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Fahrerflucht durch Farang

Erstellt von Nordbayer, 12.05.2006, 15:33 Uhr · 27 Antworten · 2.004 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Nordbayer

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    Fahrerflucht durch Farang

    Jetzt begehen in Thailand schon die FARANGS Fahrerflucht. Musste ich neulich mit meinem geliehenen Motorrad rechts abbiegen. Da Gegenverkehr war, musste ich stehenbleiben. Selbstverständlich mit eingeschaltetem Blinker. Nun kam was kommen musste. Ich wurde von hinten "abgeschossen". Und zwar von einem Konvoi von 3 Farangs mit jeweils weiblicher Begleitung auf 3 Mopeds. Der erste hat mich natürlich übersehen und ist voll auf mich aufgefahren. Da ich das schwerere Bike hatte, ist er sozusagen "abgeprallt" und richtig garstig mit seiner Begleitung auf die Schnauze geflogen und über die Straße geschlittert. Ich bin Dank meines höheren Gewichtes (ich wusste doch, dass es sich irgendwann mal bezahlt macht), stehengeblieben, aber das wunderschöne und praktische Topcase war in Trümmern.
    Der Farang der mir auffuhr, hat erst mal seine Bierflasche, die er beim Fahren in der Hand hielt (früh 11 Uhr!!) und welche nicht zerbrach (oh Wunder), aufgesammelt und ist auf mich losgegangen (körperlich) und die 3 thailändischen "Begleiterinnen" verbal. Man merkte schnell, dass alle 6 um diese Uhrzeit schon (oder noch?) recht betrunken waren. Der Höhepunkt war, dass man von mir Schadenersatz wollte. Ich und meine Frau sind ruhig geblieben, worauf die anderen 6 Ihre Trümmer einsammelten und sich auf ihre Bikes setzten und verschwanden. Da ich nicht im Traum damit gerechnet habe, dass auch Farangs in Thailand Fahrerflucht begehen, war ich ziemlich perplex, habe mir aber das Kennzeichen notiert. Es war ein vorübergehendes Kennzeichen für Neufahrzeuge welches man vom Händler erhält. Als Beweis hatten wir noch die Kunsstoffeinfassung seines Zündschlosses, welche beim Aufprall herausgeschleudert wurde.
    Wir die Polizei gerufen, die kam sogar und hat uns geraten zur Polizeistation zu gehen. Das haben wir gemacht, dort wurde Protokoll angefertigt und mir ein wertvoller Tipp gegeben. Und zwar: über die ersten 2 Stellen des Kennzeichens kann man den Hersteller erfahren. Die Übersetzugsliste hatte die Polizei aber nicht.
    Darauf hin bin ich zum nächsten Händler (Yamaha) in die nächste Stadt gefahren. Der wollte erst nicht so richtig mitziehen, hat uns dann aber doch den Tipp gegeben, dass es sich bei der Zahl "31" um Suzuki handelt. Er hat mir auch noch, nach einigem guten Zureden, die Adresse des größten Suzuki-Händlers am Ort genannt. Natürlich wir gleich dorthingefahren. Hatten natürlich Bedenken, dass die ihre Kunden "schützen" und den Käufer nicht preisgeben. Also Trick angewandt: mich mit meiner Größe und Breite vor ca. 60 kg Verkäufer aufgebaut und mit überzeugender Stimme gesagt, dass die Polizei mich zu ihm schickt, weil er die Daten des Käufers der Mopeds hätte. Irgendwie war es dann das mit dem Schutz seines Kunden gewesen. Wie sich rausstellte, hat die Freundin des Farangs, das Motorrad gekauft.
    Auf der Polizei war man dann baff, dass innerhalb von 3 Std. so eine Ermittlungsarbeit geleistet war und wir sogar die Handynummer der Käuferin hatten.
    Der Polizist hat sie dann angerufen und durch das Handyklingeln aus dem Rausch aufgeweckt und sie aufgefordert sofort mit dem Moped zu kommen. Nach 45 Min. war noch niemand da, worauf der Polizist sie nochmals anrief und so richtig am Telefon rund machte. Sie hat dann noch,was natürlich ihr größter Fehler war, den Polizisten gefragt, warum sie kommen muss, denn ihr Farang, der den Unfall verursacht hat schläft ja noch und ist betrunken. Da ist der Polizist richtig massiv geworden und es dauerte keine 15 Min. bis sie sich herfahren lies (immer noch unter Alkoholeinfluss). Der Polizist hatte sie schon aufgefordert Geld mitzubringen.
    Nach kleiner Diskussion (ihr Argument: mein Moped ist doch auch kaputt, warum soll sie denn zahlen) und ihr tut doch alles weh, und einer weiteren Aufklärung durch den Polizisten, hat sie Ihr Täschchen aufgemacht und den Schaden vor Ort beglichen.
    Ich kann nur sagen, dass die Polizei entgegen vieler anderer Erfahrung, auch mal Farangs hilft. Und das war schon der zweite Unfall, bei welchem ich Geld von einem/einer Thai bekam. Immer mit Hilfe der Polzei.
    Also man muss die Herren in braun auch mal loben. Der Farang war übrigens Deutscher, Schweizer oder Österreicher, denn seine thailändische Freundin hat ihn als "Mr. Hans" bezeichnet.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von mipooh

