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Daseins Fragen

Erstellt von tira, 16.10.2011, 18:46 Uhr · 83 Antworten · 3.926 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von tira

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    Daseins Fragen

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    ....und das Dasein verlor auf einmal seine Signifikanz. Ein bisschen wie die Erkenntnis, welch unbedeutender Rolle der Planet Erde im Universum einnimmt. Kein Schock, sondern genau das Gegenteil.....
    moin,

    ... genau da - wo wir bei meiner signatur wären........


  2.  
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  3. #2
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Nun denn - das "Daseinsgesetz", der sogenante Dharma wurde von Buddha erkannt und gelehrt, aber wer hat es erschaffen ?

    Das ist leicht zu beantworten:

    Der Verstand.

  4. #3
    Avatar von Waitong

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    Wessen Verstand ?

  5. #4
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Das ist leicht zu beantworten:

    Der Verstand.
    Woher kommt der eigentlich?
    Selbst ein dummes und einfaches Rechnerprogramm erfordert Planung und einen gewissen Aufwand. Wie ist das aber mit dem hochkomplexen Verstand?

  6. #5
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Wessen Verstand ?
    Der Verstand des Begruenders der buddhistischen Lehre natuerlich. Nach langem Suchen und anaylisieren hat er die Dharmagesetze auf Basis der Naturgesetze entwickelt. Erst kam die Suche, dann die Erkenntnis, denn die Erleuchtung. Schliesslich die Dharmagesetze mit dem Ziel das Optimale aus dem sinnlosen, vergaenglichen und leidvollen Leben herauszuholen.

    Ja, es gibt keinen grundsaetzlichen Sinn des Lebens. Jetzt kann man dieses einfach hinnehmen und ein sinnloses Leben leben oder alternativ seinem Leben einen Sinn geben. Eine Sache der persoenlichen Einstellung. Tiere haben es da weitaus einfacher. Sie stellen die Naturgesetze nicht in Frage und leiden nicht unter ihnen. Der "Verstandesmensch" jedoch und somit entstanden die Dharmagesetze als eine rationelle verunftgepraegte Loesung um diese Geissel des Denkens zu kompensieren. Wer bedrueckt ist, ist selber schuld.

    Welches wird wohl nun die naechste Frage sein? Warum Wasser nass ist?

    Eine Bitte. Nicht einfach nur darauf losfragen, in der Hoffnung mich zu verwirren und auf dem falschen Fuss zu erwischen. Das ist naiv und wird nicht gelingen. MEIN Puzzle ist bereits zusammengesetzt. Also erst denken, dann fragen.

  7. #6
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Woher kommt der eigentlich?
    Selbst ein dummes und einfaches Rechnerprogramm erfordert Planung und einen gewissen Aufwand. Wie ist das aber mit dem hochkomplexen Verstand?
    Auch das komplexeste Rechnerprogramm ist in erster Linie von einer angemessenen Hardware abhaengig. Beim Menschen ist dieses das Hirn und die angeborene Grundintelligenz. Auch dieser Hardware ergeben sich dann die individuellen Grenzen. Verstand ist in erster Linie der Wille die naturgegebenen Ressourcen bestmoeglich einzusetzen und das moeglichste aus Ihnen herauszuholen. Somit ist Verstand nicht angeboren sondern muss entwickelt werden. Dieses ist eine individuelle Sache. Somit kann auch ein Hochintelligenter ein Dummkopf sein, naemlich dann, wenn er den Verstand nicht einsetzt, was ihm zumindest aus technischer Sicht durchaus moeglich ist. Ein Schwachsinniger wird natuerlich in Sachen Verstand weitaus eher an die Grenzen kommen als ein Durchschnittsmensch.

    Ergo, Verstand ist nicht Verstand und durchaus nicht hochkomplex sondern rein individualbedingt. Eine Kombination aus technischen Grundvorraussetzungen und der Bereitschaft diese optimal einzusetzen. Hardware und Software muessen en par sein.

