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Deutsche entpuppen sich als "Ich bin nur kurz weg"-Auswanderer

Erstellt von Hitori, 31.01.2011, 15:00 Uhr · 79 Antworten · 9.310 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Carradine

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    Ob integrationswillig oder nicht ist eigentlich egal. Es gibt Länder auf der ganzen Welt, die mehr oder weniger große Communities von Ausländern haben, die in sogenannten Parallelgesellschaften leben. Deutschland gehört auch dazu. Ob sie dabei glücklich sind oder nicht, müssen diese Menschen selber entscheiden. Ich finde es auch schön, wenn durch Ausländer die kulturelle Vielfalt in Deutschland zunimmt und das geht nur, wenn die Ausländer ihre heimische Kultur hier auch leben.

  2.  
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  3. #32
    Avatar von tira

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    Zitat Zitat von Carradine Beitrag anzeigen
    ..... Communities von Ausländern haben, die in sogenannten Parallelgesellschaften leben. Deutschland gehört auch dazu. Ob sie dabei glücklich sind oder nicht, müssen diese Menschen selber entscheiden. Ich finde es auch schön, wenn durch Ausländer die kulturelle Vielfalt in Deutschland zunimmt und das geht nur, wenn die Ausländer ihre heimische Kultur hier auch leben.
    moin,

    ...... wird im los doch etwas anders gesehen. erpicht auf die zunahme kultureller vielfalt iss kon thai dort net, schließlich wähnt man sich on top

  4. #33
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Mucky333 Beitrag anzeigen
    Du gehst anscheinend nur automatisch davon aus das jeder der willig ist nach Thailand auszuwandern, ein nicht integrationsfähiger Depp ist. War das bei dir am Anfang auch so und kam dann die Erleuchtung? Oder wurde dir die thailändische Sprache und Lebensart in die Wiege gelegt?
    Gar nicht herabwürdigend gemeint.
    Ich gehe davon aus, dass zur Vorbereitung einer Auswanderung auf Dauer - also nicht der Umzug von D nach Thailand zwecks mehrjähriger Berufsausübung dort - die Vorbereitung auf die Auswanderung beginnt.
    Einen ersten Einstieg in die Sprache zu finden gehört ebenso zur Vorbereitung wie das Durchlaufen der notwendigen oder sinnvollen Impfprogramme.
    Und siehe da, das Erlernen der thailändischen Sprache - sozusagen in der Grundstufe - ist in Deutschland gar wesentlich einfacher, weil z.B. die Volkshochschul-Kurse in einem deutschen Sprachumfeld und mit auch Deutsch sprechenden Lehrern passiert. Hätte ich nicht schon Jahre vorher an der VHS in Köln angefangen, dann wäre es für mich in Udon weitaus schwerer geworden.

    Denn - oh Schreck und Graus - hier gibt es ja eigentlich Thai für Aliens nur in der Form Thai for native English speakers. Also sind die dort auch häufig verwendeten Transliterationen gut lesbar für den muttersprachlich Engländer oder US-Amerikaner. Diese Tatsache bildet dann eine so überaus geschätzte Entschuldigung, warum man immer noch nicht angefangen habe. Und wir wissen ja, dass eine neue Sprache immer schwieriger wird, je älter die Leute werden (insb. die Memoriesierungsprobleme). Also ich kenne einige wenige Deutsche, die haben dann auch nach Jahren nie den Absprung zum organisierten Erlernen der thail. Sprache geschafft. "Gefangene" in den deutschen Biergärten - in die der Angelsachsen trauen sie sich auch nicht, weil sie deren dialektbehaftete Alltagssprache auch nicht verstehen.

