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Der Wunsch im Land des Laechelns leben und arbeiten zu wolle

Erstellt von Tramaico, 03.09.2005, 06:14 Uhr · 48 Antworten · 3.934 Aufrufe

  1. #1
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Der Wunsch im Land des Laechelns leben und arbeiten zu wolle

    Regelmaessig kommt die Thematik hoch, dass jemand in Thailand leben bzw. arbeiten moechten und die Frage wird gestellt, wie man dieses am besten anstellt. Gleich auf dem Fusse folgt, wie denn auch zu gewaehrleisten ist, dass alles klappt und sich nach den Wuenschen entwickelt, ausreichende Sicherheit vorhanden und man auch gegen alle Unpaesslichkeiten gewappnet ist.

    Ehrlich und gerade heraus gesagt, wer so die Sache beginnt, setzt bereits von Anfang an auf das falsche Pferd und wird mit grosser Wahrscheinlichkeit frueher oder spaeter eine Bruchlandung erleben.

    Nur wer tatsaechlich eine drastische Aenderung seines derzeitigen Lebens WILL und die Betonung liegt auf diesem Wort und es kann nicht durch andere Verben ala moechte, ertraeumen, sich wuenschen oder was auch immer ersetzt werden, kommt ueberhaupt bis zur Starlinie.

    Ein starker Dickkopf, Leidensfaehigkeit und ein unabbringbarer Wille zum Erfolg ist die absolute Grundvorrausetzung. Bei Rueckschlaegen, Sackgassen und Problemen nicht die Flinte ins Korn zu werfen und nicht (niemals!) frustriert aufzugeben sind das absolute A und O.

    Wer bereits mit dem Handicap in einen Boxring steigt, dass der Gegner ja eigentlich viel besser und viel staerker als man selbser ist und man ja praktisch daher so gut wie keine Chance hat zu gewinnen, der kann nur in einer Niederlage enden.

    Darum der erste und wichtigste Schritt ueberhaupt: Wie stark ist mein eigener Wille etwas zu erreichen? Absolut und unbeugsam, egal was da kommen mag, selbst mit der Gefahr auf der Strecke zu bleiben? Ist die Bereitschaft da, wirklich alles zu geben? Wurde dies mit einem klaren und festen „ja“ beantwortet, DANN geht es in die zweite Phase der konkreten Planung bis letztendlich zur eigentlichen Umsetzung.

    Wer erfolgreich sein Traumhaus errichten will, benoetigt erst einmal ein solides betonhartes Fundament und sollte sich im ersten Schritt nicht damit befassen welche Farbe die Dachziegel haben werden. Das nach eigenen Vorstellungen perfekte Haus kann man nur selbst mit eigener knochenharter Muehe errichten und nicht schluesselfertig aus dem Katalog bestellen. Selbstredend muss man sich aber von Anfang an im klaren sein, was man denn eigentlich wirklich will und ob dieses auch realistisch ist. Der Wunsch auf dem Mond eine Eisdiele errichten zu wollen, weil ja Mondkaelber so gerne kuehles schlecken ist sicherlich weltfremd und wird nicht erst im Mondstaub sondern bereits in irdischen Gefilden versickern.

    Wer den Wind mit blossen Haenden fangen will, kann nur mit leeren Haenden enden.

    Viel Glueck,
    Richard

  2.  
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  3. #2
    Avatar von heini

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    22.05.2001
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    1.254

    Re: Der Wunsch im Land des Laechelns leben und arbeiten zu w

    hallo tramaico,
    deinen ausführungen kann ich nach einigen nachdenken nur zustimmen.
    diese hätte ich vor 20 jahren lesen sollen...

    habe mir gerade deine hp angesehen.......
    die verschiedenartigkeit deines/eures angebotes ist ja interessant.

    hoffe, du schreibst weiter......... :bravo:

    gruss heini

  4. #3
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Der Wunsch im Land des Laechelns leben und arbeiten zu w

    Ich stimme den meist durchdachten, realistischen, dennoch kritischen und auch weltoffenen Ansichten Tramaicos zumeist zu. Sie liegen meist auf meiner Linie und alle seine Äusserungen sind für mich nachvollziehbar.


    In der Angelegenheit des richtigen Weges und der besten Vorgehensweise "im Land des Lächens leben und arbeiten zu wollen" würde ich die Thematik aber in zwei Bereiche teilen:

    1. Der unumgängliche, in den allermeisten Fällen öffentlich-offizielle Teil der Planung und der Realisierbarkeit. All die Dinge an denen (kaum einer -um nicht zu sagen) niemand vorbeikommt. Alles was mit Papierkram, den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Wahlheimat selbst, und allen Dingen zu tun hat die der Ortswechel mit sich bringt. Die Dinge die man mit System angehen und bewältigen kann.

    2. Die Person selbst, die Fähigkeiten und die Defizite die ein jeder Mensch mitbringt. Die Persönlichkeit und das Temperament, der bisherige Lebensstil und die Ansprüche, mit denen die (mehr oder weniger realistischen) Erwartungen - und zu 'erwartenden' Enttäuschungen ja auch gekoppelt sind.