    Wie viele Menschen sind in der Lage und willig es dem Begruender der buddhistischen Lehre gleichzutun. Jahrelang zu suchen, zu analysieren, zu hinterfragen und wenn alles keinen Sinn macht trotzdem nicht aufzugeben. Solange, bis sich dann der Sinn einstellt. Vor ca. 2.500 Jahren wurde bereits saemtliche Vorarbeit geleistet und trotzdem faellt die Majoritaet staendig ueber die eigenen Fuesse und leidet. Warum? Nun, meine logische Antwort hierauf waere, dass der Verstand zu 99,99999% nicht ausreichend ist. Hochkomplex ist auch relativ, da ja unter Blinden ein Einaeugiger bereits Koenig sein kann obwohl er dieser fuer jemanden mit 99%iger Sehkraft natuerlich mangelbehaftet ist. 100% kann und wird es sicherlich nie geben, weil alles veraenderlich ist.

    Heute erleuchtet kann morgen bereits unerleuchtet bedeuten, denn niemand weiss ja, was morgen sein wird. Es ist ausserhalb der Reichweite, so wie das gestern. Somit kann es im Leben niemals die selbe Gewissheit geben wie im Tod. Das Leben ist staendigen Aenderungen unterworfen, der Tod ist definitiv. Staendige Arbeit 24/7 ist somit im Leben gefordert und es wird nie ein Ausruhen auf den Lorbeeren geben. Dafuer ist das Leben einfach zu veraenderlich.

  8. #7
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Der "Verstandesmensch" jedoch und somit entstanden die Dharmagesetze als eine rationelle verunftgepraegte Loesung um diese Geissel des Denkens zu kompensieren. Wer bedrueckt ist, ist selber schuld.
    Weshalb die höchste Stufe im Buddhismus der "Zen" ist. Zu sein, ohne den Verstand zu benutzen. Es ist ein wunderbares Gefühl. Leider gelingt das nicht immer.

  9. #8
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Auch das komplexeste Rechnerprogramm ist in erster Linie von einer angemessenen Hardware abhaengig. Beim Menschen ist dieses das Hirn und die angeborene Grundintelligenz. Auch dieser Hardware ergeben sich dann die individuellen Grenzen.
    Das ist zwar alles absolut richtig, nur beantwortet es meine Frage nicht mal ansatzweise. Im Gegenteil, es wirft nur weitere Fragen auf.
    Woher kommt das komplexe Rechnerprogramm? Woher kommt die angemessene Hardware? Klar, beim Menschen ist diese das Hirn.
    Nur, woher kommt es? Wer oder was hat es erdacht und mit all seinen Entwicklungsmöglichkeiten so realisiert? Und warum und wozu?

  10. #9
    Avatar von Waitong

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    Antwort auf --------------> klick #335


    Das Dharmagesetz leitet sich aus dem "Daseinsgesetz" (Naturgesetz) ab, ist also bedingt entstanden.

    Die Naturgesetze sind mit und ohne Buddha existent.

    (Vor und nach seinem Tod.)

    Wenn Albert Einstein durch wissenschaftliche Beobachtung und Ueberlegung zur Aussage gelangt E=mc2 hat er formal ein Gesetz formuliert (entdeckt), d.h. aber nicht er hat diese Bedingungen geschaffen, denn mit und ohne A.E. war und ist es so.

    Auf Buddhas Lehre bezogen, hat er (Buddha) lediglich etwas beobachtet, in bezug auf LEID-Entstehung und LEID-Vermeidung und eine gewisse Gesetzmaessigkeit (Dharma)erkannt, nach der man sein Leben gestalten kann.

    Den Aspekt der "Schoepfung" aller wahrnembaren Erscheinung (die man beschreiben kann) hat er tunlichst vermieden, denn dafuer hatte er keine Erklaerung finden koennen.

    Er hat nur beschrieben wie diese Dinge auf unseren Geist einwirken.

    Somit ist und bleibt die Lehre des Buddha nur auf die LEID-Entstehung und LEID-Vermeidung (des Menschen) beschraenkt und nichts anderes - so sind seine eigenen Worte.

    Das Beten zu ihm (Buddha) hat er niemals gelehrt - aber was machen die Unwissenden - sie beten zu ihm und irgendwelchen Figuren.