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    Re: Fahrerflucht durch Farang

    Da hast Du ja noch Glück gehabt, dass Du so schnell und die alle noch betrunken waren. Mit ein paar Falschaussagen der Clique hättest Du noch bezahlt...

  4. #3
    Avatar von Nordbayer

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    Re: Fahrerflucht durch Farang

    man muss auch mal Glück haben. :-) nicht immer nur Pech. Beim Tsunami habe ich nämlich Motorrad verloren. Ich habs noch auf einen Hügel geschafft, das Motorrad nicht

  5. #4
    Avatar von Palawan

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    Re: Fahrerflucht durch Farang

    Zitat Zitat von Nordbayer",p="344618
    man muss auch mal Glück haben. :-) nicht immer nur Pech. Beim Tsunami habe ich nämlich Motorrad verloren. Ich habs noch auf einen Hügel geschafft, das Motorrad nicht
    Na... in meinen Augen hattest Du auch in diesem "Fall" Glück... andere kamen im Zinksarg nach Hause oder sind bis Heute verschollen.

    Gruss an den Glückspilz und ein schönes Weekend

    Palawan

  6. #5
    Avatar von dawarwas

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    Re: Fahrerflucht durch Farang

    Das ist Integration! ;-D

  7. #6
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Fahrerflucht durch Farang

    Erst dachte ich, was für ein blöder Thread, hier begehen doch ständig Farangs Fahrerflucht, aber dann fand ich das doch eine gute Geschichte, die all den Schwarzsehern, die meist nur durch Legenden vom Hörensagen her ihre Meinung bilden, das gegenteil beweist.

  8. #7
    NAN
    Avatar von NAN

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    Re: Fahrerflucht durch Farang

    Ich kenne so eine ähnliche Geschichte von Samui.
    Da ist die Polizei mit dem Unfallverursacher
    sogar zum ATM gefahren. Sein Moped war nicht
    mehr zu gebrauchen.
    Das zur bösen Thai Polizei.

    NAN

  9. #8
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Fahrerflucht durch Farang

    @NAN schreibt:
    "Das zur bösen Thai Polizei."

    Und was soll das beweisen/belegen?

    Gruß
    Monta

  10. #9
    Avatar von Netandy

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    Re: Fahrerflucht durch Farang

    @Chak3

    aber dann fand ich das doch eine gute Geschichte, die all den Schwarzsehern, die meist nur durch Legenden vom Hörensagen her ihre Meinung bilden, das Gegenteil beweist
    Ich fand es auch eine gute und wichtige Geschichte.
    Gerade im Bereich Verkehr, Polizei, Justiz...etc.. gibt es leider sehr viele Fehlinformationen und "Story`s" die dann jahrelang auch durch die diversen Thai-Foren geistern. Sogar in Büchern und Reiseführern liest man viel Unsinn. Mag ja sein das "Vieles" vor 10 Jahren noch komplett anderst war, aber Thailand entwickelt sich eben auch positiv weiter...

    So habe ich persönlich die Polizei immer als sehr vorbildlich empfunden, wenn manchaml auch viele Dinge etwas anderst und für uns befremdlich geregelt werden. Ich denke ich kann das inzwischen beurteilen, da ich dadurch Einblick gewonnen habe, das die gesamte Verwandschaft meiner Freundin seit 3 Generationen bei der Polizei bzw. Militär ist (Grossvater, Vater, 2 Brüder).

