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Denunziationen unter Farangs in Thailand

Erstellt von waanjai_2, 27.10.2013, 18:24 Uhr · 63 Antworten · 5.375 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von waanjai_2

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    Denunziationen unter Farangs in Thailand

    Ich habe ja hier schon berichtet, daß es tatsächlich so etwas in Thailand unter Farangs gibt. Da ich in Udon schon einmal ein wenig in Verantwortung für lokale Associationen von Farangs stand, habe ich da auch mehr Hintergrund-Informationen, als mir je lieb sein konnte.

    Aber es gibt die wirklich: die Denunzianten, die andere Farangs bei thail. Behoerden denunzieren. Nicht nur androhen, das kommt oefters vor.

    Die thail. Polizei hat sich meines Wissens nach bislang sehr souverän aus diesen Affären herausgehalten. Oft auch dadurch, daß sie auf "wir nix verstehen" machten. Und gegen das Versprechen, es aktenkundig zu machen, den Denunzianten nach Hause zu schicken.

    Die Motivlage waren zumeist Neid - da hatte der eine ein besser lfd. Restaurant und meinte, das schlechte image von seinem eigenen, wäre von jenem bewußt in die Welt gesetzt.
    Dann gibt es noch die besonders Verrückten: Aus Deprivation sind die zu 110% Koenigstreuen geworden. Wie einst der Untertan von Thomas Mann in der Weimarer Republik. Und fühlen sich nun persoenlich angegriffen, wenn jemand etwas kritisches über die High Institution sagt oder insinnuiert. Soziale Entwurzelung gut für mehr Irrsinn.

    Jedenfalls genug, daß man sich verstärkt aus dem Weg geht. Was man bekanntermaßen ohnehin mit Deutschen oder Deutschsprachigen im Ausland tuen sollte.

    Gibt es noch mehr von so Erfahrungen?

  2.  
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  3. #2
    ccc
    Avatar von ccc

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    Wenn ich mich recht erinnere, stand ja vor ein paar Monaten genau dieser Vorwurf gegen unseren Oberblockwart im Raum, oder irre ich mich da?

  4. #3
    Avatar von strike

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    Auch hier gilt unsere Bitte, sich sachlich und angemessen zum Thema zu äussern.
    Andernfalls müssen wir den Thread wieder schliessen, obwohl dieses traurige Kapitel den einen oder anderen nachdenklich machen sollte.

    Danke.

  5. #4
    Avatar von Enrico

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Gibt es noch mehr von so Erfahrungen?
    Natürlich, sogar fast täglich gibt es da mit vollkommen unbekannten Personen Erfahrungen. Gerne würde ich einmal die Hintergründe solcher Taten ergründen, aber ich vermute das allein schon dieser Beitrag wieder in wenigen Minuten die Füchse aus dem bau lockt und die Moderation wieder einschreiten muss.

    Es sind zum Glück nicht viele, aber es gibt sie. Also immer bisserl aufpassen

  6. #5
    Avatar von wingman

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    Man kann es auch anders ausdrücken.........überall gibt es A.rschgeigen. Unter den A.rschgeigen gibt es den Kampf um den Titel "Die Stradivari unter den A.rschgeigen". Das dürfte der Denunziant sein..............

    Ansonsten hat der Treatstarter durchaus recht. Ich gehe in Thailand ausser gut bekannten Farangs den Steintischen etc. bewusst aus dem Weg. Itscha und Missgunst scheint in Thailand ein ansteckendes Virus zu sein.

