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Ein paar Eindrücke aus dem Gefängnis in Thailand.

Erstellt von Otto-Nongkhai, 01.05.2003, 00:51 Uhr · 180 Antworten · 41.918 Aufrufe

  1. #51
    Exote
    Avatar von Exote

    Re: Ein paar Eindrücke aus dem Gefängnis in Thailand.

    Fortsetzung Teil 7


    Es war nun mittlerweile ca. 12.30 Uhr und es macht den Eindruck, dass vormittags etwas Bewegung in meinen Fall gekommen ist. Ich wurde plötzlich zur Gefängnisverwaltung gerufen. Es handelte sich um ein Steingebäude, typischem nach Government-Syle Bauweise mit einer Treppe davor. Auf der Treppe hockte ein Vollzugsbeamter höheren Ranges und fragte mit einem sehr guten Englisch nach meinem Namen. Er bot mir eine Marlboro an und wollte wissen, warum ich hier bin. Obwohl mir bewusst war, dass er das schon längst aus der Akte weiss, erzählte ich ihm die Geschichte. Es war ein wirklich gebildeter Thai und wir wechselten bald das Thema und sprachen über Gott und die Welt. Ich erfuhr, dass er nun über 15 Jahre in Suratthani ist und das er langsam keinen Sinn in seinem eintönigen Leben sieht. Ebenfalls war sein Gehalt ein Thema, das er mit 7´000 Bht im Monat bezifferte. Er wusste offensichtlich über meine Tätigkeit Bescheid, denn er fragte mich während dem Gespräch, ob denn in meiner Company keine Möglichkeit bestünde, sich nützlich zu machen. Er sei schon länger auf der Suche nach einer Tätigkeit, die mit dem Ausland und seinen Menschen zu tun hat. Etwas überrascht, wollte ich von ihm wissen, warum er den ausgerechnet auf mich käme? Er meinte nur, dass ich ihm seit meiner Ankunft aufgefallen sei, da er mich immer aufgestellt gesehen habe und auch immer ein Lächeln auf den Lippen habe. Ich war nun der festen Überzeugung, da läuft irgend eine Sache, die in diesem Interview verpackt ist, dass möglicherweise gegen mich ausgelegt werden soll. Entsprechend zurückhaltend versuchte ich vom Thema „Bewerbung“ abzulenken, denn ein Anklagepunkt war unter anderem, dass ich angeblich Ausländer ohne Workpermit beschäftige. Er machte danach auch keine Anstalten mehr, um auf dieses Thema zurückzukehren. Stattdessen wollte er mehr über mein Heimatland wie Lebensqualität, Verdienst, Klima, Schnee, Berge, etc. erfahren. Während dem Gespräch hatte ich jedoch immer mehr das Gefühl, dass er ohne Hintergedanken, sich einfach mit einem „Farang“ unterhalten will und macht mir dabei auch immer einen sympathischeren Eindruck. Nach ca. 1 Stunde sagte er mir, dass ich nun wohl gehen müsse, da ich ja Besuch erwarte. Nicht besonders überrascht, dass er auch darüber informiert war, verabschiedeten wir uns mit einem kräftigen Händedruck und er wünschte mir für die Zukunft alles Gute. Wie er erfahren habe, wurde heute morgen die Kaution bezahlt und ich werde wohl in Kürze „seine“ Anstalt verlassen. Er hoffe, dass wir uns vielleicht bei einer anderen Gelegenheit wieder begegnen, jedoch hoffentlich nicht mehr hinter Gittern.

    Mit etwas gemischten Gefühlen begab ich mich Richtung Besucherraum. Einerseits hatte der Beamte mir zum Schluss eine sehr positive Nachricht übermittelt, doch andererseits kam mir das Gespräch immer noch etwas suspekt vor. Obwohl ich glaubte, die Thais mittlerweile Lesen zu können, war ich mir bei ihm nicht ganz sicher. Ich musste mich also überraschen lassen.

