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Dürfen ein 5 Monate altes Kind (Deutsch) und Mutter (Thai) in D bleiben?

Erstellt von Socrates010160, 25.10.2013, 00:35 Uhr · 30 Antworten · 2.994 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Socrates010160

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    Dürfen ein 5 Monate altes Kind (Deutsch) und Mutter (Thai) in D bleiben?

    Ich bitte diesmal, sinnentleerte Kommentare zu unterlassen. Hier benötigt jemand dringend HILFE !!!

    Ein Nittaya Member, derzeit mit Hausbau überlastet, bat mich folgende Frage zu klären:

    Die Schwester seiner Frau hat ein 5 Monate altes Kind von einem Deutschen, der weder von Mutter noch von Kind etwas wissen will. Dennoch hat er auf Drängen seiner Mutter alle Papiere unterschrieben, dass sie vor 5 Tagen nach D einreisen konnte. Sie hat ein 3 Monatsvisum und befindet sich in einem uralten Haus, ich vermute Bauernhof, in der Nähe von Hannover.

    Die beiden sind nicht verheiratet.

    Der Vater des Kindes holte beide vom Flughafen ab und sperrte sie für 3 Tage ein. Eine Kontaktaufnahme war nur möglich, nachdem das Member mit der Polizei gedroht hat... Zu essen bekommt sie von der Mutter des Kindsvaters ein Päckchen Thai-Nudelsuppe und ab und zu ein Stück Brot. Sie lebt in einem möblierten Zimmer. Es gibt kein warmes Wasser. Heizung wie ich verstanden habe, ist ein alter Holzofen.

    Die Mutter des Kindsvaters wollte sich um die beiden kümmern. Als sie dann ankamen, ist die Wohnung plötzlich zu klein für alle 3. Vermutlich war/ ist sie nur am Enkel interessiert.

    Der Kindsvater war mit ihr gleich bei verschiedenen Ämtern um Kindergeld, Erziehungsgeld etc. zu beantragen. Dabei gab er seine Kontonummer an. Außerdem hat er sie verschiedene Papiere unterschreiben lassen, deren Bedeutung sie nicht verstanden hat. Ich befürchte, dass da auch was mit Sorgerechtsübertragung dabei war.

    Der Kindsvater lebt in einer Wohnung darüber, vergnügt sich mit anderen Frauen und lässt Kind und Mutter links liegen. Er hat das Kind noch kein einziges mal gesehen, nachdem er sie vom Flughafen abgeholt hatte. Sie hat keinen Cent in der Tasche und will nur noch weg zu ihrer Schwester.

    Jetzt stellt sich die Frage der Vorgehensweise.

    Meine Fragen:
    - Sehe ich es richtig, dass die Mutter nicht ausgewiesen werden kann, so lange das Kind nicht für sich selbst sorgen kann.
    - kann sie ihr Visum verlängern oder gibt es dazu Auflagen
    - sehe ich es richtig, dass die Mutter ohne Probleme zu ihrer Schwester 500 km entfernt ziehen kann und dort von der ARGE Unterhaltsvorschuss, Kindergeld, Erziehungsgeld etc. selbst beantragen kann.

    Am wichtigsten ist im Moment, die Klärung des Bleiberechts, da das Member befürchtet, dass sie nach 3 Monaten das Land verlassen muss, wenn sie Hartz4 oder was auch immer beantragt.

    Danke für Eure Infos....

  2.  
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  3. #2
    Avatar von wingman

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    wenn der mann das kind anerkannt hat, ist das kind deutscher staatsbürger. sie, die mutter des kindes hat durch diese tatsache das bleiberecht bei ihrem kind in deutschland erworben, somit das recht auf sozialleistungen, unterhalt für das kind etc..
    somit würde ich zunächst mit der polizei die frau plus kind aus der bleibe holen, ihr einen rechtsanwalt zur seite stellen (ich denke sie bekäme prozesskostenhilfe). was immer sie bislang unterzeichnet hat, anfechten wenn es nicht der wahrheit entspricht oder nicht gewollt war.

    - Sehe ich es richtig, dass die Mutter nicht ausgewiesen werden kann, so lange das Kind nicht für sich selbst sorgen kann.

    das ist richtig, das kind ist deutscher staatsbürger wie oben erwähnt.

    - kann sie ihr Visum verlängern oder gibt es dazu Auflagen

    sie kann eine AE beantragen und wird diese auch erhalten.

