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Einseitige Anpassung ????

Erstellt von Wittayu, 26.06.2002, 07:02 Uhr · 75 Antworten · 3.299 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von MenM

    Registriert seit
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    2.624

    Re: Einseitige Anpassung ????

    @ Woody

    Fehlende Integration ?

    In der Tat ist ein grosses Probleme, dass man auch nach langem Aufenthalt in D in vielen Fällen eine mangelnde Integration der thailändischen Frauen in unsere Gesellschaft feststellen kann.
    Hierfür gibt es viele Gründe,


    Dieses kann man auch anders betrachten :

    ..., das man auch nach langem aufenthalt in TH in vielen Fällen eine mangelnde Integration der Deutsche Maenner in unsere (Thailaendische) Gesellschaft feststellen kann......

    das ist ne behauptung, folgende ist tatsache :

    Ich lebe seit 1985 in Deutschland, spreche deutsch, und alles andere was man unter "integration" so verstehen kann (moechte) fuehle mich trotzdem nicht integriert, weil man immer "auslaender" bleibt, den pass kann man beantragen das gesicht aber nicht....

    um die Diskussion etwas anzuheizen.Und jetzt du !?

    MFG


  2.  
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  3. #22
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: Einseitige Anpassung ????

    ...Integration,
    wenn wir darueber reden und "streiten" wollen, sollte erstmal geklaert sein, was versteht der Staat darunter und was versteht der Einzelne darunter...:-)
    Der Pass so denke ich, hat damit am wenigsten zu tun, das Gesicht ebenfalls...
    Integration, um das mal aus meiner Sicht zu sagen,
    ganz persoenlich, ist fuer mich, wenn ich mich bemuehe, die Sprache und Kultur meines Gastlandes so gut es geht erschliesse, dazu kommt vielleicht noch die hier zitierte Anpassung an die Landestraditionen,
    das heisst nicht, dass ich nun nicht mehr Deutscher in TH oder TH in D sein kann und sollte, im Gegenteil, ich halte die Pflege der eigenen Kultur im Ausland fuer einen Bestandteil der Integration, um das mal so zu sagen, ich muss nicht Buddhist werden, nur weil ich in einem Land lebe, wo es halt ueberwiegend Buddhisten gibt und dies die Staatreligion ist, das gilt umgekehrt genauso natuerlich, kein Thai muss Christ werden um sich zu integrieren...:-)
    Was ich meine ist, die Bereitschaft sich im fremden Land
    bestmoeglich einzuleben, und das ist im eigenen Interesse,
    ein Stueck Integration...:-)
    Sicher kann man das nun im Detail "zerpfluecken" ich halte es lieber mit dem allgemeinen , das spezielle einer Integration, kann die Person nur selber fuer sich finden..
    uebrigens bin ich der Meinung , dass Integration immer auch ein Anliegen der Partnerschaft sein muss!
    Und genau da sehe ich oft Defizite in vielen Beziehungen sowohl in D als auch in TH...
    das mal als meine Auffassung dazu...:-)
    Gruss
    Klaus


    Letzte Änderung: KLAUS am 28.06.02, 05:17

  4. #23
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
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    5.556

    Re: Einseitige Anpassung ????

    Klaus
    Was Du hier geschrieben hast, könnten sich einige Stammtischparolen-Schwinger ins Stammbuch schreiben. Zur Integration möchte ich darüberhinaus noch hinzufügen: Intergiert (eingefügt/eingepaßt) in die Gemeinschaft ist derjenige Einwanderer, der am öffentlichen Leben im gleichen Maße teilnehmen kann und will. Wer das Leben außerhalb der eigenen 4 Wände nur mit anderen Einwanderen, vielleicht sogar nur der eigenen Nationalität verbringen kann (will) wird ein Gettho-Leben führen. Ein Paß kann Integration befördern helfen, aber er macht keine Integration aus. Wer den Paß hat, hat die gleichen Rechte (Wahlrecht, Aufenthaltsrecht etc.) Aber am wichtigsten ist, Integration findet im Leben außerhalb der Wohnung/Familie statt.
    Viele Grüße
    Jinjok

  5. #24
    panida
    Avatar von panida

    Re: Einseitige Anpassung ????