    Und das Geld, um von einem asiatischen Land zum anderen zu springen, das ging ihnen auch flöten. Im übrigen sind die Verhältnisse in den Nachbarländern nicht besser. Und so entsteht eine merkwürdige Gattung von "hilflosen Erwachsenen" in einer sprachfremden Umgebung. Ständig getrieben von Verschwörungstheorien darüber, was man ihnen denn so ständig antun würde und wer dahinter stecken würde - sei es die neueste Polizei-Order, sei es die Verschärfungen in der praktischen Handhabung ihrer Anträge bei der Immigration, sei es der kaum verstandene Verlust beim Außenwert des Euros. Und jetzt wird mit Schrecken nach Phuket geguckt: Was tut sich da hinsichtlich von Versicherungen? Wo kämen wir denn da noch hin? Also doch irgendwann einmal zurück ins "Hotel Mamma", aber die ist doch schon längst tot.

    Das sind alles Rahmenbedingungen, die viele der deutschen Auswanderer schnell zu Miesepetern werden läßt. Ich fände es wirklich angenehmer auch für die, wenn die bei so zentralen Lebensabschnitts-Entscheidungen nicht alles dem Zufall überlassen würden. So war es zumindest schon immer bei den Auswanderern üblich. Ab dem 17. Jahrhundert. Aber die nachwachsende Generation steht vielleicht wirklich sehr häufig auf dem Standpunkt: Wo kein Risiko ist, da fehlt das Vergnügen. Dann viel Vergnügen noch.

  5. #34
    Avatar von Carradine

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    die viele der deutschen Auswanderer schnell zu Miesepetern werden läßt. Ich fände es wirklich angenehmer auch für die, wenn die bei so zentralen Lebensabschnitts-Entscheidungen nicht alles dem Zufall überlassen würden.
    Warum sollen sich deutsche Auswanderer anders verhalten, als jeder andere Wirtschaftsflüchtling around the world. Meinem Empfinden nach sind auch nicht alle in Deutschland lebenden Thai's Musterauswanderer. Jeder halt wie er glücklich ist. Außerdem was kümmert den gut integrierten Falang ob das mit der Auswanderung erhoffte Leben der anderen Expats auch eingetreten ist. Lass sie doch heulen.

  6. #35
    Avatar von Mucky333

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Gar nicht herabwürdigend gemeint.
    Ich gehe davon aus, dass zur Vorbereitung einer Auswanderung auf Dauer - also nicht der Umzug von D nach Thailand zwecks mehrjähriger Berufsausübung dort - die Vorbereitung auf die Auswanderung beginnt.
    Einen ersten Einstieg in die Sprache zu finden gehört ebenso zur Vorbereitung wie das Durchlaufen der notwendigen oder sinnvollen Impfprogramme.
    Und siehe da, das Erlernen der thailändischen Sprache - sozusagen in der Grundstufe - ist in Deutschland gar wesentlich einfacher, weil z.B. die Volkshochschul-Kurse in einem deutschen Sprachumfeld und mit auch Deutsch sprechenden Lehrern passiert. Hätte ich nicht schon Jahre vorher an der VHS in Köln angefangen, dann wäre es für mich in Udon weitaus schwerer geworden.

    Denn - oh Schreck und Graus - hier gibt es ja eigentlich Thai für Aliens nur in der Form Thai for native English speakers. Also sind die dort auch häufig verwendeten Transliterationen gut lesbar für den muttersprachlich Engländer oder US-Amerikaner. Diese Tatsache bildet dann eine so überaus geschätzte Entschuldigung, warum man immer noch nicht angefangen habe. Und wir wissen ja, dass eine neue Sprache immer schwieriger wird, je älter die Leute werden (insb. die Memoriesierungsprobleme). Also ich kenne einige wenige Deutsche, die haben dann auch nach Jahren nie den Absprung zum organisierten Erlernen der thail. Sprache geschafft. "Gefangene" in den deutschen Biergärten - in die der Angelsachsen trauen sie sich auch nicht, weil sie deren dialektbehaftete Alltagssprache auch nicht verstehen.