    - sehe ich es richtig, dass die Mutter ohne Probleme zu ihrer Schwester 500 km entfernt ziehen kann und dort von der ARGE Unterhaltsvorschuss, Kindergeld, Erziehungsgeld etc. selbst beantragen kann.

    jepp

    Am wichtigsten ist im Moment, die Klärung des Bleiberechts, da das Member befürchtet, dass sie nach 3 Monaten das Land verlassen muss, wenn sie Hartz4 oder was auch immer beantragt.

    muss sie nicht befürchten. ein rechtsanwalt ist dringend geraten, insbesonders deswegen, weil sie bereits diverses unterschrieben hat. wahrscheinlich muss einiges angefochten werden.


    viel glück für die beiden.

  4. #3
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von wingman Beitrag anzeigen
    wenn der mann das kind anerkannt hat, ist das kind deutscher staatsbürger. sie, die mutter des kindes hat durch diese tatsache das bleiberecht bei ihrem kind in deutschland erworben, somit das recht auf sozialleistungen, unterhalt für das kind etc..
    somit würde ich zunächst mit der polizei die frau plus kind aus der bleibe holen, ihr einen rechtsanwalt zur seite stellen (ich denke sie bekäme prozesskostenhilfe). was immer sie bislang unterzeichnet hat, anfechten wenn es nicht der wahrheit entspricht oder nicht gewollt war.
    danke... ich hatte es vermutet... genau das ist der Weg...

  5. #4
    ffm
    Avatar von ffm

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    Wenn das alles so gelaufen ist wie du es beschreibst, dann waere es fuer mich ueberhaupt keine Frage sofort die Behoerden zu informieren. Die Tatbestaende heissen Freiheitsberaubung und Noetigung. Um zu verhindern dass der Frau und ihrem Kind in Zukunft daraus Nachteile erwachsen, sollte dies auch durch die Ermittlungsbehoerden dokumentiert werden.

  6. #5
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Wenn das Kind definitiv deutscher Staatsbuerger ist, ist das Jugendamt in der Pflicht zu helfen. Die setzen auch notfalls per Gericht Unterhaltsforderungen des Kindes durch. Ist beim Vater nichts zu holen leisten die bis zu einem gewissen Alter Unterhaltsvorschuss.

  7. #6
    Avatar von Socrates010160

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    Danke für Eure schnellen Infos. Tut manchmal sehr gut, zu wissen, dass in diesem Forum ein breites Wissen vorhanden ist und auch solche Fragen innerhalb sehr kurzer Zeit geklärt werden können.

    Sachstand im Moment ist, dass wir angeboten haben, die Frau noch heute oder morgen dort ab zu holen, wo sie sich gerade befindet und es zu unserem Member zu bringen. Das sind für uns rund 1.200 km, wär mir aber in diesem Fall egal. Letztendlich brauch ich nur den Auftrag des Members und der Kindsmutter. Würd die Frau mit dem Kind auch vorübergehend bei uns aufnehmen. Doch in 41 Tagen sind wir für 7 Wochen im LOS.

    Danke nochmals.

  8. #7
    Avatar von Chak

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    Irgendwie ist die Geschichte nicht rund, aber du wirst dich ja demnächst persönlich davon überzeugen können, ob es alles so ist wie geschildert. Ich hoffe nur, dass du deine Hilfsbereitschaft nicht bereust.

  9. #8
    Avatar von khwaam_suk

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Danke für Eure schnellen Infos. Tut manchmal sehr gut, zu wissen, dass in diesem Forum ein breites Wissen vorhanden ist und auch solche Fragen innerhalb sehr kurzer Zeit geklärt werden können.
    Hallo Socrates, das Wort "manchmal" beschreibt es schon ganz gut. Mein erster Gedanke in diesem speziellen Fall wäre gewesen, sofort die zuständigen Behörden und einen Rechtsanwalt (z.B. Fachanwalt für Ausländerrecht) zu kontaktieren.

  10. #9
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von khwaam_suk Beitrag anzeigen
    . Mein erster Gedanke in diesem speziellen Fall wäre gewesen, sofort die zuständigen Behörden und einen Rechtsanwalt (z.B. Fachanwalt für Ausländerrecht) zu kontaktieren.
    Wenn es sich tatsächlich um Freiheitsberaubung handelt, ist erstens die Polizei gefragt. Danach kann man immer noch die Behörden und Anwälte informieren.

  11. #10
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    ... ist die erstens Polizei gefragt. Danach kann man immer noch die behörden und Anwälte informieren.
    Diese Reihenfolge kann in die Hosen gehen!

    Wenn die Frau bei der Polizei keinen guten Dolmetscher hat, kann sie schnell Probleme kriegen, weil man ihre Aussage mißversteht. Das kann man vielleicht später wieder ausbügeln, aber so sicher ist das nie. Ich würde zuerst einen Anwalt hinzuziehen, der kann die Position der Frau dann von Beginn an richtig vertreten.

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