    Hallo Ampudjini

    Warum ich das denke? Nun, es ist wie eh und je so, dass der Mann immer noch das Familienoberhaupt ist, oder? Wenn wir Frauen mal schwanger werden und Kinder haben sind wir in gewisser Weise gehindert und können nicht arbeiten gehen, dann ist es eine Aufgabe des Mannes für uns zusorgen!
    Wie ist es dann wenn der Mann ein Ausländer ist, der vielleicht die Sprache nicht ganz beherrscht? Findet er wirklich einen guten Job der seine Familie problemlos ernähren kann? Da der Mann immer noch nicht Schwanger werden kann müssen wir noch nicht für ihn arbeiten gehen. Es ist ja schon für mich schwer einen guten Job zufinden, denn meisten werden immer Inländer genommen und nicht Ausländer. Da kann ich noch so qualifiziert sein, genommen wird immer noch die Blonde, schöne Tussi! Weiß du was ich meine? Und deshalb denke ich es müsste ja für den Mann noch schwerer sein.
    Beispiel: Mein Onkel Wasko(der Mann von Cousine meines Vaters), ist ein Bulgaria, hat Matura in Bulgarien gemacht, lernte die Tante kennen und kam mit nach Österreich. Mit dem was er in Bulgarien gemacht hat kann er bei uns nichts Anfangen. Erst hat er als Hilfsarbeiter bei einer Glaserei gearbeitet, dann machte er bei einem Bekannten eine Lehre als Elektriker. Die zwei hätten es nie geschafft wenn die Mutter von der Frau nicht geholfen und ihnen ihr Haus Mietfrei zur Verfügung gestellt hätte. Normal Urlaub machen können die Zwei immer noch nicht(Und ehrlich Glücklich ist er nicht). Ist wahrscheinlich nur einer von vielen.

    Schöne Grüße Panida

  6. #25
    Avatar von Peter65

    Registriert seit
    17.02.2002
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    471

    Re: Einseitige Anpassung ????

    Hallo Panida,

    Du schreibst so verbittert, das passt gar nicht zu Deinem fröhlichen UserPic.

    Also bei uns habe ich noch nie mitbekommen, dass eine hübsche Blondine ohne Qualifikation anstatt einer hübschen Ausländerin mit der entsprechenden Qualifikation eine Stelle bekommen hätte.

    Zum Beispiel Deines Onkels: wenn man in ein fremdes Land zieht, muss man sich erkundigen, ob man mit seiner erworbenen Qualifikation dort etwas anfangen kann. Ist dies nicht der Fall, so bleibt man entweder daheim, oder muss akzeptieren im neuen Heimatland zumindest vorläufig andere Tätigkeiten auszuüben. Das ist doch aber nicht die Schuld des Gastgeberlandes!
    Nebenbei: hatte Deine Tante keine Arbeit? Dann war es ja sowieso eine recht eigentümliche Entscheidung nach Österreich umzusiedeln.
    Ich würde doch auch nicht einfach zu einer 'mittellosen' Thailänderin
    auswandern, ohne dass wenigstens ich ein sicheres und ausreichendes Einkommen dort hätte!
    Also ich finde man hat schon eine gewisse Selbstverantwortung und kann nicht erwarten in seinem neuen Heimatland alles in den Schoss gelegt zu bekommen.
    Betrachten wir doch nur mal wieder, was uns 'blüht' wenn wir nach LOS
    auswandern wollen.
    Also ich finde bei uns in DL (und das wird in Ösiland so anders nicht sein) wird vieles gemacht um Ausländern den Start hier zu ermöglichen!

    Grüße,
    Peter

  7. #26
    panida
    Avatar von panida

    Re: Einseitige Anpassung ????

    Hallo Peter65

    Nun, musste ich erneut feststellen, dass Vorurteile gang und gebe sind auf dieser Welt.Denn so bald ich euch eine Tatsache Bericht erzähle, kommt immer dieser "Panida ist nicht glücklich, Panida ist verbitter usw......". Es ist mir echt langsam leid. Trotzdem erzähle ich es weiter, ja? Und zur meiner Person werde ich euch auch noch erzählen.

    Glaube mir weder ich noch irgend ein anderer Ausländer (zwar nicht alle) erwarten vom Gastgeberland das Sie uns alles ins Schoss legen. Aber uns als Mensch zu betrachten so wie jeden anderen Inländer und die gleiche Chance geben ist wohl meistens unmöglich.

    Was meinen Onkel betrifft, glaub mir er wäre nie zu Hause geblieben so wie du nie zu Hause bleiben könntest, wenn du Kinder zu ernähren hättest. Und weil er ja eine Selbstverantwortungsgefühl hat nahm er die Arbeit als Hilfsarbeiter bei einer Glaserei an. Er hat nie von Österreich verlang, dass man ihm einen Job geben soll, sondern er besorgte sich einen Job.

    Meiner Meinung nach ist auch nicht das Gastgeberland Schuld sondern die Zivilitation. Es sind die einzelnen Menschen die Vorurteile haben und es ausüben auf welche Weise auch immer. Ob der Ausländer einen Job bekommt oder nicht liegt nicht am Land sondern an den "Firmenbesitzern". Und ob du qualifiziert bist oder nicht das entscheidet immer noch der "Firmenbesitzer". Nicht falsch verstehen Peter aber es ist eine Tatsache.


    Und nun zur meiner Person:
    Ich bin eine recht naive, freundliche und oft missverstandene Person.
    Ich bin hier sehr Glücklich ! Ich habe einen Mann der mich über alles liebt, und eine Familie dazubekommen die mich sehr liebt und schätzt. Außerdem bin ich sehr Glücklich darüber, dass ich in einem Land wohnen darf, dass meinem Heimmatland fast ähnlich ist. Ich bin dankbar, dass ich gute Freunde um mich habe die mir jeder Zeit zur Seite stehen (wenn ich Hilfe brauche). Bin sehr froh, dass mein Stiefvater mich wie sein eigenes Kind behandelt hat und respektiert so wie ich bin (Stur). Und nun bin ich froh das ich in das "Nittaya-Forum" eingetreten bin.

