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Ergebnis 11 bis 20 von 84

Daseins Fragen

Erstellt von tira, 16.10.2011, 18:46 Uhr · 83 Antworten · 3.940 Aufrufe

  1. #11
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Antwort auf Post Nr. 338.

    Warum Erde, warum Luft, warum Wasser... Warum ueberhaupt irgendetwas anstatt nur ein einfaches Nichts. Leben entsteht im Regelfall in erster Linie durch Wasser. Wasser ist elementar und es gibt sehr viel Wasser auf dem Planeten Erde. Kleinste Mikro-Organismen, Bakterien, Molekuele formen etwas. Mutieren durch aeussere Einfluesse. Biochemie, Reaktionen, Lebensformen der verschiedensten Art. Natur pur. Der Planet Erde weist sehr guestige Bedingungen fuer Leben auf, obwohl es sich nur um einen klitzekleinen, unbedeutenden Planeten handelt. Der heutige Stand hat sich ueber Milliarden von Jahren entwickelt. Stueck fuer Stueck. Alles unterliegt der staendigen Aenderung und Veraenderung. Sicherlich muessten wir jetzt erst einmal ganz weit ausholen und das Universum begreifen. Wie und durch was ist es entstanden? Viele Wissenschaftler meinen, es ist das Resultat eines gigantischen Urknalls. Jetzt die Frage, der Urknall von was und was war vorher? Keine Antwort.

    Nun kommen wir zurueck zum Menschen. Welchen Stellenwert nimmt nun das unbedeutende Lebewesen namens Mensch hierin ein. Es meint natuerlich in seiner Voreingenommenheit einen grossen. Das ein uebernatuerliches Wesen alles erschaffen haben koennen und sich den Menschen als sein Abbild geformt hat. Dies ist in der Tat schon der Gipfel der Arroganz in Anbetracht dessen, wie kurz das Wesen Mensch ueberhaupt existent ist. Die gemeine Kakerlake haette da eigentlich viel mehr Vorrechte zu behaupten, sie sei das Top-Produkt einer gewaltigen Kraft ueberhaupt.

    Verkettungen von guenstigen Gegebenheiten gepaart mit Zufaellen und aeusseren Einfluessen. Reaktionen auf Aktionen. Biochemie formt Leben der verschiedensten Arten. Der Mensch ist nur ein Produkt von vielen. Ein Mutant, der sich nach und nach entwickelte und an die sich veraendernden Umstaende anpasste. Manche Biologen meinen, dass der aufrechte Gang des Menschen eine Fehlentwicklung ist, da es den Knochenapparat extrem belastet. Affen haben mit Sicherheit weitaus weniger Rueckenprobleme als der Mensch. Waere der Mensch von jemanden oder etwas erdacht worden, dann haette dieser und dieses einen Konstruktionsfehler begangen. Sehen wir uns nun einmal in der Welt um, da gibt es in der Tat die eigenartigesten Kreaturen. Z. B. das Schnabeltier. Soviel Phantasie hat wohl kaum der abdrehteste Surrealist. Ergo, nichts ist erdacht sondern lediglich mutiert oder es wuerde einen Schoepfer geben, der sich manchmal unter toxischen Einfluessen an's Werk macht. Also, so fehlerhaft wie sein vermeintliches Abbild.

    Alles war sicherlich bis vor ein paar tausend Jahren auch in Ordnung bis dann der Mensch immer irrer wurde. In seiner Neugier versuchte er dies und das fing an mehr und mehr Veraenderungen herbeizufuehren. Er stellte sich gegen das Prinzip der Natur. Des Prinzips der Zufaelle, der logischen Reaktionen auf bestimmte Aktionen. Logik und Instinkt wurden weitestgehend durch Emotion und Launen ersetzt. Natuerlich waehnte der Mensch sich fuer das primaere Wesen durch seine wachsende Verspieltheit und Kreativitaet und trieb es immer toller, da ihm ja immer weniger Grenzen gesetzt wurden je erfindungsreicher er wurde. Manches blieb jedoch unerklaerbar, bis auf den heutigen Tag und somit wurde sich dann die Uebernatuerlichkeit ausgedacht. Goetter wurden geschaffen, anstatt dass der Mensch von Goettern geschaffen wurde. Doch welcher Gott wuerde so ein fehlerhaftes Wesen konstruieren?

    Sehen wir es nuechtern. In einer Millarden Jahren alten Zeitgeschichte kam letztendlich eine voellig verdrehte Kreation in's Spiel, die es schliesslich in wenigen Hundert Jahren schafft einen Planeten mehr und mehr in die Knie zu zwingen und sich selbst die Lebensgrundlage zu nehmen. Wer kann sich so etwas perverses ausdenken, ich meine mit Ausnahme des entarteten Wesens Mensch selbst?

