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Der Kuss der Königskobra

Erstellt von Mang-gon-Jai, 18.10.2004, 14:25 Uhr · 14 Antworten · 3.290 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Mang-gon-Jai

    Registriert seit
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    Beiträge
    3.479

    Re: Der Kuss der Königskobra

    In Bangkok gibt es sehr viele Schlangen, sie gehen Wohngegenden keinesfalls aus dem Wege. Im Abfall, den die Menschen hinterlassen, leben Ratten und Mäuse und diese sind eine Lieblingsspeise vieler Schlangen.
    Auch das Dorf, in dem ich bislang gelebt habe gilt als eine schlangenreiche Gegend. Schon oft hatte ich diese Tiere in der Wohnung.
    Einmal, als ich nachts das stille Örtchen aufsuchen musste, wand sich eine Kobra im Wasserbecken. Schlaftrunken und mit noch fast geschlossenen Augen hätte ich um haaresbreite mit der Kelle dort geschöpft. Sicher hätte die Kobra dieses als Angriff betrachtet und dann???

    Gruß


    Mang-gon Jai

  2.  
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  3. #12
    Labyrinthfisch
    Avatar von Labyrinthfisch

    Re: Der Kuss der Königskobra

    @ x-pat,
    "......ein nicht weiter identifizierbares kleines bunt-oranges Schlängelchen das den Weg in die Küche gefunden hatte. "
    Das könnte eine Rote Schmuckbaumnatter(Chrysopelea pelias) gewesen sein.
    Dazu heist es in der Literatur:
    "...das Gift zeigt beim Menschen gewöhnlich keine gefährliche Wirkung." Na dann...
    Vor der Krait solltest du allerdings einen Bogen machen.
    Ein Krait ist zwar äußerst djai yen und Nachtaktiv, aber beißen kann er auch und dann gibt es ein Problem.
    Hast du "Waan" (ein Ingwer ähnlichesGewächs) bei dir im Garten ?
    Notfallmedizin gegen Schlangenbisse, frag mal deine Mia.

  4. #13
    Thai-Robert
    Avatar von Thai-Robert

    Re: Der Kuss der Königskobra

    Mang gon Jai ..... da haste aber Glück gehabt.

    In der Nacht muß die 65 jährige Inkasiri auf die Toilette.

    Nach der Erleichterung greift Sie nach hinten um das Geschäft mit der üblichen Reinigung zu beenden.

    Doch statt Papier und Wasser zu greifen weckt sie eine Python die auch sofort zubeißt und nicht mehr loslässt.

    Zu allen Überdruß fängt die Schlange auch noch an die Hand zu schlucken.

    Natürlich bleibt da die Oma nicht ruhig.
    Alle Bewohner werden wach und die Polizei wird gerufen.

    Der Polizei gelingt es nach 2 (zwei !) Stunden Oma und Schlange zu trennen.

    Am Ende des Berichts steht :

    Die Oma kommt wegen der Bisswunden und Knochenbrüchen ins Krankenhaus.

    Die Schlange darf irgendwo weiterleben.
    Kannste hier nachlesen .....

  5. #14
    Avatar von Mang-gon-Jai

    Registriert seit
    12.02.2002
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    3.479

    Re: Der Kuss der Königskobra

    @Labyrinthfisch
    Ein Krait ist zwar äußerst djai yen und Nachtaktiv, aber beißen kann er auch und dann gibt es ein Problem.
    Ja, vor einem Krait habe ich auch hohen Respekt - mehr als vor einer Kobra.
    In einem anderen, recht ausführlichen Thread (siehe hier) hatte ich zum Krait schon einmal dieses geschrieben:

    Ja, und dann rette mir Jindi wahrscheinlich das Leben.
    Ich saß auf einem Hocker, den ich etwas nach hinten gekippt hatte und lehnte gemütlich an einem Holzpfahl, der das Vordach der Hütte trug. Es war sehr dunkel geworden. Ein kleines Feuer brannte zwar, aber das flackernde Licht ließ nicht viel erkennen.
    Es wurden lustige Geschichten erzählt. Mehrfach erklärte der Betreiber der Anlage, dass ich bisher der einzige Farang sei, der in seinem Resort wohnte. Vieles wollte er aus Farang-Land wissen.