    Nach dem zweiten oder dritten Lautsprecherausruf war ich an der Reihe, um in den Besucherraum einzutreten. Der Raum war zwar nicht mehr so voll wie am Vortag, jedoch konnte ich mich mit meiner Frau nur wieder mit Schreien verständigen. Sie bestätigte mir, wie zuvor der Vollzugsbeamte, dass nun die Kaution hinterlegt ist und meine Papiere für die Entlassung vorbereitet werden. Trotz den Bemühungen meines Anwalts -und der ist hartnäckig- konnte er nicht erreichen, dass ich heute noch entlassen werde. Für die offizielle Freilassung bedarf es noch ein richterliches Urteil, das erst am nächsten Morgen gefällt wird. Schon etwas enttäuscht und mit Wut im Bauch, über die in meinen Augen unsinnigen Bürokratiehürden, musste ich das halt so hinnehmen, denn ändern konnte ich in meiner jetzigen Position eh nichts.


    Draussen konnte ich wieder meine mitgebrachten Sachen in Empfang nehmen, nach dem Sie wieder gründlich durchsucht wurden. Offensichtlich war nichts dabei, dass das Interesse der Helfer weckte. Mit einer McDonald-Tüte und einigem Obst, sowie einem Sixpack Drinkwasser, machte ich mich wieder Richtung Mensa auf. Meine innere Wut war schon bald wieder vergessen und war eigentlich glücklich, dass ich morgen wieder in Freiheit bin. Gemeinsam machten wir uns über 2 BigMacs, Fritten und Coke her und rundeten die Mahlzeit mit einer Marlboro ab.

    Kurze Zeit später machten wir uns zum Duschbereich auf und wollten natürlich die fast „private Atmosphäre“ nutzen, den die meisten Häftlinge waren noch an der Arbeit. Bald schon aber war der Gefängnishof wieder übervoll und z.t. verstaubte und schmutzige Menschen verliessen kurz nach 16.00 Uhr die Arbeitsschuppen. Stressige Dusch-Rituale und ebensolches Essen fassen brachte uns schnell in den gewohnten Gefängnisalltag ohne Privatsphäre zurück und fanden uns auch schon kurze Zeit in den Zellen wieder. Nach der Nationalhymne und der Einrichtung der Schlafstätte wurde ich regelrecht belagert. Inzwischen wussten praktisch alle, dass dies wohl für mich die letzte Nacht sein wird. Für fast alle meine persönlichen Sachen, wie T-Shirts, kurze Hosen, Jeans (die bereits verkauft sind) Toilettenartikel, etc. hatten sich Interessenten angemeldet. Tauschgeschäfte wurden angeboten wie etwas eine ungebrauchte Rasierklinge der Marke „Gillette“, eine grosse Tasse „Morgenkaffee“, Rückenmassage usw..

    Ich hatte eh nicht im Sinn, diese Sachen mitzunehmen und so habe ich das Meiste an die Leute verschenkt, die mir hilfreich waren und mir ebenfalls einen Gefallen getan haben. Ich war also innert Minuten praktisch mein ganzes „Hab und Gut“ los und die meisten Sachen, die noch draussen deponiert sind, waren ebenfalls bereits versprochen. Zahlreiche Bitten um eine kleine finanzielle Spende lehnte ich jedoch mit der Begründung ab, das ich die Kaution selber bezahlen muss und die Aussicht auf eine mögliche Rückzahlung noch in weiter Ferne liege. Ich habe mich auch daran gehalten und habe nur gerade dem Schweizer zugesichert, dass ich ihm nach meiner Entlassung 1’000.- Bht auf sein Konto einzahle. Er tat mir wirklich leid, da er wie bereits erwähnt, nicht in einer besonders guten Position war. Ebenfalls habe ich ihm zugesichert, dass ich mich mit der Botschaft in Verbindung setzen werde und vielleicht etwas erreichen kann, da ich die meisten Diplomaten der Schweizer Botschaft in Bangkok persönlich kenne. Eine Erfolgsgarantie konnte ich ihm jedoch keine geben, da ich die offizielle Haltung der Botschaft -in Sachen Drogendelikte- kannte.