    Der erste Teil ist soweit vorsehbar und auch zu verallgemeiner. Und sicherlich ist er methodisch und konsequent anzugehen und zu lösen. Wogegen der zweite wiederum individuell sehr verschieden ausfallen dürfte. Die Gemüter, Charaktere und Persönlichkeiten sind zu verschieden um irgendwelchen Regeln oder Prinzipien zu gehorchen. Die Unberechenbarkeit dieses Teils wird stets für Überraschungen sorgen und zwar in positiver wie auch in negativer Hinsicht.

    Meiner Erfahrung nach sind die Schicksale der Expats vielmehr mit dem zweiten, (wie bererits erwähnt) sehr schwer einzuschätzenden Persönlichkeitsteil verknüpft, als mit der richtigen, systematischen und 'klugen' Vorgehensweise, die in meinen augen nur die halbe Miete ist. Demnach dürfte es auch sowas wie eine Kompatibilität der Persönlichkeiten in dieser Beziehung geben, die sich nicht nur auf Zielstrebigkeit und "härte im Nehmen", sowie auf Ausdauer beschränkt. Manche Personen sind eben für den "Sprung über den Schatten, der bis über den Ozean reicht" besser geeignet als andere. Zumindest kann man folgendes Beobachten: so verschieden wie die Charaktere, so verschieden sind auch die "Lebensstile" und nicht zuletzt die "Methoden" Derjenigen, die es (bis dahin und bis jetzt) 'geschafft' haben.

  5. #4
    Avatar von x-pat

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    Re: Der Wunsch im Land des Laechelns leben und arbeiten zu w

    ;-D Traumaico: Nur wer tatsaechlich eine drastische Aenderung seines derzeitigen Lebens WILL und die Betonung liegt auf diesem Wort und es kann nicht durch andere Verben ala moechte, ertraeumen, sich wuenschen oder was auch immer ersetzt werden, kommt ueberhaupt bis zur Starlinie.

    Tja, guter Rat ist in der Tat nicht teuer.

    Dem kann ich nur zustimmen. Auf jeden Fall sollten sich potentielle Auswanderer vor Augen halten, dass in einem Land zu reisen und in einem Land zu arbeiten zwei sehr verschiedene Erfahrungen sind.

    Cheers, X-Pat

  6. #5
    Avatar von eletiomel

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    Re: Der Wunsch im Land des Laechelns leben und arbeiten zu w

    der wille hängt auch sehr stark von der motivation ab.
    ist es die richtige motivation?
    ist man überhaubt kompatibel mit der mentalität und dem klima?
    will ich nur wegen der liebe dorthin,aber essen,klima und mentalität der leute passen mir überhaubt nicht?
    es ist bestimmt ratsam,längere zeit(6-12monate),in thailand mit dem budget das einem vorschwebt zu leben,um überhaupt zu sehen wie glücklich man dort sein kann,oder auch nicht.

  7. #6
    Tom_Bern
    Avatar von Tom_Bern

    Re: Der Wunsch im Land des Laechelns leben und arbeiten zu w

    Tramaico, grundsätzlich stimme ich vielem zu von dem was Du geschrieben hast. Doch bekanntlich führen immer verschiedene Wege nach Rom, deshalb muss man sich auch ein wenig Platz neben den starren Leitplanken nehmen. Und dieser Platz sieht dann für jeden etwas anders aus.

    Gleich auf dem Fusse folgt, wie denn auch zu gewaehrleisten ist, dass alles klappt und sich nach den Wuenschen entwickelt, ausreichende Sicherheit vorhanden und man auch gegen alle Unpaesslichkeiten gewappnet ist. Ehrlich und gerade heraus gesagt, wer so die Sache beginnt, setzt bereits von Anfang an auf das falsche Pferd und wird mit grosser Wahrscheinlichkeit frueher oder spaeter eine Bruchlandung erleben.
    Was verstehst Du unter "ausreichende Sicherheit"? Ich persönlich bin der Meinung, dass eine ausreichende Sicherheit sicher nicht falsch sein kann. Diese ausreichende Sicherheit sollte aber natürlich den neuen, komplett anderen Lebensumständen angepasst sein und darf nicht mit europäischen Verhältnissen verglichen werden. Und eine gewisse finanzielle Basis muss ja auch vorhanden sein, um schon nur die Jahresaufenthaltsbewilligung zu erhalten. Also, ich würde sicher nicht mit komplett leeren Taschen nach Thailand übersiedeln und dort dringend auf einen Job angewiesen zu sein, um überleben zu können. Denn so ist eine Bruchlandung in meinen Augen noch viel vorprogrammierter.

    Dass man nicht gegen alle möglichen Unpässlichkeiten gewappnet sein muss, da gebe ich Dir absolut Recht.

