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Ein paar Eindrücke aus dem Gefängnis in Thailand.

Erstellt von Otto-Nongkhai, 01.05.2003, 00:51 Uhr · 180 Antworten · 41.963 Aufrufe

  1. #111
    Avatar von fred1

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    und dafuer gebuehrt ihm der tod deiner ansicht nach?

  2.  
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  3. #112
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von fred1 Beitrag anzeigen
    und dafuer gebuehrt ihm der tod deiner ansicht nach?
    Nein, natuerlich nicht.
    Aber das er ins Gefaengnis musste, hat also wenig mit fingierten oder falschen Anschuldigungen - die Du oben oft zu einem wesentlichem Grund fuer einen derartigen Aufenthalt erklaerst - zu tun.
    Darum ging es mir bei meinem Hinweis.

    Der Hinweis hier http://www.morgenpost.de/printarchiv...n-Bangkok.html

    ... Dabei hätte zu Hohenlohe problemlos ausreisen können: Er hätte bei der Ausreise bloß zehn Euro Strafgebühr bezahlen müssen für jeden Tag, den das Visum abgelaufen war.

    zeigt auch, dass dies alles eigentlich unnoetig war.
    Aber eine Urkundenfaelschung - und das ist es nach meinem Verstaendnis - wird sicher auch bei uns nicht einfach mal durchgewunken.

    Ist schon seltsam, sind die Thais mal genau, ist es uns auch wieder nicht recht, wenn es einen der "unsrigen" trifft.

  4. #113
    Avatar von fred1

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    woher weisst du, ob er das visum gefaelscht hat?
    welche beweise gab es dafuer?
    dein link ist gesperrt, nicht lesbar.

    selbst wenn - in einem normalen, freien land kommt ein unbescholtener buerger nicht in ein gefaengnis, wenn er eine urkunde faelscht. in einem freien land gilt die unschuldsvermutung. zuerst werden die beweise aufgenommen, dann hat der beschuldigte lange zeit, sich zu verteidigen.

    siam ist kein rechtsstaat. in siam ist es umgekehrt. zuerst ins gefaengnis:
    Nach dem Motto: Wenn wir jemanden festgenommen haben, wird er auch der Täter sein! werden Verdächtige und vermeintliche Gesetzesbrecher den Medien wie angekettetes Vieh vorgeführt. Uniformierte und Kripo feiern ihre Erfolgsquote, die Presse bringt Fotos und vollen Namen von nicht Verurteilten.

    DER FARANG - Zeitung fr Urlauber und Residenten in Thailand

  5. #114
    Avatar von strike

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    Bangkok - In der Nacht auf Dienstag ist in Bangkok unter dramatischen Umständen Christoph "Kiko" Prinz zu Hohenlohe (49) gestorben. Prinz zu Hohenlohe, der zu Europas Hochadel und Jetset gehörte, saß seit vergangener Woche in Haft: Er wurde am Flughafen von Bangkok verhaftet, weil er sein abgelaufenes Visum selbst verlängert und damit gefälscht hatte.

    Ans Todesbett des Prinzen mit liechtensteinischem Pass waren auch seine berühmte Mutter Ira von Fürstenberg (66) geeilt und sein Bruder Hubertus, der Sänger und ehemalige Ski-Rennfahrer. "Als ich ihn am Sonntag noch sah, ging es ihm schlecht, doch er wirkte putzlebendig", sagte Hubertus Prinz zu Hohenlohe gegenüber der Berliner Morgenpost. "Die Ärzte können sich nicht erklären, dass man so schnell kollabieren kann."

    Wahrscheinlich hatten die harten Haftbedingungen den fülligen Christoph gebrochen. Der "Freigeist", so sein Bruder, war zuvor in Dubai und Manila gewesen und soeben von einer Wellness-Kur aus Krabi zurückgekehrt.