    Plötzlich sprach mich Jindi an:
    „Tirak, beweg dich nicht! Bleib ganz ruhig sitzen!“
    Dann stand Jindi langsam auf. Sie holte aus und... schlug mir blitzartig ins Gesicht. Das zumindest glaubte ich im ersten Augenblick.
    Tatsächlich schlug, oder besser griff sie blitzartig nur wenige Zentimeter über meinen Kopf. Dann hielt sie mir ihre Hand vor das Gesicht. Sie hatte einen große giftigen Blauen-Krait im Nacken gefasst. Sie hielt ihn so, dass das Tier nicht beißen konnte. Der Leib der Schlange wand sich um ihren Arm und der Schwanz peitschte ihren Körper.
    Der Krait hatte sich um den Pfosten, an dem ich lehnte, gewunden und langsam nach unten geschlängelt. Als Jindi ihn sah, war das Tier nur noch wenige Zentimeter von meinem Kopf entfernt gewesen. Eine schnelle Bewegung von mir, um vielleicht Mücken zu verscheuchen, hätte die Schlange unweigerlich zubeißen lassen.

    Ein Blauer Krait. Siehe auch: http://www.siam-info.de/german/krait.html

    Ein Krait steht einer Kobra an Giftigkeit nicht nach. Der Biss eines Krait ist absolut lebensgefährlich und führt recht schnell zum Tod.
    Ein Arzt, so erfuhr ich später, wäre in dieser Gegend wohl nicht rechtzeitig zu erreichen gewesen.
    Ich habe keine Angst vor Schlangen, ich finde sie sogar recht faszinierend. Auch bin ich in der Lage, eine Kobra zu fangen (Jindi hat es mich gelehrt). Vor einem Krait habe ich im Gegensatz zu einer Kobra jedoch einen gewissen Respekt.

    Was dann jedoch geschah ließ mich ein wenig erschaudern:
    Nachdem mir Jindi die Schlange vor das Gesicht gehalten hatte, griff sie auch mit der anderen Hand zu und brach dem Tier mit einer schnellen Bewegung das Genick. Dann warf sie das tote Tier auf den Boden.
    Ich hatte Gänsehaut.
    „Tirak, warum hast du das Tier getötet?“, wunderte ich mich.
    Jindi tötet sonst keine Tiere. Fliegen, Spinnen und anderes Getier fängt sie in unserer Wohnung ein und bringt die Tiere nach draußen. Jindi ist ein sehr gläubiger Budhist.
    „Thirak, eine giftige Schlange musst du töten! Wenn du sie nicht tötest, tötet sie, bei eurem nächsten Zusammentreffen, dich. Vergiss das nie!“ belehrte sie mich.

  6. #15
    Avatar von Mang-gon-Jai

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    3.479

    Re: Der Kuss der Königskobra

    @Robert
    Ja, Pythons sind weitaus gefährlicher als es den Anschein macht. Ein großer Python ist durchaus in der Lage, einen Menschen zu fressen und er tut es auch (allerdings selten)! In Bangkok kann man sich mit einem umgehängten Python fotografieren lassen – das ist lebensgefährlich!
    In deinem Forum wurde die Frage, warum man nicht die Schlange abgehackt hat, nicht ausreichend beantwortet. Sicher bin ich nicht, glaube aber, dass es den gleichen Grund hat wie bei den (ganz) großen Eidechsen. Ehe sie sterben, verkrampft sich deren Kiefer. Bei dem von dir beschriebenen Python hieße das wohl, dass der Arm abgebissen würde. Man unterschätzt die Kraft dieser Tiere.

    Gruß

    Mang-gon Jai

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