    Fortsetzung folgt...

  2.  
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  3. #52
    Exote
    Avatar von Exote

    Re: Ein paar Eindrücke aus dem Gefängnis in Thailand.

    Fortsetzung Teil 8 (Letzter Teil)

    Am nächsten Morgen verteilte ich die versprochene Ware und hatte schlussendlich nur noch die wichtigsten Toilettenartikel (die dann später ebenfalls neue Besitzer finden werden), die frischen Kleider, die ich mir anzog, eine Schachtel Marlboro und zwei Drinkwasserflaschen. That’s it. Der Vormittag verlief wieder in gewohnter Manier, ausser das heute für zahlreiche Gefangene ebenfalls Gerichtstermin war. Das Prozedere erinnerte mich stark an alte Sklavenfilme. Jedem Häftling, der vor Gericht erscheinen muss, wurde mit der offiziellen Gefängniskleidung ausgestattet. Sie bestand aus einer kakibraunen kurzärmligen Bluse sowie einer knielange gleichfarbigen Hose. Zudem wurden allen Gefangenen, egal ob Thai oder Ausländer, die berüchtigten Hand- und Fussketten angelegt. Die Fussketten wurden regelrecht auf einem Art Amboss mit einem schweren Eisenhammer an die Fussgelenke angeschlagen. Obwohl der hammerschwingende Helfer geübt war, konnte er jederzeit daneben schlagen, dass sicherlich mit grossen Schmerzen verbunden war. Zwischenfälle gab es an diesem Morgen keine, jedoch wurde mir gesagt, dass sich die „Anschläger“ bei ihrer Arbeit schon öfters an Mitgefangenen gerächt haben, so nach dem Motto „Ups...sorry“, ohne das sie mit Konsequenzen von Seiten der Wärter rechnen mussten. Anschliessen wurden die Fussketten mit Handschellen verbunden und ein möglicher Fluchtversuch wurde so sehr erschwert. Um 09.00 Uhr marschierte dann die Kolonne Richtung Gerichtsgebäude, dass nur wenige hundert Meter entfernt war.

    Nach diesem neuen Erlebnis war dann für mich erst mal wieder Warten angesagt und wir schlugen uns einmal mehr untätige die Zeit um die Ohren. Am frühen Nachmittag begab ich mich zum letzten mal in den Duschbereich und befreite mich vom Viertagesbart, mit einer neuen Rasierklinge der Marke Gillette, die ich eingetauscht habe. Ein kleiner Spiegel war ebenfalls zur Stelle und ich machte mich frisch für die Entlassung, die gleich nach der Rückkehr der Gefangenen vom Gericht erfolgen soll. Nach jeder Gerichtsverhandlung kommen Einige frei, die dann gemeinsam entlassen werden.

    Irgendwann nach 16.00 Uhr wurde ich ebenfalls für die bevorstehende Entlassung abgeholt. Nach einer kurzen Verabschiedung wurde ich zu einer kleinen Gruppe Häftlinge gebracht, die ebenfalls entlassen wird. Fingerabdrücke wurden ein weiteres mal abgenommen. Nach der Unterschrift auf die Entlassungspapiere mit zahlreichen Kopien, verliessen wir den Gefängnishof in die erste Sicherheitsschleuse. Dort wurde das Gefängniskonto aufgelöst und die Summe, die ich beim Eintritt auf mir trug, wurde abzüglich der 200 Bht für die Warenbestellung, ausgehändigt. Ebenfalls bekam ich meine Uhr und die Goldkette zurück und musste den Erhalt ebenfalls quittieren. Nach diesem Prozedere, das mit den vielleicht 8 Entlassenen über eine Stunde dauerte, wurden wir in die zweite Sicherheitsschleuse gebracht. Dort trennte uns nur noch eine grosse vergitterte Eisentüre vor der ersehnten Freiheit und draussen wartete bereits eine grosse Schar von Angehörigen. Ich erblickte ebenfalls meine Frau und meine Tochter, die weinend immer wieder Papi, Papi ruft. Es wurde noch einmal die ganze Macht der Justiz öffentlich demonstriert und mir mussten regelrecht stramm stehen, während ein höherer Beamter uns noch einmal die letzte Moralpredigt hielt uns auf die Einhaltung der Gerichtsbeschlüsse und dessen Auflagen ermahnte. Nach ca. 15 Minuten war es dann endlich so weit. Das Tor wurde geöffnet und ich konnte nach 4 Tagen endlich meine Frau und Tochter in die Arme schliessen. Das war bisher der glücklichste Moment in meinem Leben.


