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eintragung ins chanot

Erstellt von somchei, 27.06.2010, 11:57 Uhr · 106 Antworten · 12.435 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Dazu bräuchte man aber keine Anwältin die den Titel Notarin führt, was wieder zeigt, wie irreführend diese Bezeichung in Thailand ist.
    eben, es braucht nur eine Anwaeltin, die bevollmaechtigt wird, die Aenderung beim Land Department durchzufuehren.

    Ist der Farang selber nicht da, aber seine Loeschung von Nutzungsrechten muessen aus dem Chanot vorzeitig ausgetragen werden,
    klappt es manchmal auch, wenn ein Maskenspieler,
    Rätselhafte Verwandlung eines Flug-Passagiers - Yahoo! Nachrichten Deutschland
    mit einem Fake Pass die Unterschrift fuer die Vollmacht leistet.

    Das fehlende Notarsystem erlaubt es einer gierigen Ehefrau, bei zig Anwaelten Bevollmaechtigungsversuche mit einem Statisten zu versuchen,
    irgendein junger Anwalt, der sich von einer guten Kao San Ausweisfaelschung tauschen laesst,
    oder der sich auf eine beglaubigte Passkopie als Ausweisdokument verlaesst.

    Eingefuehrt wurde allerdings zur Verminderung von Grundstuecksschiebereien,
    dass alle Kopien mit einem blauen Kugelschreiber unterschrieben werden muessen.

    Der Statist muss natuerlich eine brauchbare Unterschrift ableisten.

  2.  
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  3. #52
    Avatar von wasa

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    erlaubt es einer gierigen Ehefrau
    Gut das es dafuer hier im Forum Law&Order Experten gibt!

  4. #53
    Avatar von waanjai_2

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    Mal ganz generell 'was zum Notar in Thailand:
    Thai notary - Notarial services in Thailand

    Hier etwas Spezielles zum Thema: Usufructus in Thailand:

    http://www.thailawonline.com/en/onli...nt-online.html

    Und hier die Rechtsgrundlage:

    http://www.thailawonline.com/images/...%20code%20.pdf

    Bitte auf die §§ 1417ff achten

  5. #54
    Avatar von Chak

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    Danke, Waanjai. Das bestätigt meine Aussage. Da steht eben nichts davon, dass ein thailändischer Notar irgendwie vonnöten wäre, wenn es um Grundstücksgeschäfte geht. Dafür steht da aber ausdrücklich, dass ein thailändischer Notar eigentlich gar nicht so richtig anerkannt ist, vor allem wenn es um ausländische Geschäfte geht. Willst du auf dem Gegenteikl nur beharren, um nicht im Unrecht zu sein? Damit erweist du aber all denen einen Bärendienst, die sich aufgrund deiner Aussagen darauf verlassen, das wäre in irgendeiner Weise mit den Notaren in Deutschland zu vergleichen.

    Today, there are numerous Thai notaries, more or less acting like “Public notaries of Common Law countries”.
    Wir haben aber eben kein common law, Thailand übrigens auch nicht.

    Dazu kommt:
    However, Thailand has not yet enacted OFFICIALLY an Act of the Parliament for “Notary Public” which could make a problem. At the moment, it's only a regulation of the Thai Lawyer's council. For instance, if you need a document to be used in a Foreign Court of justice, and if the other party contest this document, they could win. They could plead that Thai Law does NOT recognize notarial services, which is true.

  6. #55
    Avatar von Dieter1

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    Fuer einen Grundstueckserwerb in Thailand benoetigt man ein Landdepartment (geht man hin ohne Termin und wartet bis man an der Reihe ist), ein Chanot, einen Verkaeufer oder Bevollmaechtigten, einen Kaeufer oder einen Bevollmaechtigten and thats it.

    Rechtsanwaelte und "Notare" sind zusaetzliche und ueberfluessige Kosten.

    Und, das wichtigste haette ich beinahe vergessen, die thailaendische Staatsbuergerschaft, benoetigt man natuerlich auch.

  7. #56
    Avatar von waanjai_2

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    Heute haben wir beim Anwalt/Notar die usufructus-Verträge unterzeichnet. Das sind - mit notarieller Beglaubigung - bindende privatrechtliche Verträge, die ihre Rechtswirkung in Thailand entfalten.

    Morgen gehen wir aufs Provincial Land Office in Udon und lassen das usufructus - die Rechte zur Nutzung des Landes (z.B. darauf in einem Haus wohnen zu dürfen, bestimmen zu können, welche Nutzungen aus dem Grundstück unter und um das Haus gezogen werden dürfen etc.) als dingliches Recht auf der Rückseite des Chanots eintragen. Wir rechnen mit ca. 75 Baht Stempelgebühr. Das Recht räumen uns unsere Frauen kostenlos ein und wir brauchen beim Land Office noch nicht einmal den von 4 Seiten unterschriebenen Vertrag vorzulegen.