    Da fragt man sich woher kommt die Neigung des Menschen zum anbeten einer nicht wirklich beschreibbaren "hoeheren Macht", die faehig ist Dinge zu schaffen und vergehen zu lassen und zwar nach Naturgesetzen die uns laengst nicht alle bekannt sind ?

  11. #10
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Warum Erde, warum Luft, warum Wasser... Warum ueberhaupt irgendetwas anstatt nur ein einfaches Nichts. Leben entsteht im Regelfall in erster Linie durch Wasser. Wasser ist elementar und es gibt sehr viel Wasser auf dem Planeten Erde. Kleinste Mikro-Organismen, Bakterien, Molekuele formen etwas. Mutieren durch aeussere Einfluesse. Biochemie, Reaktionen, Lebensformen der verschiedensten Art. Natur pur. Der Planet Erde weist sehr guestige Bedingungen fuer Leben auf, obwohl es sich nur um einen klitzekleinen, unbedeutenden Planeten handelt. Der heutige Stand hat sich ueber Milliarden von Jahren entwickelt. Stueck fuer Stueck. Alles unterliegt der staendigen Aenderung und Veraenderung. Sicherlich muessten wir jetzt erst einmal ganz weit ausholen und das Universum begreifen. Wie und durch was ist es entstanden? Viele Wissenschaftler meinen, es ist das Resultat eines gigantischen Urknalls. Jetzt die Frage, der Urknall von was und was war vorher? Keine Antwort.

    Nun kommen wir zurueck zum Menschen. Welchen Stellenwert nimmt nun das unbedeutende Lebewesen namens Mensch hierin ein. Es meint natuerlich in seiner Voreingenommenheit einen grossen. Das ein uebernatuerliches Wesen alles erschaffen haben koennen und sich den Menschen als sein Abbild geformt hat. Dies ist in der Tat schon der Gipfel der Arroganz in Anbetracht dessen, wie kurz das Wesen Mensch ueberhaupt existent ist. Die gemeine Kakerlake haette da eigentlich viel mehr Vorrechte zu behaupten, sie sei das Top-Produkt einer gewaltigen Kraft ueberhaupt.

    Verkettungen von guenstigen Gegebenheiten gepaart mit Zufaellen und aeusseren Einfluessen. Reaktionen auf Aktionen. Biochemie formt Leben der verschiedensten Arten. Der Mensch ist nur ein Produkt von vielen. Ein Mutant, der sich nach und nach entwickelte und an die sich veraendernden Umstaende anpasste. Manche Biologen meinen, dass der aufrechte Gang des Menschen eine Fehlentwicklung ist, da es den Knochenapparat extrem belastet. Affen haben mit Sicherheit weitaus weniger Rueckenprobleme als der Mensch. Waere der Mensch von jemanden oder etwas erdacht worden, dann haette dieser und dieses einen Konstruktionsfehler begangen. Sehen wir uns nun einmal in der Welt um, da gibt es in der Tat die eigenartigesten Kreaturen. Z. B. das Schnabeltier. Soviel Phantasie hat wohl kaum der abdrehteste Surrealist. Ergo, nichts ist erdacht sondern lediglich mutiert oder es wuerde einen Schoepfer geben, der sich manchmal unter toxischen Einfluessen an's Werk macht. Also, so fehlerhaft wie sein vermeintliches Abbild.

    Alles war sicherlich bis vor ein paar tausend Jahren auch in Ordnung bis dann der Mensch immer irrer wurde. In seiner Neugier versuchte er dies und das fing an mehr und mehr Veraenderungen herbeizufuehren. Er stellte sich gegen das Prinzip der Natur. Des Prinzips der Zufaelle, der logischen Reaktionen auf bestimmte Aktionen. Logik und Instinkt wurden weitestgehend durch Emotion und Launen ersetzt. Natuerlich waehnte der Mensch sich fuer das primaere Wesen durch seine wachsende Verspieltheit und Kreativitaet und trieb es immer toller, da ihm ja immer weniger Grenzen gesetzt wurden je erfindungsreicher er wurde. Manches blieb jedoch unerklaerbar, bis auf den heutigen Tag und somit wurde sich dann die Uebernatuerlichkeit ausgedacht. Goetter wurden geschaffen, anstatt dass der Mensch von Goettern geschaffen wurde. Doch welcher Gott wuerde so ein fehlerhaftes Wesen konstruieren?

