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Drogen als Medizin

Erstellt von DisainaM, 01.04.2002, 09:41 Uhr · 21 Antworten · 2.123 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DisainaM

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    Drogen als Medizin

    Wer gestern in der ARD den Weltspiegel gesehen hatte, der konnte den Bericht über den Kampf der 3. Armee gegen die Opiumfelder im Grenzgebiet zu Burma und Laos verfolgen.

    Erstaunlich war dabei, das der Vertreter der thailändischen 3. Armee, der die ARD Korrespondenten informierte, ihnen auch ein interessantes Beispiel darstellte.
    Es war ein Mann, der nach einem Unfall Schmerzen in den Beinen verspürte, und der deshalb in Anwesendheit sein Opium rauchte.
    Der Armeevertreter meinte dazu, dieser Mensch sei völlig ungeeignet, um ihn umzuerziehen, zumal er wegen seines Unfalles das Opium braucht.

    Dieser Gedankenansatz ist westlichen Behörden völlig fremd.

    Die weitere Erklärung, des Armeebeauftragten, das es schließlich bei dem Kampf hauptsächlich gegen Strukturen gehe, die das zu Heroin und Amphetamin verarbeitete Material kriminel vermarkten, zeigte klar, das selbst bei den Antidrogeneinheiten ein anderes Verständnis über Drogen an sich vorliegt.

    Es ist wohl eher der Ansatz - in der richtigen Dosierung im geeigneten Fall ist ein Stoff Medizin, in der falschen Dosierung im ungeeigneten Fall ist ein Stoff Gift.

    Wenn zwar nicht beim Opium, so zumindestens bei Ganscha hatten ja bereits die Gesundheitsbehörden von San Francisco den Stoff als Medizin für Aidspatienten freigegeben (allerdings nur gegen ärztliches Rezept), trotzdem ist man im Westen noch sehr zurückhaltend.

    Ich erinnere mich an einen Besuch auf dem Land, wo ich durch ein vorzügliches Essen wohl auch 'verarztet' wurde, wie mir meine damalige Begleiterin im nachhinein vermittelte, doch geschadet hatte es mir nicht.
    Daher hatte ich immer größten Respekt vor den Gärten hinter den Häusern, wo je nach Bedarf, die richtigen Zutaten gepflückt werden.
    Ja ja, die Gewürze ...

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Torsten

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    Re: Drogen als Medizin

    *

    @DisainaM - Was hat denn der "Kräutermeister" gegen:

    "Ich weiß nicht, was ich will"

    zu bieten?

  4. #3
    nuum23
    Avatar von nuum23

    Re: Drogen als Medizin

    @DisainaM

    auch bei uns in D werden Medikamente aus dem Rohstoff Opium verwendet.
    Der Gebrauch von Cannabis-Produkten ist bei Aids- und Krebspatienten ab einem gewissen Stadium auch "sozusagen" legalisiert...
    Leider ist es aber in andern Dingen so wie der Volksmund schon sagt..."Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen"


    Chris

  5. #4
    Thai
    Avatar von Thai

    Re: Drogen als Medizin

    @Torsten
    aus der Kräuterküche ein bischen oben erwähntes Kraut.

    Ansonsten gibt es in Th. so ziemlich vieles in den Apotheken -
    Diazepam z.B. beruhigt ungemein(als Markenname für Deutsche - Valium -).
    Aber bitte Arzt oder Apotheker fragen.



  6. #5
    Avatar von Nokgeo

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    Re: Drogen als Medizin

    Hi Torsten für ? dein ? Problem,gibts ein ganz einfaches, jedoch wirkungsvolles Mittel....nennt sich -- Münze werfen--...gruss

  7. #6
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Drogen als Medizin

    ...bei Risiken und Nebenwirkungen freßt die Packungsbeilage und erschlagt ganz einfach den Arzt bzw. Apotheker, gelle ... ?