    Wir verliessen anschliessend rasch diese Gegend und machten uns mit unserem Wagen zum Hotel auf. Auf dem Zimmer gönnte ich mir erst mal ein Heinecken und nahm dann anschliessend eine ausgiebige Dusche. Danach genoss ich einfach nur wieder das Zusammensein mit meiner Familie und war glücklich über den Ausgang.

    Am nächsten Tag hatte ich einen Termin mit meinem Anwalt ich erfuhr erstmals detailliert die verschiedenen Anklagepunkte. Ein Punkt war, wie bereits erwähnt, die angebliche Anstellung von Ausländer ohne Arbeitsbewilligung. Dieser Punkt konnte gleich mal abgehackt werden, da ich wohl mit einem Ausländer zusammen arbeitete, der jedoch eine eigene Firma führte. Er hatte tatsächlich keine Arbeitsbewilligung jedoch konnte man mir nichts anhaben, da er zwar für mich Aufträge ausführte, jedoch offiziell mit Faktura abrechnete.

    Der zweite Punkt war ein angeblich ungedeckter Bargeld Check in der Höhe von etwas über 100´000 Bht., dessen effektive Deckung mit den entsprechenden Kontoauszügen belegt werden konnte, die meine Frau am Montag von der Bank angefordert hatte. Natürlich war dazu am Freitag keine Gelegenheit, da die Banken ja bereits geschlossen hatten.

    Die zwei weiteren Anklagepunkte sind so bedeutungslos, dass sie nicht einmal erwähnenswert sind. Der Fall war also ganz klar und alle Anklagepunkte konnten zweifelsfrei wiederlegt werden, dessen Beweise bereits dem Gericht vorlagen. Das Verfahren wurde nach einigen Wochen über die offiziellen bürokratischen Wege eingestellt. Obwohl mir die Kaution, abzüglich die Gerichts- und Verfahrenskosten, zurück erstattet wurde, hat mich dieses verlängerte Wochenende mit allem Drum und Dran fast 100’000 Bht gekostet.

    Ich hätte anschliessend rechtliche Möglichkeit gehabt, meinen Rivalen ebenfalls vor Gericht zu bringen, habe das aber unterlassen, da der Gesichtsverlust schon gross genug für ihn war.

    Dieses Erlebnis hat mir aber unmissverständlich die Augen geöffnet, zu was thailändische Konkurrenz bereit und fähig ist, um unliebsame Mitbewerber loszuwerden. Ich war mir sicher, durch den erlittenen Gesichtsverlust wird er eines Tages zu einem grösseren Kaliber greifen, dass vermutlich nicht mit einem so guten Ausgang enden wird. Soweit wollte ich es allerdings nicht kommen lassen, da es den möglichen Preis einfach nicht wert ist, obwohl ich ein erfolgreiches Unternehmen mühsam aufgebaut habe.

    Ich habe deshalb meine Konsequenzen gezogen und meine Company ohne das „Know How“ verkauft und einige Monate später die Insel Richtung Bangkok verlassen. Das Ziel wurde also aus Thaisicht erreicht.

