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Farangs in Thailand

Erstellt von DisainaM, 04.04.2002, 15:09 Uhr · 61 Antworten · 3.750 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Azrael

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    Re: Farangs in Thailand

    @Iffi

    ...uups, daran hatte ich garnicht gedacht...

  2.  
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  3. #22
    Avatar von DisainaM

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    Re: Farangs in Thailand

    @ MadMac,

    während sich in den ostdeutschen Klein und Großstädten diese Vorurteile noch stärker halten, macht die enorme Ausdünnung auf dem Land manche Jung Bauern, die keine Frau finden, die Alternative, entweder keine Frau oder eine Ausländerin, Platz für eine neue Toleranz in den Köpfen.

    Von daher bin ich fest überzeugt, das sich aus dieser Not ein Wandel in den Köpfen ergeben wird.


    ---------



    Zur Frage Thais und Hautfarbe

    Das beschriebene Problem, das sich hellhäutige Thais nicht von einem dunkelhäutigen Amerikaner unterrichten lassen wollen, stellt viele Sprachschulen vor das Problem, stellen sie einen schwarzen Ami ein, dann wechseln die Kids die Schule.

    Wer diagonal gegenüber dem Nana Hotel, auf der anderen Seite der Sukumvit in eine Nebenstrasse verschwindet, befindet sich auch in einem Strassenspot, der von Afrikanern bewohnt wird.
    Da sich die Thais hier völlig gewaltfrei verhalten, würde ich auch nie den Begriff Rassismus für richtig halten.
    Ein Schwarzer wird nicht schlechter behandelt, wie ein weisser Behinderter.
    Ein ausländischer Schwarzer wird nicht besser behandelt, wie ein thailändischer Schwarzer.
    Auch der Pater, der in den 80 Jahren in Pattaya viele ausgesetzte schwarze Kinder aufgezogen hatte, konnte all diesen Kindern von schwarzen GIs und Thailänderinnen einen Platz in der Gesellschaft zuführen. Daher muß man die totale Gewaltlosigkeit betonen.

    Wie soll man sich selber verhalten ?
    Manchmal wird es manchen Urlaubern in Thailand bewußt, das auch ein schwarzer Thai einen höheren gesellschaftlichen Stand hat, als ein Farang, der ja überhaupt kein Thaiblut in seinen Adern hat.
    Wird man dann von dieser Person noch besonders schlecht behandelt (Radfahrer Effekt /nach oben geduckt, nach unten treten), dann zieht man sich wohl schnell wieder aus dem Ort zurück.

    Habe da sehr unterschiedliche Erfahrungen.

  4. #23
    Avatar von MadMac

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    Re: Farangs in Thailand

    @all

    In diesem Zusammenhang...Tiger Woods ist auch ein schwarzer Thai. Wie passt sowas ins Bild? Naja, ihm wird es egal sein. Aber den "hellen" Thais muss er doch ein Dorn im Auge sein. Die Welt ist schon schraeg....

    Gruss,
    Mac

  5. #24
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: Farangs in Thailand

    Hi DisainaM,
    ich verstehe ja Dein Motiv, den Rassismus in TH kleinzureden, als verbale Diskriminierung OHNE Gewalt.
    Nur, da Frage ich mich, welche Informationsquellen benutzt Du fuer Deine gewaltfreie Strategie?
    Liest Du nichts ueber die Gewalt ueberall gegenueber den Minderheiten, egal, welcher Hautfarbe?
    Da werden ganzw Doerfer im Norden gebranntschatzt, , die Polizei und Staatsbeamten stacheln das Volk noch auf, statt es abzuhalten von Gewalt.
    Da werden reihenweise und immer wieder Auslaender gemordet, weil sie ploetzlich ueberfluessig sind, es sind ja nur Burmesen...!!(meisst dunkler Hautfarbe)
    Ist das KEIN Rassismus, was ist es dann.
    Auch die Diskriminierung von Minderheiten ist Rassismus, meine ich und es gibt keinen Grund, das fuer TH kleinzureden, meine ich,
    dazu gibt es taeglich viel zu viel Elend hier fuer diese Minderheiten, ich spreche in diesem Zusammenhang sogar von Staatsrassismus, anders kann ich das nicht sehen.
    Das sind fakten, die Jedem, der hier mit offenen Augen durch TH geht, nicht verborgen bleiben koennen.
    Und ich darf sagen, meine Beispiel hier in der Kuerze angeschnitten, sind die Spitze des Eisberges...!!
    Schaut moch tiefer in die gesellschaft und ihr erkennt den wahren Charakter des Landes, ueberall und in viewlen anderen Sutuationen ebenfalls, da gibt es viel zu tun an veraebderung, mir fehlt der Glaube, dass dies in absehbarer Zeit Veraenderung erfahren kann,
    eher fuerchte ich Schlimmeres,
    der Tourist erlebt hier und das kann nicht anders sein im Normalfall
    eine "Heile Welt" fern jeder realitaet, aber wir, die wir hier leben, koennen die Augen davor nicht verschliessen, ich jedenfalls nicht.
    Gruss Klaus