    Dann der Gefängnisschock. "Kiko" saß in völlig überfüllten, stinkenden Zellen. Die ersten zwei Tage im Polizeigefängnis, dann vier Tage im Bang-Kwang-Zentralgefängnis. "Am Samstag", so Hubertus Prinz zu Hohenlohe, "ging es mit seiner Gesundheit bergab, er kam ins Hospital." Zu spät. "Christoph brauchte Insulin. Er lag in einem Zuckerkoma. Hinzu kam eine Infektion in der Lunge, der Blutdruck stürzte, plötzlich versagten alle Organe." In der Nacht auf Dienstag habe ihm das Hospital noch um 1.00 Uhr per Telefon versichert, alles sei stabil. Um 3.00 Uhr habe eine Dame angerufen und wortwörtlich gesagt: "I am pleased to tell you that your brother has passed away." (Es freut mich, ihnen mitzuteilen, dass ihr Bruder gestorben ist.) "Wahrscheinlich wollten sie nur freundlich sein", sagt zu Hohenlohe. "Das ganze ist ein total blöder Zufall. Mein Bruder war nie vorbestraft, doch die Beamten gingen strikt nach Büchern vor, ohne Gefühl." Seine Mutter Ira hatte Christoph noch Essen ins Gefängnis gebracht und ihn ermuntert, er solle sich nicht so aufregen. Dieser, so Hubertus, habe sich nichts weiter gedacht mit der Fälschung des Visums. Er wusste nicht, dass darauf in Thailand bis zu sechs Jahre Haft stehen. Hubertus: "Christoph hatte eine Wohnung in Hawaii reserviert. Den ersten Flug hatte er verpasst. Er hatte Angst, den Flug noch mal zu verpassen. Die Reservation und Anzahlung wären verfallen. Er dachte, er ändere es selber, das blöde Datum." Was der Grenzbeamte sofort bemerkte. "Ob ich wütend bin?", fragt Hubertus zu Hohenlohe nachdenklich. "Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass im Jahr 2006, wenn man auf den Mond fliegen kann, noch sechs Jahre Haft drohen und man eine überfüllte Zelle mit Mördern aus Burma und Kambodscha teilen muss, nur weil man am Visum rumgekritzelt hat."

    Auch die Schweizer Botschaft in Bangkok, die für liechtensteinische Staatsbürger zuständig ist, hatte sich nach bestem Vermögen für eine Freilassung von zu Hohenlohe eingesetzt, wie die Botschaft bestätigte. Selbst die italienische Botschaft schaltete sich ein - ohne Erfolg. Dabei hätte zu Hohenlohe problemlos ausreisen können: Er hätte bei der Ausreise bloß zehn Euro Strafgebühr bezahlen müssen für jeden Tag, den das Visum abgelaufen war.

    Prinz Christophs Großmutter ist Clara Agnelli (86), die das Milliarden-Paket der Fiat-Familie kontrolliert. Seine Mutter Prinzessin Ira soll die heimliche Geliebte von Fürst Rainier III von Monaco gewesen sein nach dem Tod von dessen Frau Grace Kelly.
    : Jetset-Prinz stirbt im Gefängnis von Bangkok - Aktuelle Nachrichten - Printarchiv - Panorama - Berliner Morgenpost - Berlin

    Dies liess mich die Aussage, dass er das Visum eigenhaendig faelschte, glauben.
    Und weckt auch Zweifel an Deiner Aussage, dass der Mann voellig gesund gewesen sei.
    Aber so wichtig ist mir dies nicht.

    Ist natuerlich gut moeglich, dass Du viel naeher an dem Fall dran bist/warst und die wahren Hintergruende kennst.
    Das spreche ich Dir auch nicht ab.

  6. #115
    Avatar von fred1

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    vielleicht hat er es gefaelscht, vielleicht auch nicht. es ist wirklich nicht wichtig.
    was wichtig ist: es handelte sich um eine lappalie. der schaden betrug nur einige euro. in einem rechtsstaat ergaebe das maximal eine verwaltungsstrafe, also eine geldstrafe. eine bedingte freiheitsstrafe von einigen monaten waere die maximale strafe in den strengsten laendern.

    in siam kam er in ein gefaengnis und starb wenig spaeter.

    was zeigt der fall, sowie der artikel im 'farang':
    1. solche und aehnliche faelle gelangen nur an die oeffentlichkeit, wenn es sich um einen prominenten handelt. ueber tausende andere wird nicht berichtet.
    2. in jedem anderen land (rechtsstaat) waere er trotz seines deliktes heute noch am leben
    3. niemand braucht zu glauben, dass ihm das nicht passieren kann. es kann jeden treffen. jeder kann in siam eingesperrt werden wegen lappalien, die in einem rechtsstaat nur verwaltungsdelikte oder ueberhaupt keine delikte waeren
    4. die polizei ist unterbezahlt und ueberbeschaeftigt, nicht interessiert an gerechtigkeit, sondern am schnellen finden von schuldigen
    5. die groesste gefahr droht einerseits von verfeindeten thai oder von anderen 'farangs', welche sich oft mit falschen anschuldigungen durchsetzen und einen gegner ins gefaengnis bringen
    6. in einem rechtsstaat hat jeder einwohner die gleichen rechte (gewaltentrennung,grund-und freiheitsrechte), in siam hat der farang grundsaetzlich keine rechte, da es sich nicht um einen rechtsstaat handelt.
    7. ein thai gefaengnis ist kein luftkurort

  7. #116
    Avatar von waltee

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    In Thailand dient das Gefängnis noch der Abschreckung.

    Wären sie so komfortabel wie im DACH, mit TV, reichhaltigem Menu, evtl. freiem Ausgang etc., dann wären sie gefüllt mit armen Leuten denen es dann besser ginge als in der Realität.