    Exote

  4. #53
    waldi
    Avatar von waldi

    Re: Ein paar Eindrücke aus dem Gefängnis in Thailand.

    Dieses Erlebnis hat mir aber unmissverständlich die Augen geöffnet, zu was thailändische Konkurrenz bereit und fähig ist, um unliebsame Mitbewerber loszuwerden. Ich war mir sicher, durch den erlittenen Gesichtsverlust wird er eines Tages zu einem grösseren Kaliber greifen, dass vermutlich nicht mit einem so guten Ausgang enden wird. Soweit wollte ich es allerdings nicht kommen lassen, da es den möglichen Preis einfach nicht wert ist, obwohl ich ein erfolgreiches Unternehmen mühsam aufgebaut habe.

    Ich habe deshalb meine Konsequenzen gezogen und meine Company ohne das „Know How“ verkauft und einige Monate später die Insel Richtung Bangkok verlassen. Das Ziel wurde also aus Thaisicht erreicht
    hallo exote

    ich habe deinen bericht sehr aufmerksam verfolgt, obwohl ich eigentlich zur zeit echt keine zeit fuer foren im inet habe...

    anyway, auch ich habe mich 5 jahre in tland selbststaendig "meiner meinung nach erfolgreich" engagiert.... (software firma, aber das ist nicht wichtig...)

    ich kam mit wenig geld und bin mit wenig geld wieder gegangen.....

    ...und ich weiss auch über die zustände im knast ein bisschen bescheid weil auch ich im knast gesessen habe... (kurz!!! - weil thais machen fuer geld ALLES!!!!) aber aus anderen gruenden..... .........

    anyway - dein bericht war spitze und zu 100% realitaetstreu... ich sage das als ehemaliger expat, der NICHT seine rente verbraten hat in TH... sondern da geld verdienen musste....

    anyway - es war eine erfahrung, die ich niemals missen moechte...

    brasil is calling

    gruss

    waldi

    P.S. exote, vielleicht kennste meine fiktive story "noi geht ihren weg" in der rubrik "pattaya und co".....

  5. #54
    Nelson
    Avatar von Nelson

    Re: Ein paar Eindrücke aus dem Gefängnis in Thailand.

    Hallo Exote,

    nochmal vielen Dank für Deine tolle Reportage! :bravo:

    Deinen Aufenthalt würde ich ( wie bereits gepostet ) als verstärkten Abenteuerurlaub betrachten. Die entstandenen Kosten haben mich allerdings geschockt!

    Obwohl mir die Kaution, abzüglich die Gerichts- und Verfahrenskosten, zurück erstattet wurde, hat mich dieses verlängerte Wochenende mit allem Drum und Dran fast 100’000 Bht gekostet.
    Darüber hinaus hat mich ebenfalls geschockt, dass Du Dein Business mehr oder weniger zwangsweise aufgeben musstest.

    Bei diesen beiden Dingen hört bei mir der Spaß auf!

    Ich hoffe und wünsche Dir und Deiner Family, dass Du in BKK neu Fuß fassen konntest.

    Gruß, Nelson

  6. #55
    Avatar von Peter-Horst

    Registriert seit
    29.06.2002
    Beiträge
    2.314

    Re: Ein paar Eindrücke aus dem Gefängnis in Thailand.

    Hallo Exote,

    :bravo: Super Bericht, das sind Erfahrungen die Dir keiner nachmachen möchte.

    Gruß Peter

  7. #56
    Bukeo
    Avatar von Bukeo

    Re: Ein paar Eindrücke aus dem Gefängnis in Thailand.

    Hallo Exote

    dem kann ich mich nur anschließen :bravo:

  8. #57
    Avatar von MichaelNoi

    Registriert seit
    07.02.2002
    Beiträge
    3.844

    Re: Ein paar Eindrücke aus dem Gefängnis in Thailand.

    Hallo Exote,ich habe den Bericht auch sehr aufmerksam gelesen...hochinteressant
    Schade nur, dass es eigentlich doch kein Happy End gibt, nachdem dein Gegenspieler ja erreicht hat, was er wollte.