  6. #25
    Avatar von Jinjok

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    Re: Farangs in Thailand

    Hallo Klaus und DisainaM
    Auch hier schein mir wieder das Posting über das Wesen der Wahrheit zu passen. Bevor wir jeder über unser eigenes Verständnis vond er Wirklichkeit (des Rasissmusses) schreiben, müssen wir den Begriff einmal definieren, damit wir die geleiche Diskussionsgrundlage haben. Sonst passiert genau das was Buddhadasa Bhikkhu sagte, jeder redet über das selbe, meint aber etwas anderes, weil in seinem Verständnis die Wahrheit eine ganz andere ist.
    mfg jinjok

  7. #26
    xenusion
    Avatar von xenusion

    Re: Farangs in Thailand

    Hallo Klaus
    Rassismus kann es doch per definitionem nicht sein, wenn es sich um eine Erscheinung zwischen Menschen gleicher Rasse handelt. Ich denke, der Begriff Fremdenhass (oder Fremdenangst, Xenophobie) ist hier zutreffender. Damit sind soziobiologische Ursachen ausgeschlossen. Es handelt sich um eine gesellschaftliche Erscheinung, die man in den meisten historischen und aktuellen Kulturen nachweisen kann. Bei kleinen Völkern dient es der Selbstbehauptung gegen eine drohende Übermacht, bei grossen Völkern dient es der Unterdrückung eben dieser.
    Ob die Fremdenangst nützt oder schadet, wäre zu untersuchen. Die Grosse Chinesische Mauer als ein Produkt der Fremdenangst (es gibt andee Deutungen) ist m.W. praktisch nutzlos gewesen. Die Mongolen hingegen sind sicher nicht gerade aus Fremdenfreundlichkeit bis nach Europa geritten.
    Wenn illegale Arbeitskräfte aus Myanmar in Thailand für niedrigste Löhne die Drecksarbeit machen, stört das niemanden. Wenn sie mit dem angesparten Geld zurück nach Hause zu ihren Familien wollen, lauert ihnen die thailändische Polizei auf und raubt sie aus. Das hat nichts mit o.g. Erscheinungen zu tun, das ist einfach nur krimineller Machtmissbrauch.
    Die Burmesen hingegen sind stolz darauf, gebildeter und nicht so "verhurt" wie ihre thailändischen Nachbarn zu sein.
    Jedes Völkchen pflegt seine klischees.

    Es grüsst
    Xenu
    (der mit Xenophobie nix am Hute hat.)

  8. #27
    Avatar von DisainaM

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    Re: Farangs in Thailand

    hallo Klaus,

    ich muß Jinjok da recht geben, man müßte erstmal das Wesen der Dinge auseinanderklamüsern.

    Mit den Vorfällen, die Du im Norden ansprichst, hast Du völlig recht, das passiert, nur würde ich behaupten, das hellhäutige Burmesen ebenso davon betroffen sind, wie dunkelhäutige.
    Als was kann man Ausschreitungen gegen Burmesen bezeichnen, werden sie getötet, weil sie Burmesen sind, oder vielleicht, weil sie rechtlose Nicht-Thais sind, die am Ende ihrer Arbeit um den Lohn betrogen werden, beziehungsweise vorher oft ausgeraubt werden.
    Ich bin mir im Hinblick auf die Burmesen nicht sicher, ob der Grund ihrer Tötung ein wirtschaftlicher Vorteil für die Täter ist, oder ob dies passiert, weil hier arbeitslose thailändische Wanderarbeiter einfach ihre billigere Konkurenz loswerden will, oder ob es der von Dir geschilderte Fremdenhass ist.