  7. #6
    Avatar von Chumpae

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    Gehört habe ich auch schon von diesen Fällen. Allerdings stellt sich für mich die Frage,inwieweit der Denunziant selbst gegenüber z. B. Behörden in seinem gesamten Auftreten glaubwürdig erscheint.Wenn z.B. waani , der ja in UT sicherlich nicht nur bei Sizzlers, sondern auch bei Behörden durchaus positiv bekannt sein sollte, von einem sagen wir mal etwas minderbemittelten und ungepflegten Steintischler bei einer Behörde angesch...... werden würde-müßte der doch ins Leere laufen. Insofern kann ich die von @waanjai2 getroffene Bemerkungen hinsichtlich des Verhaltens der Behörden durchaus nachvollziehen. Welche Ansatzpunkte sollte eine integrierte und dem Land positiv zugewandte Person, der sich den Gesetzen des Landes durchaus zumindest loyal verhält- einem Denunzianten bieten.
    Der Vergleich mit dem Untertanen von Thomas Mann gefällt mir auch deshalb so gut, weil der Protagonist im Film (sehr gut dargestellt von Werner Peters)so garnicht optisch in das Bild eines von mir vorstellbaren deutschen Denunzianten in TH paßt.
    Und schlußendlich, wenn z.B.Fälle wie die auch hier heißdiskutierte Anzeige der dt. Schule in Pattaya gemacht werden, dann handelt es sich nicht um Denunziation- sondern um eine pflichtgemäße Anzeige gegen Verstöße gegen Gesetze des Landes und auch der guten Sitten im Allgemeinen.

  8. #7
    Avatar von Dune

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    Da ich ja nur als Touristin in Thailand weile, hatte ich eine sehr interessante Unterhaltung mit einem Expat. Dabei ging es um das Verhalten unter den selbigen in Thailand, und ich war sehr erschrocken. Sehr erschrocken wie untereinander agiert wird, was mit Missgunst anfängt, über Feindseligkeit weitergeht und manchmal auch in kriminellen Handlungen endet. Natürlich ist das keine Pauschalaussage über alle Expats, dies wäre falsch, denn es ging über das Wort Vertrauen. Die Geschichten zeigten mir auf, sich eher vorsichtig zu bewegen und einen gewissen Abstand zu halten. Wie ich aus den paar Posts entnehmen kann, tun genau das seh viele. Meine Frage an Euch, sind Eure Erfahrungen wirklich so schlecht oder überwog die Antipathie oder was auch immer.

  9. #8
    Avatar von Chumpae

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    @Dune- ich bin ja (noch)kein Expat, aber der Begriff Antipathie trifft es ziemlich genau. Natürlich habe ich viele Freunde in Thailand, die dort seit Jahren leben,wir besuchen uns gegenseitig-machen auch mal Party und haben trotz unterschiedlicher finanzieller Ausstattung durchaus eine gemeinsame Basis der Verständigung.Gelegentlich gehe ich auch mal in eine Bar, wo viele andere Expats sind, aber es hält mich dort wirklich nicht lange.Ich kann mir gut vorstellen, daß dann eine gewisse Klientel(ich selbst spreche nicht aus eigener Erfahrung)ihre eigene Situation vergleichbar machen wollen mit der Meinigen und zum Beispiel meine Wohnsituation, mein Stand in der Familie beziehungsweise im Wohnumfeld, die Gesundheit etc. als besser empfinden, als die Ihrige und dann versuchen Dir irgendetwas am Zeug zu flicken. Und so ist wohl Neid der wahrscheinlichste Grund für Denunziation. Ich kann mir aber nicht vorstellen, das das Ergebnis so einer Aktion dem Protagonisten in irgendeiner Weise Vorteile(z.B. bei der Immi) verschafft.

  10. #9
    Avatar von Dune

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    @Chumpae, Du schreibst sehr offen und das gefällt mir. Zustimmung hast Du von mir bei der Überlegung, was derjenige davon hat, wenn er diesen anschwärzt. Sicherlich sind die Diskrepanzen dort auffälliger, weil die 'Auswahl oder Anzahl' der Europäer dort geringer ist. Womit gleichfalls die negativen Seiten hervorstechen. Komischerweise sind es genau die Dinge, welche auch in Deutschland eine neue stärkere Dynamik entwickeln. Ich erlebe es heute deutlicher, vllt. schaue ich besser hin, dass das Denunziantentum stark zunimmt und somit ist Thailand ein Abbild oder auch die Miniaturausgabe von DACH. Eigentlich ist es schlimm, dass wir damit weitere soz. Kompetenzen verlieren und durch negative Anteile eintauschen, somit entfernen wir uns Stück für Stück der soz. Zivilisierung.