    Panida




  8. #27
    woody
    Avatar von woody

    Re: Einseitige Anpassung ????

    Iffi,
    natürlich ist es möglich, ich kenne auch einige, vor allem junge thailändische Frauen, die sehr schnell mit grosser Hilfe ihrer
    Partner d gelernt haben.
    Es gibt aber auch Viele, die auf die Volkshochschulen angewiesen sind, hier werden aber Grundkentnisse des grammatikalischen Systems von indogermanischen Sprachen vorausgesetzt, die für Thailänder vollkommen fremd sind, vor allem wenn sie noch nie Berührung mit dem schulischen Erlernen einer solchen Sprache hatten.
    Dabei spielt die 'westlich' zentriete Allgemeinbildung in den Deutschkursen eine wichtige Rolle. Sieh Dir doch bitte einmal die Themen der Lehrbücher an, es ist für eine Thailänderin mit guter Schulausbildung ohne ausserschulische Hilfe sehr schwer dieser Thematik zu folgen.
    (Ich kann mich zum Beispiel an ein Thema erinnern: Urlaubsfahrt einer italienischen Familie in ihre Heimat nach Palermo). Ich habe damals viel mehr Zeit damit verbracht, mit meiner Frau über die sozialen Grundbegriffe zu sprechen, als für die Erlernung der gängigsten Redewendungen auf d.

    @MenM,
    Du schreibst, wenn ich Dich richtig verstehe, dass Du trotz vollzogener Integration als Ausländer betrachtet wirst.
    Du hast Recht, zur Integration gehören 2 Seiten, der Migrant und die Gesellschaft die ihn aufnimmt.

    gruss
    woody

  9. #28
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Einseitige Anpassung ????

    @Woody,
    das ist genau der Punkt. Mit der Grammatik total überfordert, falls keine andersweitige Sprachbildung vorhanden. Ist ja auch kein Wunder, da Grammatik in der Thai-Sprache so gut wie nich vorhanden.

    Aber ich muss hier mal 'ne wirkliche Lanze für die Issan-Töchterchen brechen, obwohl die meisten mir auf die Dauer zu langweilig werden

    Wirf sie in eine rein deutsche, oder eine englische, oder eine italienische... (Land austauschbar) Umgebung und nach einem Jahr spricht sie ohne Grammatik und Volkshochschule die Sprache verdammt gut, Tendenz immer besser werdend. Sind schon sprachbegabt, die Mädels.:-)

    Wie an anderer Stelle schon ähnlich gesagt: Grammatik macht Kopfschmerzen...

  10. #29
    Avatar von MichaelNoi

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    07.02.2002
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    3.844

    Re: Einseitige Anpassung ????

    Hi Panida,
    du schreibst:
    ...die Blonde, schöne Tussi! ...

    ich fasse es mal als "bewußte Übertreibung" auf,
    denn das Schönheitsideal ist hier in der Farangwelt sehr breit gefächert, manche stehen vielleicht wirklich auf Blond ( und blöd),
    aber bei mindestens 50 % der westlichen Männerwelt kannst du dir sicher sein, dass der "dunkle Typ" bevorzugt wird.

    Das Problem, dass lieber "Innländer" eingestellt werden, gibt es auch in Deutschland, denke ich. Es ist halt leider viel einfacher , Ausländer, die einem die Arbeit wegnehmen für die Finanzmisere in Deutschland verantwortlich zu machen, als die wirklichen Ursachen zu bekämpfen. Das gab´s ja alles schonmal :schaem:

  11. #30
    Avatar von Peter65

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    17.02.2002
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    471

    Re: Einseitige Anpassung ????

    Hallo Panida,

    wollte Dich mit dem 'verbittert' nicht beleidigen, es kam mir nur nach Deinem Posting so vor.
    Ist ja Deinem letzten Absatz nach auch ein völlig falscher Eindruck; und das freut mich wirklich!

    Chancengleichheit für Ausländer ist nichts, was einem das Gastland geben muss bzw. kann, es müssen nur die Voraussetzungen für Chancengleichheit gegeben sein.
    Das heisst es müssen z.B. Angebote zum Erlernen der Sprache vorhanden sein. Lernen müssen die Leute dann aber schon selbst.
    Ich kenne Dutzende von jungen Leuten aus anderen Staaten und muss leider auch bei diesen sehr oft feststellen, dass oftmals keine Lust vorhanden ist unsere Sprache perfekt zu erlernen, geschweige denn die angebotenen Schulen zu besuchen. Und dann wird hinterher von Benachteiligung von Ausländern geredet. Jeder sieht wohl die zunehmende Ghettobildung in deutschen Städten. Viele wollen nicht integriert werden und dann ist natürlich alles folgende nur schwer zu verwirklichen.
    Also: Die Chancen sind IMHO (s.anderen thread in Sonstiges) vorhanden
    sie werden leider nicht allzuoft genutzt.

    Grüße und einen Sieg über Brasilien sowie allen einen schönen Sonntag,
    Peter


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