  8. #7
    Avatar von odysseus

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    Re: Drogen als Medizin

    Servus DisainaM
    Leider finde ich jetzt den Bericht nicht, wo es um die Geschichte der Drogen geht, weis nicht wo ich ihn hingelegt habe. Aber in diesen Geschichts Heft stand die ganze Tabelle, wie sich die Alten Römer usw. mit Irgendwelchen Drogen aufgeputscht haben. Bekannt für Opium sind die alten Chinesen. Mögen auch einige Schwerkranke Drogen als Schmerz-Linderten Medizin verwenden, bin ich persönlich ein größer Gegner von Drogen. Unter meinen Augen sind Drogen Teufelszeug, was ihren Jüngern nur Leid und Verdruss bringen, ja noch mehr, man kann von Lebenten Leichen Sprechen. Drogen abhängige sind nicht mehr sich selbst, sondern verkaufen, wenn es sein muss, ihren Körper wenn nicht sogar mehr. Ok es gibt verschiedene Sorten von Drogen, aber alle haben sie eins gemeinsam. Es sind die Särgnägel ihrer Konsumenten. Ich bin nicht dagegen das Schwerstkranke unter Arzt Aufsicht ihre Schmerzen mit Opium und co lindern. Aber in großen ganzen ist Drogenkonsum zu bekämpfen. Meine Meinung zu diesen Teufelszeug, keine macht den Drogen. Außer den Kulturgetränk Nummer eins? Bier, den Bier belebt Geist und Selle. Mache mir gerade eines auf, und Genieße es ganz langsam.

  9. #8
    nuum23
    Avatar von nuum23

    Re: Drogen als Medizin

    @odysseus
    Wie sagte schon der alte Pfarrer Celcius : "Die Dose macht's"
    Es kommt halt auch immer darauf an wieviel man sich reintut...
    Leider ist das bei sehr vielen Leuten mit Alkohol doch deutlich zu viel.
    Chris

  10. #9
    Avatar von DisainaM

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    Re: Drogen als Medizin

    Doch auch das Bier ist in Saudi Arabien während der Ramadan Zeit schon manchen zum Verhängnis geworden.

    Spass beiseite;
    heute stand in der BK Post, das wieder 2 Armeeoffiziere eine Todesstrafe erhalten haben.

    Two army officers sent to death row



    Two army officers and a civilian were sentenced to death yesterday after the Criminal Court found them guilty of possessing 40,000 methamphetamine pills with intent to sell.

    The civilian's sentence was commuted to life in prison because he confessed.

    Sub-Lt Chaowalit Chaisombat, 45, of the 7th Infantry Regiment, and Sgt Preecha Sri-atthakul, 32, of the Quartermaster's Department, were also convicted on an additional charge _ state officials committing a drug-related offence.

    The two officers and the civilian, Petch Tailangka, 43, were arrested on May 30, 2000, while selling 40,000 speed pills to an undercover policeman for 1.4 million baht.

    The police sting took place at a petrol station in Klong Luang district, Pathum Thani.


    Das diesen Händlern das Handwerk gelegt werden muß, ist völlig richtig.

    Es sollte jedoch auch behutsam mit Drogenkulturen der Bergstämme in Nordthailand umgegangen werden.
    Der Schamane, der im Drogenrausch die Götter befragt, hat in diesen Kulturen eine sehr wichtige Funktion, auch wenn uns dies rückständig erscheint, sollten wir diese Menschen nicht gleich in Umerziehungsprogramme stecken, wo man versucht, ihre kulturellen Wurzeln auszulöschen.

    Um so erstaunlicher hielt ich deshalb auch das Verständnis, das der Armeeführer diesen Menschen, insbesondere den Kranken, entgegenbrachte.

  11. #10
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Drogen als Medizin

    Kann mir mal einer erklären wie Rohopium zu Amphetamin verarbeitet, bzw. "rafiniert" wird?
    Das ist strikt unmöglich:-)
    Ich verstehe nicht wieso man sich über Drogen unterhalten kann wenn man nichts davon kennt. Und wie kann man über ein "Problem" reden wenn man die Fakten nicht kennt?