  8. #117
    Avatar von hans401

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    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen
    Es sind einige Jahre vergangen und auch folgende Geschichte ging am Wochendende durch Fernsehen und Zeitung: fünf Touristen wird vorgeworfen an Geldautomaten manipuliert zu haben und wenn dem so ist, läuft dies alles über den 269er des thailändischen Strafgesetzbuches, sprich Inhaftierung bis zu 10 Jahre. Kleiner Unterschied, ich selbst bekam vor drei Tagen noch aus der Pattayaer Polizeistation den Hilferuf und konnte recht schnell 150.000 THB Startzahlung für einen Bangkoker Anwalt von den Angehörigen aus Europa besorgen. Der konnte beim Haftrichter sogar eine Freilassung auf Kaution (möglicher Gerichtstermin im Herbst) Höhe 150 Tsd./Kopf aushandeln. Dennoch gings erstmal ab nach Nong Palai -> DER FARANG - Zeitung fr Urlauber und Residenten in Thailand, denn die Mühlsteine der Justiz sind weltweit nicht die schnellsten. Frage in die Runde: wie sieht das mit Besuchsmöglichkeiten für Nichtangehörige aus, einer der fünf ist bei mir versichert. Was sollte man neben Essen und Kosmetikartikeln auf keinen Fall vergessen oder ist es ratsam besser alles dem Anwalt zu übergeben? Der geht nach dem heutigen Feiertag morgen hinein. Danke für Hinweise und Ratschläge.


    warum rufst du nichteinfach hofer an der kann dir bestimmt weiterhelfen

  9. #118
    Avatar von raksiam

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    Zitat Zitat von fred1 Beitrag anzeigen
    da ich beruflich mit internationalem recht zu tun habe weiss ich genau wovon ich rede. siam ist kein rechtsstaat. jeder kann dort ohne grund oder mit manipuliertem grund in ein kz-aehnliches gefaengnis wandern und dort sterben.
    da ich in einem freien land lebe, darf ich auch meine meinung zu jedem thema aeussern, ohne dass mir etwas passieren kann. es ist mir bekannt, dass die leute, die in siam leben, diese freiheit nicht besitzen.

    das ist nur ein beispiel, es gibt hunderte andere. meist wird das opfer in der zelle erhaengt aufgefunden und es wird selbstmord attestiert:
    Adel: Deutscher Prinz stirbt im Thai-Knast - Boulevard - FOCUS Online - Nachrichten
    Habe lange ueberlegt ob ich hier schreibe. Also hast du dir einmal die thailaendische Strafprozesordnung und das thailaendische Strafgesetzbuch sowie die passendne Durchfuehrungsverordnungen durchgelesen?

    Solltest du das wirst du ueberrascht festgestellt haben das du viele Passagen so oder auch aehnlich aus unseren deutschen Gesetzen kennst. Man kann hier durchaus sein Recht einklagen. Den auch wenn das immer wieder einige hier behaupten. Thailand ein kein rechtsfreies Land wo die Bewohner oder auch die Auslaender der Wilkuer der Polizei oder anderer staatlicher Behoerden ausgeliefert ist. Es wird dich wundern aber hier gibt es sogar die Moeglichkeit nach einer Verhaftung auf Kaution freizukommen. Nicht jeder Polizist hier ist korrupt.

    Nur die Muehlen der Justiz mahlen hier genauso langsam wie in Deutschland oder in anderne Laendern der Erde. Ich schreibe das jetzt aus rein meiner persoenlichen Sicht der Dinge. Bin kein Tourist und lebe hier.

    Kenne nur ein Gefaengnis hier in Bangkok wo ich einmal zum Einkaufen auf den gefaengniseigenen Markt war. Ansonsten sehe ich nur die Strafgefangen hier in der Gegend die die Strassen reinigen und bei Holzarbeiten aushelfen. Man erkennt die Damen und Herren sehr leicht anhand der Aufschrift auf ihren T-Shirts.

    Ob nun die Gefaengnisse in Thailand, Bolivien, Brazilien oder Russland oder sonst wo die schlimmsten sind entzieht sich meiner fundieren Kenntnis. War noch nie in einen davon als Insasse. Ist meiner Meinung auch Muehselig darueber zu diskutieren.

    Ich lebe hier und befolge einfach die Gesetze.

  10. #119
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Ich hatte in Erinnerung, dass der Mann weder "voellig gesund" war, noch nur "angeblich" sein Visum gefaelscht hat.
    Ansonsten vermute ich, dass @joachimroehl mit seiner Aussage



    nicht voellig daneben liegt.
    Leider.
    Und damit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass es auch mal die Falschen erwischt.
    Nicht völlig daneben, aber die Aussage verschleiert, dass die überwiegende Mehrzahl der Inhaftierten immer noch Thailänder sind.

  11. #120
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    ... die überwiegende Mehrzahl der Inhaftierten immer noch Thailänder sind.
    Chak, alles andere waere auch sehr ueberraschend und dieses Wissen setze ich bei jedem Lesenden voraus.
    Ich kenne kein Land, in dem mehr Auslaender als Eingeborene einsitzen.

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