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Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

Erstellt von sleepwalker, 01.07.2009, 19:08 Uhr · 14 Antworten · 2.979 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von sleepwalker

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    Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    Im Rahmen des anstehenden "Khao Pansa" Festes war heute abend eine sehr interessante Reportage der Produktionsfirma "Sleepless in Bangkok" auf "Modern 9 TV" zu sehen.
    Dabei ging es um das Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok", eines Tempels, der etwa 130 km nördlich von Bangkok, zwischen Saraburi und Phraputthabat auf dem Weg nach Lopburi liegt.

    Ich hatte schon früher in einem Blog-Bericht http://thailandblick.blogspot.com/se...6nche%20Tempel über die außergewöhnlichen Vorgehensweisen in diesem Tempel gelesen, die vor allem auch drogenkranke Ausländer anziehen — und mit erstaunlichen Erfolgsquoten aufwarten.
    In dem Video, das in dem oben genannten Blog gezeigt wird, wird die Therapie von dem charismatischen ehemaligen Patienten Julien aus Belgien geschildert.

    In dem heutigen Bericht auf "Modern 9 TV" kann man sehen, dass selbiger Julien, der nach seinem Entzug im Tempel geblieben ist, inzwischen nicht nur fließend Thai spricht, sondern auch zu einer Art Sprecher des Tempels aufgestiegen ist.

    In dem alten Video kann man sehen, dass Julien damals auf Drängen seines Vaters an der Therapie im Tempel teilnahm.
    Wäre ich Juliens Vater, dann wäre ich heute verdammt stolz auf meinen Sohn.

  2.  
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  3. #2
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    Eine knallharte Geschichte, nach der Methode: "You will have only one chance - get it or die."

    Gar nicht so verkehrt, ich bin nicht gerade ein Verfechter dieses sozialpädagogischen Gesummses - ich weiß, wovon ich spreche.

    Und die bei uns verbreitete Ansicht, dass ein ´Rückfall´ zum Geschäft gehöre, vernebelt im Grunde die rein kommerziellen Intentionen der Therapieeinrichtungen, welche sich inzwischen fast alle so irgendwelchen Konsortien zusammengeschlossen haben.

    Meine unmaßgebliche Ansicht

    Dies ergänzend zu meiner früheren Ansicht, dieses Post, zweite Hälfte...

  4. #3
    Avatar von martinus

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    Re: Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    Vor Jahren kam mal ein Bericht im 3. Programm der Öffentl. Rechtl., das hat mich schon sehr beeindruckt.

    Martin

  5. #4
    Mandybär
    Avatar von Mandybär

    Re: Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    Ist eine harte Sache, das ganze durchzustehen, aber offensichtlich hat so eine Rosskur in vielen Fällen
    Erfolg.
    Ich habe in meinem Bekanntenkreis einen jungen Mann, der diese Kur durchgestanden hat. Der war ein halbes Jahr in diesem Tempel, ist mittlerweile wieder zurück in Salzburg und seit ca. drei Jahren clean.

    Erfolgsquote weiss ich nicht, aber bei vielen Fällen dürfte es doch funktionieren.
    Vor allem ist diese Methode auch für finanziell nicht so gut gestellte Menschen zu machen, da im Tempel nur Spenden erwartet werden, wenn es möglich ist.

    Grüße
    Mandybär

  6. #5
    Avatar von JayNonthaburi

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    Re: Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    Ich denke softe Vorgehensweisen ziehen einfach zum Teil bei schwer Abhaengingen nicht.

  7. #6
    Avatar von Conrad

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    Re: Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    Für Schwerstabhängige sollte man Heroin freigeben, es legalisieren. Opiate sind die billigsten Medikamente überhaupt und sind in keinster Weise schädlich, ausser dass sie eine Abhängigkeit erzeugen. Kriminell werden die Abhängigen nur wegen der Beschaffungskriminalität.