    Sehen wir es nuechtern. In einer Millarden Jahren alten Zeitgeschichte kam letztendlich eine voellig verdrehte Kreation in's Spiel, die es schliesslich in wenigen Hundert Jahren schafft einen Planeten mehr und mehr in die Knie zu zwingen und sich selbst die Lebensgrundlage zu nehmen. Wer kann sich so etwas perverses ausdenken, ich meine mit Ausnahme des entarteten Wesens Mensch selbst?

    Worin liegt der Sinn, dass Leben entsteht um dann nach einiger Zeit wieder zu vergehen? Es gibt keinen Sinn, sondern es ist einfach nur wie es ist. Wie das Universum, wie dieser Planet, wie Wasser, wie alles, das nicht aus menschlicher Hand stammt. Der derzeitge Status Quo ergibt keinen logischen Sinn. Obwohl, wenn sich etwas erschafft um dann zu vergehen weist eine gewissen Kongruenz auf. Hat sich das Universum geschaffen um auch einmal einfach zu vergehen im Nichts? Dieses waere in Konformitaet mit der Geburt und dem Tod einer Lebensform. Ist das Universum vielleicht auch nur eine sich staendig veraendernde Lebensform?

    Welche wirkliche Alternative gibt es sonst zu Existenz? Nichts, einfach "Nichts". Die Unendlichkeit des Nichts, waehrend Existentielles vergaenglich ist. Ewiges Leben, Uebergang in ein Paradies unter der Obhut einer menschenaehnlichen Uebermacht ergibt auf keinen Fall einen logischen Sinn. Dafuer spricht viel zu viel dagegen. Die Entwicklungsgeschichte des Planeten Erde, die Entwicklungsgeschiche des Menschen und die Existenz des Universums. Hier ist fuer einen Gott im religioesen Sinne einfach kein logischer Platz. Ergo, es ist einfach wie es ist und wir muessen es akzeptieren wie es ist, so wie es die buddhistische Lehre raet. Vor 2.500 Jahren hatte sich jemand bereits ueber Alterativen zur Allgemeindenke jahrelang den Kopf zerbrochen und ist schliesslich zu der Erkenntnis gekommen, dass es einfach ist wie es ist und dieses mit Ausserirdischem absolut nichts zu tun hat.

    Waere das Universum tatsaechlich eine Lebensform und wir sind Mikroorganismen in dieser, nun dann musste auch ein Physiker wie Albert Einstein an seine Grenzen kommen, da er ja Physiker und kein Biologe war. Selbst Herr Einstein verleugnete nicht die Moeglichkeit eines Gottes und bezeichnete sich nicht als Atheist. Hat er nur vor dem Unerklaerlichen Schutz gesucht wie so viele Menschen, da ihn sonst die nagende Furcht vor dem Unwissen um den Verstand gebracht haette? Vielleicht ist dies tatsaechlich des Menschen groesstes Problem, einfach nicht in der Lage zu sein nur das Ist zu akzeptieren. Ohne wenn und aber. Die Geburt, das Leben, den Tod, das Sein, das Drumherum, das Universum. Kurzum, das was wirklich existent und nicht nur vermutet werden muss wie z. B. ein Gott. Letzteres erscheint nur wie eine hergegriffene Notloesung ohne Grundlage um das Gewissen zu beruhigen, da ohne jeglicher rationellen Basis. Es kan nicht einfach so sein wie es ist, es musss doch von JEMANDEM geschaffen worden sein.

    Hm, ist das Universum eventuell tatsaechlich eine sich staendig veraendernde Lebensform? Etwas was sich aehnlich klitzekleinen Partikeln zu etwas verdichtet hat nur eben in gigantisch groesserem Massstab? Partikel in einem Nichts, die sich zufaellig zusammenfuegten? Aehnlich wie dieser Planet und wie alles auf ihm. Eines ist jedoch sicherlich gewiss. Des Menschen Bedeutungslosigkeit, wenn objektiv in Relation gesetzt.

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