    Doch grundsätzlich muss man doch sehr unterscheiden, wer sein Leben zukünftig in Thailand verbringen will. Ist es der 30-jährige voller Elan und mit Zunkunftsvisionen steckende junge Mann, welcher noch viele Pläne verwirklichen will? Oder ist es der 55-jährige Mann, welcher in seinem bisherigen Leben schon viel erlebt und ständig hart gearbeitet hat und sich nun einfach aus der Hektik zurückziehen und einen ruhigen Lebensabend verbringen will? Ich denke dass diese 2 Männer komplett unterschiedliche Voraussetzungen für eine Uebersiedlung nach Thailand mit sich bringen.

    Jeder Mensch ist doch immer wieder anders. So gibt es zweifelsfrei Leute, welche in der hintersten Ecke des Isaans mit 10000 - 20000 Baht monatlich sehr gut leben können, weil sie sich den dortigen Lebensverhältnissen sehr gut anpassen können. In ihren Augen ist das Leben dort dann nicht einmal mit einer schlechteren Lebensqualität verbunden, denn das einfache Dorfleben ohne die ständigen Medienberieselungen und Unterhaltungsmöglichkeiten ist vielleicht gerade das, was sie gesucht haben. Andererseits gibt es Leute, denen reichen auch 100000 Baht im Monat nicht, weil sie ganz anders empfinden und andere Wünsche haben. Diese Leute können im Isaan eher nicht leben und benötigen gewisse westliche Standarte, welche es halt nur in den (touristischen) Ballungszentren gibt.

    Kann man als Aussenstehender nun (sei es nun als Expat oder "Daheimgebliebener") überhaupt eine Regel für andere aufstellen? Meiner Meinung nach ist dies sehr schwierig und eigentlich unmöglich, weil kein Aussenstehender in das Innere eines anderen Menschen sehen kann, weil kein Aussenstehender beurteilen kann wie ein anderer Mensch in einer kritischen Situation reagieren wird (steht jemand wieder auf wenn er heftig auf die Schnautze fällt und beginnt wieder von neuem oder bleibt er liegen und geht daran kaputt?).

    Gruss Tom

  8. #7
    Avatar von wingman

    Registriert seit
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    Re: Der Wunsch im Land des Laechelns leben und arbeiten zu w

    Hallo Tramaico,
    nun ich stehe gerade bei den Überlegungen, befasse mich gerade eingehend mit den Behördlichen Dingen, Voraussetzungen. Schon hier beginnt der Hürdenlauf, Thailands Behörden machen es den Farangs nicht einfach. Beginnt mit den gesperrten 39 Berufen, ok meine beiden Berufe gehören nicht dazu. Manche Bedingungen erinnern an eine behördlich angeordnete Pleite bzw. vorprogrammierten Konkurs. Der Part 4 Angestellte Thais z.B. .
    Welcher kleine Betrieb überlebt diese Anforderung am Anfang?
    So gesehen will ein solches Vorhaben in der Tat sehr gut durchdacht sein und vor allem niemals alle Brücken zum Heimatland abbrechen. Das Geld für den Rückweg niemals antasten.
    Man kann auf die Schnauze fliegen, ok. Aber man sollte zumindest zurück können im Notfall. Ich habe Beiträge gelesen von Farangs die wirklich bitter gestrandet sind.
    Meine Ansprüche sind bestimmt nicht hoch, ich brauche keine 100000,-bath im Monat. Aber eine Familie sollte es im Isaan schon normal versorgen können.

    Wingman

  9. #8
    Avatar von Dieter1

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    10.08.2004
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    Re: Der Wunsch im Land des Laechelns leben und arbeiten zu w

    Hi Wingman,

    das Problem is halt, die Thais wollen keine Farangs im Land, ausser sie bringen maechtig Kohle ins Land oder sie hauen nach dem Urlaub wieder ab.

    Gruss Dieter

  10. #9
    Avatar von x-pat

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    7.208

    Re: Der Wunsch im Land des Laechelns leben und arbeiten zu w

    Tom: Jeder Mensch ist doch immer wieder anders. [...] Kann man als Aussenstehender nun (sei es nun als Expat oder "Daheimgebliebener") überhaupt eine Regel für andere aufstellen?

    Ja, ich denke man kann das. Zumindest in Form von generellen Empfehlungen, grobe Richtlinien, und konkreten Hinweisen. Die Einzelschicksale der Auslandsdeutschen in Thailand und anderswo sind sicherlich sehr verschieden. Aber es gibt kaum ein anderes Auswanderungsland -sei es Neuseeland, Kanada, Paraguay, usw.- wo eine vergleichbar hohe Zahl von "Auswanderern" von der Polizei aufgesammelt und bei der deutschen Botschaft über den Zaun geworfen wird. Das muss bestimmte Gründe haben.

    Gruß, X-Pat

  11. #10
    Avatar von mipooh

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    Re: Der Wunsch im Land des Laechelns leben und arbeiten zu w

    "Auswanderern" von der Polizei aufgesammelt und bei der deutschen Botschaft über den Zaun geworfen wird.
    Wenn ich das auch nicht ganz wörtlich nehme, ich höre erstmalig sowas. Gibt es dazu mehr Informationen?
    Gruss
    mipooh

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