    Worin liegt der Sinn, dass Leben entsteht um dann nach einiger Zeit wieder zu vergehen? Es gibt keinen Sinn, sondern es ist einfach nur wie es ist. Wie das Universum, wie dieser Planet, wie Wasser, wie alles, das nicht aus menschlicher Hand stammt. Der derzeitge Status Quo ergibt keinen logischen Sinn. Obwohl, wenn sich etwas erschafft um dann zu vergehen weist eine gewissen Kongruenz auf. Hat sich das Universum geschaffen um auch einmal einfach zu vergehen im Nichts? Dieses waere in Konformitaet mit der Geburt und dem Tod einer Lebensform. Ist das Universum vielleicht auch nur eine sich staendig veraendernde Lebensform?

    Welche wirkliche Alternative gibt es sonst zu Existenz? Nichts, einfach "Nichts". Die Unendlichkeit des Nichts, waehrend Existentielles vergaenglich ist. Ewiges Leben, Uebergang in ein Paradies unter der Obhut einer menschenaehnlichen Uebermacht ergibt auf keinen Fall einen logischen Sinn. Dafuer spricht viel zu viel dagegen. Die Entwicklungsgeschichte des Planeten Erde, die Entwicklungsgeschiche des Menschen und die Existenz des Universums. Hier ist fuer einen Gott im religioesen Sinne einfach kein logischer Platz. Ergo, es ist einfach wie es ist und wir muessen es akzeptieren wie es ist, so wie es die buddhistische Lehre raet. Vor 2.500 Jahren hatte sich jemand bereits ueber Alterativen zur Allgemeindenke jahrelang den Kopf zerbrochen und ist schliesslich zu der Erkenntnis gekommen, dass es einfach ist wie es ist und dieses mit Ausserirdischem absolut nichts zu tun hat.

    Waere das Universum tatsaechlich eine Lebensform und wir sind Mikroorganismen in dieser, nun dann musste auch ein Physiker wie Albert Einstein an seine Grenzen kommen, da er ja Physiker und kein Biologe war. Selbst Herr Einstein verleugnete nicht die Moeglichkeit eines Gottes und bezeichnete sich nicht als Atheist. Hat er nur vor dem Unerklaerlichen Schutz gesucht wie so viele Menschen, da ihn sonst die nagende Furcht vor dem Unwissen um den Verstand gebracht haette? Vielleicht ist dies tatsaechlich des Menschen groesstes Problem, einfach nicht in der Lage zu sein nur das Ist zu akzeptieren. Ohne wenn und aber. Die Geburt, das Leben, den Tod, das Sein, das Drumherum, das Universum. Kurzum, das was wirklich existent und nicht nur vermutet werden muss wie z. B. ein Gott. Letzteres erscheint nur wie eine hergegriffene Notloesung ohne Grundlage um das Gewissen zu beruhigen, da ohne jeglicher rationellen Basis. Es kan nicht einfach so sein wie es ist, es musss doch von JEMANDEM geschaffen worden sein.

    Hm, ist das Universum eventuell tatsaechlich eine sich staendig veraendernde Lebensform? Etwas was sich aehnlich klitzekleinen Partikeln zu etwas verdichtet hat nur eben in gigantisch groesserem Massstab? Partikel in einem Nichts, die sich zufaellig zusammenfuegten? Aehnlich wie dieser Planet und wie alles auf ihm. Eines ist jedoch sicherlich gewiss. Des Menschen Bedeutungslosigkeit, wenn objektiv in Relation gesetzt.

  2.  
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  3. #12
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Den Aspekt der "Schoepfung" aller wahrnembaren Erscheinung (die man beschreiben kann) hat er tunlichst vermieden, denn dafuer hatte er keine Erklaerung finden koennen.

    Er hat nur beschrieben wie diese Dinge auf unseren Geist einwirken.
    Ja, hier unterscheidet er sich mit seiner Lehre ganz klar von Religionen. Er akzeptierte einfach die tatsaechlichen Gegebenheiten als solche ohne irgendwelche Thesen aufzustellen oder zu vermuten. Das Leben endet mit der physischen Geburt und dem physischen Tod. Auch seins. Es gibt kein ewiges Leben, wie es Religionen zu verkaufen suchen, da keine Seele existent ist. Eine Seele muesste ja unveraenderlich sein, doch alles ist ja veraenderlich und staendigen Veraenderungen unterworfen.

    Somit gibt es im Buddhismus kein echtes greifbares Ich, da dieses sich staendig veraendert. Der wirklich Suchende versucht dieses Ich zu manifestieren, es zu formen, es von Veraenderungen frei zu machen. Das Streben geht danach es so zu festigen, dass es in absoluter Harmonie steht und sich somit aus dem Kreislauf der psychischen Tode und Wiedergeburten zu loesen. Doch selbst wenn dieses gelingt, dann ist dieses Ich dennoch vergaenglich. Es erlischt mit dem physischen Tod. Somit ist die buddhistische Lehre nur die Lehre fuer das Leben. Im Tod wird sie ja auch nicht mehr benoetigt.