  9. #58
    Exote
    Avatar von Exote

    Re: Ein paar Eindrücke aus dem Gefängnis in Thailand.

    Erstmals herzlichen Dank für die Feedbacks.


    @Waldi

    Ich kann Dich verstehen, denn ich hatte in meiner Zeit in Thailand keinen einzigen Ausländer getroffen, der sich mit einem Geschäft in Thailand hätten zur Ruhe setzen können. Es funktioniert wohl nur, wenn noch ein Standbein in Europa vorhanden ist oder wenn die Thais nicht dahinter blicken können, wie das Geschäft betrieben wird. Ansonsten ziehen sie alle Register um unliebsame Mitbewerber loszuwerden.


    @Nelson

    Aus den vier Tagen trug ich weder psychischen noch physischen Schaden davon und betrachte das im Nachhinein auch mehr als abenteuerliches Erlebnis, auf das ich in Zukunft sicher verzichten und auch keinem empfehlen kann.

    Nach meinem Wegzug von Samui war ich noch fast drei Jahre in Bangkok. Ich erhielt schon im Vorfeld verschiedene Angebote von Firmen und entschied mich dann für eine Schweizer Handelsfirma, bei der ich dann auch zum Geschäftsführer ernannt wurde. Nach drei Jahren habe ich mich dann entschieden, auch meiner Tochter wegen, verbunden mit dem nicht gerade glücklichen thailändischen Schulsystem, in die Schweiz zurückzukehren.

    @All

    Fazit für alle Auswanderungswilligen; Thailand ist für einen geschäftlichen Aufbau ohne Rückendeckung - z.B. Hauptsitz im Heimatland- nur bedingt geeignet. Als Alterssitz oder Zweitsitz, ohne geschäftlichen Ambitionen und mit ausreichender finanzieller Abdeckung, das ebenfalls nach Bedarf nach Thailand transferiert wird, lässt sich in Thailand sehr gut leben.

    Exote

  10. #59
    Avatar von Nokgeo

    Registriert seit
    18.01.2001
    Beiträge
    11.373

    Re: Ein paar Eindrücke aus dem Gefängnis in Thailand.

    Hallo Exote,

    ja doch, war schon interessant mal in deine Gefangenschaft "reinriechen" zu dürfen.

    Nun war deine Zeit zum Glück nur kurz. Von fast Anfang an wusstest du in etwa die Richtung...
    Hattest deine Frau ,einen RA und GELD an deiner Seite. Und du hattest dich. (Selbstvertrauen)

    Hat nicht jeder.
    ________

    Ist ein Unterschied ob hinter oder vor dem Gitter betrachtet wird.....Der Satz geht spez. an Kalli . Wer nicht weiss wie sich Gefangenschaft ANFÜHLT... selbst im "System" GELANDET ist....EGAL wo.... FREIHEIT gewohnt ist......weiss NICHTS.
    Wie auch. gruss.

  11. #60
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Ein paar Eindrücke aus dem Gefängnis in Thailand.

    Zitat Zitat von Nokgeo
    ...Der Satz geht spez. an Kalli . Wer nicht weiss wie sich Gefangenschaft ANFÜHLT... selbst im "System" GELANDET ist....EGAL wo.... FREIHEIT gewohnt ist......weiss NICHTS.
    Ich habe Dich schon verstanden. Aber auch hier unterliegst Du einem sehr grossen Irrtum: es gibt Menschen, die schaffen sich ihre Gefängnisse selbst, ohne dass sie für jedermann sichtbar sind. Und ich war einer von denen. Um da herauszukommen, nützen Dir weder Geld noch Rechtsanwalt etwas.

    Ich hätte mir manches Mal in meinem Leben gewünscht, ich hätte lediglich hinter Gittern gesessen.

    Die wahren Gefängnisse sind die Ängste und die Hemmungen...

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