    Und das Geld, um von einem asiatischen Land zum anderen zu springen, das ging ihnen auch flöten. Im übrigen sind die Verhältnisse in den Nachbarländern nicht besser. Und so entsteht eine merkwürdige Gattung von "hilflosen Erwachsenen" in einer sprachfremden Umgebung. Ständig getrieben von Verschwörungstheorien darüber, was man ihnen denn so ständig antun würde und wer dahinter stecken würde - sei es die neueste Polizei-Order, sei es die Verschärfungen in der praktischen Handhabung ihrer Anträge bei der Immigration, sei es der kaum verstandene Verlust beim Außenwert des Euros. Und jetzt wird mit Schrecken nach Phuket geguckt: Was tut sich da hinsichtlich von Versicherungen? Wo kämen wir denn da noch hin? Also doch irgendwann einmal zurück ins "Hotel Mamma", aber die ist doch schon längst tot.

    Das sind alles Rahmenbedingungen, die viele der deutschen Auswanderer schnell zu Miesepetern werden läßt. Ich fände es wirklich angenehmer auch für die, wenn die bei so zentralen Lebensabschnitts-Entscheidungen nicht alles dem Zufall überlassen würden. So war es zumindest schon immer bei den Auswanderern üblich. Ab dem 17. Jahrhundert. Aber die nachwachsende Generation steht vielleicht wirklich sehr häufig auf dem Standpunkt: Wo kein Risiko ist, da fehlt das Vergnügen. Dann viel Vergnügen noch.
    Ok, alles klar. Dein eines Posting meinen Thread betreffend kam sehr negativ rüber. Nichts für ungut.

    Ich gehöre noch zu der Garde die versucht Risiken im Vorfeld zu minimieren und habe mich hier angemeldet um von alten Füchsen wie dir zu lernen und grobe Fehler zu vermeiden.

    Wie in meinem Thread betont ist es bei uns allerdings so, das wir auf Thailand nicht komplett eingeschossen sind. Ich höre aus diversen Threads heraus das Expats die nicht gerade mehrfache Millionäre sind, offensichtlich nicht allzu erwünscht sind. (Wenn wir ehrlich sind, ist das fast in jedem Land so)

    Wir werden es für UNS testen. Und wenn sich herausstellt das Thailand eben nicht die Oase ist die wir uns vorgestellt haben, ziehen wir eine Tür weiter, kein Problem. Die 50 ist nicht mehr fern und das Malaysia 2nd Home Programm sieht auch recht verlockend aus, mal sehen.

    Vielleicht kommt man in ein paar Jahren reumütig und desillusioniert wieder nach D zurück, aber dann hat man es zumindest versucht und nicht nur zu hause geklagt und das was wäre wenn... Spiel gespielt.

    Zum Thema Sprache muss ich gestehen das ich nicht vorhabe im Vorfeld viel Zeit zu investieren, erst mal reinschnuppern und sehen ob man bleiben will. Und ein "Expatghetto" muss ja nicht negativ sein. Du hast deinen Weg gefunden, andere suchen einen komplett anderen.

  7. #36
    Avatar von tira

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    Zitat Zitat von Mucky333 Beitrag anzeigen
    ......Zum Thema Sprache muss ich gestehen das ich nicht vorhabe im Vorfeld viel Zeit zu investieren, erst mal reinschnuppern und sehen ob man bleiben will. Und ein "Expatghetto" muss ja nicht negativ sein. Du hast deinen Weg gefunden, andere suchen einen komplett anderen.
    Zitat Zitat von Hitori Beitrag anzeigen
    .....Das man ohne Sprachkenntnisse das Beste vom Land nicht mitbekommt, steht auf einem anderen Blatt.
    moin,

    ...... o.g. gilt für thailand im besonderen

  8. #37
    Avatar von siamthai1

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    wanjai2 ich habe mit keinen wort 5ex erwaent ,nur das freie leben was wir in deutschland halt nich so kannten ,das da die maedchen halt ueberal present sind ist reiner
    zufall.nur das habe ich gemeint und nichts anderes. so wie das heute hier ablaeuft war weit nach meiner zeit.