    Trotzdem bewahre ich es mir, wenn ich möglichst unvoreingenommen auf Menschen zu gehe und dabei schließe ich auch Treffen mit z.B. Membern hier nicht aus. Da habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Ebenso mit schriftlichen Austausch der humorvoll, adäquaten und auch einen gewissen Gewinn für mich bringt. Gewinn für mich bedeutet, neue Menschen kennenzulernen und aus diesen Kontakten das pos. mitzunehmen, sein es Information über bestimmte Sachen (Lerneffekt), amüsante kurzweilige Gespräche oder anderes. Zu dem Thema fällt mir viel ein, da der soz. Kontakt schon ein wichtiger Baustein im Leben eines Menschen ist. Selbst negative Kontakte bringen einen pos. Vorteil.

  11. #10
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Wirkliche legitime und erfahrende Expaten sind grundsaetzlich gegenueber anderen Langnasen eher misstrauisch und beschraenken sich im Regelfall auf Distanz und einen lediglichen kurzen unverbindlichen Gruss, sollte ihnen in einer auslaenderarmen Gegend unerwartet eine Langnase ueber den Weg laufen.

    Warum, nun ja, an anderer Stelle wurde schon erwaehnt, dass Thailand ein beliebter Aufenthaltsort fuer "Trash" aller moeglichen Art ist und wer suhlt sich schon gerne im Muell.

    Ergo, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser und phantastischen Erzaehlungen empfehlenswerter Weise ohne diese keinerlei Glauben schenken.

    "Denunzierungen" sind im Regelfall selbst bei sehr renitentem Trash nicht notwendig, sondern die Muenchhausen Nachkommen sind oftmals bereits durch eigenes auf den Zahn fuehlen schnell auf die Spur zu kommen. Kurzum, pruefe redlich, wer sich mit Landsleuten oder quasi Landsleuten im Ausland einlaesst.

    Im Zweifel den Kontakt auf ein unverbindliches gruessendes Kopfnicken beschraenken, zumindest bis ein entsprechendes Resumee vorliegt. Kann manchmal Monate dauern, bis sich eine solide Basis gebildet hat, doch diese ist dann im Regelfall wirklich verlaesslich.

    Im Prinzip ist Denunzierung auch "maedchenhaft". Petze und so, wie wir frueher zu sagen pflegten und auch nicht die richtige Kur fuer echte A.rschgeigen. Da gibt es in Thailand bessere und wirksame Methoden. Speziell auch fuer Pappenheimer, die meinen, sie koennten legitimen Expaten einfach mir nichts dir nichts an den Karren fahren. Man kann zum Beispiel einen "Postmann" mit einer Zustellung dreimal bei ihnen klingeln lassen und nein, dieser Postmann muss nicht unbedingt einen Uniform tragen sondern so eine Uniform kann manchmal fuer die Zustellung der eigentlichen Botschaft eher hinderlich sein.

    Bei uns hier in Bankholaem tragen die effektivsten Zusteller auch keine Uniform und halten manchmal sogar ein Auge darauf, dass Uniformierte nicht ueber die Strenge schlagen. Wir sind hier eine kleine und solide Gemeinschaft und das ist auch gut so.

    Im Grunde hat die Aussage "jeder ist letztendlich seines eigenen Glueckes Schmied" auch noch einen wesentlich hoeheren Stellenwert in Thailand als z. B. in der Premiumwelt, wo auch dem miesesten Schmied noch das Schmiedefeuer stetig am Loder gehalten wird. Dort mangelt es oftmals einfach an dem hier gaengigen Pragmatismus, den ich persoenlich sehr zu schaetzen weiss. Der haette der ehemaligen DDR auch sehr gut getan, weil dann der eine oder andere Stasis-Mann weitaus unruhiger geschlafen haette, bedingt durch das Karma-Prinzip.

    Negative Kontakte sind eher belastend und Leid ausloesend. Leid sollte man aber grundsaetzlich im eigenen Interesse vermeiden, belastet nur unnoetig. Daher im Zweifel immer besser eine eher zu dunkle Sonnenbrille als eine pinkfarbene tragen. Natuerlich kann man auch in seinen Traeumen ein absoluter Startaenzer sein, aber nun ja, damit wird man in einem echten Ballroom sicherlich nicht einmal unter ferner liefen enden.

    Persoenlich ziehe ich es vor eher gefuerchtet als geliebt zu werden. Das macht nach meinen Erfahrungen das Dasein ungemein leichter, weil es ..........n effektiver auf Distanz haelt. Gilt gleichermassen fuer die Premiumwelt wie auch das Schwellenland.

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