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Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

Erstellt von sleepwalker, 01.07.2009, 19:08 Uhr · 14 Antworten · 2.982 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von phi_didi

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    Re: Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    @conrad

    ich finde deine Einstellung und die Argumente sehr gut!
    Ja, wie kann man nur daran denken Heroin freizugeben mag der ein oder andere denken.

    Fakt ist...Suchtmnittel und Süchtige gab es immer und wird es immer geben. Die vielfältigen Gründe lasse ich einmal außen vor...obwohl sich hier sicher eine interessante Diskussion ergeben könnte.

    Fast 20 Jahre lang wurde versucht mit Ersatzstoffen wie Methadon zu arbeiten...die tägliche Praxis zeigt das der Großteil der Menschen die es nehmen, zu weiteren Mitteln wie Alkohol, Hasch etc greift.

    Diamorphin hat eben diese einmalige wohlig warme Glücksgefühl Wirkung die der Abhängige so schätzt.
    Die "Anflutgeschwindigkeit" (die Zeit die der Stoff braucht um die Blut-Hirn-Schranke zu passieren) ist mit 1,5 bis maximal 5 Sekunden sehr kurz...es entsteht der gesuchte "FLASH".

    Ich sehe seit Jahren täglich (da beruflich in der Nähe einer Heroin-Ambulanz) die Menschen die dort eintreffen. Über die Jahre konnte ich eine wohlgemerkt äußerliche Verbesserung der Leute wahrnehmen.
    Ein gesünderes Gesamtbild und viele der Abhängigen fanden auch einen Job...vielleicht leben sie einges Tages ein ganz "normales" Leben.

    Ich habe vor vielen Jahren ein Kloster in Thailand gesehen und war vor Ort bei den Novizinnen. Es handelte sich um eine ARt Krankhaus das auf Drogenabhängige spezialisiert war. Es war sehr beeindruckend dort!

    Ich wünsche jedem Betroffenem die Kraft die er für sich braucht.

    pd

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Conrad

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    Re: Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    Ich halte von diesen Gewalt- und Zwangsentzügen gar nichts. Wenn man Heroin mal nicht als Droge sondern als Medikament betrachtet, sieht die Sache gleich ganz anders aus. Man sollte den Abhängigen ihr Medikament solange geben, bis sie selbst entscheiden, dass sie nun gern in Freiheit (von der Sucht) leben möchten.

    Beim Ausschleichen aus der Abhängigkeit sollte psychologische Hilfe bereitstehen. Nur so kann es funktinieren.

  4. #13
    Avatar von Dieter1

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    Re: Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    Zitat Zitat von Kali",p="747794
    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="746998
    [...] Mittlerweile kriegen die Abhängigen hier aber ein künstliches Heroin, Diamorphin. [...]
    Es vernebelt das eigentlich Problem - die Abhängigheit.

    Kein weiterer Kommentar...
    Nee Kali, Deine diesbezueglichen Insassen sind Opfer einer ungerechten Politik, die den Leuten vorschreiben moechte, welche Art von Rausch gerade konform ist.

  5. #14
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    Zitat Zitat von Dieter1",p="748990
    [...] Deine diesbezueglichen Insassen sind Opfer einer ungerechten Politik, die den Leuten vorschreiben moechte, welche Art von Rausch gerade konform ist.
    ...wie sie überhaupts Opfer sind, u.a. einer Politik, welche scheinheilige Moralvorstellungen bezüglich der Verteilung von Eigentum vorschreibt. ;-D

  6. #15
    Avatar von sleepwalker

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    Re: Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    Zitat Zitat von Kali",p="747794
    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="746998
    [...] Mittlerweile kriegen die Abhängigen hier aber ein künstliches Heroin, Diamorphin. [...]
    Es vernebelt das eigentlich Problem - die Abhängigheit.
    Kein weiterer Kommentar...
    Diese Grundeinstellung findet man nach meiner Erfahrung — häufig in Verbindung mit einem krankhaften Bekehrungsdrang — verstärkt bei ehemaligen Trinkern und Rauchern vor.

    Vielleicht haben sie noch in rudimentärer Form den Geschmack von Alkohol und/oder Nikotin auf der Zunge, und vielleicht missfällt Ihnen jetzt, dass sie selbst diesem Genuss nicht mehr frönen dürfen; sehr wohl aber andere noch.

    Ich will damit sagen: Die militantesten Kämpfer gegen Alkohol und Nikotin, die ich in meinem Leben bisher kennengelernt habe sind (...von Knarf mal abgesehen) alles ehemalige Trinker und Raucher gewesen.

    Dass die dann dem Thema Drogenkonsum in seiner Gesamtheit (...also auch Heroin, Kokain, Speed und sogar Cannabis) völlig unsensibel und voreingenommen gegenüberstehen, finde ich nicht besonders verwunderlich.

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