    Weil sich die Inhalte des Usufructus direkt aus den §§ 1417 Commercial and Civil Code of Thailand ergeben. Im Vertrag vor dem Notar haben unsere Frauen uns auch das Mitwirkungserfordernis beim Verkauf des Grundstücks eingeräumt. Denn ansonsten könnte sie es ja als Eignerin des Landes jederzeit an jemanden anderen verkaufen. Und wir hätten "nur" auch weiterhin das Nießbrauchsrecht auch bei einem neuen Eigner des Grundstücks.

    Und da uns hier ja keiner erzählen braucht, dass man als Alien in der Regel kein thail. Land legal erlangen kann (die Ausnahmen sind ja auch bekannt), sind wir dann auf diese Weise ins Chanot gelangt. Was also ganz witzigerweise sogar zum Thema dieses threads gehört. Vor allem: wir können nun als Aliens dafür Sorge tragen, dass keiner auf dem Hausgrundstück ne Karaoke bauen kann.

  8. #57
    Avatar von DisainaM

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    grundsaetzlich sollte jedoch nicht vergessen werden, dass beim Nutzungsrecht, wie auch bei anderen Vertraegen, wo die th. Partnerin Nutzungsgeber und dafuer gleichzeitig Zahlungsbeguenstigte ist,
    dass sie diese Einnahmen jaehrlich versteuern muss.
    Die Daten werden automatisch an die Steuerbehoerde am Ort des Grundstuecks weitergegeben,
    und man darf dort nach 1 Jahr erstmalig vorstellig werden, was man denn zahlen darf.

  9. #58
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Dafür steht da aber ausdrücklich, dass ein thailändischer Notar eigentlich gar nicht so richtig anerkannt ist, vor allem wenn es um ausländische Geschäfte geht.
    Wir, die Beteiligten und Betroffenen, sind nicht an einem ausländischen Geschäft interessiert, sondern an einem Rechtsgeschäft, welches in Thailand rechtskräftig abgeschlossen wurde. Also ein inländisches Rechtsgeschäft.
    Und dass es immer noch keine spezialgesetzliche Ermächtigungsnorm für das Berufsbild des Notars in Thailand gibt, darüber schreibe ich hier schon seit Jahren. Aber wer die Entwicklung der Berufsrechte auch nur ein wenig verfolgt hat, weiß, dass auch die verkammerten Berufe - hier die Rechtsanwaltskammer von Thailand - ein gewisses eigenständiges Gestaltungsrecht hat. Sie kann halt nur nicht landesweit gültige Gebührentarife und eine Bedarfsplanung beschließen. Die sozusagen "fortgebildeten" Rechtsanwälte in Thailand werden sich sicherlich die bayerische Regelung über die Nur-Notare erträumen.

  10. #59
    Avatar von benni

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    Vor allem: wir können nun als Aliens dafür Sorge tragen, dass keiner auf dem Hausgrundstück ne Karaoke bauen kann.



    ...warum sollte das auch jemand machen?

    Dieses Prozedere ist doch total unötig. Wenn man seiner Frau nicht 100% vetrauen kann, warum dann überhaupt heiraten ausser aus praktischen Gründen, wobei natürlich in nichts oder in etwas das man ohne Reue und merkbaren Nachteil verlieren kann investiert wird.

  11. #60
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    grundsaetzlich sollte jedoch nicht vergessen werden, dass beim Nutzungsrecht, wie auch bei anderen Vertraegen, wo die th. Partnerin Nutzungsgeber und dafuer gleichzeitig Zahlungsbeguenstigte ist, dass sie diese Einnahmen jaehrlich versteuern muss. Die Daten werden automatisch an die Steuerbehoerde am Ort des Grundstuecks weitergegeben,
    und man darf dort nach 1 Jahr erstmalig vorstellig werden, was man denn zahlen darf.
    Danke für den Hinweis.
    Glücklicherweise werden wir als Nutznießer des usufructus garnicht erst daran denken, aus den Baugrundstücken auf denen unsere Häuser stehen, wirtschaftliche "Früchte" zu erzielen. Die dann in unserem Falle Einnahmen des Aliens wären.

    Weil sich bei uns die wichtigten Fragen alle um rein private und kostenlose Dinge handelt, wird es weder große Eintragungskosten (Daumenregel: 1 % des wirtschaftlichen Wertes des Rechts aus dem Land) geben noch irgendwelche Gewinne. Das trifft ja meist nur bei den anderen usufructus-Verträgen zwischen Thais zu, wo dem einem Thai das Recht des Ertrages aus der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung durch den anderen Thai eingeräumt wird, dem das Grundstück eigentumsmäßig auch weiterhin gehört.

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