    Hier gibt es dann oft jedoch Missverstaendnisse, da ueber den physischen Tod hinausspekuliert wird. Der Begriff Wiedergeburt wurde einfach zu woertlich genommen.

  4. #13
    Avatar von Waitong

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    2.636
    Zitat Tramaico: Selbst Herr Einstein verleugnete nicht die Moeglichkeit eines Gottes und bezeichnete sich nicht als Atheist. Hat er nur vor dem Unerklaerlichen Schutz gesucht wie so viele Menschen, da ihn sonst die nagende Furcht vor dem Unwissen um den Verstand gebracht haette?


     

    Nein - das denke ich nicht. A. Einstein sagte mal GOTT wuerfelt nicht.

    Was wollte er damit zum Ausdruck bringen ?

    Nach meiner Ansicht wollte er sagen das nichts bei den Naturgesetzen beliebig ist, sie sind aufeinander abgestimmt.

    Was bedeutet das (fuer uns) ?

    Die Dinge, wie sie sind, ergeben sich (gewollt) zwangslaeufig.

    Das Design steckt in den Naturgesetzen.


    Naturgesetze sind abstrakt.

    Von geistiger Natur.


    Es heisst nicht um sonst - am Anfang war der Geist...

  5. #14
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
     Es heisst nicht um sonst - am Anfang war der Geist...
    Aber doch nur bei den Menschen, nicht in der Natur. Natur ist doch physisch real und nicht spirituell mystisch. Rein zweckbezogen. Das Saeugetier Mensch wirft im Regelfall nur ein Junges und die Reifezeit liegt bei 9 Monaten waehrend z. B. Kanninchen oder Katzen echte Viel- und Schnellproduzenten sind mit entsprechend hoher Mortalitaetsrate bein den Spezien. Soll dieses wirklich geistig erdacht sein anstatt rein zweckentwickelt.

    Somit erscheinen Naturgesetze doch nur aus menschlicher Sicht oftmals abstrakt, obwohl sie in sich mit absoluter Sicherheit logisch sind, wenn sie nicht bewusst mit menschlicher Manipulation konfrontiert werden. In diesem Fall koennte die Harmonie und Balance gestoert und die Reaktion auf die Aktion unkalkulierbar werden. Siehe z. B. Import von Kanninchen nach Australien oder die Verbreitung von AIDS. Eine kuenstlich unvorhergesehene Manipulation mit dramatischen Auswirkungen. Wie Herr Einstein sage, "die Natur" wuerfelt nicht. Habe das Wort lieber ausgetauscht, damit es nicht zu eventuellen Missinterpretationen seitens des Klerus kommt.

  6. #15
    Avatar von Waitong

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    2.636
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Natur ist doch physisch real und nicht spirituell mystisch
    Sie funktioniert dennoch nach diesen geistigen (energetischen) Prinzipien.

    Es ist die wirksame Kraft - gleichsam dem Willen - (der nicht materiell ist) der die Dinge bewegt.

    betrachte mal die Schwerkraft oder elektomagnetische Felder - welcher Natur sind sie deiner Ansicht nach ?

  7. #16
    NEOT_3.0
    Avatar von NEOT_3.0
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Sie funktioniert dennoch nach diesen geistigen (energetischen) Prinzipien.

    Es ist die wirksame Kraft - gleichsam dem Willen - (der nicht materiell ist) der die Dinge bewegt.

    betrachte mal die Schwerkraft oder elektomagnetische Felder - welcher Natur sind sie deiner Ansicht nach ?
    Jedenfalls keines geistigen Ursprungs.

    Die Maxwellsch-Gleichungen beschreiben z.B. die elektromagnetischen Felder sehr schön. Das ist nichts Mystisches dabei.

  8. #17
    Avatar von Waitong

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    Die mathematische Beschreibung ist sachlich nuechtern.

    Die Existenz der "Felder" ist und bleibt "mystisch".

  9. #18
    NEOT_3.0
    Avatar von NEOT_3.0
    Und was ist daran "mystisch" ?

  10. #19
    NEOT_3.0
    Avatar von NEOT_3.0
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
     


    Was wollte er damit zum Ausdruck bringen ?
    Er hat selber nicht so recht daran glauben wollen, dass die Quantenphysik auf Wahrscheinlichkeiten beruht und es keine 100%-Voraussagen gibt, sonst nichts.

  11. #20
    Avatar von Chak

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    Genau, Einsteins Bemerkung bezog sich auf Heisenbergs Unschärferelation. Alles andere interpretierst du da hinein, Waitong.

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