Leute für den IT - Sektor tun sich sogar Thai Firmen schwer. Hat man mal jemanden gefunden, dann besteht immer das Problem, dass er abwandern könnte, wenn ihm irgend einer 5.000 Baht mehr bietet.

    Gruß Didi

  7. #16
    ILSe
    Avatar von ILSe
    Habe ich auch jetzt schon oft gehoert, dass das Finden von guten Thai ITler, welche mit EURO Standard mithalten koennen, sich fast zu einer Mission Impossible entwickelt.

    Sehr gute Programmierer sind doch meist Freaks. Warum versucht man nicht paar von denen aus DACH nach TH zu locken? Fuer ein chilliges Leben, zwar weniger Lohn, aber dafuer viel GoGo fuer die Freaks?

    Eine Frage am Rande: Was ist eigendlich mit outsourcen von IT Leistungen nach Indien?

    PS: Das Wort Freak ist nicht abwertend gemeint.

  8. #17
    Avatar von didi

    Registriert seit
    20.11.2009
    Beiträge
    970
    Zitat Zitat von ILSe Beitrag anzeigen
    Eine Frage am Rande: Was ist eigendlich mit outsourcen von IT Leistungen nach Indien?
    Halte ich nicht für sehr geschickt. Besonders nicht für eine 1-Mann-Schow eines Farangs in Thailand. Da hat man immer den kürzeren!

    Gruß Didi

  9. #18
    Avatar von markobkk

    Registriert seit
    27.01.2008
    Beiträge
    3.328
    Outsourcen nach Indien wuerden wir nicht, Inder einstellen dagegen liebend gern. Wir bekommen auffallend viele Bewerbungen von Indern zugeschickt. Problem dabei ist das fast alle noch in Indien oder anderswo ausserhalb Thailands sind, leider. Bisher war nur eine Inderin dabei welche in Thailand gewohnt hat, allerdings in Rayong und umziehen wollte / konnte Sie nicht.

  10. #19
    Avatar von DisainaM

    Registriert seit
    15.11.2000
    Beiträge
    26.857
    wenn die deutsche Firma nicht das finanzielle Risiko einer th. Niederlassung übernehmen will,

    sondern Dich zu einer selbständigen Einheit machen möchte, sprich, Du gründest eine Firma, bekommst einen Auftrag mit einer Vergütung,
    mit der Du dann haushalten musst,

    in diesem Fall,

    macht es Sinn, eine offshore Company ausserhalb Thailands zwischen zu schalten,
    die die Abschlagszahlungen vereinnahmt, und nach Aussen das steuerliche Geld-empfangs-gerüst darstellt.
    (keine Versteuerung der Gewinne Hauptvorteil der offshore / Du kannst per online banking leicht über die eingegangenden Abschlagszahlungen aus Deutschland verfügen, ohne das dies in irgendeiner Form das th. Steuerrecht, bz ev. Probleme, die in Thailand entstehen könnten, irgendwie beeinflusst, das offshore Firmenkonto ist mit seinen Eingängen sicher und nur zu Deiner Verfügung)

    Zitat Zitat von dao-lek Beitrag anzeigen
    Hmm verstehe ehrlich gesagt grad nur Bahnhof. Wo wuerde / koennte die offshore company denn sitzen?
    Wuerde ich die ausserdem gruenden als Schnittstelle zwischen deutschem Auftragsgeber und meiner thl. Firma?
    Oder soll die die SW entwickeln? Wie gesagt, Bahnhof.
    Ich will ja selber (auch) an der Software entwickeln, zusammen mit einem thl. Team, und keineswegs alles aus der Hand geben, vielleicht ist das in meiner Beschreibung nicht so klar ruebergekommen.
    Die offshore Company kannst Du über seriöse Anbieter auch von Deutschland aus gründen,
    Du bezahlst per Kreditkarte, die Firma wird für Dich eröffnet, und Du kannst, sobald Du die Firmenregistrationsnummer hast,
    Firmenbriefpapier erstellen, und mit der deutschen Firma einen Vertrag abschliessen.

    Da Du anführst, dass Du die Leute in der Firma schon lange kennst, ev. auch privat, geb ich Dir den Rat,
    verzichte dennoch niemals auf klare vertragliche Regelungen, ein tödlicher Unfall, eine veränderte Lage,
    der Wind kann sich sehr schnell im Leben drehen, und angebliche Vertraute wollen sich nicht mehr an ein gesprochendes Wort halten.

    Die offshore Comp ist ein Sicherheitsfilter für Dich, wenn in Thailand bei Deiner th. Firma die Bankkonten blockiert sind durch eine einstweilige Verfügung eines entlassenden th. Mitarbeiters, es gibt da unzählige Varianten, warum es sinnvoll ist,
    sein Kapital von einem gesicherten Konto aus zu steuern und zu streuen.

    Lass die jährlichen Kosten einer offshore bei 5.000 Euro liegen,
    wenn bei der deutschen Firma mal eine Steuerprüfung ist, und das Finanzamt hätte nur den Vertrag, bz. den Geldfluss auf das th. Firmenbankkonto,
    ein Amtshilfeersuchen der deutschen Finanzbehörden an die zuständige thailändische Stelle bringt zuviel Stress,
    dass sich das Abtrennen ausserhalb von Thailand, unbedingt lohnt.
    (das Thema ist sehr komplex, deswegen hier nur in Kurzform)

    Die offshore ist Auftragsempfänger der deutschen Firma, und Auftraggeber der th. Firma.

  11. #20
    Avatar von maphrao

    Registriert seit
    19.01.2006
    Beiträge
    6.604
    Zitat Zitat von ILSe Beitrag anzeigen
    Warum versucht man nicht paar von denen aus DACH nach TH zu locken?
    Weil man dazu wiederum einige Thais braucht, Stichwort Arbeitserlaubnis.

    Zitat Zitat von ILSe Beitrag anzeigen
    Eine Frage am Rande: Was ist eigendlich mit outsourcen von IT Leistungen nach Indien?
    Wir haben Indien mal getestet und auch mit anderen gesprochen. Deren Englisch ist zwar gut, aber die Software wird so gut wie immer unvollständig unf fehlerhaft abgeliefert. Korrekturen kosten dann plötzlich fast soviel, wie in Deutschland, zudem werden die Zeiten selten eingehalten.
    Würde ich dringend von abraten, wenn man nicht zufällig eine Firma mit europäischem und zuverlässigen Ansprechpartner kennt. Also im Prinzip so, wie in Thailand auch.


    Zitat Zitat von markobkk Beitrag anzeigen
    Outsourcen nach Indien wuerden wir nicht, Inder einstellen dagegen liebend gern.
    Echt? Wir kriegen auch öfters Bewerbungen von denen, die sind aber eigentlich vorwiegend schon in Thailand. Aber abgesehen davon, dass ich Inder überwiegend für ein unerträgliches Volk halte, wäre da noch das Problem mit der Arbeitserlaubnis.

Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Visum durch Firmengründung?
    Von Lundeee im Forum Treffpunkt
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 14.02.11, 18:35
  2. Firmengründung für Software-Vertrieb (Thailand/Malaysia) ?
    Von maphrao im Forum Behörden & Papiere
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 29.04.08, 14:05
  3. Firmengründung Bereich Erwachsenenunterthaltung
    Von Andy123 im Forum Behörden & Papiere
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 09.11.07, 12:44