    Uns wurde z.B. einmal ein Motorbike am Strand gestohlen und die Polizei hat dabei super-schnell ermittelt. Schon 2 Tage später war es wieder gefunden. Doch nun das Beste: Die 2 Jugendlichen die das Ding gestohlen hatten waren bei meiner Abholung bei der Polizeiwache da, und wollten sich sogar unbedingt entschuldigen. Diese Aktion allerdings deshalb, dass ich von einer Anzeige absehe. Der Polizeikommandant riet mir auch davon ab, da die Beiden schon genug gestraft wären (die waren nämlich bei der Flucht gestürzt und sahen sehr lädiert aus). Auch das Motorbike hatte ein paar Kratzer, aber ich nahm das dann eben hin und alle waren zufrieden. Also ich denke das die Polizei von der Ermittlungsrate her nicht schlechter ist als in Deutschland oder den USA.

    So kann man sich übrigens als Zusatzdienstleistung für eine kleine monatliche Spende (40$) auch noch eine "Police Box" am Haus anbringen lassen. Das bedeutet die Polizei schaut wenigstens zweinmal täglich vorbei (zeichnet ab) und verschwindet wieder.

    Ich wohne in einer normalen Strasse am Meer (also keine dieser geschlossenen Village-Anlagen). Da haben in etwa zu 30% Farangs ihre Häuser, und der Rest meist Zweithäuser (fürs Wochenende) von Thailändern aus Bangkok. Fast alle haben so eine Police-Box am Haus (auch die Thais), und fast stündlich kreuzen Polizeiautos durchs Viertel. Dies ist besonders wichtig, da eben immer eine ganze Anzahl Häuser leer steht. Trotzdem ist bisher (bis auf Kleinigkeiten) noch nichts vorgekommen, was sicher vor allem der Polizei zu verdanken ist. Ich denke dieser Service ist ebenfalls vorbildlich, und da könnte sich Deutschland ruhig eine Scheibe abschneiden.

    Ein weiteres Vorurteil ist, dass bei Verkehrsunfällen der Farang "stets Schuld" hat. Vielleicht mag das früher so gewesen sein, ich kann es nicht beurteilen, heute trifft es jedenfalls nicht mehr zu. Der Grund ist ganz einfach, da in Thailand (genauso wie in den USA oder Deutschland) eben die Versicherung des Schuldigen zu zahlen hat. Und bei Personen- und Sachschäden eben auch entsprechend viel. Und "zahlen" will eben keine Versicherung!

    Jedoch sind auch die Versicherungen in Thailand vorbildlich, das höre ich von verschiedenen Seiten immer wieder. Ich war mal dabei als ein Bekannter einen Unfall hatte, da stand aber in 20 Minuten sein Versicherungs-Agent auf der Matte (noch vor der Polizei). Der hat dann Fotos gemacht und mit der Polizei verhandelt. Deshalb sollte man in Thailand seinen Wagen "vollkasko-versichern", da ist nämlich dann quasi auch ein "Rechtsschutz" dabei, da die Versicherung für die hohen "Vollkasko-Kosten" eben wenn möglich einen "Fremdverschulder" sucht, den sie schadensersatzpflichtig machen kann.

    Ebenso ist es bei der thailändischen Justiz. Ein Freund hatte z.B. ein Kind mit einer Thai (Ex-Freundin, nicht verheiratet) und hat für seinen Sohn dann das "Sorgerecht" vor einem thailändischen Gericht eingeklagt. Ich war selbst in diesen Prozess involviert, da sich eine "Brisanz" ergab, da das Kind "Grundstückseigentümer" eines gemeinsamen Hauses von uns war, und somit seine Ex-Freundin (da Sorgerecht) die Kontrolle hätte ausüben können. Aber wie gesagt.. gewonnen! Inzwischen ist sein Sohn auf einer guten Schule in Deutschland und erhält eine gute Ausbildung (dies war auch in der Urteilsbegründung des Gerichts der ausschlaggebende Punkt). Seine Ex-Freundin (die Mutter) und deren Familie ist nämlich fast mittellos. Ich schreibe dies nur als Beispiel, um zu zeigen, das auch die thailändische Justiz inzwischen nach international gültigen Masstäben handelt.

    Und so gibt es eben viele Legenden und Vorurteile...

    Z,B. das man als Ausländer nicht ein Auto auf seinen Namen zulassen kann, oder das "der internationale Führerschein" nicht anerkannt wird".... und, und, und.... Nichts von all diesen Legenden ist wahr!

    Gruss an alle von

    Netandy

  11. #10
    Avatar von Nordbayer

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    316

    Re: Fahrerflucht durch Farang

    freut mich, dass auch andere gute erfahrungen gemacht haben. ich bin einigen dingen in thailand gegenüber nach wie vor skeptisch eingestellt, aber man hört/liest immer nur die negativen geschichten.

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