    Alkohol richtet viel größere Schäden an, und obwohl es frei erhältlich ist, deshalb wird nicht jeder zum Alki. So verhält es sich mit anderen Drogen auch. Die meisten vertragen Heroin überhaupt nicht und kotzen sich stundenlang die Seele aus dem Hals.

  8. #7
    Avatar von sleepwalker

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    Re: Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="746979
    Für Schwerstabhängige sollte man Heroin freigeben, es legalisieren. Opiate sind die billigsten Medikamente überhaupt und sind in keinster Weise schädlich, ausser dass sie eine Abhängigkeit erzeugen. Kriminell werden die Abhängigen nur wegen der Beschaffungskriminalität...
    Sehe ich genauso.
    Ist aber eine Einstellung, die in südostasiatischen Ländern — wo Drogenkranke als Verbrecher abgestempelt werden — leider absolut kein Thema ist.
    Selbst die Teilnahme an dem oben genannten Drogenentzugsprogramm im "Wat Thamkrabok" wird nur unter schärfsten Auflagen, zahlreichen Fürsprechern und Bürgen genehmigt. Wer das nicht liefern kann, dem bleibt nur der Knast.
    Und die Bevölkerung steht voll hinter dieser Politik...

  9. #8
    Avatar von Conrad

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    Re: Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    Zitat Zitat von sleepwalker",p="746989
    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="746979
    Für Schwerstabhängige sollte man Heroin freigeben, es legalisieren. Opiate sind die billigsten Medikamente überhaupt und sind in keinster Weise schädlich, ausser dass sie eine Abhängigkeit erzeugen. Kriminell werden die Abhängigen nur wegen der Beschaffungskriminalität...
    Sehe ich genauso.
    Ist aber eine Einstellung, die in südostasiatischen Ländern — wo Drogenkranke als Verbrecher abgestempelt werden — leider absolut kein Thema ist.
    Selbst die Teilnahme an dem oben genannten Drogenentzugsprogramm im "Wat Thamkrabok" wird nur unter schärfsten Auflagen, zahlreichen Fürsprechern und Bürgen genehmigt. Wer das nicht liefern kann, dem bleibt nur der Knast.
    Und die Bevölkerung steht voll hinter dieser Politik...
    Eigentlich merkwürdig, dass die Drogeneinnahme dermaßen stigmatisiert wird. Das war u. ist ja in Deutschland teilweise auch heute noch der Fall. Mittlerweile kriegen die Abhängigen hier aber ein künstliches Heroin, Diamorphin. Warum man ihnen kein richtiges Heroin gibt, ist mir ebenfalls rätselhaft.

    Jedenfalls geht so die Beschaffungskriminalität erheblich zurück, volkswirtschaftlich gesehen also ein Erfolg. Aber das eigentliche Thema ist die Stigmatisierung, dieses altbekannte Sündenbockdenken, welches ich noch nie und auch nicht in anderen Zusammenhängen nachvollziehen konnte.

  10. #9
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="746998
    [...] Mittlerweile kriegen die Abhängigen hier aber ein künstliches Heroin, Diamorphin. [...]
    Es vernebelt das eigentlich Problem - die Abhängigheit.

    Kein weiterer Kommentar...

  11. #10
    Avatar von strike

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    Re: Drogenentzugsprogramm des "Wat Thamkrabok"

    Zitat Zitat von Conrad_reloaded",p="746998
    ....Mittlerweile kriegen die Abhängigen hier aber ein künstliches Heroin, Diamorphin. Warum man ihnen kein richtiges Heroin gibt, ist mir ebenfalls rätselhaft.....
    Nun, dieses "Medikament" wird halt sicher qualitätsgeprüft von ehrbaren Pharmakonzernen produziert.
    Wenn die Politik denen ein wenig Umsatz sichert, wird dies bei ber nächsten Suche nach Vorständen und/oder ähnlich gearteten Pöstchen sicher nicht unberücksichtigt bleiben

    Lamai, das könnte eine Antwort sein, muss es aber nicht.

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