    Aus Opium werden Opiate gewonnen, hauptsächlich Morphium, Heroin und (in Alkohol gekochtes) "Rauchopium" . Heroin ist deshalb so gefährlich weil es ein Opiat ist das (zwar auf die feinsten) aber ebenfalls auf die süchtigmachensten Substanzen reduziert wurde. Die Wirkung von Heroin ist verherend, sie gibt einem (nach einer Eingewöhnungsphase) das ABSOLUTE Gefühl, - etwas unerklärliches! Eine Zufriedenheit die man im täglichen Leben und ohne Hilfsmittel kaum oder gar nicht erleben kann. Es ist die Droge für "Gefühlsgestörte" und "Intensivfühler"par excellence...
    Es ist auch die Droge, die, (zwar nicht nach dem ersten Konsumieren) extrem schnell süchtig machen kann, und in dieser Hinsicht nicht mit anderen Drogen zu vergleichen. Leider ist es eine Droge, die weder zu medizinischen- noch zu anderen therapeutischen Zwecken hergestellt wurde, (anders als Morphium) sondern seit ihrer Entstehung schier als süchtigmachendes Konsumprodukt entwickelt wurde. Im wahrsten Sinne des Wortes, geht sie sehr schnell an die Nieren, Nerven, die Leber, Zähne und andere lebenswichtigen Organe. Sehr wenige Menschen bringen es fertig diese "Oberdroge" über längere Zeit zu konsumieren ohne in irgendeiner Form süchtig und krank zu werden. Die Rückfallrate bei Heroinabhängigen lag so um die 90%, sollte sich aber mit neuen Therapiemethoden etwas gebessert haben!
    Heroin ist die einzige Droge (von den Konsumerdrogen) die extrem körperlich abhängig macht. Wenn man von Entzugserscheinungen redet, dann ist immer Heroin (oder Tabak im Spiel. Bei anderen Drogen (außer Morphium) sind solche Entzugserscheinungen nicht bekannt! Die Nebenwirkungen bei Cocainmißbrauch sind allerdings ebenfalls nicht zu unterschätzen, jedoch arten sie eher in eine halluzinogene Form von Paranoia, Herzflattern und in seletenen Fällen in Amokläufe aus.
    Opium hingegen ist eine Droge die man "in Maßen" kosumieren kann. Die Zusammenstellung und auch die Wirkung sind sehr verschieden von Heroin oder Morphium, da es sich um eine konsumierbar gemachtes "natürliches Produkt" handelt. Es werden sogar (durch kochen in Alkohol) die schädlichen und süchtigmachenden Substanzen zerstört. Morphiumsüchtige, wie man sie aus Filmen kennt, gibt es sehr wenige - das ist eher ein blödes Klischee aus den 50gern:-) Der Opiumraucher ist eher der phylosophische Typ; aber Opium sucht sich den Menschen aus der ihn rauchen darf - sagen die Vietnamesen. Opiumrauchen will "gekonnt" sein und man muß sich an verschiedene Regeln halten. Es gibt eine regelrechte Kultur des Opiumrauchens. Ein richtiger Opiumraucher kocht seinen Opium- nach seinem für ihn abgestimmten "Rezept" selbst! Opium ist nicht gleich Opium!

    Man brauch sehr spezielle Utensilien um zu rauchen, die man im Handel kaum finden wird. Opium ist in unseren Breitengraden wahrscheinlich deswegen auch nie sehr populär geworden weil man hier nicht damit umzugehen versteht. Allerdings macht Opium bei übermäßigem und regelmäßigem Konsum ebenfalls süchtig - aber nicht zu vergleichen mit Heroin.

    Schweizer Wissenschaftler sollen festgestellt haben daß alle Drogenkonsumenten sich instinktiv die "Medizin" aussuchen die sie "brauchen". Prinzipiell diagnostizieren sie ihr psychisches Leiden ganz gut, berichten sie, leider bringen diese Drogen nur Linderung und keine Heilung. Und natürlich entwickelt sich dadurch in den meisten Fällen die Abhängigkeit. Es ist nicht speziell diese oder jene Droge die Abhängig macht, es sind die Konsumenten die keinen anderen Weg aus ihren Problemen und ihrem Dillema finden. Je mehr und je besser die Droge dein "Leiden" lindert, desto eher und schlimmer wirst du abhängig!

    Literatur: Nguyen Te Duc - Le livre de l'opiom - Editions de la Maisnie

    PS: ich konsumiere seit über 15 Jahren keine andren Drogen als Alkohol, Tabak und Kakao!

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