    Als in den 80 Jahren aus Vietnam Wellen von Boatpeople die Nachbarländer überschwemmten, kam es ja in manchen Ländern zu unschönen Vorkomnissen, wo bei den Ortsansässigen einfach das Ende der Toleranz erreicht worden war. Als durch die Konkurenzsituation der Neuankömmlinge das eigene Überleben in Frage gestellt wurde, zogen Horden von Dorfbewohner mit Buschmessern los, und schlachteten neuankommende Vietnamesen (Alte, Frauen, Kinder - alles) im Wasser ab.
    Dies passierte in mehreren Südostasiatischen Ländern, und ist daher nicht eine Frage einer bestimmten Religionszugehörigkeit.
    Wir erleben jüngst in Indonesien die Vorfälle, wo Christen und Moslems sich gegenseitig abschlachten. Jahrzehntelang konnten sie friedlich in ihren Gebieten zusammenleben, aber seit eine 'Schmerzgrenze' erreicht ist, liegen die Nerven blank. Meistens geht es dabei wirklich um die wirtschaftliche Grundlage des Überlebens, und hat damit keinen rassistischen Hintergrund.

    Die Situation der Bergvölker stellt sich wieder anders dar.
    Da gibt es die Fälle, wo aus wirtschaftlichen Gründen Umsiedlungsvorhaben umgesetzt werden sollen, weil örtliche Provinzfürsten durch die Vergrößerung ihres Anbaugebietes profitieren würden.
    Hier kommt es leider häufig zu Gewaltverbrechen., aufgrund der Profitgier der Großbauern.
    Weiter gibt es die Fälle, wo Drogenbekämpfungseinheiten mit den Bergvölkern, die größere Opiumpflanzungen haben, nicht gerade ziemperlich umgehen, und dabei sich vereinzelt jüngere Männer herausnehmen, an denen sie ein Exempel statuieren.
    Auch hier sind leider Verbrechen die Folge von staatlichen Überreaktionen.

    Neben diesen Gewaltvorkommen gibt es natürlich auch ein kulturelles Erziehungsprogramm.
    Der Denkansatz aus thailändischer Sicht ist dabei, das viele Bergvölker, wenn sie in ihrer Kultur belassen werden, zum Aussterben verurteilt sind, und dabei zu einer Zookultur für Touristen verkommen.
    Aus diesem Grund wird versucht, die Kinder aus den Stämmen möglichst früh abzukoppeln, damit sie Thaisprache und Schrift erlernen, damit sie in die Gemeinschaft assimiliert werden können.
    Kulturerhalt oder Assimilation ist daher oft der Streit.


    Wenn wir also von der Frage sprechen, wie geht die Thaigesellschaft mit ihren dunkelhäutigen Mitgliedern um, bin ich persönlich der Überzeugung, das sie dies gewaltfrei tut, da die von Dir geschilderten Fälle aus meiner Überzeugung nicht aufgrund der Hautfarbe passieren.

  9. #28
    Avatar von Torsten

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    Re: Farangs in Thailand


    *

    @DisainaM - Ohne mich groß in die Diskussion einmischen zu wollen, zwei kleine Anmerkungen:

    1. Ist es denn nur eine Frage, ob man sich zwecks "Ausmerzung" schlechter "Kulturaspekte" einmischen muss, oder stellt sich den potentiell Angesprochenen nicht viel mehr die Frage nach den tatsächlichen Erfolgsaussichten des von ihnen geforderten Einflussverhaltens?

    2. Irgendwie kommen doch tatsächlich immer wieder Stichworte, die auch schon mal "Dikigoros" gebracht hatte. In diesem Thread waren es die "Hackordnung" in Thailand sowie die "Abschlachtungen" von Boatpeople. Warum gab/gibt es eigentlich immer nur einen kollektiven "Aufschrei", wenn so etwas aus der Feder von "N.D." kam?




    Letzte Änderung: Torsten am 06.04.02, 13:44

  10. #29
    Avatar von Jinjok

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    Re: Farangs in Thailand

    @Torsten
    Warum gab/gibt es eigentlich immer nur einen kollektiven "Aufschrei", wenn so etwas aus der Feder von "N.D." kam?
    Weil er es nur dazu benutzte, um seine Liturgie vom abgrundschlechten Thai zu untermauern. Das war verbaler Rassismus und erzeugte naturgemäß unter den Freunden von Thais Gegenwind.

  11. #30
    Avatar von Torsten

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    Re: Farangs in Thailand

    *

    @Jinjok - Aha!


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