  9. #38
    Avatar von clavigo

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    Wanjai2, genau, auf den Punkt. Selbst als fließend Englisch Sprechender war ich verwirrt wenn auf die Frage "wie wird das in lat. Alphabet geschrieben?" die Antwort bekam "Wie hättest Du es denn gerne?" Meine Frau hat sich am Anfang standhaft geweigert mir zu helfen und das Köln so'ne tolle VHS hat war Dein Glück. Im Moment erleben wir das mit unserem Sohn dessen gesprochenes Thai zwar mehr als befriedigend ist, der tägliche Chat mit seinen Cousins muss aber in Englisch stattfinden. Wir hatten zwar mal an die Swiss/German Section der RIS gedacht aber in der Oberstufe sind das ca. ThB 500.000 Schulgeld pro Jahr!! Und o h n e Schriftsprache kommt man auf die Dauer nicht aus wenn man voll am sozialen und kulturellen Leben teilhaben will - wie mir immer wieder schmerzhaft bewusst wird.

  10. #39
    Avatar von Hitori

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    Und o h n e Schriftsprache kommt man auf die Dauer nicht aus wenn man voll am sozialen und kulturellen Leben teilhaben will - wie mir immer wieder schmerzhaft bewusst wird.
    Und sooo schwer ist die thailändische Schriftsprache auch nicht. Die kann man, wenn man regelmäßig Unterricht nimmt, in wenigen Monaten lernen.

    Wer sich wie ich mehrere Jahre mit Japanisch rumgeschlagen hat (Standard sind 1945 Zeichen mit 2-3 verschiedene Aussprachemöglichkeiten), wird das Thai Alphabet als Erholung empfinden - die korrekte Aussprache ist allerdings ein anderes Thema....

  11. #40
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Mucky333 Beitrag anzeigen
    Zum Thema Sprache muss ich gestehen das ich nicht vorhabe im Vorfeld viel Zeit zu investieren, erst mal reinschnuppern und sehen ob man bleiben will. Und ein "Expatghetto" muss ja nicht negativ sein. ...
    Wer will jemanden schon vom Suchen abhalten. Nur, all die Lebenserfahrung spricht dafür, dass, wenn man es nicht vorher schon schultert, es später dann zu spät sein wird. <Alte chinesische Volksweisheit aus dem Schwarzwald>Tatsächlich endeten - so die empirische Erfahrung mit jeder Menge von Leuten, die retirement migration betreiben wollten - damit, dass sie "heim ins Reich" wollten.
    Warum also weigern sich so viele "Auswanderer auf Probe" die Realitäten vorher zur Kenntnis zu nehmen?

    Es scheint eine Mischung von Verdrängungswünschen und Leichtsinn zu sein. Denn wenn man sich ganz ernsthaft unter bereits Ausgewanderten in Thailand unterhält, die zu Treffen erscheinen, wo Ausgaben von mehr als 20 Baht pro Nase zu erwarten sind, dann gibt es eigentlich keine große Meinungsvielfalt. Das Geld mag noch so knapp sein, aber keine Vorab-Investitionen in die Sprache? Absolut der Kardinal-Fehler! Nichts, aber absolut nichts anderes lernt man in den Farang-Ghettos als eine Einstellung von wegen: Buddha wird es schon richten.
    Und in Deutschland? Da wird man zukünftig verstärkt daran arbeiten, welche Abstriche man in der Krankenversorgung der ausländischen Rentner der allgemeinen Bevölkerung als "gerecht" verkaufen kann. Da werden so einige Grundeinstellungen des Pöbels in Deutschland mithelfen: Fremdenhass wie anno dazumal. Und man wird die sog. Kurz-Zeit-Auswanderer nach Thailand treffend etikettieren als die Türken Thailands deutscher Abstammung. Das wird wahre Sympathie-Wellen für diese in D auslösen.

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